Siemens hilft bei Energiewende auf den Azoren

„Kombination aus fabrikfertiger Hardware, hochentwickelter Software und datengestützter Intelligenz“

Auf der Azoreninsel Terceira installiert Siemens Smart Infrastructure zusammen mit Fluence (einem Joint-Venture mit dem US-Energiekonzern AES) im Auftrag des portugiesischen Energieversorgers Electricidade dos Açores (EDA) nach eigenen Angaben eines der größten eigenständigen Batterie-Energiespeichersysteme auf einer europäischen Insel – eine intelligente Microgrid-Anwendung zur Prognose von Energieverbrauch und -produktion. Die Modernisierung wird die CO2-Emissionen der Insel um mehr als 3.500 Tonnen pro Jahr senken. weiterlesen…

Batterierecycling mit Orangenschalen

Mit Hilfe von Fruchtschalenabfällen Edelmetalle effizient zurückgewinnen

Wissenschaftler unter Leitung von Kollegen der Nanyang Technological University, Singapur (NTU Singapur) haben einer Medienmitteilung vom 26.08.2020 folgend eine neuartige Methode zur Verwendung von Fruchtschalenabfällen entwickelt, mit dem sie Edelmetalle aus verbrauchten Lithium-Ionen-Batterien extrahieren und zur Herstellung neuer Batterien wiederverwenden. weiterlesen…

Reisschalen liefern sauberen Strom

Reisproduktion: Biomasse als Energielieferant

Der Reisanbau – wichtigstes Grundnahrungsmittel weltweit – ist mit hohem Energieaufwand und negativen Umweltauswirkungen verbunden. Forschende des Fraunhofer UMSICHT entwickeln laut einer Mitteilung vom 05.08.2020 eine vielversprechende nachhaltige Alternative, indem sie bisher ungenutzte Biomasse für die dezentrale Stromproduktion verwenden. weiterlesen…

„Verbrennungsmotor in der Seeschifffahrt noch lange Realität“

Ziel auch im Schiffsverkehr: Klimaneutralität – Maritimer Koordinator Brackmann eröffnet 6. Rostocker Großmotorentagung

Der Maritime Koordinator der Bundesregierung, Norbert Brackmann, eröffnete am 03.09.2020 auf Einladung des Lehrstuhls für Kolbenmaschinen und Verbrennungsmotoren der Universität Rostock die 6. Großmotorentagung in Rostock. Die seit 2010 alle zwei Jahre stattfindende Tagung dient vor allem dem fachlichen Austausch zu verschiedensten Fragen und technologischen Trends im Bereich der Großmotorenforschung. weiterlesen…

Starke Nachfrage wird Wasserstoffpreis verdoppeln

Aurora-Untersuchung: Für wettbewerbsfähige Kosten müssen Verkehrs- und Wärmesektor elektrifiziert und grüner Wasserstoff politisch gefördert werden

„Wärmemarkt und Verkehr verderben Wasserstoffpreis“ titelte der Energy Messenger am 01.09.2020: Eine neue Untersuchung des Londoner Thinktanks Aurora Energy Research warnt vor einem Wasserstoff-Hype, der den Preis hochtreiben könnte. Aurora bewertet in der Studie „Wasserstoff im nordwesteuropäischen Raum“ die Rolle von Wasserstoff in den Energiesystemen von Deutschland, Belgien und den Niederlanden sowie die sektorale Nachfrageaufnahme, den technologischen Fortschritt, die Kosten und liefert Marktentwicklungen in mehreren Szenarien. Die wichtigsten Erkenntnisse aus der neuen Analyse. weiterlesen…

Elektroden schneller trocknen – Batterien kostengünstiger herstellen

KIT-Projekt EPIC zielt auf energetische, ökonomische und ökologische Optimierung der Produktion

Mit dem Ausbau der Elektromobilität steigt die Nachfrage nach geeigneten Batterien. Hochwertige Elektroden für Lithium-Ionen-Batterien schneller und energieeffizienter zu trocknen und damit kostengünstiger herzustellen – darauf zielt das am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) koordinierte neue Projekt EPIC. Ein innovatives Trocknungsmanagement in der Elektrodenherstellung senkt die Kosten der Batterieproduktion, verbessert die Umweltbilanz und stärkt den Standort Deutschland. Das Bundesforschungsministerium fördert EPIC mit drei Millionen Euro. weiterlesen…

Metallfreier Kohlenstoff-Katalysator könnte chemische Produktion umkrempeln

Anordnung von Stickstoff entscheidend

Wissenschaftler des Ames-Labors (US-Energieministerium) haben einen metallfreien, kohlenstoffbasierten Katalysator entdeckt, der das Potenzial hat, viele industrielle Verfahren, einschließlich der Herstellung von Bio- und fossilen Brennstoffen, Elektrokatalyse und Brennstoffzellen, wesentlich kostengünstiger und effizienter zu gestalten. Diese Industrieprozesse enthalten in ihren grundlegenden Formen die Aufspaltung starker chemischer Bindungen, wie Wasserstoff-Wasserstoff-, Kohlenstoff-Sauerstoff- und Kohlenstoff-Wasserstoff-Bindungen. Traditionell wurde dies mit Katalysatoren bewerkstelligt, die Übergangs- oder Edelmetalle verwenden, von denen viele teuer und in geringem natürlichen Vorkommen vorhanden sind – wie Platin und Palladium. weiterlesen…

Noch eine Premiere mit grüner Stahlproduktion

HYBRIT-Technologie: „Erster in fossilfreiem Stahl“

H2 grün - SymbolAm 31.08.2020 machten die schwedischen Unternehmen SSAB, LKAB und Vattenfall eigenen Angaben zufolge mit der Inbetriebnahme der HYBRIT-Pilotanlage zur Herstellung von fossilfreiem Eisenschwamm einen entscheidenden Schritt in Richtung grüner Stahlerzeugung. Das Konsortium will bis 2026 eine vollständige Wertschöpfungskette für fossilfreien Stahl schaffen. Das Stahlunternehmen Dillinger und Saarstahl hatte am 21.08.2020 in einer Medienmitteilung die Inbetriebnahme der deutschlandweit ersten Anlage zur wasserstoffbasierten Stahlproduktion über die Hochofenroute verkündet. Mit der Investition in Höhe von 14 Millionen Euro sollen die CO2-Emissionen verringert und die Voraussetzung geschaffen werden, grünen Wasserstoff in der Praxis einzusetzen (siehe: solarify.eu/erster-deutscher-wasserstoff-stahl). weiterlesen…

Europas Weg mit dem Wasserstoff

„Schlüssel zu erfolgreicher Dekarbonisierung“

„Wasserstoff soll eine zentrale Säule der CO2-neutralen Zukunft werden. Auf dem Weg dorthin sind noch einige Hürden zu nehmen. Intensive Forschung soll dabei helfen“, schreibt Kai Dürfeld am 31.08.2020 auf helmholtz.de. Er beschreibt anhand von Forschern aus Jülich und vom Karlsruher Institut für Technologie die verschiedenen Aspekte und Aussichten von Wasserstoff. weiterlesen…

Mit dem Boot für die Wärmewende

„Coal & Boat“-Demo auf der Spree vor Berlins größtem Kohlekraftwerk

Am 29.08.2020 demonstrierten hundertfünfzig Aktivisten in 45 Booten für eine klimaneutrale Wärmeversorgung bis spätestens 2035 vor dem Berliner Kohlekraftwerk Reuter West (Vattenfall) in Berlin Spandau. Unter dem Motto „Stoppt Kohle, Gas und Müll – Erneuerbar geht anders!“ protestierten sie an Land und auf dem Wasser für konsequenten Klimaschutz und den Ausstieg aus fossilen Energien. An der „Coal & Boat“-Demo nahmen ca. 45 Boote teil. Auf dem Wasser und an Land begleiteten etwa 150 Menschen die Demonstration. Aufgerufen hatte ein Bündnis aus Berliner Umweltverbänden namens kohleausstieg-berlin, Fridays for Future und weiteren Organisationen. weiterlesen…