Glasgow – historisch?

Eine COP26-Bilanz von Werner Eckert
-mit freundlicher Genehmigung-

Glasgow sollte als der Gipfel in die Geschichte eingehen, der den weltweiten Ausstieg aus der Kohle bringt. Und er sollte die Welt auf Kurs 1,5-Grad-Limit bringen. Was ist erreicht, was nicht? ARD-Umwelt- und Klimaexperte Werner Eckert hat die COP26 in Glasgow verfolgt und ihre Resultate aufgelistet – Solarify dokumentiert seine Analyse, die zuerst auf tagesschau.de erschien. (Foto: Obama vor COP26-Plenum – Foto © UNFCCC-Team_KiaraWorth, CC BY-NC-SA 2.0) weiterlesen…

Frankreich will Solarenergie-Ausbau beschleunigen

Aber zwei Drittel des französischen Stroms kommen immer noch aus Kernenergie

In Frankreich rücken die Wahlen näher, und passend zur Weltklimakonferenz verkündet die Regierung ihren solaren Fahrplan – ein Amuse-Gueule für alle Klimawähler. Umweltministerin Barbara Pompili stellte gegenüber der französischen Presse zehn Maßnahmen vor, die im Aktionsplan enthalten sind. Nicole Allé hat sich den französischen Aktionsplan für energiezukunft näher angeschaut. weiterlesen…

„Konferenz-Bashing geht immer“

von Werner Eckert, ARD
mit freundlicher Genehmigung

Ja, prima, Konferenz-Bashing geht immer. Da wird die Welt nicht gerettet. Stimmt. Beschlüsse von 197 Staaten sind eben keine Leitartikel, keine klugen Einlassungen von Wissenschaftlern und sie passen schon gar nicht auf ein Demo-Plakat. Was den Klimaschutz betrifft waren sie schon immer ungenügend – gemessen an der Realität im Klimawandel – und die ist bereits grausam. (Foto: COP26 – kurz vor Schluss-Plenum – Foto © UNFCCC-Team_Kiara Worth, unfccc.int, CC BY-NC-SA 2.0) weiterlesen…

COP26: Einstieg in den Ausstieg?

Fossile seit Glasgow auf Auslaufliste

Die UN-Klimakonferenz COP26 in Glasgow hat nach (schon üblicher) Verlängerung mit einem teils als historisch gefeierten Beschluss den weltweiten Abschied von der Kohleverbrennung eingeläutet. Erstmals in der 26jährigen Geschichte der Klimagipfel gab es einen, wenn auch in letzter Minute abgeschwächten Konsens unter den rund 200 Staaten zum Verzicht auf einen Energieträger: die Kohle. Der am Abend des 13.11.2021 gebilligte „Klimapakt von Glasgow“ enthält zudem die Aufforderung, „ineffiziente“ Subventionen für Öl, Gas und Kohle zu streichen. (Foto: COP26-Konferenzgebäude SEC-Armadillo-Building, Glasgow – © Ross Goodman, ursprüngl, geposted auf Flickr als DSC_6974, CC BY 2.0, commons.wikimedia.org) weiterlesen…

COP26: „Bedeutende Fortschritte in Fragen der Landwirtschaft“

Lachgas und Methan Hauptprobleme

Im Rahmen der COP26 wurden „bedeutende Fortschritte bei der Verringerung der Auswirkungen des Klimawandels auf den Agrarsektor und bei der Senkung des Beitrags des Sektors zur globalen Erwärmung erzielt“. Man weiß nicht, ob es Mutmachen ist oder die mehr oder weniger verzweifelte Suche nach positiven Nachrichten – aber kurz vor der Verlängerung der COP26 veröffentlichte die COP26-Führung am 12.11.2021 diese Medienmitteilung. weiterlesen…

40 Jahre Forschung für die Energiewende

Fraunhofer ISE größtes Solarforschungsinstitut Europas

Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE feiert 2021 sein 40jähriges Jubiläum. Das größte Solarforschungsinstitut Europas mit mittlerweile rund 1.300 Mitarbeitenden begleitete die Energiewende in Deutschland von Anfang an mit. Heute ist es weltweit einer der wichtigsten Impulsgeber und Forschungspartner für eine Energieversorgung basierend auf 100 Prozent erneuerbaren Energien. Aus diesem Anlass veranstaltete das Fraunhofer ISE am 12.11.2021 ein Symposium unter dem Titel „Nachhaltige Forschung für die Energiewende – und für die Generationen nach uns“. weiterlesen…

Tech-Firmen veröffentlichen CO2-Emissionen unvollständig

Untersuchung zeigt fehlende Daten bei Scope-3-Treibhausgasen

Unternehmen der Digitaltechnologie-Branche geben die entlang der Wertschöpfungskette ihrer Produkte entstehenden Treibhausgas-Emissionen vielfach deutlich zu niedrig an. So haben 56 große Tech-Unternehmen 2019 insgesamt mehr als die Hälfte dieser Emissionen nicht veröffentlicht, zeigt eine Untersuchung der Technischen Universität München (TUM). Rund 390 Megatonnen CO2-Äquivalente entsprechen dem CO2-Fußabdruck Australiens. Das Forschungsteam hat eine Methode entwickelt, um Fehlerquellen zu identifizieren und fehlende Angaben zu berechnen, und die Ergebnisse am 12.11.2021 auf der TUM-Webseite und in Nature Communications veröffentlicht. weiterlesen…

Global Energy Monitor: Chinas Ausstieg aus der Auslandskohle drückt Pipeline

China will keine Kohlekraftwerke mehr im Ausland finanzieren – dennoch geringer Effekt für Weltklima

China und die USA haben bei der UN-Klimakonferenz eine Vereinbarung für mehr Klimaschutz geschlossen. Der weltgrößte Geldgeber für den Bau von Kohlekraftwerken will zudem aus der Finanzierung von Kohlekraftwerken im Ausland aussteigen. Mit Chinas Rückzug könnte die Pipeline für neue Kohlekraftwerke in Asien auf 22 GW sinken – von denen wahrscheinlich nicht alle gebaut werden, schreibt der Global Energy Monitor. Doch dem Klima hilft das wenig, so die Neue Zürcher Zeitung schon am 28.09.2021. Im Handelsblatt nennen Jan Steckel und Niccolò Manych Xi Jinpings Ankündigung dagegen eine „unterschätzte Weichenstellung“ – sie sei vielmehr eine „Zäsur“. weiterlesen…

thyssenkrupp wird strategischer Partner der Dii Desert Energy

thyssenkrupp wird strategischer Partner bei Dii Desert Energy

thyssenkrupp und das internationale Branchennetzwerk Dii Desert Energy arbeiten gemeinsam an der Wiederbelebung der Initiative, um die Energiewende in der MENARegion voranzutreiben. Am 11.11.2021 gaben die Dii und der Essener Stahlkocher bekannt, dass thyssenkrupp (vorbehaltlich der endgültigen Genehmigung durch die zuständigen Behörden) eine strategische Partnerschaft mit der Dii Desert Energy GmbH (früher Desertec Industrial Initiative) eingehen wird. Die Dii leistet in der MENA-Region (Middle East North Africa) Pionierarbeit im Bereich erneuerbare Energien und ist seit 2016 auch im Bereich grüner Wasserstoff aktiv. 2017 ist thyssenkrupp der Dii als assoziierter Partner beigetreten und kooperiert erfolgreich zu verschiedenen Themen der Energiewende. Dieses Engagement soll nun durch den neuen Partnerstatus gestärkt werden. weiterlesen…

Erstes globales Register für fossile Brennstoffe

Transparenz für politische Entscheidungsträger und Experten

Carbon Tracker und Global Energy Monitor (GEM) veröffentlichten im Rahmen der COP26 am 11.11.2021 den Prototyp des ersten globalen Registers für fossile Brennstoffe, um die Transparenz der Produktion fossiler Brennstoffe zu fördern und die Regierungen stärker in die Pflicht zu nehmen. Das Global Registry of Fossil Fuels wird als quelloffene, unabhängige und zugängliche Datenbank ein konkretes politisches Instrument sein, um zu messen, was aus dem Boden geholt wird, welche Emissionen damit verbunden sind und wie sich diese auf einen 1,5° C-kompatiblen Pfad beziehen. weiterlesen…