„Klimapolitik zum Kernthema machen“

So steht es um Klimaschutz und Energiewende in Europa

Die Europäische Union sieht sich gerne als Vorreiter in Sachen Energiewende und Klimaschutz. Doch stimmt das, und was für Ziele strebt das mächtige Staatenbündnis an? Energieunion, Grüner Deal, Ziele für die Jahre 2020, 2030 und 2050 – viele Begriffe schwirren durch die politische Debatte um mehr Klimaschutz und Energiewende in Europa. Das Portal für Erneuerbare Energien und die bürgernahe Energiewende energiezukunft bringt Licht ins Dunkel. Eine Analyse von Clemens Weiß. weiterlesen…

Klimawandel in Deutschland: Neuer Monitoringbericht belegt weitreichende Folgen

Folgen der globalen Erwärmung immer besser belegbar

Das zeigt der zweite Monitoringbericht der Bundesregierung, der am 26.11.2019 vom Bundesumweltministerium (BMU) und dem Umweltbundesamt (UBA) in Berlin vorgelegt wurde. Demnach hat sich die mittlere Lufttemperatur in Deutschland von 1881 bis 2018 um 1,5 Grad erhöht. Allein in den letzten fünf Jahren sei diese um 0,3 Grad angestiegen. Dadurch komme es unter anderem zu mehr Gesundheitsrisiken durch die Hitzebelastung, einem Anstieg der mittleren Oberflächentemperatur der Nordsee sowie zu stärkeren Ertragsschwankungen in der Landwirtschaft, wie es in der gemeinsamen Presseerklärung heißt. weiterlesen…

Studie: „Beispielloser“ Rückgang der Kohlenutzung in Westeuropa

Ausgekohlt? Zumindest geht der Anteil der Kohle an der Energieproduktion in Europa zurück – aber auch Indien ist rückläufig

Die weltweite Energieproduktion per Kohle wird 2019 voraussichtlich um drei Prozent fallen. Das ist die bisher größte Kohlekraft-Reduzierung. Westeuropa entpuppt sich dabei als führend, wie eine am 25.11.2019 veröffentlichte Studie zeigt. Frédéric Simon hat sie sich für EURACTIV.com angesehen. (Foto: Kohlekraftwerk Niederaußem, RWE – © Franziska Vogt für Solarify) weiterlesen…

Wüsten-Wasserstoff: Neuer Anlauf mit Desertec 3.0

10 Jahre Dii Desert Energy – Jahrestagung mit Ghorfa in Berlin

Der Palaissaal des Berliner Adlon-Hotels war bis auf den letzten Platz besetzt, es mussten gar zusätzliche Stühle geholt werden, als Dii-Geschäftsführer Paul van Son am 25.11.2019 die 250 Gäste der „Energy-Transition in the Arab World„-Konferenz (Energiewende in der arabischen Welt) begrüßte. Die oft – zu Unrecht – totgesagte Dii-Desert-Energy, vor 10 Jahren als „Desertec Industrial Initative“ unter großem Medien-Hype gegründet (siehe solarify.eu/10-jahre-desertec), feierte gemeinsam mit der Ghorfa (arabisch-deutsche Handelskammer) 10jähriges Bestehen und gleich lange Zusammenarbeit. weiterlesen…

DUH fordert Nachbesserung und verbindliches Effizienzgesetz

DUH: „Entwurf der Energieeffizienzstrategie 2050 unterläuft Klimaziele der Bundesregierung“

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) kritisiert den Entwurf des Bundeswirtschaftsministeriums zur Effizienzstrategie 2050 der Bundesregierung als unzureichend. Das vorgeschlagene Zwischenziel für 2030 von lediglich 28 Prozent Reduktion des Primärenergieverbrauchs gegenüber 2008 sei unvereinbar mit dem jüngst beschlossenen Klimaschutzgesetz. Es müsse bei mindestens 38 Prozent liegen. Zahlreiche Maßnahmen für den Gebäude- und Verkehrssektor zur Erreichung der Klimaziele fehlten im Entwurf entweder komplett oder seien ambitionslos, heißt es in der DUH-Pressemitteilung vom 22.11.2019. weiterlesen…

„Der Mensch wird aussterben“

Buch des Evolutionsbiologen Kurt Kotrschal

Kurt Kotrschal bezieht Position. Der Mensch interessiert sich vor allem für – den Menschen“, so bewirbt der Wiener Brandstätter-Verlag das Buch des Evolutionsbiologen mit dem Titel: „Mensch – Woher wir kommen, wer wir sind, wohin wir gehen“. Der Mensch sei das komplexeste aller sozialen Wesen, sagt Kurt Kotrschal. Verantwortlich sei das menschliche Gehirn: hochgetunt, aber auch störungsanfällig. Für ihn steh fest: Menschen wird es irgendwann nicht mehr geben. weiterlesen…

EE-Firmen warnen vor Wasserstoff-Monopolen

„Bundesregierung muss drohende Monopole durch Elektrolyseurprojekte von Netzbetreibern stoppen“

Eine Allianz von Erneuerbaren-Unternehmen fordert laut einer Medienmitteilung vom 25.11.2019 von der Bundesregierung, den freien Markt für erneuerbaren Wasserstoff zu schützen. Zugleich warnt sie vor Monopolbildung im künftigen Markt, sollten zwei große Elektrolyseurprojekte von Stromnetzbetreibern über die Netzentgelte finanziert werden dürfen. Die Pläne der Netzbetreiber Tennet und Amprion, gemeinsam mit Gasnetzbetreibern solchermaßen geförderte Elektrolyseure der 100-Megawatt-Klasse an ihrem Netz zu errichten und zu betreiben, würden einen fairen und wettbewerblichen Wasserstoffmarkt verhindern, argumentiert die Allianz von Enertrag, Greenpeace Energy, Naturwind und Nordgröön. weiterlesen…

Umwandlung von Infrarotlicht in Energie

Durchbruch in Nanotechnologie

Unsichtbares Infrarotlicht macht die Hälfte der gesamten Sonneneinstrahlung auf der Erde aus, doch gewöhnliche Solarsysteme haben nur begrenzte Möglichkeiten, es in Strom umzuwandeln. Ein Durchbruch in der Forschung am KTH Royal Institute of Technology, Stockholm könnte das laut einer Medienmitteilung vom 30.10.2019 ändern. Ein Forschungsteam um Hans Ågren, Professor für theoretische Chemie am KTH, hat eine Folie entwickelt, die auf gewöhnliche Solarzellen aufgebracht werden kann, die es ihnen ermöglichen würde, Infrarotlicht zur Energieumwandlung zu nutzen und den Wirkungsgrad um 10 Prozent oder mehr zu erhöhen. weiterlesen…

Neue Abstandsregeln für Windräder gefährden Klimaziele

Nicht weniger sondern mehr Flächen für Windenergie nötig

65 Prozent des bis 2030 geplanten Grünstroms wären in Deutschland bei Einführung eines Mindestabstands von 1.000 Metern zu Wohnbebauungen nicht erreichbar – schlimmer noch: Der Ausbau der Windkraft droht durch die geplante Einführung neuer Abstandsregeln nahezu völlig zum Erliegen zu kommen. Das Ziel der Bundesregierung, bis 2030 rund 67 bis 71GW Windenergie Onshore zu installieren, ist mit den aktuell ausgewiesenen Flächen nur noch theoretisch erreichbar. Das zeigt eine neue Analyse des Umweltbundesamtes (UBA) , die deutschlandweit vorhandene Flächen für Windenergie erfasst und systematisch analysiert hat. weiterlesen…

Kosten der EU-Verkehrs-Dekarbonisierung

NECPs der EU-Mitgliedstaaten ineffektiv? Kein EU-Land hat Dekarbonisierungskosten des Verkehrs berechnet

Eine Studie von Farm Europe hat kürzlich ergeben, dass der Entwurf der zehnjährigen Nationalen Energie- und Klimapläne (NECPs) der EU-Mitgliedstaaten Gefahr läuft, ineffektiv zu werden, da es ihnen an einer Berechnungsmethode zur Kosteneffizienz der Vorschläge mangelt. Die Frist für die Einreichung der Pläne ist Ende des Jahres, und die Verfasser des Berichts warnen davor, dass keiner der ausgearbeiteten NECP-Pläne konkrete Zahlen darüber enthält, wie viel die vorgeschlagenen Maßnahmen kosten werden, was sich direkt auf die Gesellschaft und die europäischen Klimaziele im Verkehrsbereich auswirken wird. weiterlesen…