Weltweit 500 GW PV installiert – deutscher Markt wächst um 68 Prozent

Extrem gesunkene Preise machen PV vielfach zu günstigstern Energieform – Deutschland dennoch mit Nachholbedarf

Die Photovoltaik-Technologie hat einen neuen Meilenstein erreicht: Weltweit sind Solarstromanlagen mit einer Leistung von insgesamt 500 Gigawatt installiert. Im Jahr 2018 kamen rund 100 Gigawatt hinzu. Das gab der Bundesverband Solarwirtschaft am 25.01.2019 auf Basis aktueller Markteinschätzungen bekannt (vgl. Pressegrafik). 2018 gingen 2.960 MW PV neu in Betrieb – 68 Prozent mehr als im Vorjahr. 2018 deckte die Photovoltaik bereits rund acht Prozent des deutschen Stromverbrauchs. Kohle- und Atomausstieg erfordern allerdings die Verdreifachung des Solarenergie-Ausbautempos – so der Branchenverband. weiterlesen…

Umstrittenes Staatsziel Klimaschutz

Auch Atomausstieg in Verfassung?

Die Forderung der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, mit einer Änderung des Grundgesetzes eine verfassungsrechtliche Stärkung des Klimaschutzes zu erreichen, trifft bei Experten auf unterschiedliches Echo. Das wurde – so der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag – während einer öffentlichen Anhörung des Innenausschusses am 11.02.2019 deutlich. Laut einem von den Grünen vorgelegten Gesetzentwurf (19/4522) soll in den Artikel 20a des Grundgesetzes „konkretisierend und mit klarstellender Wirkung“ eingefügt werden, „dass die internationalen Zielvorgaben und Verpflichtungen bei der Erfüllung der Schutzpflicht verbindlich sind“. Zugleich soll „der bestehende Konsens zum Ausstieg aus der Atomenergie auf Ebene der Verfassung festgeschrieben“ werden. weiterlesen…

Klimawandel befördert Konflikte und Migration

Neue Studie bestätigt Zusammenhang

In den vergangenen Jahrzehnten wurden klimatische Bedingungen nicht selten für politische Unruhen, Bürgerkrieg und Migrationsbewegungen verantwortlich gemacht – bis dato allerdings ohne wissenschaftliche Evidenz. Eine aktuelle – in Global Environmental Change publizierte – Studie von Professor Jesus Crespo Cuaresma von der Wirtschaftsuniversität Wien gemeinsam mit KollegInnen von IIASA (International Institute for Applied Systems Analysis), der University of East Anglia, der Shanghai University und der JKU Linz bestätigt nun erstmals den Zusammenhang zwischen klimatischen Bedingungen, Konflikten und Migration. weiterlesen…

Landbesitzer entscheiden maßgeblich mit über Erfolg von Klimapolitik

MCC-Studie erklärt Zusammenhang zwischen Lobby-Einflüssen, staatlichem Finanzinteresse und Höhe der CO2-Besteuerung

Der Einfluss von Interessengruppen auf die Politik beeinflusst nicht nur das Ambitionsniveau der Klimapolitik, sondern erodiert vor allem die Glaubwürdigkeit langfristig angelegter Politikmaßnahmen wie etwa steigender CO2-Preise. Im Tauziehen um die Energiewende, in der die Vertreter der fossilen und erneuerbaren Energiewirtschaft für ihre jeweiligen Interessen kämpfen, tendieren Regierungen daher entweder zum Status quo oder zu extrem hohen CO2-Preisen. Die Landbesitzer könnten dabei das Zünglein an der Waage sein und eine ambitionierte Klimapolitik durchsetzen, wie eine Studie des Berliner Klimaforschungsinstituts MCC (Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change) neuerdings darlegt. weiterlesen…

Neue Erkenntnisse über den antarktischen Eisschild

Neuartige Analyse von Satellitendaten zeigt detailliert die Veränderungen der vergangenen 40 Jahre

Seit den späten 70er-Jahren vermessen Satelliten die Oberfläche der Ozeane und der großen eisbedeckten Gebiete. Am 08.02.2019 teilte die Technische Universität Dresden (TUD) mit, dass ein Wissenschaftlerteam unter Federführung der Professur für Geodätische Erdsystemforschung erstmals gemeinsam die Daten von sieben sogenannten Altimetersatelliten zur Höhenmessung ausgewertet hat, um die Veränderungen des Antarktischen Eisschildes über einen Zeitraum von 40 Jahren zu bestimmen. weiterlesen…

Erstmals Negativ-Emisssionen aus Biomasse

Britisches EVU startet CCS aus Holzschnitzelverbrennung

In ihrem Sonderbericht zu 1,5-Grad-Erderwärmung (siehe: solarify.eu/sputet-euch) planten die IPCC-Forscher negative Emissionen (CCS, CCU) fest ein – es sei unumgänglich, dass der Atmosphäre künftig CO2 entzogen werde. Englands größter Stromanbieter Drax hat zumindest einen Anfang gemacht und eine CO2-Abscheidungsanlage in Betrieb genommen. Mit der Technik soll der Atmosphäre eine Tonne CO2 am Tag entzogen werden, berichtet die BBC. weiterlesen…

E-Mobilität auf dem Weg zum Durchbruch

2018 bereits 1,1 Mio. verkaufte Batteriefahrzeuge in den größten Automobilmärkten

Im vergangenen Jahr sind in den größten Automobilmärkten erstmals mehr als 1 Mio. reine Elektro-Fahrzeuge verkauft worden. Das zeigt eine Analyse der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC auf Basis von Zulassungszahlen in den großen globalen Automärkten. Konkret wurden in China, den USA und den fünf führenden europäischen Ländern (Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Spanien und Italien) zusammen rund 1,1 Mio. „Vollelektriker“ neu zugelassen. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht das einer Zunahme von rund 70 Prozent. weiterlesen…

Mesoporöses Nickel speichert Wasserstoff

Forscher der russischen Far Eastern Federal University produzieren vielversprechende Materialien

Mesoporöses Nickel könnte als Speicher für Gase dienen und so die Kapazität von Wasserstoffmotoren und Solarzellen steigern helfen. Forscher der Far Eastern Federal University (FEFU) in Wladiwostock haben dem Metall eine riesige innere Oberfläche gegeben. Das einzigartige Material entsteht durch galvanische Abscheidung von Nickelpartikeln auf einem künstlichen Gerüst aus einem Tensid, das eine Struktur aus einer Nanoröhrenanordnung aus Mizellen ergibt. „Die Poren haben einen Durchmesser von vier bis fünf Nanometern“, sagt Forschungsleiter Alexander Samardak. Daher sei die innere, nutzbare Oberfläche 400 Mal größer als die eines massiven Stücks Nickel. Die Forschungsergebnisse werden in der Zeitschrift Applied Surface Science veröffentlicht. weiterlesen…

Roadmaps zur Dekarbonisierung des Verkehrs

MENA-Fuels: Nachhaltige synthetische Kraftstoffe

Im Rahmen der BMWi-Forschungsinitiative „Energiewende im Verkehr“ fragt das vom Wuppertal-Institut gemeinsam mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR) und der IZES gGmbH initiierte Projekt MENA-Fuels nach der möglichen Rolle und den Implikationen der Nutzung synthetischer Kraftstoffe in Deutschland. weiterlesen…

ifo Institut für langsameren Ausstieg aus der Braunkohle

Bepreisung von CO2 verlangt

Das Ifo-Institut hat vor einem schnellen Ausstieg aus der Braunkohle gewarnt. Es gebe erhebliche Risiken für die Stromversorgung, sagte Wirtschaftsprofessor Joachim Ragnitz am 24.01.2019 in Dresden. Er will einen bedächtigen Ausstieg aus der Braunkohle. „Energiepolitisch spricht viel für einen langsamen Ausstieg“, sagte der ifo-Forscher. Er sieht erhebliche Risiken für die Versorgung bei einem schnellen Ausstieg, da es bislang noch an Alternativen fehlt, um die Grundlast abzusichern. weiterlesen…