„Kurswechsel dringend erforderlich!“

Europäische Umweltagentur: „Der Zustand der Umwelt in Europa 2020 sieht nicht gut aus – aber es besteht immer noch Hoffnung“

Wind und Sonne - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur Zukunft für SolarifyEuropa wird seine Ziele für 2030 nicht erreichen, wenn es in den nächsten zehn Jahren nicht dringend gebotene Maßnahmen gegen den alarmierenden Rückgang der Artenvielfalt, die zunehmenden Auswirkungen des Klimawandels und den übermäßigen Verbrauch natürlicher Ressourcen ergreift. Der am 04.12.2019 veröffentlichte Bericht „Zustand der Umwelt“ der Europäischen Umweltagentur (EUA) stellt fest, dass Europa im Umweltbereich vor Herausforderungen von nie da gewesener Größenordnung und Dringlichkeit steht. Dem Bericht zufolge besteht jedoch aber auch Anlass zur Hoffnung. Diese gründet sich auf das gestiegene öffentliche Bewusstsein für Nachhaltigkeit, technologische Innovationen, wachsende Gemeinschaftsinitiativen und neue EU-Maßnahmen wie dem „Europäischen Green Deal“.
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Besseres Monitoring für den Klimaschutz

Politologen der TU Darmstadt legen Studie vor

Die am Pariser Klimaschutzabkommen beteiligten Staaten haben sich im Dezember 2015 nicht nur darauf verständigt, die globale Erwärmung auf deutlich unter zwei Grad gegenüber dem vorindustriellen Niveau zu begrenzen, sondern auch Maßnahmen zur Reduzierung der Treibhausgase einzuleiten und finanziell abzusichern. Um aber beurteilen zu können, welchen Beitrag zum Beispiel Subventionen für erneuerbare Energien oder Regulierungen zur Energieeffizienz von Gebäuden zur Reduktion von klimaschädlichen Emissionen leisten, bedarf es eines kontinuierlichen Monitorings solcher Maßnahmen. Eine standardisierte Wirksamkeitsprüfung, die es zulässt, vergleichende und übergeordnete Schlüsse über den einzelnen Mitgliedstaat hinaus zu ziehen, ist bislang jedoch nicht möglich. Im Vorfeld der UN-Klimakonferenz in Madrid COP25 haben Politologen der TU Darmstadt die Effekte eines genauen Monitorings klimapolitischer Maßnahmen auf staatlicher Ebene untersucht. Wie dies wirksamer funktionieren könnte, haben sie in einer aktuellen Veröffentlichung dargelegt. weiterlesen…

„Gemeinsame Sache: Solar aufs Dach“

NATURSTROM veröffentlicht Leitfaden

Schwarzwaldhaus mit PV-Dach - Foto © Gerhard Hofmann für SolarifyDie mutlose Klimapolitik der Bundesregierung löse in vielen Menschen nicht nur Unverständnis aus, sondern auch das Bedürfnis, in Sachen Energiewende das Heft selbst in die Hand zu nehmen. Gerade Photovoltaik-Dachanlagen eigneten sich dafür perfekt: Ob auf Ein- und Mehrfamilienhäusern, Gewerbebauten oder öffentlichen Gebäuden – Sonnenstrom vor Ort zu erzeugen und zu nutzen ergebe Sinn, bringe die Energiewende in die Innenstädte und leiste einen wichtigen Beitrag zum Erreichen der Klimaschutzziele, heißt es in einer Pressemeldung von Naturstrom vom 02.12.2019. Ein solches Engagement von Bürgern scheitere jedoch oftmals am fehlenden eigenen Dach. Dabei zeige die Praxis: Gemeinschaftliche Solar-Projekte seien nicht nur realisierbar, sondern machten auch Spaß und brächten Mehrwert für alle. weiterlesen…

58 % der Energieexperten für Klimaschutz-Marktmechanismus

Weltenergierat mit weltweiter Umfrage zur COP25 in Madrid

Klimawandel - immer weniger Schnee - Jennerwiese überhalb von Berchtesgaden - Foto © Gerhard Hofmann für SolarifyRund 60% der Energieexperten weltweit sprechen sich für einen internationalen Marktmechanismus im Klimaschutz aus, der in diesen Tagen im Rahmen der Klimakonferenz in Madrid verhandelt wird. So lautet einer Pressemitteilung des Weltenergierat–Deutschland vom 03.12.2019 zufolge ein Ergebnis einer globalen Umfrage unter Energieexperten aus mehr als 60 Ländern.
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Madrid: EU-Signal für Klimaneuanfang

Von der Leyens Ankündigung bei COP25 stößt bei Germanwatch auf Kritik: „Klare Ankündigung höherer Ziele für 2030 fehlt“

Geschädigter Fichtenwald mit Totholz bei Fürstenwalde, Brbg. - Foto © Agentur Zukunft für SolarifyDie Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch begrüßt in einer Medienmitteilung vom 02.12.2019 die prägnanten Aussagen Ursula von der Leyens, der neuen Präsidentin der EU-Kommission, zum European Green Deal beim Weltklimagipfel COP25 in Madrid. Ein umfassender „European Green Deal“ könne zwar zur Grundlage eines neuen Gesellschaftsvertrages in der EU werden, der soziale und ökologische Zukunftssicherung umfasse. Doch von der Leyen verpasse die „Ankündigung einer Verschärfung der EU-Klimaziele“. weiterlesen…

Schulze: „Die Welt nimmt Anlauf für mehr Klimaschutz“

25. Weltklimakonferenz in Madrid beginnt am 2. Dezember

Abgestorbene Bäume - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur Zukunft für SolarifyHeute startet in Madrid die 25. Weltklimakonferenz COP25. In der spanischen Hauptstadt treffen sich Regierungsvertreter aus 197 Ländern. Die Präsidentschaft der Konferenz übernimmt Chile – Lateinamerika stellt in diesem Jahr turnusmäßig den Vorsitz. Neben den letzten offenen Details des Regelbuchs zur Umsetzung des Pariser Klimaschutzabkommens geht es bei dem Treffen vor allem darum, möglichst viele Staaten dazu zu bewegen, ihre nationalen Klimaschutzbeiträge im kommenden Jahr zu erhöhen, so wie es das Pariser Abkommen vorsieht. Bereits jetzt haben 59 Staaten angekündigt, dies zu tun. Laut BMU-Pressemeldung vom 02.12.2019 wird Bundesumweltministerin Svenja Schulze zum Start des Ministersegments am 10. Dezember die Leitung der deutschen Delegation übernehmen und vor Ort dafür werben, dass auch die G20 Staaten, inklusive der EU, diesem Beispiel folgen. weiterlesen…

Klimakrise zwingt jährlich 20 Millionen zur Flucht

Vor der UN-Weltklimakonferenz COP25 in Madrid

Tornadofolgen auf Kuba - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur Zukunft für SolarifyKlimabedingte Katastrophen waren in den vergangenen zehn Jahren die Hauptursache für Binnenflüchtlinge. Sie zwangen jedes Jahr mehr als 20 Millionen Menschen, ihre Heimat zu verlassen – das ist eine Person alle zwei Sekunden. Die ärmsten Länder trifft es dabei am härtesten: Das zeigt der neue Oxfam-Bericht Forced From Home, der zum Start der UN-Weltklimakonferenz COP25 in Madrid erscheint. Es braucht endlich raschere und weitreichendere Emissionssenkungen der Industrieländer sowie die Einrichtung einer Finanzierungsmöglichkeit, die arme Länder bei der Bewältigung von unvermeidlichen Verlusten, Schäden und Zerstörungen durch die Klimakrise unterstützt. weiterlesen…

Neues Jahr – neuer Rekord

Letztes Mal vor 3-5 Millionen Jahren vergleichbare CO2-Konzentration

CO2 - Kohlekraftwerk und Müllverbrennung - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur Zukunft für SolarifyLaut der Weltorganisation für Meteorologie haben die Werte für wärmesteigernde Treibhausgase in der Atmosphäre pünktlich zur ein weiteres Rekordhoch erreicht. Dieser anhaltende langfristige Trend bedeute – so eine WMO-Medienmitteilung vom 25.11.2019, dass zukünftige Generationen mit immer schwereren Auswirkungen des Klimawandels konfrontiert werden, darunter steigende Temperaturen, extremere Wetterbedingungen, Wasserknappheit, Meeresspiegelanstieg und Störungen der Meeres- und Landökosysteme. Laut dem WMO Greenhouse Gas Bulletin haben 2018 die weltweit gemittelten CO2-Konzentrationen 407,8 ppm (parts per million) erreicht, verglichen mit 405,5 ppm 2017. weiterlesen…

Gefangen in der Strompreis-Spirale?

Können sich Verbraucher befreien? Heidelberger Ökostrom-Unternehmen nennt Ausweg

Endkundenpreise für Strom in Deutschland steigen jedes Jahr, während die Einkaufspreise für Strom sinken. Thorsten Zoerner, CEO der Stromdao GmbH, erklärt im Interview, warum das so ist und zeigt einen völlig neuen Ansatz, mit dem sich Stromkunden aus der Strompreisspirale befreien können. Für 2020 sind 3,4 Prozent angekündigt – ein Rekordpreis von 31,5 ct/kWh. Schuld sollen – wie immer behauptet – die Erneuerbaren Energien sein und die in ihrem Fahrwasser steigende EEG-Umlage. weiterlesen…

Erneut ausschließlich Zuschläge für Photovoltaik

Kein Gebot für Wind-Onshore in technologieoffener Ausschreibung

PV-Park bei Landshut - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur Zukunft für SolarifyIn der vierten vierten technologieoffenen Ausschreibung gingen bisher laut Bundesnetzagentur alle Zuschläge an die Photovoltaik, Gebote für Windparks an Land wurden in der Runde gar nicht abgegeben, die dennoch deutlich überzeichnet war. Nur Photovoltaik-Gebote waren in den vier bisherigen Runden erfolgreich. Insgesamt 37 Photovoltaik-Projekte mit 202,5 Megawatt könnten nun gebaut werden, schreibt am 25.11.2019 in pv magazine. BDEW-Chefin Kerstin Andreae forderte neben der Aufhebung des 52-Gigawatt-Deckels für die Photovoltaik auch die Ausweitung der zulässigen Flächen und die Anhebung der Begrenzung für Solarparks auf 20 MW. weiterlesen…