IEA fordert radikales Divestment

Sofortiger Investitions-Stopp in Kohle, Erdöl und Erdgas

Der Weg zum kritischen und ehrgeizigen Ziel von Netto-Null-Emissionen bis 2050 sei schmal, er bringe aber enorme Vorteile, so ein Sonderbericht der Internationalen Energieagentur (IEA) unter dem Titel „Net Zero by 2050: a Roadmap for the Global Energy Sector“ vom 18.05.2021. Nur mit einem radikalen Kurswechsel ließen sich die klimaschädlichen Emissionen bis 2050 auf netto null bringen. (Titel: IEA-Report „Net Zero by 2050“ – © iea.org) weiterlesen…

G7-Minister wollen staatliche Kohle-Finanzierung beenden

Umweltminister der großen Industriestaaten vereinbaren ehrgeizige Ziele im Kampf gegen Artensterben und Klimawandel

Die Umwelt- und Klimaminister von Deutschland, Frankreich, Italien, Japan, Kanada, der USA, Großbritanniens und der EU haben sich nach zweitägigen virtuellen Beratungen unter Vorsitz Großbritanniens auf ehrgeizige gemeinsame Ziele und Maßnahmen verständigt. Einer Medienmitteilung aus dem BMU folgend sei dabei – „zum ersten Mal in dieser Deutlichkeit“ – der Kampf gegen den Klimawandel eng verknüpft worden mit dem Einsatz gegen das Artensterben und damit auch der Vermeidung künftiger Pandemien. Die Mitteilung wörtlich „Mit diesen Beschlüssen treten die G7-Staaten als Vorreiter für ambitionierte Ergebnisse bei den Klimaverhandlungen in Glasgow im November und bei der Weltbiodiversitätskonferenz in Kunming, China, im Oktober ein.“ Der G7-Gipfel der Staats- und Regierungschefs findet vom 11. bis 13.06.2021 in Cornwall statt. weiterlesen…

EU-Vize und Klimakommissar will Kurzstreckenflüge beenden

Aber nicht durch Verbote

EU-Klimakommissar Frans Timmermans strebt ein Ende von Kurzstreckenflügen an – allerdings nicht durch Verbote so der Vizepräsident der EU-Kommission am 20.05.2021 zu den Zeitungen der Funke Mediengruppe, etwa der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung oder der Berliner Morgenpost. Vielmehr bittet er die EU-Bürger, bewusst weniger zu fliegen, vielleicht gar nur einmal im Jahr. Reisen sollte so organisiert werden, „dass es attraktiver wird, mit dem Zug zu fahren“. weiterlesen…

Wie klimaneutral fliegen?

Klimaneutrales Fliegen und fossile Treibstoffe schließen einander nicht aus

Klimaneutrale Luftfahrt ist zwar möglich. Weil aber auch in Zukunft Flugzeuge mit fossilen Treibstoffen betrieben werden dürften, müsste das ausgestoßene CO2 konsequent im Untergrund gespeichert werden (engl. Carbon Capture and Storage, CCS, oder CCU – Carbon Capture and Utilization) – so eine Medienmitteilung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) vom 15.01.2021. weiterlesen…

BASF und RWE wollen gemeinsam Klima schützen

Gemeinsame Presse-Information: „Leuchtturm für Klimaschutz in der chemischen Industrie“

„Grüner Strom und innovative Produktionstechnik könnten den Chemiestandort Ludwigshafen zu einem Leuchtturm für Klimaschutz in der chemischen Industrie machen“, verkündeten BASF SE und RWE AG in einer gemeinsamen Medienmitteilung am 21.05.2021. Dafür planen der Chemieriese und der Stromgigant bei neuen Technologien für Klimaschutz zusammenzuarbeiten und wollen einen zusätzlichen Offshore-Windpark mit 2 GW bauen; der soll der BASF ab 2030 grünen Strom für CO2-freie Produktionsverfahren und zur Herstellung von grünem Wasserstoff liefern (Grafik: RWE-BASF – Klimaschutz-Kooperation – © basf.com). weiterlesen…

Immer mehr Strom für Kühlung

Erderwärmung frisst Energie

Durch den klimabedingten Temperaturanstieg wird der Kühlbedarf von Gebäuden weiter zunehmen. Eine Hochrechnung von Forschenden der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt basierend auf Daten des NEST-Gebäudes (modulares Forschungs- und Innovationsgebäude der Empa und der Eawag) und künftigen Klimaszenarien für die Schweiz zeigt, dass „dieser Anstieg des Energiebedarfs für die Kühlung erheblich sein dürfte und starken Einfluss auf unser künftiges – elektrifiziertes – Energiesystem haben kann“. (Foto: Klimaanlagen – © Andrei Savransky auf Pixabay) weiterlesen…

Mehr Klimaresilienz durch verbesserte saisonale Vorhersagen

Vermehrten und intensiveren Phasen von Trockenheit oder Niederschlägen begegnen

Wassermangel, Überschwemmungen oder Ernteausfälle: Weltweit kommt es in Folge des Klimawandels häufiger und intensiver zu ausgeprägten Trockenn- und Regenphasen, die menschliches Leid und große wirtschaftliche Schäden verursachen. Präzisere saisonale meteorologische Vorhersagen für wasserarme Regionen durch statistische Methoden aus dem Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) helfen Entscheidungsträgern, die Folgen des Klimawandels vor Ort abzumildern. (Foto: Hochwasser am Rhein 05.02.2021, Wiesbaden – © Franziska Vogt für Solarify) weiterlesen…

Buchempfehlung: Deutschland 2050 – „Dann haben wir keine Fichte mehr“

Wie der Klimawandel unser Leben verändern wird: „Aprikosen aus Hamburg, Kühlräume für Berlin und Hochleistungskühe im Hitzestress“

In ihrem neuen Buch „Deutschland 2050 – Wie der Klimawandel unser Leben verändern wird“ geben die Autoren Nick Reimer und Toralf Staud konkrete Antworten auf die Frage, wie der Klimawandel uns in Deutschland treffen wird. Spätestens die Hitzesommer 2018 und 2019 sowie die auch 2020 anhaltende Trockenheit haben es deutlich gemacht: Der menschengemachte Klimawandel ist keine Bedrohung für die ferne Zukunft ferner Länder, der Klimawandel findet statt – hier und jetzt. Doch welche konkreten Auswirkungen wird er auf unser aller Leben in Deutschland haben? weiterlesen…

Westgrönlands Eisschild droht teilweise zu kippen

Neue Frühwarnsignale

Wissenschaftler vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung und der Freien Universität Berlin haben neue Frühwarnsignale entdeckt, die darauf hinweisen, dass der zentral-westliche Teil des grönländischen Eisschildes relativ bald einen kritischen Übergang erleben könnte. Aufgrund steigender Temperaturen, so eine am 18.05.2021 publizierte Untersuchung von Forschern aus Deutschland und Norwegen, hat die Destabilisierung des Eisschildes bereits begonnen. weiterlesen…

F ü r   Bahn-Modernisierung – g e g e n   Kurzstreckenflüge

DUH will regionale Bahninfrastruktur klimafreundlich modernisieren

In der aktuellen Diskussion über Kurzstreckenflüge forderte die Deutsche Umwelthilfe (DUH) am 17.05.2021 ein Verbot innerdeutscher Flugverbindungen – immer dann, wenn das gleiche Reiseziel innerhalb von vier Stunden oder weniger mit dem Zug erreicht werden kann. Ein Beispiel hierfür sei die (erst kürzlich ausgebaute) Schnell-Strecke München – Berlin. Allianz pro Schiene-Geschäftsführer Dirk Flege hat sich für eine neue bahnpolitische Grundausrichtung ausgesprochen. weiterlesen…