Solarworld stellt Insolvenzantrag

„Paukenschlag“ – Überraschende Adhoc-Erklärung

Die Bonner Solarworld AG, größter europäischer und nahezu letzter deutscher Photovoltaik-Produzent, wird Insolvenz anmelden. Das Unternehmen begründete die Entscheidung mit dem „aktuellen Geschäftsverlauf“ und „weiter voranschreitenden Preisverwerfungen“ auf dem Markt für Solarmodule. Der Vorstand um Frank Asbeck sei zu der Überzeugung gelangt, dass „keine positive Fortbestehensprognose mehr bestehe, die Gesellschaft damit überschuldet sei und somit eine Insolvenzantragspflicht bestehe“. weiterlesen…

E.ON mit ambivalentem Minus-Zwischenergebnis

Entsprechend widersprüchliche Einordnungen

E.ON erzielte im ersten Quartal des Jahres 10,5 Milliarden Euro Umsatz, ein bereinigtes EBIT von gut einer Milliarde Euro (rund 34 Prozent unter dem Vorjahreswert) und einen bereinigten Konzernüberschuss von rund 0,5 Milliarden Euro – und nennt das in einer Medienmitteilung vom 10.05.2017 „im Rahmen der Erwartungen“. Finanzvorstand Marc Spieker versicherte, man sei „im Zielkorridor unserer Prognose für das gesamte Geschäftsjahr“; die Kapitalstruktur sei „deutlich verbessert“, denn man habe die Nettoverschuldung um 1,6 Mrd. Euro reduziert. Allerdings musste E.ON einräumen: „Im ersten Quartal 2017 ging der Umsatz um etwa sieben Prozent auf rund 10,5 Milliarden Euro zurück.“ weiterlesen…

TU-Wien: Ökostromkosten im Sinkflug

TU-Studie zeigt sinkende Kosten bei Warteschlangenabbau mit kleiner Ökostromnovelle

Eine Untersuchung der TU Wien bestätigt, dass die Ökostromkosten (auch mit einem Warteschlangenabbau der genehmigten Windkraftprojekte) weiter sinken werden. In verschiedene Szenarien – die Ökostromkosten sind sehr stark vom Strommarktpreis und den Ausgleichsenergiekosten abhängig – geht die Studie unter anderem von weiter sinkenden Ausgleichsenergiekosten und deren Angleichung an das deutsche Niveau aus. weiterlesen…

Berlin steigt aus Kohle aus

Novelle des Berliner Energiewendegesetzes

Der Berliner Senat hat am 09.05.2017 beschlossen, den von der Senatorin für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, Regine Günther, vorgelegten Entwurf für eine Novelle des Berliner Energiewendegesetzes (EWG Bln) beim Abgeordnetenhaus einzubringen – so eine Medienmitteilung aus dem Roten Rathaus. Mit der Novellierung wird ein ambitionierterer Beitrag Berlins zum Klimaschutz vor dem Hintergrund des Pariser Klimaabkommens sichergestellt. weiterlesen…

Haushalte stabilisieren das Stromnetz

TenneT und sonnen vernetzen erstmals Stromspeicher mit Blockchain-Technologie

Hochspannungsmasten und Windenergie bei Nauen, Brbg. - Foto © Dieter Fichtner, Agentur Zukunft für SolarifyHaushalte werden in Zukunft selbst zur Stabilisierung des Stromnetzes beitragen können und so helfen, die erneuerbaren Energien besser zu integrieren. Ein entsprechendes Pilotprojekt, das dezentrale Batteriespeicher über eine Blockchain-Lösung in das Energieversorgungssystem einbindet, stellten der Übertragungsnetzbetreiber TenneT und das Unternehmen sonnen am 02.05.2017 vor. Die Blockchain-Lösung wurde von IBM entwickelt. In dem Pilotprojekt nutzt TenneT einen Pool von Heimspeichern, den sonnen dafür bereitstellt. weiterlesen…

Neue Wissenschaftsplattform

Zur Unterstützung der Nachhaltigkeitsziele von Bundesregierung und Agenda 2030

Eine neue Wissenschaftsplattform unterstützt die Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung und die Umsetzung der Ziele für nachhaltige Entwicklung der globalen Agenda 2030. Im Rahmen des 13. Forums für Nachhaltigkeit (FONA) des BMBF wurde die Wissenschaftsplattform Nachhaltigkeit 2030 am09.05.2017 im Beisein von Bundesforschungsministerin Johanna Wanka und Kanzleramtschef Peter Altmaier, der Öffentlichkeit vorgestellt. (Foto: Patrizia Nanz, Dirk Messner und Martin Visbeck stellen die Wissenschaftsplattform Nachhaltigkeit 2030 in Berlin vor – Foto © IASS) weiterlesen…

EE in 10 Jahren billiger als alle Fossilen

Renewables Global Futures Report

Dem neuen Bericht „Renewables Global Futures Report 2017”zufolge gibt es breiten Konsens darüber, dass Erneuerbare Energien die Zukunft beherrschen werden. Viele der befragten Experten betonen, dass sogar große internationale Konzerne zunehmend auf Erneuerbare setzen. Der Report wurde am 03.04.2017 beim Sustainable Energy for All Forum in New York vorgestellt. Die Analyse beruht auf den Einschätzungen von 114 renommierten Energieexperten aus allen Regionen der Welt, die im Lauf des Jahres 2016 befragt wurden. weiterlesen…

Dezentralität prägendes Strukturmerkmal des Energiesystems

Agora Energiewende veröffentlicht grundlegende Analyse zur Dezentralitätsdebatte und formuliert Thesen zu Ordnungsrahmen

„Dezentralität entwickelt sich mit der Energiewende zu einem dauerhaft prägenden Strukturmerkmal des Energiesystems. Schlüsseltechnologien der Energiewende (vor allem Wind, Solar, Batteriespeicher, Digitalisierung) sowie in der Gesellschaft verankerte politische, ökonomische und soziale Präferenzen für Eigenversorgung und Regionalität treiben das Strom- und Energiesystem in Richtung dezentralere Strukturen. Diese Entwicklung kann nicht mehr mit dem bisherigen Konzept einer ausschließlich zentralen Steuerung verbunden mit immer mehr Netzausbau beantwortet werden, sagt Patrick Graichen, Direktor von Agora Energiewende, anlässlich der Vorstellung der Agora-Analyse „Energiewende und Dezentralität – Zu den Grundlagen einer politisierten Debatte“.
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„Die wahre Wettbewerbsfähigkeit der Solar-PV“

Eine europäische Fallstudie

Der neue Bericht (engl.: „The True Competitiveness of Solar PV“) der Europäischen Photovoltaiktechnologie und -innovationsplattform (European PV Technology and Innovation Platform, ETIP PV) vergleicht die Kosten der Photovoltaik (LCOE) mit den Einzelhandelspreisen in verschiedenen europäischen Ländern und Marktsegmenten. weiterlesen…

Solarenergie statt Braunkohle: Greenpeace Energy fördert Strukturwandel mit neuem Stromtarif

Sozialverträglicher Strukturwandel durch Ausbau von Wind- und Solarenergie bis 2030 möglich – Solarstrom-plus-Kunden zahlen Fördercent für Bau neuer Solaranlagen in Tagebaurevieren

Der Ausbau erneuerbarer Energien bietet ausreichendes Potenzial, um die Braunkohlearbeitsplätze in den Bundesländern Brandenburg, Sachsen und Nordrhein-Westfalen bis 2030 vollständig zu ersetzen. Dies belegt eine Studie des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW), die im Auftrag von Greenpeace Energy eG erstellt wurde, wie die Energie-Genossenschaft am 09.05.2017 mitteilt. weiterlesen…