Virtueller Handelsblatt-Energiegipfel 2021

RWE-Chef kritisiert falsche Regulierungsanreize und will andere Prioritäten

Der virtuelle Handelsblatt-Energiegipfel 2021 vom 13. bis 15. Januar 2021 beschäftigte sich mit den Chancen von Künstlicher Intelligenz (KI) für die Energiewirtschaft. Vor allem RWE-Boss Rolf Martin Schmitz missfällt so einiges am Energie-Regulierungsregime. Er diagnostizierte „falsche Anreize bei der Windenergie, unzureichende Maßnahmen bei der Versorgungssicherheit und unausgewogene Regulierung beim Wasserstoff“. Letzteres nimmt nicht wunder: Denn RWE will nach den Worten von Schmitz eine führende Rolle im Zukunftsmarkt Wasserstoff spielen: „Wir decken die gesamte Wertschöpfungskette ab, das können andere auch, aber wir glauben, dass wir es besser können.“ weiterlesen…

Größter US-Offshore-Windauftrag aller Zeiten

Equinor erhält Zuschlag für Bundesstaat New York

Im Rahmen des Auftrags werden die norwegische Equinor ASA und ihr neuer strategischer Partner bp eine Erzeugungskapazität von 1.260 MW Erneuerbarer Offshore-Windenergie aus Empire Wind 2 und weitere 1.230 MW aus Beacon Wind 1 bereitstellen – zusätzlich zu der bereits bestehenden Verpflichtung, New York mit 816 MW Erneuerbarer Energie aus Empire Wind 1 zu versorgen – insgesamt also 3,3 Gigawatt (GW) Energie für den Bundesstaat. Die rechtsgültige Ausführung des Zuschlags ist abhängig von der erfolgreichen Verhandlung eines Kauf- und Verkaufsvertrags, den die Partnerschaft zusammen mit der New York State Energy Research and Development Authority (NYSERDA) abschließen will. weiterlesen…

Nur Grüner Wasserstoff klimafreundlich und kostengünstig

Neue Untersuchung von Greenpeace Energy

Deutschland kann seinen künftigen Wasserstoffbedarfs bei maximaler Klimaschutzwirkung und mit zugleich klaren Kostenvorteilen durch Grünen Wasserstoff decken. Das ist das Ergebnis einer am 09.12.2020 vom Ökoenergieanbieter Greenpeace Energy einer Medienmitteilung zufolge vorgestellten Untersuchung. Im Vergleich möglicher Wasserstoff-Ausbaupfade erweist sich erneuerbar produzierter Wasserstoff in Verbindung mit einem schnellen Erneuerbaren-Ausbau als die deutlich kostengünstigste und klimafreundlichste Variante. weiterlesen…

Desertec in Down Under

Riesenkraftwerke – vor allem in Australien

„Solarstrom wird immer billiger – und die Kraftwerke immer riesiger. Nun wagen sich australische Milliardäre sogar an den Stromtransport nach Singapur“, schreibt Joachim Wille am 02.11.2020 in der Frankfurter Rundschau. Das 2009 mit großen Hoffnungen gestartete Wüstenstrom-Projekt Desertec soll eine Art Neuauflage des erfahren – neben der aktuellen Version 3.0 als Wasserstoff-Projekt nun „im Kohleland Australien“ (Wille). In einigen Jahren soll australischer Sonnenstrom über 4500 Kilometern nach Singapur fließen. Denn die Solarstrom-Produktion sei konkurrenzlos billig worden. weiterlesen…

Ressourceneffizienz ist Klimaschutz

Film des VDI ZRE zeigt Einsparpotenziale von Treibhausgasen in der Wertschöpfungskette

Der effiziente Umgang mit Ressourcen wie Material und Energie führt zu einem geringeren CO2-Ausstoß. Der neue Film „Ressourceneffizienz ist Klimaschutz“ des VDI Zentrum Ressourceneffizienz (VDI ZRE) zeigt, wo Unternehmen ansetzen können, um Ressourcen zu sparen und zum Klimaschutz beizutragen. weiterlesen…

Reaktionen auf die FFF-Wupertalstudie „Einhaltung der 1,5 Grad-Celsius-Grenze“

Nur mit massivem Ausbau Erneuerbarer Energien

Die Untersuchung beleuchte Möglichkeiten, die Begrenzung der Erderwärmung auf 1,5°C einzuhalten und damit Risiken und Auswirkungen der Klimakrise gegenüber einer stärkeren Erwärmung erheblich zu verringern – so das Fazit des Bundesverbandes Erneuerbare Energien (BEE). Ein „’Chapeau‘ an Fridays for Future kam vom : Als politische Kraft haben sie gestern gezeigt, dass sie die Spielregeln bestens beherrschen.“ Die dena erkennt in der FFF-Arbeit „Eckpunkte, die ein Erreichen der von dieser Studie anvisierten Ziele eher als unerreichbar erscheinen lässt“. Soweit das Spektrum der Reaktionen (allein mindestens 55 Zeitungen und Zeitschriften gingen darauf ein) – Solarify dokumentiert einige in Ausschnitten. weiterlesen…

Mit EE Null erreichen

Untersuchung der IRENA

Um einen katastrophalen Klimawandel zu vermeiden, muss die Welt bis 2050 in allen Wirtschaftssektoren den CO2-Ausstoß auf Null reduzieren. Die effektive Energiedekarbonisierung ist eine große Herausforderung, vor allem in den Schlüsselsektoren Industrie und Verkehr. Die Begrenzung des Anstiegs der globalen Durchschnittstemperaturen auf 1,5° C erfordert aber, dass alle Wirtschaftsbereiche Anfang der zweiten Hälfte dieses Jahrhunderts null CO2-Emissionen erreichen müssen. In einer aktuellen Untersuchung („Reaching Zero with Renewables„) hat die Internationale Erneuerbare-Energie-Agentur IRENA die energieintensiven Industriezweige auf ihr Potenzial hin geprüft, durch den Einsatz Erneuerbarer Energieträger klimaneutral zu werden. weiterlesen…

Höherer CO2-Preis für Wärme und Verkehr ab Januar 2021

Bürger werden entlastet

Ab dem 01.01.2021 werden klimaschädliche fossile Brennstoffe mit einem Preis von 25 Euro pro Tonne CO2 belegt. Damit verteuern sich Öl und Diesel um 7,9 Cent pro Liter, Benzin um 7 Cent pro Liter und Erdgas um 0,6 Cent pro Kilowattstunde. Für die Mehrkosten werden Bürger unter anderem über eine Senkung des Strompreises entlastet. Die bereits am Donnerstag, 08.10.2020, vom Bundestag beschlossene Gesetzesänderung hat einen Tag später, am 09.10.2020, auch den Bundesrat passiert. Mit dem Brennstoffemissionshandelsgesetzes (BEHG) werde ein in den nächsten Jahren steigender CO2-Preis in Form eines nationalen Zertifikatehandels für die Sektoren Wärme und Verkehr eingeführt, wie das BMU am 09.10.2020 mitteilt. weiterlesen…

Großer Erfolg fürs Klima

EU-Parlament will Emissionen bis 2030 um 60% reduzieren – Treibhausgasbudget

Das europäische Parlament hat am 06.10.2020 mit knapper Mehrheit (352 zu 326 Stimmen, 18 Enthaltungen) beschlossen, dass bis 2050 jeder EU-Mitgliedstaat CO2-neutral sein soll. Im Rahmen des neuen Klimagesetzes forderte das Parlament gegen den Widerstand von CDU und FDP, aber mit den Stimmen der meisten Sozialdemokraten und Liberalen, der Grünen und auch der polnischen Christdemokraten ehrgeizige Zwischenziele für 2030 und 2040 – so eine Medienmitteilung aus dem EU-Parlament vom 08.10.2020. Mit einem Treibhausgasbudget sollen die Pariser Ziele erreicht werden. Die EU und die Mitgliedstaaten müssen alle direkten und indirekten Subventionen für fossile Brennstoffe bis zum 31.12.2025 abbauen. Ein unabhängiges Wissenschaftsgremiums soll die Fortschritte überwachen. weiterlesen…

Startschuss für Forschungsnetzwerk Wasserstoff

Digitale Auftaktveranstaltung mit mehr als 1.000 Teilnehmern

Zum Start des vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gegründeten Forschungsnetzwerks Wasserstoff fand am 30.09.2020 (im BMWi) eine digitale Auftaktveranstaltung mit mehr als 1.000 Teilnehmern statt. Damit sollte die Bedeutung der Vernetzung von Wirtschaft, Forschung und Politik in Fragen der Erzeugung, Speicherung, Verteilung und sektorübergreifenden Nutzung von Wasserstoff unterstrichen werden, um den Transfer von innovativen Wasserstofftechnologien in den Markt zu beschleunigen. weiterlesen…