Regierung verschätzt sich mit Wasserstoffstrategie

Institute: Grüner Wasserstoff nicht vollständig importierbar

Um in den nächsten Jahren die Versorgung mit grünem Wasserstoff zu sichern, ist Deutschland auf Importe angewiesen. Deutschland wird seinen bis 2030 entstehenden Bedarf an grünem Wasserstoff aber nicht mit Importen decken könnten- so eine am 18.11.2021 veröffentlichte Untersuchung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), des Fraunhofer-Instituts für Umwelt-, Sicherheits-, und Energietechnik UMSICHT und des Wuppertal Instituts. weiterlesen…

BMU fördert umweltfreundliche und effiziente Produktion von organischen Solarzellen

Das Bundesumweltministerium fördert ein innovatives Verfahren für die umweltfreundliche und effiziente Produktion von Elektrodenfolien für organische Solarzellen. Mit einem von der die ROWO Coating Gesellschaft für Beschichtung mbH (Herbolzheim) entwickelten Fertigungsverfahren können nicht nur seltene Schwermetalle wie Indium ersetzt werden. Durch das neuartige Schichtsystem kann außerdem der Energiebedarf des Beschichtungsprozesses um mehr als 60 Prozent gegenüber herkömmlichen Verfahren verringert werden. (Foto: Produktion von Elektrodenfolien für organische Solarzellen mittels Vakuum-Beschichtung – Foto m. frdl Genehmigung © rowo-coating.de) weiterlesen…

IEA: Zu wenig Effizienz gefährdet globalen Klimaschutz

Energy Efficiency Market Report 2021

Die Internationale Energie Agentur (IEA) hat in ihrem am 17.11.2021 veröffentlichten Energy Efficiency Market Report darauf verwiesen, dass der Bedarf an Energieeffizienzmaßnahmen zwar immer größer wird, die jährlichen Fortschritte diesbezüglich jedoch nachgelassen haben. Laut Bericht sei 2021 das Jahr mit den geringsten Effizienzfortschritten seit 10 Jahren gewesen. Darauf weist die Deutsche Unternehmensinitiative Energieeffizienz DENEFF hin und unterbreitet eigene Politik-Vorschläge. weiterlesen…

Kopernikus-Projekt Ariadne: „Durchstarten trotz Unsicherheiten“

Eckpunkte einer anpassungsfähigen Wasserstoffstrategie

Für Deutschlands Kurs auf Klimaneutralität 2045 sind grüner Wasserstoff und E-Fuels zweifellos notwendig. Anders als beim erneuerbaren Strom aus Wind und Sonne nutzen wir diese Energieträger allerdings bislang praktisch noch nicht – so eine Medienmitteilung des Kopernikus-Projekt Ariadne am 16.11.2021. In der Debatte gibt es deshalb noch sehr unterschiedliche Einschätzungen, wann welche Wasserstoffmengen zu welchen Preisen verfügbar sein werden. So titelt der Berliner Tagesspiegel tags darauf: „Der überschätzte Hoffnungsträger“. Auch die aktuell meistbeachteten fünf Szenario-Analysen zeigen zumindest langfristig große Bandbreiten für die Nutzung von Wasserstoff und E-Fuels. Doch was wissen wir sicher, wo verbleiben Unsicherheiten und wie kann Politik nun schnell zu robusten Entscheidungen kommen? Mit einem neuen Papier des vom BMBF geförderten Kopernikus-Projekts Ariadne legen Fachleute aus sechs Instituten*) jetzt Eckpunkte für eine anpassungsfähige Wasserstoffstrategie vor. weiterlesen…

BMWi sagt Elektrizitätsverbrauch vorher

Ausführliche Analyse des Strombedarfs 2030

Das Bundeswirtschaftsministerium hat am 16.11.2021 eine ausführliche Analyse zur Entwicklung des Stromverbrauchs bis 2030 vorgelegt. Darin wird der Bruttostromverbrauch im Jahr 2030 auf 658 Terawattstunden geschätzt. In der vorläufigen Schätzung, die Bundeswirtschaftsminister Altmaier im Juli dieses Jahres vorgelegt hatte, war eine Bandbreite von 645 bis 665 TWh für den Bruttostromverbrauch 2030 ermittelt worden. weiterlesen…

BMWi bewertet COP26 mit Selbstlob

Internationale Allianz für den Klimaschutz

„Die UN-Klimakonferenz in Glasgow ist mit Kompromissen aber auch klaren Routen für den Klimaschutz am 12.11.2021 zu Ende gegangen. Deutschland warb im Rahmen der COP26 um Mitglieder für eine internationale Klimaallianz“ – so eine Zusammenfassung im Energiewende-Newsletter des BMWi vom 16.11.2021. 14 Tage lang hatten etwa 40.000 Teilnehmer aus rund 200 Staaten über die Konkretisierung des Pariser Klimaabkommens beraten. Ein wichtiges Thema war auch die Finanzierung des Klimaschutzes in Ländern durch die reichen Industriestaaten. weiterlesen…

Vom Schmutzfink zum Grünspecht

RWE will € 50 Mrd. für 50 GW „Growing Green“ investieren

„RWE ist Gestalter und Schrittmacher der grünen Energiewelt,“ und „heute schon einer der weltweit führenden Anbieter im Bereich Erneuerbare Energien“. So beschreibt sich der Essener Energie-Konzern ziemlich selbstbewusst in einer Medienmitteilung am 15.11.2021. Darin kündigt RWE an, der bisherige Kohle-Riese werde sich „vom schmutzigsten Unternehmen Europas zu einem der größten Erneuerbaren-Konzerne des Kontinents“ (Handelsblatt) wandeln. RWE „wappnet sich damit für einen möglicherweise schnelleren Ausstieg aus der Kohle“, erläutert die FAZ nüchtern. weiterlesen…

„Deutschland auf gutem Weg“

Klimaschutzbericht 2021 vorgelegt

Zwei Tage nach Ende der ergebnis-umstrittenen COP26 befindet sich Deutschland nach Auffassung der Bundesregierung „beim Klimaschutz auf einem guten Weg“. Der Trend sinkender Treibhausgasemissionen zeige, dass die klima- und energiepolitischen Instrumente wirken, wie die Bundesregierung – so der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag – im als Unterrichtung vorgelegten „Klimaschutzbericht 2021“ (20/47) schreibe. Maßgeblich hierfür seien die erreichten strukturellen Fortschritte beim Umbau der Volkswirtschaft in Richtung Klimaneutralität. weiterlesen…

Verschärfte Klimaschutzziele bis 2045 erreichbar

Fraunhofer ISE: Aber umfangreiche und schnelle Maßnahmen nötig

PV und Wind bei Bitterfeld - Foto © Gerhard Hofmann für SolarifyNach dem Bundestags-Beschluss zum Klimaschutzgesetz (KSG) vom Juni 2021 mit dem verschärften Ziel der Treibhausgasneutralität Deutschlands 2045 hat das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE seine Studie „Wege zu einem klimaneutralen Energiesystem“ mit seinem Energiesystemmodell REMod komplett neu berechnet. weiterlesen…

Energiewende-Reallabor macht Stahlproduktion nachhaltiger

37 Millionen Euro vom BMWi

Wasserstoff-Tanklastzug - Foto © Gerhard Hofmann für SolarifyMit H2Stahl geht am größten europäischen Stahlstandort in Duisburg ein Reallabor der Energiewende an den Start – so eine Medienmitteilung aus dem BMWi vom 15.11.2021. Das Projekt erprobt den Einsatz von Wasserstoff in der Stahlproduktion, um CO2-Emissionen zu reduzieren und damit einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten (siehe auch: solarify.eu/wasserstoff-statt-kohle-gruener-stahl). weiterlesen…