Neues Material soll Kapazität von Lithium-Ionen-Batterien verdreifachen

Russische Forscher entwickelten Cu0.4Zn0.6Fe2O4

Wissenschaftlern eines internationalen Forschungsteams und der Nationalen Universität für Wissenschaft und Technologie „MISIS“ (NUST MISIS) ist es nach eigenen Angaben gelungen, die Kapazität von Lithium-Ionen-Batterien zu erhöhen und ihre Lebensdauer zu verlängern. Dafür haben sie ein neues Nanomaterial synthetisiert, das den derzeit in Lithium-Ionen-Batterien verwendeten Graphit mit niedrigem Wirkungsgrad ersetzen kann. Die Ergebnisse der Forschung sind im Journal of Alloys and Compounds veröffentlicht. weiterlesen…

Anthropogene Dürren in Europa

27.080 Holzstücke aus mehr als zweitausend Jahren untersucht

„Unsere Rekonstruktion zeigt, dass die Abfolge der jüngsten europäischen Sommerdürren seit 2015 n. Chr. in den letzten 2.110 Jahren beispiellos ist“, schreibt ein internationales Forscherteam in Nature Geoscience. „Chemische Fingerabdrücke von europäischen Eichen“ aus mehr als zweitausend Jahren belegen, besonders aber die untersuchten Baumproben von 2015 bis 2018, belegen eindeutig, „dass die Trockenheit in den vergangenen Sommern alle anderen Schwankungen übertrifft“. weiterlesen…

HeidelbergCement knüpft Boni an Treibhausgas-Absenkung

Zementindustrie kämpft mit CO2-Reduktion

Zementwerk Barcelona - Foto © Gerhard Hofmann für SolarifyWäre die Zementindustrie ein Land, stünde sie auf dem dritten Platz, was den CO2-Ausstoß anlangt, direkt hinter den USA und China. Kein Wunder sehen sich die Zementfabriken besonders herausgefordert, ihre klimaschädlichen hohen Emissionen zu verringern. Die Crux: Ein Großteil der Restemissionen lässt sich gar nicht verhindern. Die Weltmarktführer HeidelbergCement und LafargeHolcim sehen daher nur einen Ausweg: die Speicherung von CO2 – CCS (oder CCU). Daraus entsteht ein Wettbewerb um die Vorreiterschaft im Klimaschutz, schreiben der Tagesspiegel-Background und Reuters (Onvista). weiterlesen…

Grüner Wasserstoff ohne neokoloniale Last?

Debatte um künftige Energie-Importe – mit freundlicher Genehmigung von Jörg Staude

Den größten Teil des bald benötigten grünen Wasserstoffs wird Deutschland zwar importieren müssen – wie dabei aber neokoloniale Wirtschaftsmuster verhindert werden können, debattierte am 17.03.2021 die bündnisgrüne Bundestagsfraktion mit Entwicklungsexperten. Jörg Staude beschreibt die Diskussion auf Bizz-Energy. weiterlesen…

93% der Entrepreneurs For Future wollen höheren CO2-Preis

Klimastudie der Wirtschaft

Auch beim Klimastreik am 19.03.2021 stand die innovative Wirtschaft wieder an der Seite der FridaysForFuture – so eine Medienmitteilung der Entrepreneurs For Future. Anlässlich des globalen Klimastreiks veröffentlichen diese eine neue Klimastudie, die zeigt: Klimaschutz steht bei den Unternehmen trotz Corona ganz oben auf der Agenda. Nur – dazu gehen die politischen Instrumente der Bundesregierung den meisten Unternehmen nicht weit genug. weiterlesen…

Stadtentwicklung: Smart, aber kaum nachhaltig

von Dieter Geissbühler – aus: Luzerner Zeitung – mit freundlicher Genehmigung des Autors

„Keine Straßen, dafür ausgeklügelte Röhrensysteme: So sieht die Stadt der Zukunft aus“, dies war der Titel eines Artikels über zwei neue sogenannte Smart-Citys im St.Galler Tagblatt vom 27.02.2021. Der Artikel beschäftigt sich fundiert mit bestehenden Großprojekten für stark technisierte, CO2-freie Städte der Zukunft – Planstädte, die von Grund auf neu gebaut werden. Die durchgeplante Stadt ist kein neues Phänomen. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts zum Beispiel wurde 50 Kilometer nördlich von London die erste Gartenstadt, Letchworth Garden City, gebaut. Doch selbst hier, wo eigentlich der Mensch ins Zentrum gestellt werden sollte, zeigte sich: Letztlich geht es bei Planstädten immer um eine Effizienzsteigerung städtischer Strukturen, die fast ausschließlich auf technologischen Fortschritt ausgerichtet ist. weiterlesen…

„Fridays for Future“: Kunstaktion und Bootsdemo fürs Klima

Die Proteste in Berlin und Brandenburg

Erstmals seit einem halben Jahr traten die Klimaschützer von „Fridays for Future“ am wieder in einen Klimastreik mit weltweiten Events: Mit 1.000 Aktionen in 50 Ländern – allein in Deutschland wurde in mehr als 200 Städten demonstriert – in Berlin und Brandenburg fanden unter dem Motto „#AlleFür1Komma5“ zahlreiche Aktionen zu Wasser und auf der Straße statt – zum siebten Mal. Die Teilnehmerzahlen waren aufgrund von Corona vielerorts beschränkt. Ausschnitte aus einem Bericht des Senders rbb am gleichen Tag. (Foto © Fridays for Future, mit frdl. Genehmigung) weiterlesen…

Auf neuen Wegen zu mehr Klimaschutz

Ordnungspolitischer Rahmen muss regulatorischen Flickenteppich überwinden helfen

Statt des bisherigen Flickenteppichs aus Förderprogrammen und Verboten braucht die Europäische Union ein zusätzliches Emissionshandelssystem, analysiert Ottmar Edenhofer, Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung und des Mercator Institute on Global Commons and Climate Change in Berlin. Er leitet zudem das vom Bundesforschungsministerium finanzierte Ariadne-Projekt, das die Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Energiewende erkundet. Sein Gastkommentar ist am 19.03.2021 im Handelsblatt erschienen. weiterlesen…

SPD cancelt Koalitions(nach)verhandlungen zum EEG

„Vertrauen nachhaltig gestört“

Jetzt blockieren die Lobby-Affären innerhalb der Union sogar ein wichtiges Gesetz: Die SPD hat die innerkoalitionäre Nachverhandlungsrunde über die Novellierung der EEG-Novelle (Entschließungsantrag zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für Solar- und Windparks, den weiteren Ausbaupfad für Wind- und Sonnenkraftwerke und die Zukunft der EEG-Umlage) am 18.03.2021 abgesagt. Begründung: Die Union solle zuerst ihre Lobbyverstrickungen aufklären. Denn ein Teilnehmer der Runde, der energiepolitische Sprecher der Unionsfraktion, Joachim Pfeiffer, rückt eben ins Licht der Lobby-Spots. Seine nach der Wahl (2002) in den Bundestag gegründeten Beratungsfirmen nutzen laut Recherchen der Zeit („Bundestag Consulting Group“) dieselbe Telefonnummer wie sein Wahlkreisbüro, und das sei nicht alles. weiterlesen…

Vorsorge für „kalte Dunkelflauten“

Aurora: Deutschland braucht für „kalte Dunkelflauten“ bis zu 10 Gigawatt flexible Kraftwerksleistung bis 2050

„Dunkelflaute“ scheint inzwischen ein Lehnwort im Englischen geworden zu sein – jedenfalls geht das aus dem jüngsten Report des Beratungsunternehmens Aurora hervor: „Der Einfluss des Wetters in einem Stromsystem mit hohem Anteil an erneuerbaren Energien – Wie hoch ist die Knappheit bei ‚kalte Dunkelflaute‘-Ereignissen – und wie kann sie überbrückt werden?“ Die tatsächlichen Einsatzzeiten für diese Backup-Kraftwerke lassen sich nach Einschätzung der Analysten nur schwer prognostizieren. Da sie sich erst bei Strompreisen ab 10.000 Euro pro Megawattstunde rentieren würden, braucht es verlässliche Rahmenbedingungen von Seiten der Politik, damit das Investitionsrisiko abgefedert wird.“ weiterlesen…