„Europa zu 40 % führend“: Studie zur automobilen Kreislaufwirtschaft

Nachhaltiger Materialeinsatz ermöglicht 60 Prozent geringere CO2-Emissionen

Mobilität ist derzeit die Ursache für rund 30 Prozent der weltweiten CO2-Emissionen. Davon entfällt ein beträchtlicher Teil auf den Straßenverkehr. Soll die Umweltbelastung über den Lebenszyklus eines Pkw hinweg minimiert werden, bedarf es nicht nur emissionsneutraler Antriebe, sondern auch innovativer Ansätze entlang der gesamten Wertschöpfungskette. In ihrer Studie „Reuse, Remanufacturing, Recycling, and Robocabs: Circularity in the Automotive Industry“ analysiert die internationale Unternehmensberatung Bain & Company die zentralen Stellhebel, mit deren Hilfe die automobile Kreislaufwirtschaft weltweit vorangetrieben werden kann. Aufgezeigt wird zudem, wie sich Autobauer und Zulieferer auf die neue Ära vorbereiten können. weiterlesen…

TU Freiberg: Großversuchsanlage liefert 15.000 Liter E-Fuel

Förderprojekt DeCarTrans entwickelt Verfahren zur Herstellung synthetischer Ottokraftstoffe aus Methanol weiter

Insgesamt 380.000 Liter grünes Benzin (E-Fuel) plant das Konsortium aus Forschung und Industrie in den kommenden vier Jahren herzustellen. Der synthetische Kraftstoff wird in einer Demonstrationsanlage im sächsischen Freiberg mit biogenem oder regenerativ gewonnenem Methanol erzeugt. Am 25.05.2023 wurden die ersten 15.000 Liter des E-Fuels an der Pilotanlage abgeholt. DeCarTrans steht laut einer Medienmitteilung der Nationalen Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologiefür „Demonstrating a Circular Carbon Economy in Transport along the Value Chain“. (Foto: Pilotanlage zum Dauertest für die Produktion von synthetischem Kraftstoff – © TU Bergakademie Freiberg – Detlev Müller) weiterlesen…

KBA sieht CO2-Ausstoß bei Neuzulassungen steigen

Kohlendioxid-Emissionen im Verkehr nehmen zu

Neu zugelassene Pkw werden laut Kraftfahrtbundesamt weniger, seitdem E-Autos und Plug-in-Hybride nicht mehr wie zuvor gefördert werden – so Tagesschau und Deutschlandfunk. Autokäufer setzen wieder verstärkt auf Verbrenner, was den CO2-Ausstoß steigen lässt, mit der Folge, dass die 2023 neu zugelassenen Autos deutlich mehr CO2 ausstoßen als 2022. Für Januar bis April nennt das KBA als Durchschnittswert 123,2 g/km. 2022 waren es im ganzen Jahr dagegen nur 109,6 Gramm. weiterlesen…

Klimaschutz braucht funktionierende Kapitalmärkte

Wenn Kredite zu teuer sind, bremst das die Energiewende

Eine Studie untersucht jetzt einen wichtigen Aspekt beim Kampf gegen die Erderhitzung: die Unterstützung durch funktionierende Kapitalmärkte. Banken sammeln Ersparnisse und stellen sie als Kredite bereit – und je größer die Differenz zwischen Spar- und Kreditzinsen ist, desto teurer sind Investitionen zum Beispiel in fossilfreie Stahlwerke, Stromerzeugung oder Heizanlagen. Die Studie wurde erstellt vom Berliner Klimaforschungsinstitut MCC (Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change) und vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung. Sie wurde in der Fachzeitschrift Journal of the Association of Environmental and Resource Economists (JAERE) veröffentlicht. weiterlesen…

Baustart von Deutschlands größter schwimmender Solaranlage auf Bergbaufolgesee im Lausitzer Revier

29 MW, Jahresstromerzeugung 29.000 MWh, Jahresverbrauch von rund 8.250 Haushalten 

Dem Ziel ein klimaneutrales Hafenquartier am künftigen Cottbuser Ostsee zu errichten, sind das Energieunternehmen LEAG, der Projektentwickler EP New Energies EPNE (eine LEAG-Tochtergesellschaft) und die Stadt Cottbus mit einer weiteren Bauetappe für Deutschlands größte schwimmende Solaranlage auf einem Bergbaufolgesee laut einer Medienmitteilung vom 16.05.2023 wieder einen Schritt näher gekommen. Zur sicheren Verankerung der schwimmenden Solar-Module wurden am 16.05.2023 die letzten von insgesamt 34 sogenannten Dalben (Befestigungsrohren) in den im Winter 2021/2022 verdichteten Tagebauboden eingerammt. (Foto: Cottbuser Ostsee – © Ralf Roletschek,  – Eig. Werk, CC BY-SA 3.0 DE) weiterlesen…

Greenpeace: FIS-Zahlen „Greenwashing vom Feinsten“ (Standard)

Heikle Zahlen von Greenpeace bringen Weltverband in Erklärungsnot (WELT)

Greenpeace-Nachberechnungen von CO2-Emissionszahlen mit Hilfe von Skirennläufer Julian Schütter, die der internationale Skiverband (FIS) zur Verfügung gestellt hatte, liefern erstaunliche Ergebnisse. Greenpeace-Expertin Ursula Bittner (Standard): „Die FIS erzählt Wintermärchen, wenn sie behauptet, das Klima zu schützen“. Laut diesen Nachberechnungen würden nur vier von hunderten Alpin-Events bereits 85% der Emissionen ausmachen – Greenpeace,  Schütter und „Protect our Winters“ fordern „Greenwashing-Stopp“. weiterlesen…

GB: 20 Lizenzen für CCS-Speicherung unter dem Meeresboden vergeben

Auch RWE unter den Unternehmen

Die britische North Sea Transition Authority hat 20 Lizenzen für CO2-Endlager in den britischen Küstengewässern vergeben. Das Kohlendioxid soll in ausgeförderten Öl- und Gasfeldern am Meeresgrund gespeichert werden. Sie liegen vor der Küste von Aberdeen und Liverpool, in den Gewässern vor Teesside, Lancashire und Lincolnshire. Zwölf Unternehmen haben einen Zuschlag bekommen und können nun mit der ausführlichen Begutachtung des zugeteilten Geländes beginnen. weiterlesen…

Stand der sauberen Technologien

Sonderbriefing der IEA-Energy Technology Perspectives

Die Technologieproduktion spielt eine zentrale Rolle bei der Energiewende, die erforderlich ist, um die Ziele in den Bereichen Klima, Energiesicherheit und wirtschaftliche Entwicklung zu erreichen. Der Einsatz sauberer Energietechnologien in dem Tempo, das erforderlich ist, um die Welt bis Mitte des Jahrhunderts auf einen Kurs zu bringen, der mit Netto-Null-Emissionen vereinbar ist, erfordert eine rasche Ausweitung der Fertigungskapazitäten, die durch sichere, widerstandsfähige und nachhaltige Lieferketten für ihre Komponenten und Materialien unterstützt werden. Das Special Briefing der Energy Technology Perspectives mit dem Titel „The State of Clean Technology Manufacturing“ gibt einen Überblick über die jüngsten Fortschritte bei der Herstellung sauberer Energietechnologien in den wichtigsten Regionen. weiterlesen…

„Kein Bestandteil des Planeten davon unberührt“

Warschauer Communiqué zum Klimawandel in Europa

Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina und die Polnische Akademie der Wissenschaften (PAN) haben am 23.05.2023 gemeinsam das „Warschauer Communiqué zum Klimawandel in Europa“ veröffentlicht. Die Publikation ist Ergebnis der ersten Europäischen Klimakonferenz (European Climate Conference) mit 90 Expertinnen und Experten aus 45 europäischen und eurasischen Ländern, die beide Wissenschaftsakademien am 15. und 16. Mai 2023 gemeinsam in Warschau veranstaltet hatten. Schwerpunkt des Treffens waren regionale Ausprägungen des Klimawandels. weiterlesen…

Zehn Millionen Module pro Jahr

Größte europäische Modul-Fabrik entsteht in Ostfrankreich bei Saargemünd

Jährlich bis zu zehn Millionen Module soll eine neue PV-Gigafabrik im ostfranzösischen Hambach bei Saargemünd produzieren. Geplant sind Investitionen von mehr als 700 Millionen Euro, rund 1.700 Arbeitsplätze sollen in der Grenzregion entstehen. Die neue Produktionsstätte soll Europas Solarkapazitäten erweitern, um die Energiesicherheit des Kontinents zu gewährleisten. Wie das Unternehmen Holosolis am 15.05.2023 mitteilte, könnte mit den neuen Modulen der Energiebedarf von einer Million europäischer Haushalte gedeckt werden. Holosolis ist eine Unternehmensgründung, die über das Europäischen Institut für Innovation und Technologie (EIT) unterstützt wird. weiterlesen…