„Klima-Explorer“ vorgestellt

DIE macht INDCs durchsuchbar

Das Deutsche Institut für Entwicklungspolitik (DIE) präsentierte am 07.03.2015 den INDC Content Explorer für nationale Klimaziele, eine neue interaktive Online-Anwendung zur internationalen Klimapolitik. Mit seiner Hilfe können alle sogenannten INDCs (Intended Nationally Determined Contributions) anhand spezieller Kriterien durchsucht werden. weiterlesen…

„Mehr Markt zu fordern, ist naiv“

Uwe Leprich im Solarify-Selbst-Gespräch

Prof. Uwe Leprich, Leiter des Instituts für ZukunftsEnergieSysteme (IZES) an der Hochschule für Wirtschaft und Technik des Saarlandes, sieht im Solarify-Selbst-Gespräch die Kohlewirtschaft als eindeutige Verliererin der Energiewende – das Zögern der Bundesregierung bei ihrer Durchsetzung bedeutet allerdings „nur eine kleine Verschnaufpause“. Er entlarvt die verharmlosende und verräterische Sprache, die einmal von der „friedlichen Nutzung der Kernenergie“ sprach und jetzt in den Erneuerbaren Energien unreife Heranwachsende sieht. Wer in diesem Zusammenhang immer noch von „Subventionierung“ spreche, habe nicht gemerkt, dass es sich um schlichte Finanzierungen handelt. Er fordert, sich endlich von der „geradezu religiösen Verehrung von Märkten zu verabschieden“. weiterlesen…

Bundesregierung: Fracking grundsätzlich erlaubt

Aber „gravierende Beschränkungen“ und „strenge Regulierungen“

„Fracking zur Förderung von Erdgas ist nach der bestehenden Gesetzeslage in Deutschland grundsätzlich zulässig“, schreibt die Bundesregierung in ihrer Antwort (18/7665) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (18/7438). Allerdings enthalte das von der Bundesregierung geplante Gesetzespaket gravierende Beschränkungen für das unkonventionelle Fracking in Schiefer-, Mergel-, Ton- und Kohleflözgestein, aber auch strenge Regulierungen für das konventionelle Fracking. Beim unkonventionellen Fracking sollen zunächst nur „Probebohrungen unter engen Voraussetzungen“ möglich sein. Auf das Fracking-Gesetzespaket werde nicht verzichtet, versichert die Regierung. Solarify dokumentiert Ausschnitte. weiterlesen…

Bundesregierung will EU-Klimaziele für 2030 aktualisieren

Deutschland wirbt für Nachbesserung

Die EU-Umweltminister berieten am 04.06.2016 erstmals nach der Pariser Einigung auf ein globales Klimaschutzabkommen im Dezember 2015 über das Follow-Up. Umwelt-Staatssekretär Jochen Flasbarth (am 29.02.2016 offiziell zum Kandidaten für die Nachfolge Achim Steiners als UNEP-Direktor nominiert) warb für eine zügige und ambitionierte Umsetzung der Pariser Ziele, teilte die Deutsche Vertretung in Brüssel mit (Foto: Flasbarth in Pressekonferenz danach – © bruessel-eu.diplo.de).
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Teurer Meeresspiegelanstieg

Kosten steigen schneller als Meerwasser

Obwohl der zu erwartende Meerespiegelanstieg mittlerweile recht gut verstanden ist, gab es bislang kaum Fortschritte bei den damit verbundenen Kostenabschätzungen für die nächsten Jahrzehnte. Nun stellt sich heraus: Schäden durch Extremereignisse wie Überflutungen spielen eine noch größere Rolle als der durchschnittliche Meeresspiegelanstieg selbst, wenn es um die Folge-Kosten des Klimawandels in Küstenregionen geht. Ein Team des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) hat eine Methode entwickelt, mit der sich finanzielle Schäden durch Hochwasser bei ansteigendem Meeresspiegel bestimmen lassen. Erstmals zeigen die Forscher, dass die Schadenskosten stets schneller steigen als das Wasser selbst. Ihre Untersuchung wurde im Journal Natural Hazards and Earth System Sciences (NHESS) veröffentlicht. weiterlesen…

Opel sorgt sich um VW

Ruf des Dieselmotors steht auf dem Spiel

Die Klimaziele für 2020 würden verfehlt, wenn der Verkauf von Diesel-Fahrzeugen zurückgehe, fürchtete Opel-Chef Karl-Thomas Neumann vor kurzem beim Genfer Autosalon. Opel sieht den Imageverlust des Selbstzünders durch die Abgasmanipulationen des Konkurrenten Volkswagen mit Sorge. Alle Hersteller, so Neumann, investierten dreistellige Millionenbeträge, um die schärferen Auflagen einzuhalten – würden aber weniger Diesel verkauft, seien die Ziele in Gefahr.
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Wirtschaft bleibt bei Fossilen

Änderung nur unter ökonomischem Druck

Das Energy Policy Institute an der University of Chicago behauptet in einer Studie, die Weltwirtschaft werde sich noch lange auf fossile Brennstoffe verlassen, es sei denn, der ökonomische Druck auf Firmen steige, indem sie die Kosten für Umweltschäden zu tragen hätten. „Sich auf die Hand des Schicksals zu verlassen, um den Weg Richtung günstigeren CO2-armen Energiequellen zu weisen, wird nicht reichen“, warnt Ko-Autor Michael Greenstone. Denn die Gewinnung der Fossilen werde immer effizienter und günstiger. weiterlesen…

„Das Tempo der Erneuerbaren Energien hat uns alle überrascht“

40 Jahre DLR-Energieforschung – Interview mit Joachim Nitsch
-mit freundlicher Genehmigung des DLR-

Vor gut 40 Jahren – ausgelöst durch den Ölpreisschock Anfang der 70er Jahre – begannen sich Politik und Wirtschaft Gedanken über eine Energieversorgung jenseits von Öl, Kohle und Uran zu machen. Das DLR (damals noch DVLR) hatte bereits 1969 begonnen, seine Kompetenzen auch für die Energieforschung einzusetzen und damit gezielt eine gesellschaftliche Herausforderung anzugehen. 1976 wurde die Energieforschung als fester und dauerhafter Forschungsbereich im DLR eingerichtet. Seitdem forscht es unter anderem an Solarkraftwerken, Brennstoffzellen, umweltfreundlichen Gasturbinen, Energiespeichern und Windenergieanlagen. Vor allem die systemanalytischen Studien lieferten zentrale Beiträge für eine zukunftsweisende Energiepolitik in Deutschland und gaben international wichtige Denkanstöße. weiterlesen…

Energiewende in Industriestaaten hochwillkommen

AEE-Hintergrundpapier vergleicht Umfragen zu Erneuerbaren Energien

Der Ausbau der Erneuerbaren Energien genießt in Europa, Nordamerika, Australien und Neuseeland hohe Akzeptanz, wie aus einer von der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) erstellten Analyse einschlägiger Umfragen hervorgeht. Dem AEE-Hintergrundpapier „Die Akzeptanz Erneuerbarer Energien im Spiegel von Umfragen in Industriestaaten“ zufolge stimmen weit über 80 Prozent den Erneuerbaren unabhängig vom Ausbaustand regenerativer Energiequellen in den jeweiligen Ländern zu. weiterlesen…

Leuna wird 100

Höhen und Tiefen deutscher Industriegeschichte

Der Chemiestandort Leuna feiert 100jähriges Bestehen. Mit einem offiziellen Festakt und einer Rede von Bundeskanzlerin Merkel wurde das Jubiläum am 03.03.2016 eröffnet. Durch den Strukturwandel des früheren Leuna-Kombinates entstand der größte zusammenhängende Chemiestandort Deutschlands. Insgesamt mehr als sechs Milliarden Euro wurden seit 1990 von Unternehmen aus zehn Nationen investiert. Der Jahresumsatz liegt heute bei rund zehn Milliarden Euro. weiterlesen…