Wasserstoff direkt aus Sonnenlicht

DLR-Forschergruppe stellt mit HYDROSOL_Plant aktuell größte Testanlage für solarthermische Wasserspaltung vor

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat am 29.11.2017 gemeinsam mit internationalen Projektpartnern die bislang größte solarchemische Anlage zur Produktion von Wasserstoff präsentiert. Im Projekt HYDROSOL_Plant haben Wissenschaftler und Industrieunternehmen gemeinsam das Verfahren der direkten Wasserstoffherstellung durch Sonnenstrahlung weiterentwickelt. weiterlesen…

Peruanischer Bauer nimmt weitere Hürde im RWE-Klimaprozess

Gletscherschmelze infolge Klimawandels bedroht Anwohner

Ob RWE-Klimagase zur Schmelze eines Andengletschers beitragen, ist Gegenstand des ersten „Klimawandel“-Prozesses der Geschichte: Der peruanische Kleinbauer und Bergführer Saúl Luciano Lliuya nahm jetzt eine weitere Hürde. Unterstützt von Germanwatch hatte Luciano am 24.11.2015 beim Landgericht Essen Klage gegen RWE eingereicht. Der Grund: Die gewaltigen Emissionsmengen des Energiekonzerns gefährden seine Familie, sein Eigentum sowie einen großen Teil seiner Heimatstadt Huaráz. Ein durch den Klimawandel schnell wachsender Gletschersee wird zum Risiko für die 120.000-Einwohner-Stadt in den Anden. weiterlesen…

Ladezustand exakter und günstiger messen

Wie weit reicht’s noch? Neues kostengünstiges System zur Messung der Batterieladung

Damit Batterienutzer den Ladezustands ihrer Batterie und damit zum Beispiel Reichweite und Nutzungsdauer einschätzen können, werden aufwändige Batteriemanagementsysteme (BMS) benötigt, die ihrerseits Energie verbrauchen. Das Fraunhofer-Institut für Silicatforschung ISC in Würzburg entwickelt einer Mitteilung auf seiner Webseite vom 22.11.2017 zufolge im Projekt SoCUS kostengünstige Sensorsysteme, die direkt in die Batterie integriert werden und den Ladezustand zuverlässiger messen können als marktübliche Systeme. weiterlesen…

Transistor aus Graphen-Nanobändern

Aus wenigen Atomen

Einen Durchbruch in der Nanoelektronik meldete die eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt Empa am 29.11.2017: „Transistoren auf Basis von Kohlenstoff-Nanostrukturen „– was nach Zukunftsmusik klingt, könnte in wenigen Jahren Realität sein. Einem internationalen Forscherteam mit Beteiligung der Empa ist es gelungen, Nanotransistoren aus nur wenigen Atomen breiten Graphenbändern zu produzieren, wie sie in der aktuellen Ausgabe des Fachjournals Nature Communications berichten. weiterlesen…

Nationale CO2-Steuer und europäischer Mindestpreis schützen Klima am effektivsten

Emissionsverlagerungen ins Ausland und Stromimporte nach Deutschland vermieden

Ein mit einer nationalen CO2-Steuer gekoppelter europäischer Mindestpreis ist ein sehr wirkungvolles und effizientes Klimaschutzinstrument. Das ist das zentrale Ergebnis einer Studie, die der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) beim Think Tank Energy Brain Pool in Auftrag gegeben hat, um die Wirkung von CO2-Preisen auf die Strommärkte zu untersuchen.

ETS-Reform auf dem Weg

Umweltausschuss stimmt zu

Der (federführende) Umweltausschuss des EU-Parlaments (ENVI) hat am 29.11.2017 dem Kompromiss zur Reform des europäischen Emissionshandels zugestimmt. Der Rat hatte laut einer Medienmitteilung am 22.11.2017 die Einigung gebilligt, die am 09.11.2017 zwischen dem estnischen Ratsvorsitz und dem Europäischen Parlament über die Reform des EU-Emissionshandelssystems (EHS) für die Zeit nach 2020 erzielt worden war. Der vereinbarte Text wird nunmehr dem Europäischen Parlament zur Billigung vorgelegt, das im Februar 2018 in erster Lesung darüber abstimmt. In der Regel folgt das Parlament dabei der Entscheidung des federführenden Ausschusses. Die anschließende Zustimmung im EU-Ministerrat ist Formsache. weiterlesen…

Kooperation Schlüssel zum Forschungs-Transfer


acatech Position: Automobillogistik kann Vorreiter von Industrie 4.0 werden

Wie sich Technologien und Prozesse der Industrie 4.0 schneller etablieren lassen, zeigt acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften in ihrer am 30.11.2017 erschienenen Position „Kollaboration als Schlüssel zum erfolgreichen Transfer von Forschungsergebnissen“ am Beispiel der Automobillogistik. acatech spricht sich darin für ein von öffentlicher Hand eingerichtetes Forum für Innovation und Kollaboration aus. weiterlesen…

Chinesische Forscher machen E-Fuel aus CO2 und H2O

Effiziente Umwandlung von Kohlendioxid und Wasser in Kraftstoffe

Jingdong Lin von der Xiamen University, China, und Kollegen haben laut der Fachzeitschrift ChemSusChem vom 14.11.2017 einen einfachen und hocheffizienten Weg zur Alkanherstellung unter Verwendung von CO2 und Solarenergie gefunden. Sie koppelten direkt photokatalytische Wasserspaltung und thermokatalytische Hydrierung von CO2 an einem bifunktionellen Au-Ru/TiO2-Katalysator mit aktiven Stellen für photokatalytische Wasserspaltung und thermokatalytische Hydrierung von CO2 zur Umwandlung von CO2-H2O in Kraftstoffe. weiterlesen…

Meer zu sauer für Miesmuscheln

„Gigantisches Chemie-Experiment in den Weltmeeren“

„Gruselig“ nennt FAZ-Autor Ulf von Rauchhaupt, was die moderne Zivilisation mit ihren CO2-Emissionen „auch veranstaltet“: „Ein gigantisches Chemie-Experiment in den Weltmeeren“. Langsam werde klar, was dabei herauskommt. Der Autor beschreibt einen nach acht Jahren intensiver wissenschaftlicher Tätigkeit eben zu Ende gegangenen deutschen Forschungsverbund zur Ozeanversauerung namens BIOACID (Biological Impacts of Ocean Acidification). Der untersuchte von 2009 bis 2017, wie marine Lebensgemeinschaften auf Ozeanversauerung reagieren und welche Konsequenzen dies für das Nahrungsnetz und die Stoff- und Energieumsätze im Meer sowie schließlich auch für die Wirtschaft und Gesellschaft hat. weiterlesen…

Energiewirtschaft kann CO2-Reduktion um 40 Prozent erreichen

BDEW bietet Kohle-Aus für 5 GW an

Eine aktuelle BDEW-Analyse (BDEW-Medienmitteilung) zeigt: „Die Energiewirtschaft kann mit einer energietechnisch verantwortbaren Zusatzanstrengung bis zum Jahr 2020 eine Reduktion der Kohlendioxid-Emissionen um 40 Prozent gegenüber 1990 erreichen.“ Damit hebt der BDEW sich von den Sektoren Verkehr oder Landwirtschaft ab: „Mit großer Sicherheit“ könnten die Energie-Konzerne schon jetzt ohne weitere Maßnahmen bis 2020 die CO2-Emissionen um 38 Prozent verringern. Aber nichts ist umsonst: Der entsprechende Klimaschutzbeitrag müsse honoriert werden. weiterlesen…