Breakthrough: „Nach Glasgow ist es Zeit für einen Realitätscheck des Klimas.“

Nationales Zentrum für die Wiederherstellung des Klimas zu COP26

Das Breakthrough National Centre for Climate Restoration übt in seinem Klima-Realitäts-Check, Ausgabe 2021, scharfe Kritik an den Beschlüssen der COP26 von Glasgow. Breakthrough, eine 2014 gegründete unabhängige Denkfabrik mit Sitz in Melbourne, Australien, beschreibt auf seiner Website seinen Auftrag als die Entwicklung und Förderung von Strategien, Innovationen und Analysen, die erforderlich sind, um das Klima wieder in einen sicheren Zustand zu versetzen. Die in Glasgow gemachten Zusagen würden den 1,5° C-Anstieg nicht aufrechterhalten oder gar den 2° C-Anstieg verhindern. Das Maß an Klimaschutzmaßnahmen, das erforderlich sei, um den Temperaturanstieg auf 1,5° C zu begrenzen, geschweige denn ein sicheres Klimaziel zu erreichen, übersteige bei weitem die bei der COP26 gemachten Zusagen, weil sie noch für viele weitere Jahrzehnte eine Rolle von Kohle, Öl und Gas vorsähen. weiterlesen…

5 Millionen Module pro Jahr zu recyceln

Auch bisher verlorenen Rohstoffe zurückgewinnen

Mit dem Ausbau der Photovoltaik (PV) steigt innerhalb der nächsten Jahre auch das Aufkommen an zu recycelnden Solarmodulen. Mit ihrer innovativen Recyclingtechnologie schließt die SOLAR MATERIALS GmbH den Rohstoffkreislauf der PV-Energie. Dazu investiert bmp Ventures AG investiert mit dem IBG Risikokapitalfonds III GmbH & Co. K in das Clean-Tech Startup SOLAR MATERIALS – so eine Medienmitteilung am 10.11.2021. weiterlesen…

EU-Projekt für vollständiges PV-Recycling

Kreislauf von Solarmodulen

Ein europäisches Konsortium hat einen Plan für eine emissionsarme Pilotanlage zur Rückgewinnung von kritischen und wertvollen Metallen wie Silizium, Indium, Gallium und Silber aus Solarmodulen entwickelt, schrieb Emiliano Bellini am 17.11.2021 auf pv magazine. Die Anlage soll dazu dienen, neue Materialien und neue Produkte in den Produktionskreislauf zurückzuführen. Das soll das EU-Projekt PHOTORAMA (PHOtovoltaic waste management – advanced Technologies for recOvery & recycling of secondary RAw MAterials from end of life modules), das im Rahmen des Programms Horizon2020 mit 8,4 Mio. EUR finanziert wird und an dem 13 Forschungsinstitute und Unternehmen beteiligt sind. weiterlesen…

Gas geben bei der Energiewende senkt Klimarisiken

Empa beschreibt „besten Weg“

Die Weltklimakonferenz in Glasgow hat keine Antwort auf die Frage gefunden, ob die Erderwärmung noch auf 1,5°C begrenzt werden kann. In einer Modellrechnung zeigen Harald Desing und Rolf Widmer, Forscher der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa), auf, wie die Energiewende mit den geringstmöglichen kumulierten Emissionen gelingen könnte: Statt die Emissionen langsam zurückzufahren, sollten wir den Umbau auf Solarenergie rasch vorantreiben und dafür die fossilen Kraftwerke ein letztes Mal voll auslasten, schreibt Rainer Klose auf der Empa-Webseite. weiterlesen…

The Conversation: Stimmen zu COP26

Experten reagieren auf den UN-Klimagipfel

Das Open-Access-Magazin The Conversation hat Experten aus der ganzen Welt nach ihren Reaktionen auf die Ergebnisse des diesjährigen UN-Klimagipfels COP26 gefragt, einschließlich des Klimapakts von Glasgow, auf den sich die 197 teilnehmenden Länder geeinigt haben. Hier ist, was sie über die getroffenen Vereinbarungen zu sagen hatten. (Foto: COP26-Plenum Schlusssitzung – © UNFCCC-Team_Kiara Worth, unfccc.int, CC BY-NC-SA 2.0) weiterlesen…

Karbonat statt Kohlendioxid

LMU mit neuem Verfahren für kohlenstofffreie Brennstoffe

Nanowissenschaftler der Münchner Ludwigs-Maximilians-Universität (LMU) haben eine Technik entwickelt, kohlenstoffhaltige in kohlenstofffreie Brennstoffe umzuwandeln, ohne CO2 frei werden zu lassen, und am 12.11.2021 open access in Angewandte Chemie veröffentlicht: Die Natur kenne mehrere Wege, wie das CO2-Molekül gebunden werden könne. Der bekannteste sei die Photosynthese. Dabei werde Sonnenlicht benutzt, um CO2 in Biomasse umzuwandeln. Forschungsgruppen weltweit bemühten sich, diesen Prozess nachzuahmen und eine sogenannte künstliche Photosynthese zu realisieren. Ziel sei hierbei, CO2 mit Hilfe von Licht effizient in synthetische Brennstoffe zu transformieren. weiterlesen…

Methan aus Kohlendioxid

Effizienter Katalysator für die lichtgetriebene Methanisierung von CO2

Das Recycling von CO2, insbesondere durch Umsetzung zu Methan, gewinnt bei immer noch steigenden anthropogenen CO2-Emissionen an Interesse. Ein geeignetes Verfahren ist die photothermische Methanisierung, bei der CO2 und Wasserstoff unter Bestrahlung mit Sonnenlicht katalytisch in Methan und Wasser umgewandelt werden. In Angewandte Chemie berichtet ein Forschungsteam am 17.11.2021 über die Synthese eines hochaktiven, stabilen Nickel-Kohlenstoff-Katalysators für diese Reaktion. (Grafik: Effizienter Katalysator für die lichtgetriebene Methanisierung von CO2– m. frdl. Genehmigung © Angewandte Chemie, Wiley-VCH) weiterlesen…

Neues Konzept für effizienteren Kohleausstieg

Mehr Tempo, konkrete Abschalttermine und klare Preissignale steigern Klimaschutzwirkung

Im Kontext der Koalitionsverhandlungen über das Ende der Kohleverstromung legt der Ökoenergieanbieter Green Planet Energy konkrete Vorschläge für einen klimawirksameren Kohleausstieg vor. Danach muss die künftige Koalition ein deutlich früheres Ausstiegsdatum (bis spätestens 2030) sowie eine auf Klimaschutzwirkung hin optimierte Abschaltreihenfolge der Kohlekraftwerke festlegen. Zudem sei ein wirkungsvoller nationaler CO2-Mindestpreis dringend erforderlich. „Ein verbindliches Enddatum und klare Preissignale wegen der hohen CO2-Emissionen aus der Kohleverbrennung schaffen Planungssicherheit für Investitionen in den nötigen Erneuerbaren-Zubau“, sagt Sönke Tangermann, Vorstand bei Green Planet Energy. „Zugleich ist höheres Tempo beim Kohleausstieg eine sehr effiziente Klimaschutzmaßnahme.“ weiterlesen…

CO2-Recycling als Treibstoff für kohlenstoffneutrale Zukunft

Umwandlung von abgeschiedenem CO2 in Kraftstoffe und andere wertvolle Kohlenwasserstoffe

An der King Abdullah University of Science and Technology (KAUST) in Thuwal bei Dschiddah wurden laut einer Medienmitteilung vom 10.11.2021 multifunktionale Katalysatoren entwickelt, die abgeschiedenes CO2 in Kraftstoffe und andere wertvolle Petrochemikalien umwandeln und eine nachhaltige, umweltfreundlichere, von herkömmlichen fossilen Brennstoffen unabhängige Wirtschaft ermöglichen sollen – wie in nature communications veröffentlicht. Die Katalysatoren könnten dazu beitragen, die ständig zunehmende Freisetzung von CO2 umzukehren, indem sie neue Emissionen verhindern, ohne eine radikale Überholung der bestehenden Infrastruktur zu erfordern, sagt Forschungsleiter Jorge Gascon. weiterlesen…

Unwiederbringlicher Kohlenstoff in den Ökosystemen der Erde

Neue Studie: Weltkarte der wichtigsten Schutzgebiete zur Abwendung einer Klimakatastrophe

Eine Studie von Conservation International (CI) beschreibt die entscheidenden Ökosysteme auf der Erde, welche die Menschheit schützen muss, um eine Klimakatastrophe zu vermeiden. Diese Ökosysteme enthalten so dichte Kohlenstoffspeicher, dass sie bei Zerstörung und Freisetzung nicht rechtzeitig wiederhergestellt werden könnten, um die gefährlichsten Auswirkungen des Klimawandels zu verhindern, schreibt das PIK-Potsdam. Diese von den Forschenden als „unwiederbringlicher Kohlenstoff“ bezeichneten Speicher sind vor allem Mangroven, tropische Wälder und Torfgebiete sowie alte Wälder in den gemäßigten Breiten. Der besondere Schutz dieser entscheidenden Gebiete birgt noch einen Vorteil: Sie sind auch Horte der Artenvielfalt. So kann der gezielte Schutz dieser unwiederbringlichen Kohlenstoffspeicher gleichzeitig einen erheblichen Beitrag zum Artenschutz leisten. (Grafik: Kohlenstoffspeicher der Ökosysteme © PIK-Potsdam, Noon et al. 2021: Mapping the irrecoverable carbon in Earth’s ecosystems. Nature Sustainability, open access) weiterlesen…