Bloomberg Green: 100-Milliarden-Dollar-Hürde auf Weg zu globalem Klimadurchbruch

Gefahr für COP26: Die reichen Länder haben wiederholt versagt (Lesehinweis)

Entsprechend zögern die Entwicklungsländer, sich stärker zu Emissionssenkungen zu verpflichten. In der Folge droht eine Trennlinie von 100 Milliarden Dollar zwischen den reichsten und den ärmsten Ländern der Welt jede Hoffnung auf eine tiefgreifende Übereinkunft bei den COP26-Klimaverhandlungen zunichte zu machen. 100 Milliarden sind laut Bloomberg Green der Betrag an jährlichen Beiträgen, den die Industrieländer versprochen haben, um den weniger wohlhabenden Ländern zu helfen, die Emissionen zu senken und sich an den Klimawandel anzupassen. weiterlesen…

Wie schnell erholt sich das Klima?

Je nach Erderwärmung bis zu 50.000 Jahre

Der Klimawandel lässt die Temperaturen steigen und verstärkt die Gefahren durch Stürme, Starkregen und Hochwasser – das zeigte nicht nur die Flutkatastrophe im Ahrtal. Die große Frage, die sich stellt: Wie schnell erholt sich das Klima von einer solchen Erwärmung, die auf eine Erhöhung von Kohlenstoffdioxid in der Atmosphäre zurückzuführen ist? Forscher der Uni Mainz zeigen in einer am 19.10.2021 in Science Advances (CC BY 4.0) veröffentlichten Studie, dass nach einer Klimaerwärmung von fünf bis acht Grad Celsius vor 56 Millionen Jahren das Klima 20.000 bis 50.000 Jahre zur Stabilisierung brauchte. weiterlesen…

Projektionsbericht 2021 der Bundesregierung: Deutschland verfehlt Klimaziele

Kritische Durchsicht

Für die Erstellung des Projektionsberichtes 2021 hat ein Forschungskonsortium im Auftrag des Umweltbundesamtes und des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit ein Szenario für die Entwicklung der Treibhausgasemissionen in Deutschland für den Zeitraum 2021 bis 2040 erarbeitet. Der Projektionsbericht ist mit den betroffenen Bundesministerien abgestimmt. Damit würden die Klimaziele der Bundesregierung verfehlt, so eine kritische Durchsicht, die das Öko-Institut mit weiteren Wissenschaftsinstitutionen durchgeführt hat. weiterlesen…

Patentrezept gesucht

Trotz Direct Air Capture drastische CO2-Reduktion unausweichlich – mit freundlicher Genehmigung von Felix Schenuit und Oliver Geden

„Deutschland zögert bei der CO2-Entnahme, weil sie den Anreiz für Emissionsreduktionen senkt. Aber ohne sie sind die Klimaziele nicht erreichbar, schreiben Felix Schenuit und Oliver Geden am im ipg-journal der Friedrich-Ebert-Stiftung. „Netto Null“ sei das zentrale klimapolitische Schlagwort der letzten Jahre. Die Europäische Union (EU) strebe das Ziel bis 2050 an, Deutschland und Schweden bis 2045 und Finnland sogar bis 2035. Konkret bedeute „Netto Null“, dass alle nicht vermeidbaren Emissionen – sogenannte Residualemissionen, z.B. aus der Landwirtschaft und einigen industriellen Prozessen – durch CO2-Entnahmen ausgeglichen werden und in der Summe keinerlei Emissionen mehr in die Atmosphäre gelangen. weiterlesen…

Regierung: Starkregen häufiger und stärker

Auftreten von Extremwetter-Phänomenen in Deutschland

Inzwischen selbstverständliche Forschungsergebnisse wie Prognosen zum Auftreten von Extremwetter-Phänomenen in Deutschland sind ein Thema der Antwort der Bundesregierung (19/32480) auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion (19/32034). Der Bundesregierung sind – so der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag – demnach durchaus wissenschaftliche Prognosen bekannt, wonach Extremwetter-Phänomene auch in Deutschland in Zukunft an Häufigkeit und Intensität zunehmen werden. weiterlesen…

Ampel-Sondierungen: SPD, Grüne und FDP wollen bundesweite Photovoltaik-Pflicht

Ampel-Sondierungen: SPD, Grüne und FDP wollen bundesweite Photovoltaik-Pflicht

Die Parteien wollen weiterverhandeln und eine Fortschrittskoalition bilden. Bei der Vorschrift, die Installation von Photovoltaik-Anlagen bei gewerblichen Neubauten verpflichtend zu machen, besteht bereits Einigkeit. Zudem soll das Kohleausstiegsgesetz auf den Prüfstand. Mehr dazu berichtete am 15.10.2021 für das online-Portal pv magazine. weiterlesen…

Ziellücke schließen

Klimaschutz im Gebäudebereich verbessert und Treibhausgasemissionen reduziert

Die Bundesregierung hat (schon am 22.09.2021) die vom Bundesminister für Wirtschaft und Energie und dem Bundesminister des Innern, für Bau und Heimat vorgelegten Maßnahmen für den Sektor Gebäude beschlossen. Mit diesen Maßnahmen werden der Klimaschutz im Gebäudebereich verbessert und die Treibhausgasemissionen reduziert. Insbesondere sollen diese Maßnahmen dazu beitragen, die 2020 entstandene Ziellücke im Gebäudebereich zu schließen. weiterlesen…

„Deutschlands Neue Agenda“

Ziel: CEOs und Wissenschaftler präsentieren Roadmap für die nächste Bundesregierung

Von Automobil bis Zement, von Handel bis Flugverkehr, von Verwaltung bis Forschung – Deutschland will bis 2045 in allen Bereichen klimaneutral werden. Mehr als 50 namhafte CEOs, Wissenschaftler und Experten legten dazu mit „Deutschlands Neue Agenda“ eine konkrete Roadmap für die Parlamente und Regierungen der nächsten Jahrzehnte vor. Die Politik erhält damit einen genauen Fahrplan, welche Voraussetzungen bis 2022, 2025, 2030 erfüllt sein müssen, damit die Unternehmen die bereits beschlossenen Klimaziele für 2045 wirklich erreichen können und welche Rolle die Digitalisierung dabei spielen muss. Präsentiert am 14.10.2021 in Berlin von den Mit-Herausgeberinnen Veronika Grimm (Sachversta?ndigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung), Dirk Messner (Pra?sident des Umweltbundesamtes) und Stefan Schaible (Global Managing Partner Roland Berger). weiterlesen…

Der Weg zu Netto-Null mit flüssigen Brennstoffen

Alter Diesel wird mit OME zum Saubermann

Forscher der Monash University und der Hokkaido University haben eine Methode entwickelt, mit der Kohlendioxid in einen dieselähnlichen Kraftstoff umgewandelt werden kann, der das Potenzial zu einer flüssigen Kraftstoffalternative hat, mit der Autos nachhaltiger betrieben werden können. Wenn CO2 dem Herstellungsprozess der Kraftstoffproduktion zugefügt wird, können Kraftstoffe mit weniger oder umgekehrten Netto-CO2-Emissionen produziert werden. Wenn der für diesen Prozess benötigte Wasserstoff durch solarbetriebene Wasserelektrolyse bereitgestellt wird, wird der gesamte Prozess vollständig erneuerbar. Das Endergebnis sei ein Kraftstoffprodukt ohne Kohlenstoffemissionen, so die Webseite der Universität. weiterlesen…

Lesehinweis: Luftverkehr will nicht auf Wasserstoff oder Strom warten

Die Lösung: SAF

Nachhaltige Flugkraftstoffe können derzeitigen Kraftstoffen beigemischt werden, aber die Kosten sind noch zu hoch, um sie wirtschaftlich zu machen. Nach Ansicht von Wirtschaftsführern könnte sich dies mit der richtigen Unterstützung bald ändern, schreibt Dave Keating am 11.10.2021 im Energy Monitor. Seit Jahren ist der Luftverkehr das ultimative Klimaproblem – ein Sektor, der übergroße Auswirkungen hat, weil die Emissionen so hoch oben in der Atmosphäre entstehen. Der weltweite Luftverkehr musste bisher für seine CO2-Emissionen nicht zahlen, und fast alle Flugzeuge werden noch immer vollständig mit fossilen Brennstoffen betrieben. weiterlesen…