Novelle des Kreislaufwirtschaftsgesetzes passiert Bundesrat

Neue Instrumente im Einsatz gegen Vermüllung und Ressourcenverschwendung: Weniger Abfall – mehr Recycling

Der Bundesrat hat am 09.10.2020 die Umsetzung der neuen EU-Abfallrahmenrichtlinie in deutsches Recht gebilligt, die der Bundestag am 17.09.2020 beschlossen hatte. Ziel ist es, das Kreislaufwirtschaftsgesetz ökologisch weiterzuentwickeln, um das Ressourcenmanagement und die Ressourceneffizienz in Deutschland zu verbessern und vor allem die Abfallvermeidung zu stärken. weiterlesen…

Deutschland kann bis 2035 CO2-neutral werden

FFF und Wuppertal Institut stellen Eckpunkte für 1,5-Grad-Grenze vor

Die von der internationalen Staatengemeinschaft 2015 in Paris beschlossene Vereinbarung gibt das Ziel vor, die Erderwärmung auf deutlich unter 2 Grad Celsius, möglichst aber auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen. Doch es geschieht zu wenig. FridaysForFuture (FFF) dazu: „Seit fast zwei Jahren ist das Klima eines der größten Themen in Gesellschaft und Politik. Und gleichzeitig gibt es immer noch keine einzige Partei in Deutschland, die einen Plan zur Einhaltung des Pariser Klimaabkommens hat. Oder wenigstens einen Plan, was die Einhaltung der 1,5-°C-Grenze für Deutschland eigentlich bedeutet. Zwischen den Zielen aller politischen Parteien und der 1,5-°C-Grenze klafft eine gigantische Lücke.“ Beauftragt von Fridays for Future legte das Wuppertal Institut jetzt eine Untersuchung mit möglichen Eckpunkten vor, die helfen können, die 1,5-Grad-Grenze bis 2035 nicht zu überschreiten. weiterlesen…

VW und Daimler drohen Milliardenstrafen

CO2-Ziel verfehlt

Um den CO2-Ausstoß von Neuwagen zu reduzieren, hat die Europäische Union zum Jahresbeginn einen sogenannten Flottengrenzwert für Hersteller eingeführt. Dieser liegt bei 95 g CO2/km. Volkswagen und Daimler müssen mit einer Milliardenstrafe durch die Europäische Union rechnen, denn sie überschreiten die Klimagrenzen rund um den CO2-Ausstoß deutlich, stellt eine Untersuchung des europäischen Klimaverbandes Transport & Environment (T&E) fest. weiterlesen…

Roh- und Brennstoffe aus Klärschlamm

Neues Verfahren

Das am 01.08.2020 gegründete österreichische Startup Green Sentinel GmbH des Biotechnologen Daniel Scheiböck-Ortner hat noch nicht einmal eine Webseite und scheint bereits großes Interesse zu erregen: „Ursprünglich hatten wir geplant, bis 2025 15 Anlagen zu realisieren, doch schon unser erster deutscher Kunde hat Interesse an zehn Anlagen bekundet. Das hat unsere kühnsten Erwartungen übertroffen,“ sagt Scheiböck-Ortner auf greenstart.at. weiterlesen…

Agrarpolitik der EU bis 2028 – Nullnummer fürs Klima?

Öko-Institut: 35 Milliarden Euro EU-Agrarsubventionen pro Jahr würden ohne deutliche Änderungen nichts zum Klimaschutz beitragen

Die bis 2028 gültige Gemeinsame EU-Agrarpolitik (GAP), die nach jetzigem Stand am 19. und 20. Oktober von den zuständigen Ministern verabschiedet werden soll, steht im Widerspruch zu den neuen EU-Klimazielen. Dies zeigt eine am 09.10.2020 vorgestellte und im Auftrag der Entwicklungs- und Umweltorganisation Germanwatch erstellte Studie des Öko-Instituts (Freiburg). weiterlesen…

Mit EE Null erreichen

Untersuchung der IRENA

Um einen katastrophalen Klimawandel zu vermeiden, muss die Welt bis 2050 in allen Wirtschaftssektoren den CO2-Ausstoß auf Null reduzieren. Die effektive Energiedekarbonisierung ist eine große Herausforderung, vor allem in den Schlüsselsektoren Industrie und Verkehr. Die Begrenzung des Anstiegs der globalen Durchschnittstemperaturen auf 1,5° C erfordert aber, dass alle Wirtschaftsbereiche Anfang der zweiten Hälfte dieses Jahrhunderts null CO2-Emissionen erreichen müssen. In einer aktuellen Untersuchung („Reaching Zero with Renewables„) hat die Internationale Erneuerbare-Energie-Agentur IRENA die energieintensiven Industriezweige auf ihr Potenzial hin geprüft, durch den Einsatz Erneuerbarer Energieträger klimaneutral zu werden. weiterlesen…

Stickstoffdüngung heizt Klimawandel an

Nahrungsmittelproduktion setzt immer mehr zur Erderwärmung beitragendes Lachgas frei

Beim Klimaschutz wird ein wichtiger Aspekt bislang zu wenig berücksichtigt: Neben der Verbrennung fossiler Brennstoffe trägt auch die Landwirtschaft stark zur Emission von Treibhausgasen bei, unter anderem durch die Stickstoffdüngung. Durch sie erhöht sich die Konzentration von Lachgas in der Atmosphäre zunehmend und trägt damit zur Erderwärmung bei. Zu dem Schluss kommt ein internationales Team, an dem auch Sönke Zaehle, Direktor am Max-Planck-Institut für Biogeochemie in Jena (bgc-jena.mpg.de, beteiligt war. Dadurch dürfte es für die Weltgemeinschaft noch schwerer werden, die Ziele des internationalen Pariser Klimaabkommens zu erreichen. weiterlesen…

USA: Grüner Strom immer öfter vor Fossilen

Erneuerbare Energien schlagen frühzeitig Kohleverstromung

Die Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien in den USA hat die Kohle im Herbst 2020 bereits an neun Tagen übertroffen, verglichen mit nur fünf Tagen in der letzten Hälfte des Jahres 2019, schreiben Seth Feaster und Dennis Wamsted am 06.10.2020 auf der Internetseite des Institute for Energy Economics and Financial Analysis (IEEFA). weiterlesen…

„Keine Autos für Kühe!“

EU-Mercosur-Abkommen: Greenpeace veröffentlicht Verhandlungstext

Greenpeace Deutschland liegt der unter Verschluss gehaltene Vertragstext zum EU-Mercosur-Assoziierungsabkommen vor, den die EU und die vier Mercosur-Staaten Brasilien, Argentinien, Paraguay und Uruguay am 18.06.2020 abgeschlossen haben. Mehr dazu in der Greenpeace-Presseerklärung vom 08.10.2020. weiterlesen…

Höherer CO2-Preis für Wärme und Verkehr ab Januar 2021

Bürger werden entlastet

Ab dem 01.01.2021 werden klimaschädliche fossile Brennstoffe mit einem Preis von 25 Euro pro Tonne CO2 belegt. Damit verteuern sich Öl und Diesel um 7,9 Cent pro Liter, Benzin um 7 Cent pro Liter und Erdgas um 0,6 Cent pro Kilowattstunde. Für die Mehrkosten werden Bürger unter anderem über eine Senkung des Strompreises entlastet. Die bereits am Donnerstag, 08.10.2020, vom Bundestag beschlossene Gesetzesänderung hat einen Tag später, am 09.10.2020, auch den Bundesrat passiert. Mit dem Brennstoffemissionshandelsgesetzes (BEHG) werde ein in den nächsten Jahren steigender CO2-Preis in Form eines nationalen Zertifikatehandels für die Sektoren Wärme und Verkehr eingeführt, wie das BMU am 09.10.2020 mitteilt. weiterlesen…