Zu viel Kohle für Ausstieg?

Zu großzügige Entschädigungszahlungen berechnet

„Wie Altmaier die Entschädigungen für Kohlekonzerne aufblähte“, titelte der Spiegel am 15.05.2021. Als der Minister am 03.07.2020 verkündete, die Regierung werde den beiden großen Braunkohleverstromern RWE und LEAG zusammen 4,35 Milliarden für ihre durch den Kohleausstieg entgangenen Gewinne zahlen, kam Kritik an der Höhe auf. Noch dazu hüllte sich das BMWi in Schweigen, wie die Summe berechnet worden war. Jetzt meldete das Nachrichtenmagazin gemeinsam mit dem Recherchekollektiv Correctiv, interne Dokumente deuteten auf fragwürdige Berechnungen hin. weiterlesen…

Wenige realistische Szenarien für 1,5°-Grenze

PIK: Erfolgreiche Bekämpfung der Erderwärmung aber noch möglich

Von den mehr als 400 Klimaszenarien, die im 1,5°C-Bericht des Weltklimarats (IPCC – siehe: solarify.eu/ipcc-sonderbericht) bewertet wurden, vermeiden nur etwa 50 Szenarien eine deutliche Überschreitung von 1,5°C. Von diesen machen nur etwa 20 realistische Annahmen über die Möglichkeiten zur Abschwächung des Klimawandels, zum Beispiel die Rate und das Ausmaß der Kohlenstoffentfernung aus der Atmosphäre oder das Ausmaß der Baumpflanzung, zeigt eine Untersuchung des PIK-Potsdam mit dem Titel: „All options, not silver bullets, needed to limit global warming to 1.5°C: a scenario appraisal“ (Alle Optionen, keine Allheilmittel, werden benötigt, um die globale Erwärmung auf 1,5°C zu begrenzen: eine Szenariobetrachtung – s.a. Grafik © Abb.1a, Warszawski et al. (2021)). weiterlesen…

Kohlenstoff-Emissionen von Talsperren stark unterschätzt

Forscher bewerten Rolle im globalen Kohlenstoffkreislauf neu: Doppelt so viel CO2 wie angenommen

Talsperren dienen unter anderem als Reservoire für Trinkwasser, landwirtschaftliche Bewässerung oder zum Betrieb von Wasserkraftanlagen. Bisher ging man davon aus, dass Talsperren ungefähr so viel Kohlenstoff speichern, wie sie in Form von Treibhausgasen an die Atmosphäre abgeben. Forscher des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) am Standort Magdeburg zeigen in Kooperation mit spanischen Wissenschaftlern des Katalanischen Instituts für Wasserforschung (ICRA) in Girona sowie des Instituts für Biodiversitätsforschung (IRBio) der Universität Barcelona nun aber, dass Talsperren zweimal mehr Kohlenstoff freisetzen als sie speichern. weiterlesen…

Nachhaltiges Wirtschaften der Zukunft

NABU-Studie: „Ressourcen sparen, Natur schützen“

Um die Erde nicht über die Grenzen ihrer Belastbarkeit zu bringen, gilt es die globalen CO2-Emissionen und den Ressourcenverbrauch deutlich zu reduzieren. Lösung hierfür bietet die Bioökonomie, also ein auf nachwachsenden Rohstoffen basierendes Wirtschaftssystem. Eine am 12.05.2021 veröffentlichte Studie des Internationalen Instituts für Nachhaltigkeitsanalysen und -strategien (IINAS) im Auftrag des NABU („Zukunftsfähige Bioökonomie„, März 2021) zeigt, wo die Potenziale für eine nachhaltige Nutzung von Rohstoffen am größten sind (Grafik: Grüne Bioraffinerie – © bilddatenbank.nabu.de). weiterlesen…

Reaktionen auf Klima-Kabinettsbeschluss: „Zu unkonkret!“

Kurzfristige klare Maßnahmen statt bloßer Ankündigungen gefordert

Das am 12.05.2021 vom Bundeskabinett beschlossene neue Klimaschutzgesetz schweigt zu konkreten Maßnahmen, wie die verschärften CO2-Sparziele erreicht werden sollen. Daher stößt es auf massive Vorbehalte bei Wirtschaft, Industrie, Stromversorgern, Verkehrssektor und Landwirtschaft. Auch NGOs reagieren kritisch: „Viel Schönrechnerei“ und „unausgegorene Pläne“, lautet deshalb das Urteil der Fridays-for-Future-Aktivistin Carla Reemtsma auf T-Online; dort heißt es sarkastisch: „Als Vorbild stufen Forscher die Bundesrepublik trotz der neuen Ziele nicht mehr ein.“ weiterlesen…

Biden-Regierung genehmigt ersten großen Offshore-Windpark

Trump spottet

Nach dreieinhalb Jahren Prüfung und lokalem Widerstand hat die US-Regierung den ersten Offshore-Windpark zwölf Seemeilen (22 Kilometer) vor den Urlaubsinseln Nantucket und Martha’s Vineyard mit 84 Windturbinen genehmigt – das bislang größte Projekt seiner Art in den USA. „Vineyard Wind“ an der Atlantikküste von Massachusetts soll 800 Megawatt Strom liefern – ausreichend für 400.000 Haushalte und Unternehmen. Der uneinsichtige Wahlverlierer und Fossil-Fan Donald Trump, verspottete die Entscheidung der Regierung seines Nachfolgers (Foto: General Electric: Haliade X 12 MW offshore – Foto © GE). weiterlesen…

EU-Kommission strebt Null-Schadstoff-Ziel für Luft, Wasser und Boden an

Europäischer Grüner Deal

Mit dem EU-Aktionsplan zur Schadstofffreiheit von Luft, Wasser und Boden, den Frans Timmermans, Exekutiv-Vizepräsident der Europäischen Kommission, zuständig für den Europäischen Green Deal und Kommissar für Klimapolitik, und Virginijus Sinkevičius, EU-Kommissar für Umwelt, Ozeane und Fischerei, am 12.05.2021 vorgestellt haben, wurde ein Eckpfeiler im Rahmen des europäischen Grünen Deals veröffentlicht, Hauptthema der diesjährigen Grünen Woche der EU, um den Umwelt- und Ressourcenschutz anzugehen. In dem Aktionsplan wird eine integrierte Vision einer Welt für 2050 umrissen, in der die Verschmutzung so gering ist, dass sie für die menschliche Gesundheit und die natürlichen Ökosysteme keine Gefahr mehr darstellt. Ferner werden die Schritte bis zu diesem Ziel dargelegt (Foto: Frans Timmermans und Virginijus Sinkevičius – © audiovisual.ec.europa.eu, P-051131~2F00-02, Claudio Centonze) weiterlesen…

BPA: „Klimaschutzgesetz 2021 – Generationenvertrag für das Klima“

Post-Karlsruher Aktionismus

Das Presse- und Informationsamt der Bundesregierung verschickte am 12.05.2021 Medienmitteilungen dreier Ministerien (Umwelt, Ernährung und Wirtschaft) zur Verabschiedung des neuen Klimaschutzgesetzes im Bundeskabinett und eine Erklärung zum Klimapakt: „Mit der Änderung des Klimaschutzgesetzes will die Bundesregierung die Klimaschutzvorgaben verschärfen und das Ziel der Treibhausgasneutralität bis 2045 verankern. Das hat das Bundeskabinett heute beschlossen.“ Umweltministerin Schulze: „„Das Klimaschutzgesetz setzt den Rahmen für die nächsten Jahre und Jahrzehnte“. Begleitend zum Gesetzentwurf kündigte die Bundesregierung ein Sofortprogramm an, um die ambitionierten Ziele zu unterstützen. Solarify dokumentiert. weiterlesen…

Neue Methode steigert Syngaserzeugung aus Biopolyolen

Photokatalytische Umwandlung von Biomasse

Eine Gruppe um Prof. Feng Wang vom Dalian Institute of Chemical Physics (DICP) der Chinese Academy of Sciences (CAS) hat in Zusammenarbeit mit Prof. Min Wang von der Dalian University of Technology eine neue Methode vorgeschlagen, um die photokatalytische Umwandlung von Biopolyolen zu Synthesegas bei Raumtemperatur mit hoher Effizienz zu realisieren. Diese Untersuchung wurde am 27.04.2021 im Journal of the American Chemical Society veröffentlicht (Bild: Schematischer Mechanismus des photoinduzierten PCET-Prozesses – © Xiaochen Zhang und Huifang Liu). weiterlesen…

„Materialforschung auf dem Holzweg“

Biobasierte Materialien sollen Umweltverschmutzung reduzieren und Wandel zu nachhaltiger Wirtschaft vorantreiben

Forschende der TU Graz entwickeln grüne, biobasierte Materialien als Ersatz fossiler Rohstoffe – die sollen die Umweltverschmutzung reduzieren und den Wandel zu einer nachhaltigeren Wirtschaft vorantreiben – so am 10.05.2021 eine Medienmitteilung der Universität von Christoph Pelzl. Holz als nachwachsende Ressource bietet ein hohes Potenzial im Kampf gegen den Klimawandel. Zum einen bindet es große Mengen an Kohlenstoff (1 Tonne pro Kubikmeter!). Zum anderen ist es eine umweltfreundliche Alternative zu fossilen Rohstoffen, die Treibhausgas-Emissionen verursachen. Am Institut für Biobasierte Produkte und Papiertechnik der TU Graz stellen Forschende aus den Holzbestandteilen Cellulose, Hemicellulose und Lignin biologisch abbaubare Materialien her (Foto: Mikrofibrilläre Cellulose – © TU Graz / BPTI ). weiterlesen…