Grüne Schiffahrt chancenlos?

Zu viel Schweröl, zu wenig Abgastechnik – NABU-Kreuzfahrtranking 2015

Der NABU hat auch 2015 die europäischen Kreuzfahrtschiffe auf Umweltfreundlichkeit untersucht. Zwar werden die schwimmenden Grandhotels sauberer, doch noch immer fahren zu wenige mit umweltfreundlicher Abgastechnik – und LNG. Hochseeschiffe werden fast alle mit dem Raffinerie-Abfallprodukt Schweröl angetrieben. Auflagen limitieren zwar schon dessen Verbrennung vor allem in den Häfen, ab 2020 sollen aber weltweit strengere Schwefel-Grenzwerte dazu führen, dass Flüssiggas (LNG) an die Stelle des Schweröls tritt. Doch die Reeder halten LNG für noch nicht wirtschaftlich. weiterlesen…

Antarktiseis schmilzt komplett:

Neue Forschungen des PIK-Potsdam et al.

Wenn der CO2-Ausstoß weiter auf hohem Niveau verbleibt, kann die antarktische Eisdecke ganz wegtauen, haben Forscher des PIK-Potsdam zusammen mit Kollegen anderer Institute*) in Simulationen erarbeitet. Ihr Ergebnis haben sie im Fachjournal Science Advances veröffentlicht. „Über einen Zeitraum von 10.000 Jahren kann die Antarktis eisfrei werden, wenn wir unsere fossilen Ressourcen vollständig verfeuern“, sagte Leitautorin Ricarda Winkelmann. Wenn alle fossilen Vorkommen verbrannt würden, hätte das Kohlendioxid-Emissionen von rund 10.000 Gigatonnen (Gt C – Milliarden Tonnen) zur Folge. weiterlesen…

PIK-interne Debatte vor COP21

Debatte im Vorfeld der Klimaverhandlungen in Paris

Was steht bei der nächsten Klimakonferenz, der COP21 im Dezember, zur Debatte? Dazu trafen sich am 10.09.2015 die Mitarbeiter des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung zu einem Austausch von Einblicken und Ideen. Viele Beiträge von verschiedenen Wissenschaftlern beschäftigten sich mit dem neuesten Stand der Forschung und eine lebhafte Diskussion. weiterlesen…

MPI schafft Grundlage für Gesetze

Schutz für brasilianische Feuchtgebiete

Forschungsergebnisse von Max-Planck-Wissenschaftlern schaffen die Basis für neue Umweltschutzgesetze in Brasilien. Das dortige Umweltministerium hat Vorschläge für neue Bestimmungen ausgearbeitet, um die empfindlichen Ökosysteme der ausgedehnten Feuchtgebiete in der Amazonasregion, im Pantanal und an den Küsten zu erhalten. Die beabsichtigten Schutzmaßnahmen für die ökologisch und ökonomisch sehr bedeutenden Gebiete beruhen auf der Definition und Klassifizierung aus einer Studie, an der Forscher des Max-Planck-Instituts für Chemie in Mainz beteiligt waren, wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht. weiterlesen…

Karbon-Nanofasern aus Luft-CO2

US-Forscher stellen neues Verfahren vor – Beitrag zum Klimaschutz?

US-Wissenschaftler um Prof. Stuart Licht an der George-Washington-Universität haben ein Verfahren zur Herstellung von Kohlenstoff-Nanofasern mit aus der Luft entnommenem CO2 entwickelt. Der Prozess ist hocheffizient: In ihrem mit Solarenergie betriebenen System fließt ein schwacher Strom durch einen Tank mit geschmolzenem Lithiumkarbonat zwischen einer Nickel- und einer Stahl-Elektrode; die Flüssigkeit absorbiert atmosphärisches CO2, und an der Stahlelektrode bilden sich langsam winzige Kohlenstofffasern – derzeit 10 g pro Stunde. Das Licht-Team glaubt, das Verfahren könnte skaliert werden und sich positiv auf die CO2-Emissionen auswirken  – andere sind jedoch skeptisch. weiterlesen…

E.ON rudert zurück

AKW werden nicht abgespalten

„E.ON kommt bei Umsetzung der Strategie gut voran: Verbleib der deutschen Kernenergie bei E.ON ermöglicht Abspaltung nach Zeitplan“, so treuherzig beschreibt eine Pressemitteilung die Kehrtwendung in Sachen AKW-Abspaltung, die der Aufsichtsrat des Stromriesen am 09.09.2015 einstimmig beschlossen hat. Er tat das keineswegs freiwillig sondern auf Druck der Bundesregierung. weiterlesen…

Kapazitätsmärkte vom Tisch

Entwurf für Strommarktgesetz bekannt geworden

Bundeswirtschafts- und Energieminister Gabriel hat jetzt offenbar die Diskussion um die Kapazitätsmärkte beendet: Sie werden nicht kommen. Das steht so im Entwurf für ein Gesetz zum Strommarkt 2.0, der in Berlin bekannt wurde. Damit sind Energiebranche (BDEW), Gewerkschaften (IG BCE, ver.di) und vku  endgültig mit ihren Forderungen nach neuen Dauersubventionen für fossile Kraftwerke auf taube Ohren gestoßen. Allerdings wird die geplante Reserve die Verbraucher viel Geld kosten. weiterlesen…

„Wissenschaft kennt keine nationalen Grenzen“

Integration von Flüchtlingen in die Wissenschaftsorganisationen

Fraunhofer- und Max-Planck-Gesellschaft planen ein Pilotprojekt zur Integration von Flüchtlingen in die Wissenschaft. Das verkündeten die Präsidenten der beiden Forschungsorganisationen bei einem gemeinsamen Empfang am 09.09.2015 in Berlin. Erste Gespräche dazu wurden auf Anregung von Fraunhofer bereits auf Landesebene sowie mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung geführt. Die Bundesländer Bayern und Sachsen machen den Anfang, weitere sind eingeladen, sich der geplanten Initiative anzuschließen.
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Schlechte Noten für reiche Länder

Bertelsmann-Studie vor UN-Sondergipfel: Industriestaaten laufen Gefahr, die neuen Nachhaltigkeitsziele zu verfehlen

In New York versammeln sich bald die Staats- und Regierungschefs aller UN-Mitgliedsstaaten zum größten Gipfel der Geschichte, eröffnet vom Papst. Sie kommen zusammen, um die neuen Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) zu verabschieden. Diese Ziele sollen in den kommenden 15 Jahren als Leitlinien der Politik dienen. Im Gegensatz zu ihren Vorgängern – den Millenniums-Entwicklungszielen (Millennium Development Goals, MDGs), mit deren Hilfe die Kindersterblichkeit in Entwicklungsländern halbiert werden konnte – gelten die neuen Vorgaben auch für die reichen Staaten. Einkommensstarke Länder werden dieses Mal nicht nur als Geber von Entwicklungshilfe in die Pflicht genommen; vielmehr verlangen die Ziele auch von den OECD-Staaten selbst Reformen im eigenen Land. weiterlesen…

Wie stark wird die EEG-Umlage 2016 steigen?

Die Prognosen der Energie-Experten

Die Bekanntgabe der EEG-Umlage für 2016 wird mit Spannung erwartet, denn obwohl 93 Prozent der Deutschen den Ausbau der erneuerbaren Energien unterstützen (siehe solarify.eu/93-prozent-wollen-mehr-ee-eeg-umlage-ok), kommt beim Thema EEG-Umlage Unmut auf. Stromkunden beklagen die Höhe der Umlage, Verbraucherschützer kritisieren die ungerechte Verteilung und Industrieunternehmen warnen vor Arbeitsplatzverlusten. Die Prognosen der Energie-Experten zur Entwicklung der Umlage für das kommende Jahr gehen weit auseinander, wie aktuelle Recherchen des Informationsdienstes Strom-Report ergaben.
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