SF: Viertausendmal klimaschädlicher als CO2

Sulfuryiodifluorid immer häufiger in Gebrauch

Wikipedia wusste es schon seit langem – nur: Es fiel niemandem auf: Wohl wegen der geringen Mengen lief es unter dem Treibhausgasradar durch. „Sulfurylfluorid ist ein farb- und geruchloses Gas, das als Insektizid bei Lebensmitteln wie Getreide, Nüssen, Schalen- und Trockenfrüchten verwendet wird. Des Weiteren dient es zur Bekämpfung von Holzschädlingen. Das Gas hat ein hohes Treibhauspotential.“ Erst die Anfage zweier Linken-Abgeordneten der Hamburger Bürgerschaft brachte die Sache schon Mitte Januar 2020 ans Licht (Solarify hatte es auf der Seite), und jetzt hat es der Spiegel „entdeckt“: Sulfurylfluorid ist einige tausendmal so klimaschädlich ist wie CO2. (Bild: Gift – © OpenIcons auf Pixabay) weiterlesen…

EU: Kernkraft als „grüne Investition“?

EU-Expertenbericht hält Atomenergie für nachhaltige Energie

Die EU sollte die Kernkraft dem wissenschaftlichen Dienst der EU-Kommission zufolge als „grüne Investition“ einstufen. Darüber, ob Ausgaben für Kernkraftwerke wirklich als „grüne Investition“ zu werten sind, gehen die Meinungen verständlicherweise weit auseinander. Die Analysen hätten dem Dokument der sogenannten Gemeinsamen Forschungsstelle (Joint Research Centre – JRC) der Kommission zufolge „keine wissenschaftlich fundierten Belege“ dafür ergeben, „dass die Atomenergie die menschliche Gesundheit oder die Umwelt stärker schädigt als andere Technologien zur Stromerzeugung“. weiterlesen…

Wirtschaft rauf, CO2 runter!

Impuls von 50 Organisationen und Unternehmen zur Diskussion über Energie- und Klimapolitik der nächsten Legislaturperiode

Mit einer gemeinsamen Erklärung an die Vorsitzenden der Parteien im Vorfeld der Bundestagswahl wollen 50 Organisationen und Unternehmen aus den Bereichen Wirtschaft, Umwelt- und Verbraucherschutz einen Auftaktimpuls zur Diskussion über die Energie- und Klimapolitik der nächsten Legislaturperiode setzten. Laut den Unterzeichnern wird sich die neue Bundesregierung in der kommenden Legislaturperiode zwei zentralen Aufgaben stellen müssen: der Bewältigung der Coronakrise und dem Klimaschutz. weiterlesen…

Bundesrechnungshof kritisiert BMWi wegen Energiewende

„Unzureichende Steuerung“ – BEE: Rechnungshof-Argumente „nicht zielführend“

Der Bundesrechnungshof kritisiert in einem neuen Bericht das Bundeswirtschaftsministerium hart für seine teils „zu optimistischen und teils unplausiblen“ Annahmen bei der Versorgungssicherheit. Zudem habe sich Altmaiers Haus immer noch nicht festgelegt, was es „unter einer preisgünstigen Stromversorgung versteht“. Nach dem Bundesrat schlägt nun auch der Bundesrechnungshof in die gleiche Kerbe: Die Deckelung der EEG-Umlage zu Jahresbeginn mit den Einnahmen aus der nationalen CO2-Bepreisung sei noch längst keine Energiepreisreform. Beobachter sprechen von einer kräftigen „Watschn“ (so Sandra Enkhardt auf pv magazine). weiterlesen…

Großwärmepumpen an Wärmenetze koppeln

Neues Reallabor der Energiewende startet

Damit die Energiewende in Deutschland gelingt, ist die Dekarbonisierung des Wärmesektors von entscheidender Bedeutung. Der Gebäudebestand nimmt dabei einen besonderen Stellenwert ein. Im Rahmen eines weiteren sogenannten „Reallabors der Energiewende“ wird jetzt erforscht und in der Praxis erprobt, wie Großwärmepumpen in Fernwärmenetzen dazu einen Beitrag leisten können – so eine Medienmitteilung aus dem BMWi. weiterlesen…

PV vergrößert Aktionsradius

Praxistaugliche Reichweitenverlängerung eines leichten E-Lieferfahrzeugs durch fahrzeugintegrierte Photovoltaik

Ein Elektrofahrzeug (fast) ohne Abhängigkeit von Ladestationen – das klingt nach Zukunftsmusik, aber erste Schritte dazu werden gerade gemacht. Ein Konsortium um das Institut für Solarenergieforschung Hameln (ISFH) hat einer Veröffentlichung des Instituts am 30.03.2021 zufolge jetzt einen Prototypen eines leichten Nutzfahrzeuges auf die Straße gebracht, das mit hocheffizienter fahrzeugintegrierter Photovoltaik (vehicle integrated photovoltaics, VIPV) ausgestattet ist. Das Besondere daran: Die aus dem Sonnenlicht konvertierte Energie kann in das Hochvolt-Bordnetz eingespeist und damit direkt zur Reichweitenverlängerung genutzt werden. weiterlesen…

Anti-Wissenschafts-Bewegung eskaliert und tötet Tausende

Ablehnung von Wissenschaft und Medizin, Hauptmerkmal der US-Rechtsradikalen, hat sich weltweit verbreitet – mit freundlicher Genehmigung

„Wissenschaftsfeindlichkeit hat sich zu einer dominanten und äußerst tödlichen Kraft entwickelt, welche die globale Sicherheit ebenso bedroht wie der Terrorismus und die Verbreitung von Atomwaffen. Wir müssen eine Gegenoffensive starten und eine neue Infrastruktur aufbauen, um ‚Antiscience‘ zu bekämpfen, so wie wir es bei den anderen, bekannteren und etablierteren Bedrohungen getan haben“, schreibt Peter J. Hotez am 29.03.2021 in einem der ältesten und angesehensten Wissenschaftsjournale der USA, Scientific American. weiterlesen…

300 Millionen Euro für die Lade-Infrastruktur vor Ort

Scheuer: „Wir bauen die Lade-Infrastruktur dort auf, wo sie gebraucht wird: vor Ort!“

Mit dem neuen Förderprogramm „Lade-Infrastruktur vor Ort“ beschleunigt das BMVI Angaben auf seiner Webseite zufolge den Aufbau von Ladestationen mit weiteren 300 Millionen Euro. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer versteht „vor Ort“ wörtlich: „Wir bauen die Lade-Infrastruktur dort auf, wo sie im Alltag gebraucht wird – ,vor Ort‘: an Supermärkten, Hotels, Restaurants, Schwimmbädern oder Sportplätzen. Damit unterstützen wir eine Lösung für all die Menschen, die weder Zuhause noch beim Arbeitgeber laden können. Mit den 300 Millionen Euro Förderung bringen wir noch mehr Lademöglichkeiten genau dorthin, wo die Autos ohnehin schon parken.“ weiterlesen…

Internationaler Chemikalienschutz unzureichend

Produktion und Export in der EU verbotener Substanzen regeln

Die Bundesregierung sieht beim internationalen Schutz vor chemischen Stoffen Verbesserungsbedarf. Das geht – so der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag (hib/CHB) – aus der Antwort (19/27578) auf eine Kleine Anfrage (19/26516) der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hervor. Denn die Fortschritte, welche die internationale Gemeinschaft im Rahmen des Strategischen Ansatzes zum Internationalen Chemikalienmanagement (Strategic Approach to International Chemicals Management, SAICM) bei der Bearbeitung der sogenannten prioritären Politikthemen erzielt habe, seien „insgesamt unzureichend“. weiterlesen…

Stärkung der MINT-Bildung

Stärkung der Bildung in Naturwissenschaften und Technik

Die Stärkung der MINT-Bildung war am 24.03.2021 Thema in der Sitzung des Ausschusses für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung. Die Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft un d Technik (MINT) in der Ausbildung und im Studium zu stärken, ist immer wieder erklärtes Ziel von Politik und Wirtschaft, da der Fachkräftemangel gerade aufgrund zu geringer Absolventenzahlen in MINT-Fächern in Deutschland immer sichtbarer wird – so der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag. weiterlesen…