Mehr Investitionen in Nachhaltigkeit trotz ökonomischer Unsicherheit

CxO Sustainability Survey 2023: Wirtschaftswachstum mit Klimazielen vereinbar

Für Vorstände deutscher Unternehmen gehört der Klimawandel 2023 zu den drei Top-Prioritäten. Als drängender werden lediglich die künftige Konjunkturentwicklung und Innovationen angesehen, gleichauf liegen Lieferkettenprobleme. Dahinter folgen Fachkräftemangel und geopolitische Konflikte. International liegt der Klimawandel auf Platz zwei der größten Herausforderungen. Dies ist eines der Ergebnisse des CxO Sustainability Survey 2023 von Deloitte, der beim jährlichen Treffen des Weltwirtschaftsforums in Davos vorgestellt wurde. Weltweit wurden im Herbst 2022 über 2.000 C-Level-Führungskräfte befragt, darunter 105 aus Deutschland. weiterlesen…

EU hat bei Wasserstoff-Patenten Nase vorn

München und Ruhrgebiet weltweit aktivste Regionen bei Entwicklung von Wasserstofftechnologien

In München werden 2,5 Prozent aller globalen Patente mit Bezug zu Wasserstoff eingetragen. Im Ruhrgebiet sind es 2,2 Prozent. Damit belegen die beiden deutschen Regionen Platz sieben und acht in einem Ranking der Internationalen Energieagentur (IEA) und des Europäischen Patentamts. Tokio belegte mit 7,5 Prozent aller Patente den ersten Platz. Für das Ranking zählten die IEA und das Europäische Patentamt die Erfindungen, für die Patente in mindestens zwei Patentregionen auf der Welt eingetragen wurden. Ist eine Erfindung in mehr als zwei Regionen eingetragen, ist es ein Indikator für eine vielversprechende hochwertige Erfindung, so die Autoren des Rankings. Die Auswertung wurde in einer Studie veröffentlicht, die sich Marian Willuhn für das pv magazine genauer angeschaut hat. weiterlesen…

Plädoyer für eine Ökonomie des „Genug“ als Gegenmittel zur Herrschaft des „Immermehr“

Zweiteiliger Artikel von Wolfgang Sachs in „Blätter für deutsche und internationale Politik“ erschienen

Wo stehen wir eigentlich in der Debatte um Suffizienz und Wohlstand nach dem Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine? Darauf versucht Prof. Dr. Wolfgang Sachs, Autor und Senior Expert am Wuppertal Institut, in „Frugaler Wohlstand“, eine Antwort zu geben. In seinem zweiteiligen Essay plädiert er für eine Ökonomie des „Genug“ als Gegenmittel zur Herrschaft des „Immermehr“ und legt seine Überlegungen zu den Themen Suffizienz und Wohlstand dar. weiterlesen…

Metall alter „Schubladenhandys“ deckt Materialbedarf für 10 Jahre

Wie hoch sind die Rohstoffpotenziale durch Urban Mining?

Natürliche Ressourcen werden zunehmend knapper, unter anderem da weltweit derzeit deutlich mehr natürliche Rohstoffe abgebaut und verarbeitet werden, als die Erde in diesem Zeitraum zur Verfügung stellen kann. Als Nettoimporteur von Rohstoffen ist die deutsche Wirtschaft insbesondere bei Materialien für zukünftige Technologien auf den internationalen Handel angewiesen. Auch aus diesem Grund wird das Denken in Kreisläufen für die Verbesserung der Ressourceneffizienz und -schonung von zentraler Bedeutung sein. Der gesamte Lebenszyklus einer Ressource – von der Bereitstellung über ihre Nutzung bis hin zur wiedergewinnenden Nachsorge – muss entsprechend mitgedacht und optimiert werden. Am 16.01.2023 hat das Institut der Deutschen Wirtschaft den IW-Report Nr. 2/2023 – Urban Mining für eine zirkuläre Wirtschaft. Wie hoch sind die Rohstoffpotenziale durch Urban Mining? – von Sarah Fluchs und Adriana Neligan veröffentlicht. weiterlesen…

Energieeffizienzgesetz: Mehr Ambition erforderlich

Machtwort des Bundeskanzlers bislang folgenlos

Bereits einen knappen Monat nach dem Machtwort von Bundeskanzler Olaf Scholz beschloss der Bundestag über den Streckbetrieb der drei verbliebenen Kernkraftwerke. Für das angekündigte, „ambitionierte Energieeffizienzgesetz“, dem zweiten Teil der Richtlinienentscheidung vom 17. Oktober 2022, liegt hingegen seit drei Monaten nicht einmal ein Gesetzentwurf vor. Die Deutsche Unternehmensinitiative Energieeffizienz e.V. (DENEFF) attestiert der Bundesregierung mit Blick auf die Energiepreiskrise und den kommenden Winter mangelnden Willen, um die notwendigen Konsequenzen zu ziehen. Gemeinsam mit dem Umweltinstitut München e.V. kritisiert sie das Zurückhalten des Gesetzentwurfs. In Anbetracht der fortschreitenden Klimakrise bleibe keine Zeit mehr für parteipolitisches Taktieren, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung vom 16.01.2023. weiterlesen…

CDU als „Klimaschutzpartei“

Klausur in Weimar: Pro CO2-Kreislaufwirtschaft

Die versemmelte Klausurtagung“ spottete die Süddeutsche Zeitung. Vor allem, weil CDU-Chef Merz sich versprochen hatte: „Wir sprechen uns ausdrücklich nicht gegen den Bau neuer Kernkraftwerke aus“, hatte er – so die taz – im Rahmen einer Pressekonferenz zum Ende der Parteiklausur in Weimar gesagt. Niemand aus der Parteihierarchie bemerkte den Versprecher. Erst die Nachfrage eines Journalisten deckte ihn auf: Natürlich müsse es heißen, dass sich „die CDU nicht für den Bau neuer Kernkraftwerke ausspreche“ (taz). Dabei will sich die CDU künftig als Klimaschutzpartei verstehen und verstanden werden. So jedenfalls die in Weimar verabschiedeten Erklärung des Bundesvorstands (DLF). weiterlesen…

„So retten wir das Klima“

Buch: Unabhängig von Kohle, Öl und Gas

„Er hat eine Ausbildung im Elektrohandwerk, installierte Solarzellen auf Schulen in Kenia. Der Autor verbindet viel Wissen und Erfahrung mit einer lockeren, leichten Erzählweise“, beschreibt ihn die Aachener Zeitung. Wie es gelingen kann, dass Deutschland bis 2045 klimaneutral wird, beschreibt Prof. Dr. Michael Sterner, Professor für Energiespeicher und Energiesysteme an der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg in seinem neuen Buch: „So retten wir das Klima – Wie wir uns unabhängig von Kohle, Öl und Gas machen“. (Cover: Michael Sterner – So retten wir das Klima – © komplettpress) weiterlesen…

Photokatalyse: nächste Technologie zur Herstellung von grünem Wasserstoff?

Auf dem Weg zu Netto-Null-Emissionen

Wasserstoff,  vielversprechender grüner Energieträger für eine nachhaltige Zukunft, ist meist in Wasser gebunden und es wird Energie benötigt, um ihn für die praktische Nutzung aus dem Wasser zu befreien. Solarenergie ist im Überfluss vorhanden und eignet sich ideal für die direkte Wasserspaltung zur Erzeugung von Wasserstoff mithilfe eines „Photokatalysators“. Trotz beträchtlicher Anstrengungen hat sich die praktische Anwendung jedoch aufgrund der relativ geringen Effizienz und der hohen Kosten des Katalysators nur langsam durchgesetzt. Ein Forschungsteam unter der Leitung von Professor Zheng-Xiao GUO und Professor David Lee PHILLIPS vom HKU-CAS Joint Laboratory on New Materials und dem Fachbereich Chemie der Universität Hongkong (HKU) hat die Entdeckung eines wichtigen In-situ-Protonierungsprozesses gemeldet. weiterlesen…

Nachhaltigkeit in der Wirtschaft immer wichtiger

Ergebnis des Sustainability Transformation Monitors 2023

Knapp die Hälfte der Befragten aus der Realwirtschaft (46 Prozent) gebe an, das Thema Nachhaltigkeit sei in ihrem Unternehmen „voll und ganz“ oder „überwiegend“ verankert. In der Finanzwirtschaft seien es immerhin noch knapp 40 Prozent. Mehr als ein Drittel sage, das Thema sei „teilweise“ verankert. Für den Sustainability Transformation Monitor seien von September bis November 2022 die Antworten von 735 Mitarbeiter:innen ausgewertet worden, die sich mit dem Thema Nachhaltigkeit beschäftigten. Davon stammten 268 Personen aus der Realwirtschaft und 467 aus der Finanzwirtschaft in Deutschland, so Bertelsmann Stiftung am 12.01.2023. weiterlesen…

Jahrzehntelange Fake-News der Ölindustrie

Erst 2015 enthüllt – jetzt wissenschaftlich belegt

„Wie ExxonMobil die Menschheit über den Klimawandel belog“, titelte die Wochenzeitung Die Zeit, nachdem am 12.01.2023 in Science eine überprüfende Bewertung aller Klimaprojektionen der fossilen Brennstoffindustrie erschienen war (PIK-Medienmitteilung: „verblüffend“). Diese waren bis dato noch nie wissenschaftlich abgeklopft worden. Auf der Grundlage von Unternehmensunterlagen haben drei WissenschaftlerInnen (Naomi Oreskes, Stefan Rahmstorf und Geoffrey Supran) alle verfügbaren Prognosen und Modellierungen von Exxon-Wissenschaftlern und ExxonMobil zur globalen Erwärmung, aber auch  die internen Prognosen des Unternehmens zwischen 1977 und 2003 zum ersten Mal systematisch und quantitativ ausgewertet. weiterlesen…