Mehr als nur heiße Luft

Abwärmenutzung könnte Milliarden sparen

In der Produktion geht es heiß her. Zum Trocknen, Schmieden oder Schmelzen von Produkten wird jede Menge Prozesswärme benötigt: Zwei Drittel des gesamten industriellen Energieverbrauchs gehen auf ihr Konto. Ein großer Teil davon verpufft jedoch ungenutzt – als sogenannte Abwärme in Form von warmer Luft oder warmem Wasser. Dabei lässt sich Abwärme wunderbar nutzen, um beispielsweise Strom, Heizwärme oder Kälte zu erzeugen. Dadurch lässt sich der Energieverbrauch eines Unternehmens deutlich senken. Doch gerade kleine und mittlere Unternehmen tun sich noch schwer damit, dieses Einsparpotenzial zu erkennen – und vor allem zu nutzen. Eine Information der BMWi-Kampagne „Deutschland macht’s effizient“. weiterlesen…

Plastik – nicht nur Müll

Kunststoffe sammeln sich in immer größeren Mengen in den Ozeanen an, doch wegen ihrer Vorzüge sind sie schwer zu ersetzen

Aus guten Gründen stecken Kunststoffe heute beinahe in allen Dingen, die uns das Leben erleichtern: in Computern, Autos und natürlich Verpackungen. Doch weil sie so stabil sind und oft nicht ordentlich entsorgt werden, sammelt sich immer mehr Plastikabfall in den Meeren an. Um das Risiko durch Kunststoffe und mögliche Alternativen zu erforschen, beteiligen sich Frederik Wurm und seine Mitarbeiter vom Mainzer Max-Planck-Institut für Polymerforschung am Projekt PlastX. weiterlesen…

6x RENEGADE-Voralarm für AKW in 7 Jahren

Linken-Anfrage: „Anlagenspezifisch reagieren“

Seit 2010 ist in sechs Fällen ein sogenannter RENEGADE-Voralarm („renegade“, engl. = Abtrünniger, Renegat) für Atomkraftwerke ausgelöst worden – so der parlamentseigene Pressedienst „heute im bundestag„. Dabei handelte es sich um Vorkommnisse, bei denen der Verdacht bestand, „dass ein ziviles Luftfahrzeug aus terroristischen oder anderen Motiven als Waffe verwendet und zum gezielten Absturz gebracht werden soll“. In diesen Fällen werden AKW informiert, um anlagenspezifisch reagieren zu können. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung (18/11957) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke (18/11705) hervor. Solarify dokumentiert sie. weiterlesen…

Energieeffizienz – Blockierungen lösen

Agora-Kurzanalyse umreißt zentrale Elemente eines künftigen Energieeffizienzgesetzes

Gleichberechtigt neben dem Ausbau Erneuerbarer Energien gehört zu den wesentlichen Zielen der Energiewende auch der effizientere Umgang mit Energie: Bis 2050 soll der Primär-Energiebedarf in Deutschland halbiert und die Sanierungsrate verdoppelt werden. Am 12.05.2017 veröffentlichte Agora Energiewende die Kurz-Analyse „Efficiency First: Wie sieht ein effizientes Energiesystem in Zeiten der Sektorkopplung aus?“ eines (nötigen) Energieeffizienzgesetzes. Die Energieeffizienz reduziere nicht nur den Bau von Erzeugungsleistung, sondern auch den Ausbau von Infrastruktur, wie etwa Stromleitungen, heißt es. Infolgedessen führe die Vermeidung einer Kilowattstunde Strom zu einer volkswirtschaftlichen Ersparnis von 11 bis 15 Cent. Im Stromsystem allein könnten somit jährlich mehr als 21 Milliarden Euro gespart werden. weiterlesen…

Superlativ der Sonnenwärme

Ludwigsburger Solarwärmeprojekt mit 10,4 Mio. vom BMUB gefördert

Rita Schwarzelühr-Sutter, Parlamentarische Staatssekretärin im BMUB, überreichte den Stadtwerken Ludwigsburg-Kornwestheim am 12.05.2017 den Förderbescheid für ein Klimaschutz-Modellprojekt zur Errichtung eines Fernwärme-Verbundnetzes. Durch das kommunale Modellvorhaben wird eine der größten Solarthermie-Anlagen Deutschlands mit einer Kollektorfläche von mehr als 10.000 Quadratmetern errichtet und an ein Fernwärmenetz angeschlossen. Anlagen dieser Größenordnung sind bisher selten – so eine BMUB-Medienmitteilung. weiterlesen…

„Volkskrankheit Ausschreibungen“


erschienen in joule 3/2017, S.27

Volker Quaschning - Foto © volker-quaschning.de„Die neuste Erfindung unserer Energiepolitik sind Ausschreibungen. Das klingt fast wie Ausschlag, eine ansteckende Krankheit, die nach der Photovoltaik in diesem Jahr auch die Windbranche böse erwischt hat“, schreibt Volker Quaschning in der Zeitschrift Joule 3/2017 und auf seiner homepage. Das einzig Positive zu Ausschreibungen: Sie lieferten momentan einen Rekord-Niedrigstpreis nach dem anderen. weiterlesen…

Neuer Alpenzustandsbericht zeigt grünes Potenzial

Schwarzelühr-Sutter: “Alpen können Pionierregion für klimaneutrales Wirtschaften und Leben werden“

Am 11.05.2017 fand in Rosenheim die internationale Konferenz der Alpenkonvention zum nachhaltigen Wirtschaften im Alpenraum statt. Fachleute aus den Alpenländern diskutierten einer gemeinsamen Pressemitteilung des BMUB mit dem Umweltbundesamt zufolge dabei, wie die Alpen zu einer Modellregion für Klimaschutz und klimaneutrales wie nachhaltiges Wirtschaften entwickelt werden können. weiterlesen…

Trump scheitert mit Versuch, Klimavorschriften aufzuweichen

US-Senat knapp dagegen – Kippt Arktis-Bohrverbot?

Der Versuch von US-Präsident Trump, die Umweltstandards für die Öl- und Gasindustrie zu schwächen, ist vorerst gescheitert: Am Laut EURACTIV erhielt erhielt sein entsprechender Vorschlag im Senat am 10.05.2017 nur 49 Stimmen – 51 Senatoren waren dagegen. Trumps Vorgänger im Präsidentenamt, Barack Obama, hatte Vorschriften durchgesetzt, mit denen das Abfackeln des Treibhausgases Methan in der Öl- und Gasindustrie eingeschränkt und Firmen veranlasst werden sollten, konsequenter Lecks bekämpfen. Trump wollte diese Vorschriften wieder aufheben lassen. (Foto: Gasfackel in Thailand – © Love Krittaya, eig. Werk, gemeinfrei, commons.wikimedia.org) weiterlesen…

Umstrittene EU-Biokraftstoff-Politik

Gefahr oder Chance für die ländliche Entwicklung?
Mit freundlicher Genehmigung von: Sarantis Michalopoulos, EURACTIV.de

EU-Landwirte sind sehr besorgt über den Kurswechsel der Europäischen Kommission in Bezug auf Biokraftstoffe: die restriktive Politik der EU gefährde tausende Arbeitsplätze auf dem Land. Die Kommission verteidigte ihren Strategieentwurf für Biokraftstoffe nach 2020 und unterstrich, der Wechsel auf fortschrittliche Biotreibstoffe werde langfristig Arbeitsplätze schaffen.
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Indien stockt Kohle auf

Energiepläne gefährden Klimaziele von Paris

Kohlearbeiter in der Khadia Kohlemine in Singrauli - Foto © international accountability project / flickr.com, CC BY 2.0 Entgegen der Bestrebungen des nationalen Energie­plans baue die indische Regierung weiterhin 370 neue Kohlekraft­werke, so eine Studie der University of California, Irvine. Die international beschlossene 1,5-Grad-Grenze wäre dadurch gefährdet, schreibt Joschua Katz unter der Rubrik „Über den Tellerrand“ in energiezukunft am 03.05.2017. (Foto: Kohlearbeiter in der Khadia Kohlemine in Singrauli – © international accountability project / flickr.com, CC BY 2.0) weiterlesen…