Wie der Welthandel dem Klima helfen kann

WTO müsste ökonomische Anreize zu klimaschädlichem Verhalten dringend eindämmen

Das klimapolitische Potenzial internationaler Handelsordnungen, die von der Welthandelsorganisation WTO vereinbart werden, ist noch ausbaufähig. Die Politik sollte einige Regeln ändern – und andere stärker nutzen, so das Ergebnis eines jetzt in der führenden wissenschaftlichen Zeitschrift Science veröffentlichten Artikels von Fachleuten aus zwölf Ländern, darunter auch Forschende des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK). (Bild: Hamburger Hafen – © von Julius Silver auf Pixabay) weiterlesen…

G7 investieren gleichviel in Fossile wie in EE

Greenpeace-Analyse: Investitionen in klimafreundlichen Umbau der Wirtschaft müssten zehnmal so hoch liegen

Die G7-Staaten fördern klimaschädliche Energieträger wie Kohle, Öl und Gas noch immer mit ebenso hohen Beträgen wie den Ausbau der Erneuerbaren Energien. Das geht aus einer Analyse (act.gp/3biXlQu) der New Economics Foundation hervor, die Greenpeace anlässlich des am 26.06.2022 beginnenden G7-Gipfels im bayerischen Elmau veröffentlicht. Für die Energiewende und den klimafreundlichen Umbau der Wirtschaft investieren die Staaten der G7 kaum zehn Prozent der Summe, die mindestens nötig wäre, um die Pariser Klimaziele zu erreichen, so die Analyse. (Titel: Klima-Investitionslücke der G7 – © greenpeace.de) weiterlesen…

Aufbruch in die Kreislaufgesellschaft

Gemeinsame Medienmitteilung von Stiftung KlimaWirtschaft, Wuppertal Institut und WWF Deutschland

Mehr als 40 Unternehmen, Finanzakteure und Organisationen haben branchenübergreifende Konzepte, Pilotprojekte und innovative Geschäftsmodelle für eine Circular Economy (Kreislaufwirtschaft – siehe: solarify.eu/kreislaufwirtschaft) erarbeitet. Die Ergebnisse und die weitere Umsetzung der Pilotprojekte wurden einer WWF-Medienmitteilung zufolge am 23.06.2022 vor mehr als 100 Teilnehmenden auf der ersten Zwischenkonferenz des CEWI-Projektes vorgestellt und diskutiert. weiterlesen…

Erneute Abstimmung über EU-ETS – diverses Echo

EU-Parlament für ehrgeizigere Ziele

„Das mühsam ausgehandelte Ergebnis sehen manche schon fast als Verrat“, so der Stern am 20.06.2022. Das Europäische Parlament hatte am Nachmittag nach einem ersten gescheiterten Versuch seine Position zur Weiterentwicklung des Emissionshandels und zur Einführung eines CO2-Grenzausgleichmechanismus mit breiter Mehrheit beschlossen: Neu ist ein alternativer Vorschlag gegenüber den Ideen der EU-Kommission, wie die Sektoren Gebäude und Verkehr in einem eigenen parallelen Emissionshandel einbezogen werden sollen – zunächst nur bei gewerblicher Nutzung. weiterlesen…

EU will „Natur wiederherstellen“ (bis 2050) und Pestizide halbieren (bis 2030)

Der Grüne Deal: Richtungsweisende Vorschläge

Die EU-Kommission hat am 22.06.2022 einer Medienmitteilung zufolge richtungsweisende Vorschläge zur Renaturierung und Wiederherstellung geschädigter Ökosysteme in ganz Europa angenommen – von landwirtschaftlichen Flächen und Meeresgebieten bis hin zu Wäldern und städtischen Gebieten. Sie schlägt ferner vor, die Verwendung chemischer Pestizide und der von ihnen ausgehenden Risiken bis 2030 um 50 % zu verringern. Dies sind die wichtigsten Gesetzesvorschläge zur Umsetzung der Biodiversitätsstrategie und der Strategie „Vom Hof auf den Tisch“, die dazu beitragen sollen, die Widerstandsfähigkeit und Sicherheit der Nahrungsmittelversorgung in der EU und weltweit zu gewährleisten. weiterlesen…

Mehr Mehrweglösungen für Kunststoffverpackungen

Kreislaufwirtschaft

Für eine funktionierende Kreislaufwirtschaft, besonders, um Plastikabfall zu reduzieren, sind Mehrwegsysteme essenziell. Forschende des Fraunhofer UMSICHT und des Fraunhofer IML, die im Fraunhofer Cluster of Excellence Circular Plastics Economy CCPE zusammenarbeiten, haben für die Stiftung Initiative Mehrweg (SIM) drei kunststoffbasierte Mehrwegsysteme mit ihren Einwegalternativen verglichen. Das Ergebnis: Mehrweg ist Einweg in 14 der 17 untersuchten Kategorien überlegen und bietet großes Potenzial zum Gelingen einer Kreislaufwirtschaft. weiterlesen…

Doppelschicht-Katalysator erzeugt mehr Wasserstoff

Aktivität 11,2 Mal höher

Wasserstoff erzeugende Katalysatoren können Synergieeffekte erzeugen, wenn verschiedene Materialien mit ihren einzigartigen Eigenschaften geschichtet werden. Kürzlich hat ein koreanisches Forscherteam (der Pohang University of Science and Technology) eine Technologie entwickelt, mit der die Effizienz der Wasserstofferzeugung durch Abflachung von Platin (Pt) auf der Oberfläche von NiFe-Doppelhydroxidschichten (LDH) verbessert wird. Der neue Katalysator erhöht die Effizienz der Wasserstoffproduktion und weist eine 11,2mal höhere Aktivität als herkömmliche Katalysatoren auf. (Foto: Pohang University of Science and Technology – Postech-Plaza – © Stegano, ‚My own work‘ – Gemeinfrei, commons.wikimedia.org) weiterlesen…

Klimaneutrale Luftfahrt – Pläne der Bundesregierung

CO2-Bepreisung, disruptive Antriebe, Markhochlauf von Power to Liquid

Am 21.06.2022 haben die Koordinatorin der Bundesregierung für die deutsche Luft- und Raumfahrt, Anna Christmann, MdB, und der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Digitales und Verkehr, Oliver Luksic, MdB, die Maßnahmen der Bundesregierung im Bereich Klimaneutralität in der Luftfahrt vorgestellt. Sie haben ein in den letzten Wochen erarbeitetes gemeinsames Papier der Bundesregierung präsentiert, das die gemeinsamen Aktivitäten und Ansatzpunkte für die kommenden vier Jahre umreißt. weiterlesen…

„Historische Chance verpasst“

REN21-Bericht: Trotz EE-Rekordwachstums wird grüne Energiewende nicht mehr gelingen

Der Renewables 2022 Global Status Report (GSR2022) von REN21 sendet eine deutliche Warnung, dass die Energiewende nicht stattfindet, besser gesagt: die kritischen Temperaturgrenzen nicht überschritten werden. Danach wird es unwahrscheinlich, dass die Weltgemeinschaft kritische Klimaziele in diesem Jahrzehnt erreicht. In der zweiten Hälfte des Jahres 2021 begann die größte Energiekrise der Geschichte, die mit Beginn des Jahres 2022 durch den Einmarsch Russlands in der Ukraine noch verschärft wurde und einen noch nie da gewesenen globalen Preisschock auslöste. weiterlesen…

Als Bürger handeln, nicht als Verbraucher

Für Entscheider in der Klimapolitik lohnt es, neu darüber nachdenken, wie Menschen denken

Ein Forschungsteam unter Leitung des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) beschreibt in einer Studie, wie Klimapolitik gestaltet werden sollte, wenn die Menschen ihre Sichtweisen tatsächlich verändern. Die Präferenzen der Menschen seien beweglicher, als in den Lehrbüchern der Wirtschaftswissenschaften oft angenommen werde, sagen die Studienautoren und raten der Politik, die sich ändernden Präferenzen zu berücksichtigen, wenn sie klimapolitische Maßnahmen wie CO2-Steuern oder den Bau einer umweltfreundlichen Infrastruktur entwerfen. weiterlesen…