„Zukunftssignal für Energiewelt von morgen“

Neues Energiewirtschaftsrecht soll Wasserstoffnetz aufbauen, Transparenz und Verbraucherrechte stärken helfen

Das Bundeskabinett hat am 10.02.2021 den von Bundesenergieminister Altmaier vorgelegten Entwurf eines Gesetzes zur Umsetzung unionsrechtlicher Vorgaben und zur Regelung reiner Wasserstoffnetze im Energiewirtschaftsrecht beschlossen. Altmaier: „Mit dem Gesetz setzen wir ein klares Zukunftssignal für die Energiewelt von morgen. Wir stärken die Verbraucherrechte und ermöglichen es, dass Verbraucherinnen und Verbrauchern künftig Angebote für einen dynamischen Stromtarif erhalten können.“ weiterlesen…

Bundesrat genehmigt schnelleren Netzausbau

Grünes Licht für beschleunigten Ausbau von Stromleitungen

Zwei Wochen nach dem Bundestag hat am 12.10.2021 auch der Bundesrat ein Gesetz zur Beschleunigung von Planungs- und Genehmigungsverfahren für den Ausbau von Höchstspannungsstromleitungen gebilligt. Es nimmt unter anderem 35 neue Netzausbauvorhaben in verschiedenen Bundesländern in die Bedarfsplanung auf und ändert acht bisherige Projekte. Für diese stellt es gesetzlich die energiewirtschaftliche Notwendigkeit und den vordringlichen Bedarf fest. Damit können Vorhaben schneller realisiert werden – unter anderem durch erst- und letztinstanzliche Zuständigkeit des Bundesverwaltungsgerichts für Klagen gegen die behördlichen Genehmigungen (siehe bundesrat-kompakt). weiterlesen…

Batteriepreise sinken auf Rekordtief

E-Autos können preislich mit Verbrennern mithalten

um ersten Mal in der noch jungen Geschichte der Elektromobilität haben die Preise für die Schwelle von 100 US-Dollar pro Kilowattstunde unterschritten. Das geht aus der jährlich erscheinenden Umfrage zu den weltweiten Batteriepreisen von Bloomberg NEF hervor, berichtete Joschua Katz auf energiezukunft. Im Durchschnitt fielen die Preise auf 137 US-Dollar pro Kilowattstunde – gegenüber dem Jahr 2019 eine Senkung um 13 Prozent. Zum Vergleich: Im Jahr 2010 betrug der Preis noch mehr als 1.100 US-Dollar. (Foto: Nissan LEAF-Batterie – © Norsk Elbilforening flickr.com_CC BY 2.0) weiterlesen…

CO2 verteuern wirksamer als EE-Förderung

Ökonom hat berechnet, welche Strategie CO2-Ausstoß am effizientesten reduziert

Bis 2030 will Deutschland 55 Prozent weniger klimaschädliche Treibhausgase ausstoßen und bis 2050 sogar weitgehend treibhausgasneutral sein. Um diese ehrgeizigen Ziele zu erreichen, setzt die Bundesregierung vorrangig auf die Förderung regenerativer Energiequellen, vor allem Wind und Sonne. Energiemarktforscher der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen Nürnberg (FAU), der Wirtschaftsuniversität Wien und der Fachhochschule Graubünden haben untersucht, mit welchen Maßnahmen der Ausstoß von Kohlendioxid bei der Stromproduktion am effizientesten gesenkt werden kann. (Grafik © FAU – CO2-Bepreisung) weiterlesen…

Estland plant Europas erstes Mini-AKW

Rekord-Emissionen reduzieren

Estland will dem estnischen Rundfunk ERR folgend innerhalb von etwa zehn Jahren – etwa 100 Kilometer östlich von Tallinn, an der Küste des Finnischen Meerbusens – das erste Mini-Atomkraftwerk, einen kleinen modularen Reaktor, fertig stellen, um seine Energieerzeugung abzusichern – und die Klimaziele zu erreichen, schreibt Pekka Väntinnen auf EURACTIV.com Estlands Emissionen durch Stromerzeugung sind die höchsten in Europa. Erst kürzlich hat die Regierung beschlossen, Kraftwerke, die bisher mit Ölschiefer befeuert werden, bis 2035 vom Netz zu nehmen. (Foto: Eesti Ölschieferkraftwerk in Narva – © Narva69 at ru.wikipedia, CC BY-SA 3.0, commons.wikimedia.org) weiterlesen…

120.000 Wärmepumpen neu installiert

Wärmepumpenmarkt in Deutschland wächst um 40 Prozent

Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland etwa 120.000 Wärmepumpen neu installiert – ein Viertel davon in Bestandsgebäuden. Die Energiewende im Heizungskeller nimmt Fahrt auf – so Sven Ulrich in ErneuerbareEnergien am 28.01.2021. In Deutschland wurden im vergangenen Jahr 120.000 neue Heizungswärmepumpen installiert. Das entspricht einem Wachstum um 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, als noch etwa 86.000 Heizwärmepumpen installiert wurden, wie der Bundesverband Wärmepumpe (BWP) berichtet. (Grafik © BWP/BDH-Absatzstatistik) weiterlesen…

RWE steigt, vertraglich sicher, aus Braunkohle aus

Bundesregierung zahlt in 15 Jahren insgesamt 2,6 Milliarden Euro – Hambacher Forst erhalten

Die Bundesregierung und RWE haben am 10.02.2021 in Berlin einen öffentlich-rechtlichen Vertrag unterzeichnet, mit dem die gesetzlichen Regelungen des Braunkohleausstiegs vertraglich geregelt werden. Der Vertrag, der Ende letzten Jahres bereits den Bundestag passiert hatte, regelt den konkreten Fahrplan und die Bedingungen, nach denen RWE ihre Braunkohlenkraftwerke schrittweise abschaltet – so Medienmitteilungen von RWE und BMWi vom gleichen Tag. weiterlesen…

Höhere EE-Ausbauziele im Stromsektor endlich umsetzen

EUA plädiert für 70 Prozent bis 2030

Die Erneuerbaren-Branche drängt seit langem auf die Anpassung der Ausbaupfade für die Erneuerbaren Energien an die neuen EU-Beschlüsse, um die Klimaschutzziele in erreichbare Nähe zu rücken und eine Ökostromlücke angesichts des wachsenden Strombedarfs durch Elektromobilität, Grünen Wasserstoff und Wärmepumpen in den kommenden Jahren zu vermeiden. Anlässlich der Äußerungen von Umweltstaatssekretär Jochen Flasbarth zur Anpassung der Ausbauziele und der Forderungen der Europäischen Umweltagentur (EUA) nach Verdopplung des Anteils Erneuerbarer Energien im Stromsektor bis 2030 forderte der Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. (BEE) am 18.01.2021 erneut, der Erhöhung der Ausbauziele sowie der entsprechenden Anpassung zügig nachzukommen. weiterlesen…

Amerikanische Energiewende lahmt

Ein Fünftel der Stromerzeugung EE zu wenig

Erneuerbare Energien haben 2020 in den USA bisher ein Fünftel zur Stromerzeugung beigetragen. Das ist zwar geringfügig mehr als in den Vorjahren – aber immer noch zu wenig für den Klimaschutz. Ausbauzahlen der Solarenergie machen jedoch Hoffnung – so Joschua Katz auf energiezukunft (Foto: Windkraftanlagen in Power County im Bundesstaat Idaho der Vereinigten Staaten – © Science in HD on Unsplash). weiterlesen…

Idee der Umweltsteuer entwickelt endlich Kraft

CO2-Bepreisung effizienter als Regulierungen und Verbote

„Jährlich 290.000 Pfund extra für Beleuchtung und Reinigung, weil der Smog alles verdunkelt und verdreckt“. Mit dieser Kostenabschätzung für die Industriestadt Manchester begründete einst der englische Ökonom Arthur Cecil Pigou die Theorie der Umweltsteuer. In dem Klassiker „The Economics of Welfare“, dessen erste Auflage bereits 1920 erschien, rechnete er vor: Wenn der Staat solche „Externalitäten“ in die Produktpreise einfließen lässt, kann er den Wohlstand maximieren. 2020, genau 100 Jahre später, hat die politische Umsetzung von Pigous Erkenntnis eine neue Qualität erreicht und wichtige Einwände entkräftet, wie eine Studie des Berliner Klimaforschungsinstituts MCC (Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change) und des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) bilanziert. Die Studie wurde jetzt in der Fachzeitschrift International Tax and Public Finance publiziert. weiterlesen…