Chemisches Recycling ein Fake?

NABU und DUH entlarven falsche Umweltversprechen

„Die als besonders innovativ und umweltfreundlich beworbene Technologie des chemischen Recyclings hält nicht, was sie verspricht“, sagen Deutsche Umwelthilfe (DUH), Naturschutzbund Deutschland (NABU) und weitere europäische Umweltverbände in einer am 18.12.2020 veröffentlichten gemeinsamen Medienmitteilung. Gemeinsam haben die Verbände Studien zu den Umweltauswirkungen des chemischen Recyclings analysiert („Die Umweltauswirkungen des chemischen Recyclings von Kunststoffen – Zehn offene Fragen zu vorliegenden Ökobilanzen“). Das Ergebnis: „bisher fehlt es an unabhängigen Untersuchungen zu diesem Thema. In den untersuchten Publikationen werden Ergebnisse verzerrt dargestellt, ungerechtfertigte CO2-Gutschriften erteilt und wichtige Umweltaspekte außer Acht gelassen. Zusätzlich verhindert die Geheimhaltung zugrundeliegender Daten eine Reproduzierbarkeit der Studienergebnisse. Die vermeintlichen Umweltvorteile des chemischen Recyclings können damit nicht belegt werden.“ weiterlesen…

Nur Grüner Wasserstoff klimafreundlich und kostengünstig

Neue Untersuchung von Greenpeace Energy

Deutschland kann seinen künftigen Wasserstoffbedarfs bei maximaler Klimaschutzwirkung und mit zugleich klaren Kostenvorteilen durch Grünen Wasserstoff decken. Das ist das Ergebnis einer am 09.12.2020 vom Ökoenergieanbieter Greenpeace Energy einer Medienmitteilung zufolge vorgestellten Untersuchung. Im Vergleich möglicher Wasserstoff-Ausbaupfade erweist sich erneuerbar produzierter Wasserstoff in Verbindung mit einem schnellen Erneuerbaren-Ausbau als die deutlich kostengünstigste und klimafreundlichste Variante. weiterlesen…

Klimawandel verschlimmert Biodiversitätsschwund

Studie in PNAS: Revidierte Ziele für biologische Vielfalt nach 2020 müssen Erderwärmung berücksichtigen

Der Klimawandel gefährdet massiv, dass viele bestehende und von internationalen Organisationen vorgeschlagene Ziele für die biologische Vielfalt nach 2020 erreicht werden – selbst wenn andere Hindernisse, wie die Ausbeutung von Lebensräumen, aus dem Weg geräumt werden. Zu diesem Ergebnis kommen die Autoren einer Analyse unter Leitung der Ökosystemforscherin Almut Arneth vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Wie die nun in den Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America (PNAS) publizierte Studie zeigt, beschleunigt die Erderwärmung den Schwund der biologischen Vielfalt. Umgekehrt können Maßnahmen zum Biodiversitätsschutz auch dazu beitragen, die Folgen des Klimawandels abzumildern. Flexible Methoden im Naturschutz würden es möglich machen, dynamisch auf die Folgen des Klimawandels für Lebenräume und Arten zu reagieren. weiterlesen…

Buch: „Energie versus Kohlendioxid“

Rumäne schlägt Rezepte zur Rettung der Welt vor

„Verbrennungsmotor als Klimaretter“ überschrieb die Chemnitzer Freie Presse ihre Rezension des Buches „Energie versus Kohlendioxid“ von Cornel Stan aus dem Springer-Verlag. Es geht dem gebürtigen Rumänen und Weltbürger um nichts Geringeres als die Rettung der Welt. Die dekliniert er in 59 teils vertraut klingenden teils überraschenden Thesen durch. weiterlesen…

Neues Hybridspeichersystem BiFlow vom KIT

Dezentrale Energieversorgung durch innovative Strom-Wärme-Kopplung

Der Ausbau Erneuerbarer Energien im Rahmen der Energiewende erfordert große Speicherkapazitäten. Vor allem im Hinblick auf Ressourcenknappheit werden deshalb auch Alternativen zur Lithium-Ionen-Technologie erforscht. Im Projekt „BiFlow“ entwickelt das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) gemeinsam mit Partnern ein neuartiges Hybridspeichersystem, das die spezifischen Vorteile der Lithium-Ionen-Batterie und der Redox-Flow-Batterie kombiniert sowie gleichzeitig als Wärmespeicher dient. (Im Projekt „BiFlow“ wird das Studierendenwohnhaus STAGE76 in Bruchsal mit einem innovativen Energiespeicher ausgestattet, der die Bewohner mit Wärme und Strom versorgt. – Grafik © artbox Bruchsal) weiterlesen…

„’Renovation Wave‘ zum Erfolg führen!“

48 Verbände appellieren an Bundesregierung

Am 14.10.2020 hat die EU-Kommission ihre Strategie für eine Renovierungswelle zur Verbesserung der Energieeffizienz von Gebäuden veröffentlicht (siehe solarify.eu/eu-loest-renovierungswelle-aus). Die Kommission beabsichtigt, die Renovierungsquote in den nächsten zehn Jahren mindestens zu verdoppeln und durch Renovierungen für mehr Energie- und Ressourceneffizienz zu sorgen. Gemeinsam mit 48 weiteren Wirtschafts- und Umweltverbänden fordert die Deutsche Umwelthilfe (DUH) ein klares Bekenntnis der Bundesregierung zur geplanten Sanierungsoffensive Renovation Wave der EU. weiterlesen…

Noch kurz die Welt retten?

Warum die Defossilierung von der Chemie abhängt – stoffliche Nutzung von CO2 als Rohstoff

„Wenn die Defossilierung gelingen soll, werden Chemie und Anlagenbau eine Hauptrolle spielen“, schrieb Dominik Stephan am 06.11.2020 auf process.vogel.de.“Will die Gesellschaft weg von ihrer verhängnisvollen Abhängigkeit von fossilen Ressourcen, braucht es mehr als ein paar Windräder und Solarzellen. Auch Emissionszertifikate oder das Elektro-Auto werden die Welt nicht im Alleingang retten.“ In Stephans lesenwertem Artikel geht es um Carbon2Chem. weiterlesen…

MPIKG erhält Millionen-Forschungspreis für Batterieforschung

6,5 Mio. an Potsdamer Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung

Das Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung (MPIKG) in Potsdam hat einen mit 6,5 Millionen Euro dotierten Forschungspreis des Europäischen Forschungsrats (ERC) gewonnen. Damit soll die Forschung an neuartigen Batterien gefördert werden, die ohne Lithium auskommen. weiterlesen…

Aus Methan Ethen machen

Klimaschutz aus dem Reagenzglas

Es wäre ein dreifacher Gewinn – fürs Klima, für die Rohstoffressourcen und für die chemische Industrie: Mit ihrer Arbeit wollen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Fritz-Haber-Instituts der Max-Planck-Gesellschaft in Berlin die Basis schaffen, um aus dem Methan, das bei der Erdölförderung bislang abgefackelt wird, nützliche chemische Produkte wie etwa Kunststoffe zu gewinnen. Denn sie gehen der Frage nach, wie ein Katalysator beschaffen sein muss, der das Methan effizienter, als es derzeit möglich ist, in Ethen umwandelt. Einen wegweisenden Hinweis haben sie nun gefunden, den das FHI am 30.10.2020 auf seiner Internetseite publizierte. weiterlesen…

Broschüre „Ökosystem der Bürgerenergie“

Bürgerenergiegemeinschaften gestalten Energiewende dezentral, sozial, gerecht und nachhaltig

Die Bandbreite an Stakeholdern, die Arbeit und Projekte von Bürgerenergiegemeinschaften beeinflussen, ist groß und variiert in der Praxis mitunter stark. Die langjährigen Erfahrungen von Bürgerenergiegemeinschaften hat jetzt das Bündnis Bürgerenergie e.V. in der Broschüre „Ökosystem der Bürgerenergie“ zusammengefasst. weiterlesen…