CatLab – neue Forschungsplattform für die Katalyse

Bündelung der Kompetenzen in Berlin

„Auf dem Weg zur nachhaltigen Herstellung und Anwendung von Wasserstoff müssen eine ganze Reihe an Technologien entwickelt und optimiert werden. Die meisten dieser Technologien haben eine Gemeinsamkeit: Sie benötigen die passenden Katalysatoren.“ Eine unter dem Namen CatLab vom Helmholtz-Zentrum Berlin und der Max-Planck-Gesellschaft (MPG-FHIund CEC) gegründete Forschungsplattform in Berlin soll die Entwicklung neuartiger Katalysatormaterialien vorantreiben und eine Brücke von der Grundlagenforschung zur industriellen Anwendung bauen. Am neugegründeten sollen neuartige und maßgeschneiderte Katalysatoren entwickelt werden. Der Fokus liegt dabei stark auf der Erzeugung von grünem Wasserstoff, der für die Energiewende dringend benötigt wird und eine Schlüsselrolle bei der Erreichung der Klimaziele spielt. (Grafik: CatLab-Präsentation auf Schultafel – Grafik © CatLab) weiterlesen…

Wege zur Umstellung auf CO2-arme und schließlich klimaneutrale Produktion

Spitzengespräch mit der Stahlindustrie

Geschmolzener Stahl - © Erdenebayar auf pixabayDie Spitzenvertreter der großen deutschen Stahlunternehmen, der Wirtschaftsvereinigung Stahl und der IG Metall haben am 21.06.2021 mit Bundeswirtschaftsminister Altmaier beraten, wie die Umsetzung des „Handlungskonzept Stahl“ in zentralen Bereichen weiter vorangetrieben werden kann. Ein Schlüsselfeld ist dabei die Umstellung auf CO2-arme und langfristig klimaneutrale Produktionstechnologien in der Stahlbranche. Die Stahlindustrie ist die Branche mit dem größten Anteil an Treibhausgasemissionen in der Industrie mit rund 30% der industriellen Emissionen und rund 6% der Gesamtemissionen in Deutschland. Damit trifft sie eine besondere Verantwortung beim Klimaschutz. (Foto: Stahlproduktion – © Erdenebayar auf pixabay) weiterlesen…

Klimaneutralität benötigt auch technische Senken

Technologien müssen zügig parallel aufgebaut werden

Klimaneutralität braucht Senken. Alle 1,5 Grad-kompatiblen Pfade des IPCC (und die Mehrheit der 2°-Pfade) betonen die Notwendigkeit des massiven Einsatzes von negativen Emissionen ab 2050, aber auch bereits auf dem Weg dahin. Nach dem Erreichen der deutschen Treibhausgasneutralität müssen wir netto-negativ werden. Das heißt: Durch Senken muss langfristig CO2 aus der Atmosphäre entnommen wird. Für Klimaneutralität werden neben den natürlichen Senken auch technische CO2-Senken benötigt. Das Klimaschutzgesetz fordert seit kurzem für 2045 eine jährliche Senkenleistung des LULUCF-Sektors von 40 Millionen Tonnen CO2. Ein Kurzgutachten im Rahmen der dena-Leitstudie „Aufbruch Klimaneutralität“. weiterlesen…

Starker Wasserstoffhochlauf für Klimaneutralität erforderlich

Hydrogen4EU-Studie

Der Bedarf an Wasserstoff in der Europäischen Union könnte deutlich stärker steigen als bislang erwartet. Das ist das Ergebnis der Studie Hydrogen4EU von Zukunft Gas. Die Studie modelliert den europäischen Energiesektor mit hochinnovativen wissenschaftlichen Methoden und betrachtet zwei Politikszenarien für den Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft: Einen Technologie-Diversifizierungspfad (TD) und einen Pfad mit einem Erneuerbaren-Schub (ES). In beiden Szenarien spielt klimaneutraler Wasserstoff hergestellt mit Erdgas eine wesentliche Rolle, um die Klimaziele zu erreichen. (Grafik: Entwicklung der EU-Wasserstoff-Produktion – © Hydrogen4EU) weiterlesen…

5 Technologien sollen Stromnetz fit für Energiewende machen

Kopernikus-Projekt ENSURE veröffentlicht Testvorhaben

Mit dem Energienetz in der heutigen Form kann die Energiewende nicht gelingen: Durch einen steigenden Anteil Erneuerbarer Energien nehmen auch die Stromschwankungen im Netz deutlich zu. Zudem ersetzen viele kleine Strom-Lieferanten wenige große. Und: Netze müssen gleichzeitig Strom in zwei Richtungen transportieren können. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, entwickelt das vom BMBF geförderte Kopernikus-Projekt ENSURE Technologien für das Energienetz der Zukunft. Dazu hat ENSURE bis 2019 analysiert, welche Anforderungen Stromnetze bis 2050 erfüllen müssen. Seither entwickelt es Lösungen, mit denen sich diese Anforderungen umsetzen lassen. Am 15.06.2021 wurden die ersten fünf Technologien bekanntgegeben, die in der Praxis oder digital simuliert getestet werden sollen. weiterlesen…

Sauerstoffabfluss verschlechtert Spannung von Lithium-Ionen-Batterien

Neue Wege zur Elektrodenkonstruktion?

Wissenschaftler enthüllen, wie Sauerstoffverlust die Spannung von Lithium-Ionen-Batterien aufzehrt. Die Messung des Prozesses in noch nie dagewesener Detailtiefe gibt Hinweise, wie das Problem minimiert und die Batterieleistung erhalten werden kann, schreibt Glennda Chui auf der Internetseite des SLAC National Accelerator Laboratory von Energieministerium und Stanford University, am 14.06.2021 in Nature Energy publiziert. Die Ergebnisse widersprechen einigen Annahmen, die Wissenschaftler über diesen Prozess gemacht hatten, könnten aber neue Wege aufzeigen, wie Elektroden konstruiert werden können, um den Prozess zu verhindern. weiterlesen…

Perowskite: Mehr als Solarzellen

Neue Materialeigenschaften bei Perowskiten eröffnen Horizonte für Spintronik und Quantencomputer

Perowskit-Materialien gelten als große Hoffnungsträger für eine neue Generation von hocheffizienten und kostengünstigen Solarzellen. Eine Gruppe am Institut für Photovoltaik der Universität Stuttgart unter Leitung von Prof. Michael Saliba zeigte nun, dass die Vielseitigkeit von Perowskiten noch viel weiter gedacht werden kann, nämlich im Bereich zweidimensionaler Materialien. Über die Forschung berichtete Nature Materials am 10.06.2021. weiterlesen…

Wie fair ist die Energiewende?

Verteilungswirkungen in der deutschen Energie- und Klimapolitik

Das ifo Institut hat die aktuelle Ausgabe seines Schnelldienstes (74, Nr. 06) Untersuchungen über die Auswirkungen und Verteilungseffekte der Energiewende gewidmet. Laut Handelsblatt kritisiert die 1949 gegründete Münchner Einrichtung das neue Klimaschutzgesetz „scharf“ als „teure Wachstumsbremse“. Zudem hätten CO2-Effizienzstandards ebenso wie Subventionen und Fahrverbote problematische Verteilungswirkungen. Durch CO2-Preise eingenommenes Geld sollte auf jeden Fall in Form von Pro-Kopf-Ausschüttung zur Entlastung einkommensschwacher Haushalte verwendet werden. weiterlesen…

Kritik am neuen Klimaschutzgesetz aus dem ifo Institut

Reformchance nicht genutzt

Das Münchner ifo Institut hat das neue Klimaschutzgesetz kritisiert. „Leider wurde die Chance zu einer umfassenderen Reform des Klimaschutzgesetzes im aktuell vorliegenden Entwurf nicht genutzt“, schreibt die Leiterin des ifo Zentrums für Energie, Klima und Ressourcen, Karen Pittel, in einem Aufsatz für den ifo Schnelldienst. Zu kurzfristig ausgelegte Beschlüsse verteuerten das Erreichen langfristiger Klimaziele erheblich. Jahresgenaue Emissionsziele zu formulieren könne sich negativ auf die Innovationstätigkeit von Unternehmen auswirken. Die Ziele für die Wirtschaftssektoren abzuschaffen hingegen könne die Kosten für das Erreichen der Klimaziele in der gesamten Volkswirtschaft verringern. weiterlesen…

Höherer Spritpreis mit Rückerstattung pro Kopf

MCC: Fairste Form von Klimaschutz im Verkehr

Die Inflation an der Zapfsäule erregt im Wahljahr die Gemüter in Deutschland: Muss die Klimapolitik im Verkehr wirklich zu immer höheren Steuern auf den Spritpreis führen, oder gibt es sozialverträglichere Mittel? In der Diskussion und zum Teil schon umgesetzt sind ja auch strengere Kraftstoff-Effizienz-Standards für Autobauer, Bonus- und Malus-Zahlungen, Kaufprämien für E-Mobile sowie Fahrverbote. Eine Untersuchung aus dem MCC-Berlin berechnet für 156.000 repräsentativ ausgewählte Haushalte präzise die Kosten. weiterlesen…