2023 Giga-Solarmodul-Produktion in den USA

SPI Energy will 1,5 GW-Produktionskapazität für Solarwafer aufbauen

SPI Energy, ein amerikanisches Unternehmen für Erneuerbare Energien und Anbieter von Solarspeicher- und Elektrofahrzeuglösungen, beabsichtigt nach eigenen Angaben die Beschaffung von 1,5 GW Solarwafer-Produktionsanlagen in den USA und den Beginn der Auslieferung bis 2023. Bis 2024 soll die Produktionskapazität auf 3 GW erhöht werden. Laut TaiyangNews hat die Verabschiedung des Inflation Reduction Acts von 2022, der Anreize für die Produktion von Solarwafern mit bis zu 12 $/m² für jeden produzierten Solarwafer verspricht, das Unternehmen motiviert, seine Pläne beschleunigt abzuschließen. weiterlesen…

Wasserstoff-Ammoniak-Brücke Kanada-Deutschland

Ab 2025

Deutsche Energiekonzerne wollen die Dekarbonisierung vorantreiben: Eon Hydrogen und Uniper wollen ab 2025 unabhängig voneinander viel grünen Wasserstoff aus Kanada und Ammoniak importieren. Entsprechende Absichtserklärungen haben die beiden deutschen Energiekonzerne jetzt mit dem kanadischen Projektentwickler Everwind Fuels unterzeichnet. Der baut derzeit in Point Tupper, Nova Scotia, im Osten Kanadas eine Produktionsstätte für grünen Wasserstoff und Ammoniak (u.a. von Ralph Diermann, pv magazine). weiterlesen…

Forscher entdecken dem Gehirn vergleichbar lernfähiges Material

Verblüffender Memoryeffekt: Material mit Gedächtnis

Ein Doktorand am EPFL-Forschungslabor für Leistungs- und Breitband-Elektronik (POWERlab), Mohammad Samizadeh Nikoo, machte während seiner Forschung über Phasenübergänge in Vanadiumdioxid (VO2) eine zufällige Entdeckung: Die in der Elektronik verwendete Verbindung konnte sich frühere äußere Reize „merken“ – so eine Medienmitteilung der Ecole Polytechnique Fédérale de Lausanne (EPFL) vom 24.08.2022. Dies sei das erste Material, dem diese Eigenschaft zugeschrieben werde, obwohl es noch weitere geben könnte. (Foto: EPFL-Campus – © Mediacom EPFL – Eig. Werk, CC BY-SA 4.0, commons.wikimedia.org) weiterlesen…

Grüner Wasserstoff aus Offshore-Wind

100 Millionen für Leitprojekt H2Mare

Im Leitprojekt H2Mare forschen vier Hereon-Institute an der Erzeugung von grünem Wasserstoff und Folgeprodukten zur Speicherung auf hoher See. H2Mare ist laut einer Medienmitteilung des Helmholtz-Zentrums Hereon vom 26.08.2022 eines von drei Wasserstoff-Leitprojekten (H2MareTransHyDE, H2Giga), die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit insgesamt bis zu 740 Millionen Euro gefördert werden. Eine BMBF-Zusage über 100 Mio. (siehe: solarify.eu/h2mare-bekommt-mehr-als-100-mio-vom-bmbf) hatte das MPI für Dynamik komplexer technischer Systeme Magdeburg bereits am 28.09.2021 erhalten und pubilziert. (Foto: Offshore-Windpark Riffgat (nordwestlich v. Borkum), li. Umspannplattform – © Impériale – Eig. Werk, CC BY-SA 4.0, commons.wikimedia.org) weiterlesen…

Uniper beschert finnischem Energieriesen Fortum hohe Verluste

Bund übernimmt 30 Prozent

Die durch den Ukraine-Krieg angeschlagene deutsche Tochter Uniper hat den finnischen Mutterkonzern Fortum tief in die Verlustzone gerissen. Im Rahmen des genehmigten „Stabilisierungspakets“ beteiligte sich die Bundesregierung mit 30 Prozent an Uniper – der schwächelnde Energieversorger erhielt im Gegenzug 15 Milliarden Euro Eigenkapital und Liquiditätshilfen – so EURACTIV. Die finnische Fortum (zu 51 Prozent in Staatsbesitz) bleibt mit einem reduzierten Anteil von 56 Prozent seit 2020 der größte Aktionär von Uniper, meldete aber einen Nettoverlust von 7,4 Milliarden Euro zwischen April und Juni dieses Jahres. Der Aktienkurs von Fortum fiel an der Börse in Helsinki um mehr als drei Prozent. weiterlesen…

Russland fackelt riesige Gasmengen ab

Umweltkatastrophe befüchtet

Nahe der Pipeline Nord Stream 1 brennt Russland in großem Umfang Erdgas ab, das offenbar für den Export nach Deutschland bestimmt war – so u.a. tagesschau.de am 26.08.2022. Experten befürchten eine Umweltkatastrophe. Wie der britische Sender BBC berichtet, ist vom benachbarten Finnland aus bereits seit einigen Wochen eine ungewöhnlich große Flamme zu sehen, die in Portowaja nordwestlich von Sankt Petersburg brennt. Auch auf Satellitenbildern ist sie demnach deutlich zu erkennen. weiterlesen…

Schweiz: Bitcoinverbot gefordert – Branche wehrt sich heftig

Studie: Digitales Geld nachhaltiger machen – Energiefresser Kryptowährungen

Die Kryptowährung Bitcoin verbraucht viel Energie – ungeachtet dessen, dass sie im Juni 2022 auf ein Tief von $ 17.700 (Allzeithoch am 10.11. 2021: $ 68.744,03) gesunken ist. Verantwortlich dafür ist das sogenannte Proof-of-Work-Verfahren, mit dem Transaktionen des digitalen Geldes legitimiert werden. Vlad Coroam? (Roegen Centre for Sustainability), früher an der ETH Zürich, hat im Auftrag des schweizerischen Bundesamts für Energie den Energieaufwand berechnet und schlug schon am 27.09.2021 vor, wie der Stromverbrauch durch Ausweichen auf weniger energieintensive Kryptowährungen gedrosselt werden könnte. (Bild: Bitcoin – © VIN JD auf Pixabay) weiterlesen…

Arktischer Meereisverlust führt voraussichtlich zu häufigeren starken El Niño-Ereignissen

Untersuchung in Nature Communications

Das arktische Meereis hat erheblich abgenommen und wird bald voraussichtlich saisonal völlig verschwinden. Es ist wenig darüber bekannt, ob das schwindende arktische Meereis in der Lage ist, das Auftreten von starkem El Niño zu beeinflussen, einer wichtigen Form der Klimavariabilität mit globalen Auswirkungen. Auf der Grundlage von Experimenten mit gekoppelten Zeitscheibenmodellen zeigen Autoren aus China und den USA in einem Artikel in Nature Communications, dass, wenn der Eisverlust weiter anhält und die Arktis zeitweise eisfrei wird, die Häufigkeit starker El-Niño-Ereignisse um mehr als ein Drittel ansteigt. weiterlesen…

Glatte „Sechs“ vom Klimarat für Wissings Klima-Notfallplan

„Schon im Ansatz ohne Anspruch“

Die Notfallpläne, mit denen die zuständigen Minister den Gebäude- und Verkehrssektor auf den Weg zur Klimaneutralität bringen sollten und wollten, haben ihre Ziele verfehlt – so der Experten-Klimarat der Bundesregierung. Laut SPIEGEL kassiert Wissing (FDP) „eine glatte Sechs“, Bauministerin Geywitz (SPD) kommt mit einer „Vier“ (im klassischen Notenspiegel „ausreichend“) nicht sonderlich ruhmreich davon. Der Teil des Gutachtens über das Verkehrsprogramm umfasst ganze vier Seiten, hinter mehr als 60 Seiten zur Prüfung des zeitgleich vorgelegten Programms für den Gebäudebereich. weiterlesen…

Startup-Neugründungen in Deutschland erstmalig rückläufig

Neuer Report

Erstmals seit 2019 gehen die Neugründungen von Startups zurück. Das kontinuierliche Wachstum der vergangenen Jahre erhält im Kontext aktueller globaler Krisen einen Dämpfer. Trotzdem geht der langfristige Trend nach oben. Mit der am 16.08.2022 publizierten neuen Report-Reihe Next Generation erfassen Startup-Verband und startupdetector nach eigenen Angaben systematisch die Startup-Neugründungen in Deutschland und nehmen dabei besonders die Gründungsdynamik in den verschiedenen Regionen in den Blick (nicht nur Berlin – siehe Foto). weiterlesen…