Seit Neujahr PV-Pflicht in NRE und Ba-Wü

Erst 2023 weitere Länder

Mit dem neuen Jahr begann in Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen die Photovoltaik-Pflicht, so Marian Willuhn in pv magazine. In Baden-Württemberg müssen nunmehr auf neugebauten Nicht-Wohngebäuden PV-Anlagen installiert werden. Auch Parkplätze mit über 35 Stellplätzen müssen zukünftig durch eine PV-Anlage überdacht werden. weiterlesen…

Thorium als Uran-Ersatz

„Wunderreaktoren“ verheißen Energieparadies – angeblich

„Viele Länder setzten auf Kernkraft, um CO2-frei Energie herzustellen. In den nächsten Jahren könnten Thorium-Reaktoren die Dominanz der Uran-Kraftwerke brechen. Sie wollen Strom billiger und sicherer herstellen“, schreibt Gernot Kramper am 07.01.2022 im stern. Unmittelbar nach dem GAU von Fukushima waren 80 Prozent der Deutschen für die Abschaltung – jetzt, wo Ende Dezember drei AKW aus dem Netz gingen, nur noch 42. Dafür lebt mit dem EU-Taxonomie-Entwurf die Diskussion um den angeblich grünen Atomstrom (was er nicht ist) wieder auf. Vor allem aber über den kleinen, praktischen Thorium-Reaktor auch „Salschmelzreaktor“ (MSR) genannt. weiterlesen…

PV-Zubau 2021 zehn Prozent mehr

Dennoch zu langsam für Energiewende-Ziele

Laut dem BSW-Branchenbarometer blickt die Solarwirtschaft zuversichtlich ins Jahr 2022. Allerdings sei das Klimaschutz-Sofortprogramm noch vor Ostern erforderlich, um die Regierungsziele umsetzen und die Solardach-Nachfrage entsprechend verdreifachen zu können. Die in Deutschland installierte Solarstromleistung könne bis 2030 von derzeit rund 59 auf 200 GW ausgebaut werden, wenn Energiewende-Barrieren eingerissen würden. Während die Nachfrage nach Solarstromanlagen im Eigenheimsektor und bei ebenerdig errichteten Solarparks 2021 in Deutschland kräftig anzog, ging die neu installierte Photovoltaik-Leistung bei Gewerbedächern zurück. (BSW-Infografik: PV-Zubau 2021 – © solarwirtschaft.de) weiterlesen…

EE-Anteil 2021 bei 42,8 Prozent

Bundesnetzagentur veröffentlicht Daten zum Strommarkt 2021

Die Bundesnetzagentur veröffentlichte am 07.01.2022 Strommarktdaten für 2021. Datengrundlage für die Zahlen ist SMARD.de, die Strommarktdatenplattform der Bundesnetzagentur. „Auf unserer Plattform SMARD wird der Stand der Energiewende sichtbar. Wichtige Kennzahlen des Strommarkts 2021 werden im aktuellen Jahresrückblick dargestellt”, so Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur. weiterlesen…

Richtiger Ansatz, aber mehr Flexibilität für Energiewende nötig

BDEW zu Gaskraftwerken in der EU-Taxonomie

Es gehe darum, „Übergänge in Richtung Klimaneutralität zu organisieren“, erklärte Kerstin Andreae, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung, zu den im Entwurf der EU-Kommission für einen delegierten Rechtsakt zur EU-Taxonomie vorgeschlagenen Anforderungen für den übergangsweisen Einsatz von Erdgas in neuen Gaskraftwerken. Deshalb verfolge die EU-Kommission grundsätzlich einen richtigen Ansatz, wenn sie Gaskraftwerke zur Strom- und Wärmeerzeugung unter Einhaltung strenger Kriterien als nachhaltig einstufe. weiterlesen…

Deutschland entfernt sich 2021 vom Klimaziel

Ampel muss schnell ambitionierte Klimaschutzmaßnahmen verabschieden

Obwohl Deutschlands Wirtschaft sich noch nicht vollständig von den Corona-Einschränkungen des Jahres 2020 erholt hat, steigen die Treibhausgasemissionen wieder. Gleichzeitig gehen die Erneuerbaren Energien im Strommix zurück – beides steht in Kontrast zu den jüngst angehobenen Klimazielen für 2030. Für eine Kehrtwende muss die Bundesregierung schnell ambitionierte Klimaschutzmaßnahmen auf den Weg bringen – so der Think Tank Agora Energiewende in einer aktuellen Analyse. (Titel: „Die Energiewende in Deutschland – Stand der Dinge 2021“ – Agora – Untersuchung 1-2022 – © agora-energiewende.de) weiterlesen…

Mikro-Bohrturbine verbessert Effizienz der Geothermie

Jetzt zusätzliche Zweigbohrungen von der Hauptbohrung aus möglich

Als saubere und vor allem grundlastfähige Energiequelle wird Geothermie immer wichtiger. Doch die teilweise mehrere tausend Meter tiefen Bohrungen sind riskant und können manchmal auch fehlgehen. Fraunhofer-Wissenschaftler haben nun ein innovatives Werkzeug entwickelt und am 03.01.2022 publiziert, das zusätzliche Zweigbohrungen von der Hauptbohrung aus ermöglicht. Das senkt das Risiko von Fehlbohrungen und verbessert die Förderleistung. (Bild: Micro-Turbine-Bormeißel – © ieg.fraunhofer.de) weiterlesen…

„Magische“ Kombination für effektivere Hydrierungen

Paper von Chemikern aus Rostock und Olmütz in nature catalysis

Wasserstoff (H2), kleinstes chemisches Molekül und Hoffnungsträger für die Energiewende, wird bereits in vielen industriellen Prozessen – sogenannten Hydrierungen – zur umweltfreundlichen Herstellung von chemischen Produkten eingesetzt. Damit Wasserstoff sowohl zur Energiegewinnung als auch in Hydrierungen genutzt werden kann, ist es notwendig, die relativ stabile Wasserstoff-Wasserstoff-Bindung selektiv zu aktivieren und weiterreagieren zu lassen. Für diese molekularen Prozesse werden Katalysatoren benötigt, die meist auf teuren und vergleichsweise seltenen Edelmetallen wie Platin, Palladium oder Rhodium basieren. In einer Forschungskooperation zwischen dem Leibniz-Institut für Katalyse (LIKAT) in Rostock, Deutschland, und dem Regional Centre of Advanced Technologies and Materials (RCPTM) an der Palacký-Universität Olomouc (Olmütz) in der Tschechischen Republik ist es nun gelungen, deutlich einfachere Katalysatormaterialien, nämlich spezielle Eisensilikate, zu entwickeln. (Bilder: TEM-Aufnahmen des Fe/Fe-O@SiO2-Katalysators © Vishwas Chandrashekhar, LIKAT) weiterlesen…

Emissionshandel 2021 mit Rekordeinnahmen: mehr als 12 Milliarden Euro

Förderung des Klimaschutzes und Entlastung der Verbraucher beim Strompreis um 4,7 Mrd. €

Kohlekraftwerk Schkopau-Leuna - Foto © Gerhard Hofmann für SolarifyDer Europäische Emissionshandel (EU-ETS) hat dem Bund 2021 Auktionserlöse in Höhe von 5,3 Milliarden Euro generiert. Die Einnahmen sind damit doppelt so hoch wie 2020 – so das Bundesumweltamt am 05.01.2022. Zusätzlich wurden durch den Zertifikateverkauf beim neuen nationalen Emissionshandelssystem (nEHS), das seit 2021 die Sektoren Wärme und Verkehr umfasst, rund 7,2 Mrd. Euro eingenommen. Die Gesamteinnahmen aus beiden Systemen belaufen sich damit für 2021 auf rund 12,5 Mrd. Euro und fließen in den Energie- und Klimafonds (EKF). Sie eröffnen so neue Spielräume zur staatlichen Unterstützung von Klimaschutzmaßnahmen und werden außerdem genutzt, um anteilig die Stromkosten in Deutschland zu stabilisieren. weiterlesen…

Vor uns die Sintflut?

Nach der Klimakonferenz von Glasgow besteht wenig Anlass für Optimismus
Mit freundlicher Genehmigung – von aus Neue Gesellschaft Frankfurter Hefte

Die COVID-19-Pandemie hat das Wachstum der Weltwirtschaft zwar deutlich gebremst und die globale Mobilität reduziert, aber im Kampf gegen den Klimawandel brachte das offenbar keine Atempause. Im Gegenteil: Dem diesjährigen Treibhausgas-Bulletin der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) zufolge erreichte die CO2-Konzentration in der Atmosphäre 2020 einen neuen Höchststand von 413 ppm (parts per million), während der Wert 2019 noch bei 410,7 ppm lag. (Foto: COP26-Plenum Schlusssitzung – © UNFCCC-Team_Kiara Worth, unfccc.int, CC BY-NC-SA 2.0) weiterlesen…