Union bremst Hendricks aus


Umweltverbände: Fehlender Klimaschutzplan 2050 ist Blamage für Deutschland – CSU-Nüsslein: Hendricks soll sachlich diskutieren

Der Klimaschutzplan 2050 wurde entgegen der ursprünglichen Planung am 02.11.2016 von der Kabinettstagesordnung abgesetzt. Eine knappe Woche vor Beginn der diesjährigen Weltklimakonferenz COP22 in Marrakesch bleibt die Koalition darüber zerstritten. Umweltverbände kritisieren diese Blockadehaltung. Gernot Nüsslein - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur Zukunft0Unionsfraktionsvize Nüsslein forderte Umweltministerin Hendricks auf, sie wolle mit ihrem Ruf nach der Richtlinienkompetenz der Kanzlerin offensichtlich einer gründlichen Ressortabstimmung und einer sachlichen Diskussion über den Klimaschutzplan ausweichen. weiterlesen…

„Deutschland, bitte sei mutiger!“

Lesehinweis auf einen Gastbeitrag von Maciej Nowicki in der ZEIT

Der deutsche Klimaschutzplan 2050 könnte zeigen, wie Kohleausstieg und Wachstum zusammen funktionieren – als wichtiges Signal für Polen und die EU. Könnte – denn jetzt wird er verschoben, weil die große Koalition sich darüber zerstreitet. Es geht um nichts weniger als die Glaubwürdigkeit Deutschlands, so Nowicki. weiterlesen…

Acht Strategien für kreative Bürgerbeteiligung

Forscher geben Kommunen Empfehlungen zur Bürgeraktivierung

Der Weg zum Klimabürger - Broschüre © BMBF FONAEin vom BMBF gefördertes Forschungsteam der Universität des Saarlandes, der Zeppelin Universität und des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) hat den Wegweiser „Der Weg zum Klimabürger“ veröffentlicht. Sie zeigen darin laut einer Medienmitteilung des IÖW Strategien auf, wie Akzeptanz für die Energiewende in der Gesellschaft gesteigert werden kann. (Broschüre: Der Weg zum Klimabürger – © BMBF FONA) weiterlesen…

EMIL am Synchrotron BESSY II eingeweiht

Weltweit führende Forschungslabor-Landschaft für Energiematerialien

das-letzte-vergoldete-rohrteilstueck-foto-gerhard-hofmann-agentur-zukunft-fuer-solarify„Energiewende: Die Suche nach dem Material der Zukunft“ überschrieb das BMBF seine Medienmitteilung über die Einweihung des nach drei Jahren Bauzeit vollendeten Laborkomplexes EMIL („Energy Materials In-Situ Laboratory“) in Berlin-Adlershof durch Forschungsministerin Johanna Wanka am 31.10.2016. Forschende werden in dem gemeinsam vom Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB) und der Max-Planck-Gesellschaft (MPG) für etwa 20 Millionen Euro an die Synchrotronquelle BESSY II angebauten Forschungslabor für die regenerative Energiegewinnung und -Speicherung geeignete Materialien synthetisieren und analysieren. Mit EMIL ergeben sich dazu völlig neue Möglichkeiten. weiterlesen…

Bei 2° droht Katastrophe

Schwerwiegende Auswirkungen des Klimawandels am Mittelmeer

Der am 26.10.2016 unter dem Titel „Climate change: The 2015 Paris Agreement thresholds and Mediterranean basin ecosystems“ im Fachmagazin Science veröffentlichten Studie folgend käme es in den kommenden 100 Jahren zu einer stärkeren Veränderung des mediterranen Ökosystems als in den vergangenen 10.000, wenn sich die Erdatmosphäre um mehr als 1,5 Grad erwärmte. Bei mehr als 2,0 Grad sagen die Autoren Wolfgang Cramer und Joel Guiot aus Aix en Provence katastrophale Umwälzungen voraus. weiterlesen…

Schluss mit Schieflage beim Stromhandel

Engpassbewirtschaftung an deutsch-österreichischer Grenze geplant

Strommasten in Deutschland - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur Zukunft für SolarifyDie Bundesregierung will nicht mehr länger dabei zusehen, wie österreichische Stromversorger mit der Energiewende in Deutschland lukrative Geschäfte machen.

Rainer Baake, Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, kündigte in Berlin Beschränkungen im Stromhandel mit dem Nachbarland an. Der Regierungsvertreter betonte zwar, davon sei nur ein kleiner Teil des Handels betroffen. Dennoch dürften die Maßnahmen Österreich an einer empfindlichen Stelle treffen. weiterlesen…

Big World, Small Planet


„Wir waren lange Zeit einer kleinen Welt auf einem großen Planeten. Nun sind wir eine große Welt auf einem kleinen Planeten.“

big-world-small-planet Nach diesem Leitmotiv regen der Resilienzforscher Johan Rockström und der Fotograf Matthias Klum in „Big World Small Planet“ titelgetreu zu einem großflächigen Umdenken über unsere Rolle auf dem Planeten Erde an. Konzipiert als Zusammenspiel aus aussagekräftigen Fotografien, wissenschaftlichen Daten und positiv motivierenden Anreizen verfolgt das im Ullstein Verlag erschienene Sachbuch seine Mission: die Notwendigkeit sofortiger Maßnahmen zur Stabilisierung des Ökosystems nachdrücklich zu vermitteln und dabei, in den Worten der Autoren, die „Kluft zwischen Wissenschaft und Kunst“ zu überbrücken. weiterlesen…

EE-Ausbau in den Bundesländern

Bioenergie bislang Leistungsträger der Energiewende – Sonne und Wind müssen auch für Wärme und Verkehr genutzt werden

Der Umstieg auf Erneuerbare Energien ist ein festes Vorhaben der Bundesregierung und aller deutschen Länder, das auch die klare Zustimmung der Bevölkerung findet. Ein Teil des Weges ist mit dem dynamischen Zuwachs an Ökostrommengen schon erfolgt. Gemessen am gesamten Energieverbrauch sind die Anteile Erneuerbarer Energien allerdings noch relativ klein, da die Wende im Wärme- und Verkehrssektor noch auf sich warten lässt. Die Bioenergie ist bislang der Leistungsträger im regenerativen Bereich, wie eine aktuelle Infografik der Agentur für Erneuerbare Energien zur Zusammensetzung des Primärenergieverbrauchs in den Bundesländern zeigt. In Zukunft müssten die großen Potenziale der Wind- und Solarenergie stärker sektorenübergreifend genutzt werden, so die AEE. weiterlesen…

Teure Atomenergie

Fukushima-Folgekosten steigen enorm

Wie Nicole Allée in energiezukunft schreibt, werden laut Japans Regierung die aus dem atomaren GAU von Fukushima resultierenden Kosten in den nächsten Jahren in Milliardenhöhe steigen. AKW-Gegner hatten immer davor gewarnt. Doch aller Vernunft zum Trotz setzt Japan weiterhin auf Atomenergie. weiterlesen…

Weniger Schwefel aus Schiffsschornsteinen

Weltschifffahrtsorganisation IMO beschließt weltweites Schwefellimit in Kraftstoffen  – ab 2020

Die Internationale Seeschifffahrts-Organisation (IMO) will einer Medienmitteilung aus dem BMUB zufolge die Schwefeloxid-Emissionen durch Schiffskraftstoffe deutlich verringern. Dazu soll der weltweit maximal zulässige Wert für den Schwefelgehalt ab 2020 herabgesetzt werden. Nach einer Debatte, in deren Zuge sich mehr als 50 Vertreter von Staaten, der Industrie und Umweltverbänden zu Wort meldeten, wurde die Entscheidung von einer breiten Mehrheit getragen und begrüßt. weiterlesen…