Massenmigration – Mythos für Rechte und Linke

Klimawandel führt nicht zwingend zur Auswanderung

Überschwemmung durch Taifun Ketsana in Hoi An, Vietnam - Foto © Solarify„Die Klimakrise erhöht die Migration, darum braucht es Klimaschutz, sagen die einen. Die anderen fordern Abschottung. Dabei ist schon die Annahme dahinter falsch“, schreibt Andreas Sator in seiner Kolumne „alles gut? Weltverbessern für Anfänger“ im Wiener Standard am 26.07.2020. Dass durch den Klimawandel viele Menschen vor Dürren, Fluten und Unwettern ins Ausland fliehen, werde oft als gegeben angenommen. Er hinterfragt die gängigen Muster zum Thema. weiterlesen…

Zu viel heiße Luft

Grazer Klimaforscher dokumentieren Temperaturtrends in der Atmosphäre: CO2-Reduzierung unerlässlich

Kumuluswolken - Foto © Gerhard Hofmann für SolarifyAtlantik-Tief, Azoren-Hoch, Regenfront vom Mittelmeer: Temperaturunterschiede und Strömungen in der untersten Schicht der Atmosphäre bestimmen unser Wetter. Erwärmt sich dieser Teil der Lufthülle langfristig, beeinflusst das auch Hitzewellen in Europa oder extreme Niederschläge. Wie sich die Temperaturen in der Tropo- und Stratosphäre in den letzten vier Jahrzehnten verändert haben, konnten Forschende der Universität Graz erstmals konsistent aus Beobachtungen nachweisen. Die Ergebnisse dieser internationalen Studie werden in der aktuellen Ausgabe des Journal of Climate publiziert – so eine Medienmitteilung der Uni Graz vom 30.07.2020. weiterlesen…

Halbjahreszahlen Windenergie an Land

Zubau trotz deutlichem Anstieg zu gering – Knoten bei Genehmigung lösen, Repowering-Strategie umsetzen!

Windstromgeneratoren in der Lausitz - Foto © Gerhard Hofmann für SolarifyDer Bruttozubau von Windenergieanlagen an Land sowie die Genehmigungslage und die Projektierungstätigkeit in Deutschland sind weiterhin deutlich zu niedrig. Die von der Deutschen WindGuard im Auftrag von BWE und VDMA Power Systems erhobenen Zahlen ergeben für das erste Halbjahr 2020 einen Bruttozubau von 591 MW bzw. 178 Anlagen. Im Vergleich zum Vorjahr ist dies eine Verdoppelung. 2019 wurden im 1. Halbjahr nur 287 MW bzw. 86 Anlagen neu errichtet. weiterlesen…

Im Schatten von Wasserstoff entsteht eine gewaltige grüne Ammoniak-Wirtschaft

Speicherung, Transport und Weiterverwendung

Wasserstoff ist mittlerweile in aller Munde. Der Energieträger kann mithilfe von erneuerbaren Energien dem Wasser entrissen werden und wird beim Verbrennen wieder in Wasser zurückverwandelt. Er könnte somit potenziell für eine emissionsfreie Energiewelt sorgen. Doch der reine Wasserstoff ist nicht der einzige Kandidat dafür. Zuletzt war in Fachmedien immer häufiger von Ammoniak die Rede, wenn es um die nachhaltige Kopplung der Energiesektoren geht. Eine Untersuchung von Ralf Anders im Portals The Motley Fool am 26.07.2020 . weiterlesen…

110 MW: größter PV-Park Bayerns

Umweltbank finanziert Anumar-Entwicklung

Sonne - Foto © SolarifyIn Berg im Gau zwischen Ingolstadt und Augsburg entsteht derzeit das größte Solarkraftwerk Bayerns. Die Anumar GmbH als Betreiber des Photovoltaik-Kraftwerks mit 110 MWp konnte sich bereits einen PPA mit Statkraft für 50 MW sichern, schreibt Sandra Enkhardt auf pv magazine. Zudem gibt es Zuschläge aus Ausschreibungen für 30 MW. Das Gesamtkonzept überzeugte die Umweltbank, die einen Kredit über 20 Jahre für das Projekt mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von 60 Millionen Euro gewährte. Das Kreditinstitut verzeichnet zudem ein reges Interesse an seinem PPA-Finanzierungsprogramm. weiterlesen…

Zweite Schwachwindkraftanlage neuester Generation am Netz

Enercon testet Windgeneratoren

Windgenerator von Enercon - innen - Foto © SolarifyIm niederländischen Testfeld Wieringermeer hat Windturbinenbauer Enercon den Prototyp auch des größten Anlagentyps der eigenen Fünf-MW-Serie errichtet, schreibt Tilman Weber im Portal Erneuerbare Energien. Enercon hat die Installation des Prototyps seiner E-160 EP5 damit abgeschlossen. Erneut erprobt der Auricher Hersteller nun eine neue Anlage an dem Teststandort am Ijsselmeer. Im Herbst 2019 hatte das Unternehmen die Schwachwindvariante E-138 der Drei-MW-Plattform EP3 ebenfalls in dem vom niederländischen Energieforschungszentrum ECN betriebenen Testfeld aufgebaut. weiterlesen…

Ein theoretischer Schritt zum Natrium-Akku

Deutsch-russische Studie zeigt neue Perspektiven für die Batterieforschung auf

Batterien für Smartphones, Laptops und Elektroautos basieren heute in der Regel auf der Lithium-Ionen-Technik. Auf der Suche nach kostengünstigeren Akkus rückt jetzt eine Möglichkeit in den Blick: Lithium durch Natrium zu ersetzen, ein allgegenwärtiges und damit sehr preiswertes Element. Doch dafür sind noch diverse Hürden zu nehmen: Unter anderem nimmt die Graphit-Anode der Batterie bisher zu wenig Natrium auf. Hoffnung verspricht nun eine theoretische Studie einer deutsch-russischen Arbeitsgruppe unter Federführung des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf (HZDR): Ihr zufolge – so eine HZDR-Medienmitteilung vom 24.07.2020 – können Doppelschichten aus Graphen deutlich mehr Natriumatome einlagern als Graphit. weiterlesen…

Audi erforscht bidirektionale Ladetechnik

Elektroauto als Teil der Energiewende

E-Mobilität - Ladestation - Foto © SolarifyDie „intelligente Nutzung von Elektroautos bietet großes Potenzial für die Energiewende“, so Audi in einer Medienmitteilung am 23.07.2020, in der es vor allem um bidirektionales Laden geht, das Zwischenspeichern von eigenem PV-Strom möglich machen soll. Dabei, so Audi und die Hager Group, setzen vor allem Kostenoptimierung und Eigenstromversorgung finanzielle Anreize. weiterlesen…

EU-Parlament not amused über Wiederaufbau-Beschlüsse

Mangelnde Kontrolle bei EU-Klimaausgaben und Rechtsstaatlichkeit, Rechnungshof-Kritik und merkwürdiger Atombericht

Mit deutlicher Mehrheit hat das EU-Parlament am 23.07.2020 den Ratsbeschuss über den mehrjährigen Haushalt (MFR) sowie für den Wiederaufbauplan der EU abgelehnt – meldete EURACTIV am gleichen Tag. In einer Aussprache nannten die Europaabgeordneten den Kompromiss der Staats- und Regierungschefs unambitioniert und monierten die Kürzungen an klimarelevanten Geldtöpfen, den Forschungsprogrammen und die mangelhafte rechtsstaatliche Bindung der Fördergelder. weiterlesen…

Kreislaufwirtschaft: Restmüll in 35 Jahren fast halbiert

Noch zu viel Bioabfall und Wertstoffe im Hausmüll

Müllverbrennung Berlin-Ruhleben - Foto © Solarify Das Bundesumweltministerium hat am 28.07.2020 Daten zur getrennten Sammlung des Hausmülls in Deutschland herausgegeben. Demnach fällt in Deutschland derzeit nur noch rund halb so viel Restmüll an wie vor 35 Jahren, verglichen mit den alten Bundesländern. Das zeigt eine aktuelle Analyse von Siedlungsrestabfällen in Deutschland für das Umweltbundesamt. Die letzte Erhebung dieser Art ist 1985 erstellt worden. weiterlesen…