Netzbetreiber fordern zwei HGÜ-Leitungen

NEP 2030 (2019)

Zur Vorbereitung des Kohleausstiegs – und nicht nur deshalb – müssen die Erneuerbaren Energien entscheidend ausgebaut werden. Die Regierung sagt, dafür müsse das Leitungsnetz ausgebaut werden (obwohl es bisher durch schmutzigen Kohlestrom verstopft wird). Dessen Betreiber haben jetzt einen neuen Netzentwicklungsplan (NEP) aufgestellt, der am 04.02.2019 der Bundesnetzagentur übergeben worden sein soll. weiterlesen…

Solare Heim- und Gewerbespeicher vermeiden Netzausbau für E-Autos

Kurzstudie der TU Braunschweig: Solarstromanlagen in Kombination mit Batteriespeichern ermöglichen Vollabdeckung mit Ladepunkten im Ortsnetz

Bei einem intelligenten Zusammenwirken von Erneuerbaren Energien und Speichern lassen sich Netzengpässe im Zusammenhang mit der Elektromobilität weitgehend vermeiden: Durch den Einsatz von Solarstromanlagen mit Batteriespeichern können die heutigen Stromverteilnetze in Ortsteilen mit privater Ein- und Zweifamilienhausbebauung mehr als jeden zweiten angeschlossenen Haushalt mit einer eigenen 11 kW-Ladestation für Elektroautos versorgen (bis zu 60 Prozent). Damit verdoppeln dezentral installierte Solarstromspeicher die Ladekapazität gegenüber einem klassischen Niederspannungsverteilnetz. Die Mehrzahl der neu installierten Solarstromanlagen wird nach Angaben des Bundesverbandes Solarwirtschaft inzwischen gemeinsam mit einem Batteriespeicher installiert. (Kurzstudie: Können PV-Speichersysteme die Netzintegration der Elektromobilität unterstützen? – Titel © TU Braunschweig; BSW et al.) weiterlesen…

London Subventions-Spitzenreiter

Fossile genießen auf der Insel höchste Förderungen

Großbritannien gibt innerhalb der EU am meisten Geld für die Subventionierung fossiler Brennstoffe aus, so ein neuer Bericht der Europäischen Kommission. Er stellt auch fest – berichtete Sam Morgan am 16.01.2019 auf EURACTIV.com – die EU-weiten Zahlungen seien trotz der Bekenntnisse zum Pariser Klimaabkommen nicht rückläufig. weiterlesen…

ClientEarth verklagt EIB wg. fortgesetzter Finanzierung fossiler Energieträger

Rechtswidrig Kontrolle der Finanzierungsmaßnahmen verweigert

Erstmalig in Europa ziehen Umweltanwälte die Europäische Investitionsbank (EIB) vor den obersten Gerichtshof der EU, weil diese sich geweigert hat, eine entscheidende Umweltprüfung ihrer Finanzierungsentscheidungen durchzuführen, hat die europäische Umweltrechtsorganisation Client Earth in einer Medienmitteilung bereits am 14.01.2019 öffentlich gemacht. weiterlesen…

Spielen kann zu mehr Klimaschutz motivieren

Politik-Simulation „World Climate“

Viele Menschen finden Klimaschutz gut, doch den Schritt zum echten Engagement tun wenige. Spiele gelten als Mittel für aktives Lernen, zum Beispiel die Politik-Simulation „World Climate“ von Climate Interactive. Forscher haben nun die Wirksamkeit dieses Spiels getestet – mit positiven Ergebnissen, schreibt Stephanie Eichler im Portal Klimafakten. weiterlesen…

Zweifel an NO2-Grenzwerten „unseriös“ – DUH ruft zu Meldungen auf

Kinderpneumologen stellen sich hinter WHO-Vorgaben

Die Gesellschaft für Pädiatrische Pneumologie (GPP – Vereinigung der Lungenfachärzte für Kinder und Jugendliche) stellt sich in einer am 30.01.2019 auf der Verbandswebseite veröffentlichten Stellungnahme klar hinter die Grenzwert-Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO). In Bezug auf sogenannte „Grenzwert-Skeptiker“ stellten die Ärzte fest: „Wissenschaftliche Aussagen pauschal in Frage zu stellen, ohne hierfür Belege anzuführen, ist unseriös. Wer öffentlichen Zweifel an dem gesundheitsschädlichen Potential von Luftschadstoffen sät, ohne hierfür wissenschaftliche Arbeiten zu zitieren, verletzt die Grundsätze ärztlichwissenschaftlichen Handelns.“ Ausdrücklich distanziert sich der GPP-Vorstand von „dieser Form der öffentlichen Meinungsäußerung“. Die GPP vertritt nach eigenen Angaben mehr als 900 Kinder-Lungenfachärzte in Deutschland, Österreich und der Schweiz – so die Ärzte Zeitung online. Derweil ruft die Deutsche Umwelthilfe zu Meldungen besonderer Luftbelastungen auf. weiterlesen…

Müssen Klimamodelle korrigiert werden?

Langzeitbeobachtungen von Tiefenwasserbildung und Meeresströmungen im Atlantik widersprechen bisherigen Auffassungen

Für die globale Ozeanzirkulation spielt der subpolare Nordatlantik eine entscheidende Rolle. Durch oberflächennahe Abkühlung wird warmes Wasser in kaltes und schweres Tiefenwasser umgewandelt, das in der Tiefe äquatorwärts strömt. Gestützt auf Modelldaten glaubte man bisher, der Hauptanteil der Tiefenwassertemperatur entstehe in der Labradorsee gebildet. Langzeitbeobachtungen eines internationalen Konsortiums mit Beteiligung des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel, des University College London und der Duke University Durham zeigen nun erstmals, dass der wesentliche Beitrag zur Umwälzzirkulation im östlichen Nordatlantik stattfindet. Die Ergebnisse wurden 01.02.2019 in Science veröffentlicht. weiterlesen…

Energiewende: Wie viel Strom braucht der Verkehrssektor?

Alle reden von E-Mobilität. Einige befürchten, dass es zu einer Stromlücke kommt. Wie kommen Energiewende und Verkehrswende zusammen?

In einem kürzlich erschienenen böll.brief hat Arepo Consult für die Heinrich-Böll-Stiftung drei Szenarien zur Dekarbonisierung des Verkehrssektors verglichen: das Modell «Treibhausgasneutrales Deutschland 2050» des Umweltbundesamtes (UBA), den «95-Prozent-Klimapfad», den die Unternehmensberatung Boston Consulting Group (BCG) und das Wirtschaftsforschungsunternehmen Prognos für den Bundesverband der Deutschen Industrie skizziert haben, und das «Dekarbonisierungsszenario 2035» des Wuppertal Instituts für Greenpeace. Damit wurden bewusst Szenarien von drei Auftraggeberinnen respektive Forschungseinrichtungen verglichen, die eher unterschiedlichen politisch-gesellschaftlichen Milieus zugeordnet werden. Stefanie Groll hat die drei Szenarien für die Heinrich Böll Stiftung verglichen. weiterlesen…

Photovoltaik – vielseitig in Form und Farbe

Deutsche und griechische Forscher entwickeln mit Industriepartnern gedruckte Perowskit-Solarmodule

Digital gedruckte, hocheffiziente und stabile Solarmodule, die sich in Dächer, Fassaden und Fenster integrieren lassen, sllen von PRINTPERO entwickelt werden. In dem vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) koordinierten Projekt demonstrieren deutsche und griechische Wissenschaftler mit Industriepartnern die technische Machbarkeit von Solarmodulen auf Basis von Perowskitabsorbern. Sie arbeiten an Prototypen, die sich in Größe, Form und Farbe frei gestalten lassen. Das BMBF fördert das Projekt im Rahmenprogramm Forschung für Nachhaltige Entwicklung (FONA). (Foto: Gedruckte farbige Perowskit-Solarzellen in Form des Logos des KIT – © IMT/KIT) weiterlesen…