Akademien empfehlen Regulierung von Social Media, Qualitätsstandards und Journalismus-Förderung


Social Media und digitale Wissenschaftskommunikation. Analyse und Empfehlungen zum Umgang mit Chancen und Risiken in der Demokratie

In einer am am 28.06.2017 erschienen gemeinsamen Stellungnahme analysieren die Wissenschaftsakademien den Einfluss von Social Media auf die Wissenschaftskommunikation. Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina, acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und die Union der deutschen Akademien der Wissenschaften fordern eine stärkere rechtliche Regulierung von Social-Media-Plattformen, die Förderung des Wissenschaftsjournalismus nach dem Modell der Forschungsförderung, Qualitätsstandards sowie eine stärkere Vermittlung digitaler Medien- und Quellenbewertungskompetenz bereits in den Schulen. weiterlesen…

Monsunsystem in der Sahelzone?

In Afrikas Sahelzone könnte es plötzlich viel mehr regnen

Der Klimawandel könnte einen von Afrikas trockensten Landstrichen zu einem sehr nassen machen, indem dort recht abrupt ein Monsunsystem entsteht. Erstmals haben Wissenschaftler in Computersimulationen Belege für eine mögliche plötzliche Veränderung hin zu heftigen regionalen Regenfällen in der bislang extrem trockenen Sahelzone gefunden. Sie sehen hier einen sich selbst verstärkenden Mechanismus, der jenseits von 1,5 bis 2 Grad Celsius einsetzen kann – direkt an der im Pariser UN-Abkommen geforderten Obergrenze für den weltweiten Temperaturanstieg. Wenngleich die Regenfälle grundsätzlich vorteilhaft sein könnten, wäre die Veränderung bei Überschreiten des Kipp-Punktes so groß, dass sie von der vielfach leidgeprüften Region eine erhebliche Anpassungsleistung fordern würde. weiterlesen…

Von der Digitalisierung profitieren


Zukunft der Arbeit in der digitalen Transformation – Agilität, lebenslanges Lernen und Betriebspartner im Wandel. Ein Beitrag des Human-Resources-Kreises von acatech und Jacobs Foundation

Richtig gestaltet stärkt der digitale Wandel die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen und zugleich gute, selbstbestimmte Arbeit. Eine Gruppe von Personalvorständen und Wissenschaftlern des von acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und der Jacobs Foundation gegründeten HR-Kreises stellte ihre Vorschläge am 29.06.2017 im Bundeskanzleramt vor. weiterlesen…

Österreich: Schlappe für den Klimaschutz

Dritte Piste Wien-Schwechat: Verfassungsgerichtshof hebt negative Entscheidung auf

Der österreichische Verfassungsgerichtshof hat das Erkenntnis des Bundesverwaltungsgerichts (BVwG) gegen die vom Flughafen Wien-Schwechat geplante dritte Piste am 29.06.2017 als verfassungswidrig aufgehoben. Das Bundesverwaltungsgericht habe die Rechtslage grob verkannt und sowohl Klimaschutz als auch Bodenverbrauch falsch bewertet, habe beides vielmehr „in verfassungswidriger Weise in seine Interessensabwägung einbezogen“, entschieden die Richter. Die Rechtssache geht nun zurück an das BVwG, das eine neuerliche Entscheidung treffen muss. Der Energieexperte Hans-Josef Fell findet das Urteil „erschreckend“. weiterlesen…

Phosphor – zu wertvoll für die Müllverbrennung


Ressourcenschonung und Kreislaufwirtschaft: Neue Klärschlammverordnung stellt Weichen für Wiedergewinnung

Phosphor ist der verborgene Schatz im Klärschlamm. Trotzdem wird er immer noch in Müllverbrennungsanlagen vernichtet. Das soll in Zukunft anders werden. Nach der neuen Klärschlammverordnung, die der Bundestag am 05.07.2017 billigte, müssen Klärschlämme für die Wiedergewinnung von Phosphor recycelt werden. Ziel ist es laut einer BMUB-Medienmitteilung, nach und nach den Stoffkreislauf Phosphor zu schließen und damit die Abhängigkeit Deutschlands von Phosphorimporten abzubauen. Das schont die endlichen Phosphorressourcen und verringert Schadstoffeinträge in Böden. weiterlesen…

Ozon-Loch klafft noch bis 2080

Die vor UV-Strahlen schützende Atmosphäre wird erst 30 Jahre später als erhofft wieder intakt sein.

Sascha Karberg im Tagesspiegel am 27.06.2017

Eigentlich ist es eine Erfolgsgeschichte für die wissenschaftliche Beratung der Politik in Fragen des globalen Naturschutzes. Anfang der 1980er Jahren stellten Forscher ein Abnehmen von Ozon-Molekülen in der unteren Stratosphäre fest und erkannten als Verursacher vor allem Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW) etwa aus Sprühdosen. Bereits 1987 reagierten Politiker im „Montreal Protokoll“. weiterlesen…

Erneuerbares Gas 2030 wettbewerbsfähig

Praxisstudie Power-to-Gas: Großes Potenzial für erfolgreiche Energiewende

Die Umwandlung von Ökostrom in grünes Gas kann entscheidend zum Erfolg der Energiewende beitragen. Das ist einer Medienmitteilung zufolge eines der Ergebnisse der Expertenbefragung „Power-to-Gas: Praxis und Potenziale“, welche die nymoen strategieberatung im Auftrag von Zukunft ERDGAS durchgeführt hat. Die Experten erwarten in den kommenden zehn Jahren signifikante Verbesserungen bei den Wirkungsgraden und gleichzeitig deutlich sinkende Kosten. So werde grünes Gas bis etwa 2030 die Wettbewerbsfähigkeit erreichen. weiterlesen…

Klimaschutz im Eigenheim: Was wollen die Verbraucher?

Finanzielle Anreize – insbesondere die steuerliche Abschreibung – für die energetische Sanierung am wirkungsvollsten

Wie die DUH am 03.07.2017 mitteilte, finden 79 Prozent der Verbraucher Klimaschutz generell wichtig, 68 Prozent wollen einen persönlichen Beitrag zur Energiewende leisten und 56 Prozent wünschen sich mehr Informationen zu Förderprogrammen und Energiesparmöglichkeiten. Das sind drei Ergebnisse aus einer Befragung, die der Heiz- und Lüftungstechnik-Spezialist Vaillant zusammen mit der DUH durchgeführt hat. weiterlesen…

Erneuerbare bald billigste Stromquelle

Greenpeace-Studie: Erneuerbare Energien schon heute in der Hälfte der G20 günstiger als Kohle und Atom

Windgeneratoren und Solaranlagen werden spätestens 2030 in allen G20-Ländern den günstigsten Strom erzeugen. In rund der Hälfte der Staaten sind Erneuerbare Energien schon seit 2015 billiger als oder gleich teuer wie Strom aus klimaschädlichen Kohlemeilern oder gefährlichen Atomkraftwerken. Das sagt eine Studie der finnischen Lappeenranta University of Technology im Auftrag von Greenpeace laut einer Medienmitteilung. weiterlesen…

Auf dem Weg in die Kreislaufwirtschaft

Mehr Ressourceneffizienz in EU

Die Bundesregierung will in der EU einen „übergreifenden Indikator zur Bemessung der Ressourcenproduktivität“ einführen. Zudem würden auch Ziele zur Ressourceneffizienz angestrebt, „die auch die industriepolitischen Ziele der EU unterstützen“, schrieb die Bundesregierung in einer Antwort (18/12856) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (18/12664). weiterlesen…