„Eher unzufrieden oder sogar sehr unzufrieden“

Umfrage zu Klimakabinett: Energieeffizienzbranche unzufrieden mit Bundesregierung, fordert politische Impulse

Unternehmen der Energieeffizienzbranche wurden nach ihrer Einschätzung zur aktuellen Klimaschutz- und Energieeffizienzpolitik befragt. Knapp zwei Drittel der befragten Unternehmen gaben an, mit der Energieeffizienzpolitik der Bundesregierung eher unzufrieden oder sogar sehr unzufrieden zu sein. Dabei sind die politischen Rahmenbedingungen aus Sicht der Befragten der wichtigste Markttreiber für die Energieeffizienzbranche: Für 83 Prozent gehen von der Politik die wichtigsten Impulse für das Geschäft aus. Es folgen die Energiepreisentwicklungen (77 Prozent) sowie technologische Innovationen (68 Prozent). Es handelt sich um vorab veröffentlichte Ergebnisse des Branchenmonitor Energieeffizienz, den die Deutsche Unternehmensinitiative Energieeffizienz e. V. (DENEFF) gemeinsam mit PricewaterhouseCoopers GmbH WPG (PwC) erstellt. (Grafik: Energieeffizienz-Umfrage – © DENEFF; PwC;) weiterlesen…

Klimagas befeuert Chemie

Rohstoff CO2

Ausgerechnet CO2 könnte der chemischen Industrie helfen, ihre Klimabilanz zu verbessern. Mit Energie aus Erneuerbaren Quellen könnte es sich in Komponenten für Kunststoffe und andere Produkte einbauen lassen – wenn sich dafür geeignete Ken und Produktionsverfahren finden. Danach suchen Forscher um Walter Leitner am Max-Planck-Institut für Chemische Energiekonversion in Mülheim an der Ruhr und Professor für Technische Chemie an der RWTH Aachen. Ein Text von Peter Hergersberg, Redaktionsleiter von MaxPlanckForschung. weiterlesen…

4.65 Billionen Euro fossile Subventionen

IWF fordert weltweite CO2-Steuer

Der Internationale Währungsfonds will durch die Einführung einer weltweiten CO2-Steuer zur Bekämpfung des Klimawandels beitragen. IWF-Chefin Christine Lagarde und ihr Direktor für Fiskalpolitik, Vitor Gaspar, haben (bereits am 03.05.2019) vorgeschlagen, eine Abgabe von rund 70 Dollar (62 Euro) pro Tonne CO2 zu erheben. Der weltweite Ausstoß von Kohlendioxid sollte so bis 2030 um ein Drittel reduziert und die Ziele des Pariser Klimaabkommens eingehalten werden. Derzeit (31.05.2019) kostet das Emissionszertifikat 25 Euro je Tonne. weiterlesen…

Aufruf zu einer europäische Energiewende

Buch „Die Energiewende in Europa“ erschienen

Eine erfolgreiche Energiewende umfasst die Transformation zu einem vollständig dekarbonisierten, atomenergiefreien sowie sozial- und wirtschaftsverträglichen Energiesystem. Dass dies machbar ist, belegen Prof. Peter Hennicke, Jana Rasch und Judith Schröder vom Wuppertal Institut sowie Daniel Lorberg von der Bergischen Universität Wuppertal in ihrem jetzt im Oekom-Verlag erschienenen Buch „Die Energiewende in Europa“ auf Grundlage zahlreicher Studien und Praxisbeispiele. weiterlesen…

Staat subventioniert Elektromobilität stärker und weiter

Kaufprämie für E-Autos bis Ende 2020 verlängert

Verkehrsminister Scheuer (CSU) will den Absatz von E-Autos ankurbeln. Seine vorgeschlagene Regelung (mit deutlich höheren staatlichen Prämien) soll den sogenannten Umweltbonus für rein strombetriebene Autos – Kleinwagen mit Batterie oder Brennstoffzelle bis zu 30.000 Euro Kaufpreis – ab 2020 von 2.000 auf 4.000 Euro verdoppeln. Kleinere Autos werden nämlich immer noch am wenigsten nachgefragt. Für teurere Wagen bis 60.000 Euro soll die Prämie künftig 2500 Euro betragen. Das Bundeswirtschaftsministerium hat sie am 31.05.2019 bis Ende 2020 verlängert. weiterlesen…

Deutschland bis 2050 CO2-neutral?

Der Weg dorthin muss noch gefunden werden

von Claudia Kemfert, Leiterin der Abteilung Energie, Verkehr, Umwelt am DIW Berlin

„Nun also doch: Deutschland will nicht länger hinterherhinken in Sachen Klimaschutz. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich beim Petersberger Klimadialog vor gut zwei Wochen nach langem Zögern dem französischen Präsidenten angeschlossen. Deutschland soll also endlich konsequent den Pfad der Klimaneutralität beschreiten und die Wirtschaft spätestens ab dem Jahr 2050 komplett dekarbonisiert sein. Man könnte auch sagen: Es gibt ein neues Ziel, weil jetzt schon klar ist, dass das alte verfehlt wird. Denn zur Erreichung der Pariser Klimaziele bis zum Jahr 2020 wird es kaum reichen. weiterlesen…

Lesehinweis und mehr: Synthetische Kraftstoffe – Rettung des Verbrennungsmotors?

Handelsblatt: Designer Fuels als Ergänzung zum E-Auto

Bislang sei den E- oder Designer Fuels (auch synthetische Kraftstoffe, s. solarify.eu/alternative-kraftstoffe-synthetische-treibstoffe-desinger-fuels-e-fuels) der Durchbruch am Markt (noch) nicht gelungen, schrieb Kathrin Witsch im Handelsblatt vom 29.05.2019. Doch nun seien Ölindustrie, die Automobilbranche und Chemieunternehmen daran gegangen, das Thema voran zu treiben. Dazu die Sicht von Robert Schlögl, FHI/CEC. weiterlesen…

Scheer: Ressourcenschutz und Energiewende als Friedensgaranten

Bepreisung auch von Atomenergie

Im Nachgang zur Europawahl mahnte die SPD-Bundestagsabgeordnete Nina Scheer am 27.05.2019 in einer Medienmitteilung an, den Ressourcenschutz und die Energiewende als zentrale Friedensfrage des 21. Jahrhunderts und von Rechtsstaatlichkeit anzuerkennen. „Ohne den beschleunigten Umstieg auf Erneuerbare Energien noch vor Eintritt einer Weltmarkt-Verknappung wird die Schere zwischen Arm und Reich unaufhaltsam auseinanderdriften und dabei auch Demokratien und Rechtsstaatlichkeit vor existenzielle Herausforderungen stellen“, so Scheer. weiterlesen…

Klimakabinett weiter beschlusslos

Zweite Sitzung des Kabinettausschusses Klimaschutz

Das Klimakabinett hat am 29.05.2019 im Kanzleramt überlegt, mit welchen konkreten Maßnahmen Deutschland seine Klimaziele bis 2030 möglicherweise doch noch erreichen kann. Offen bleibt allerdings, wie die milliardenschweren Ideen finanziert werden sollen. „Die Bundesregierung bekräftigt ihre Absicht sicherzustellen, dass Deutschland die Klimaziele 2030, auf die es sich international verpflichtet hat, einhält. Das bedeutet Jahr für Jahr deutliche zusätzliche CO2-Reduktionen,“ erklärte Regierungssprecher Steffen Seibert nach der Sitzung. Angesichts des fortschreitenden Klimawandels sehe die Regierung darin „einen wesentlichen Schwerpunkt ihrer Arbeit“. weiterlesen…