Klimaneutralität benötigt auch technische Senken

Technologien müssen zügig parallel aufgebaut werden

Klimaneutralität braucht Senken. Alle 1,5 Grad-kompatiblen Pfade des IPCC (und die Mehrheit der 2°-Pfade) betonen die Notwendigkeit des massiven Einsatzes von negativen Emissionen ab 2050, aber auch bereits auf dem Weg dahin. Nach dem Erreichen der deutschen Treibhausgasneutralität müssen wir netto-negativ werden. Das heißt: Durch Senken muss langfristig CO2 aus der Atmosphäre entnommen wird. Für Klimaneutralität werden neben den natürlichen Senken auch technische CO2-Senken benötigt. Das Klimaschutzgesetz fordert seit kurzem für 2045 eine jährliche Senkenleistung des LULUCF-Sektors von 40 Millionen Tonnen CO2. Ein Kurzgutachten im Rahmen der dena-Leitstudie „Aufbruch Klimaneutralität“. weiterlesen…

Starker Wasserstoffhochlauf für Klimaneutralität erforderlich

Hydrogen4EU-Studie

Der Bedarf an Wasserstoff in der Europäischen Union könnte deutlich stärker steigen als bislang erwartet. Das ist das Ergebnis der Studie Hydrogen4EU von Zukunft Gas. Die Studie modelliert den europäischen Energiesektor mit hochinnovativen wissenschaftlichen Methoden und betrachtet zwei Politikszenarien für den Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft: Einen Technologie-Diversifizierungspfad (TD) und einen Pfad mit einem Erneuerbaren-Schub (ES). In beiden Szenarien spielt klimaneutraler Wasserstoff hergestellt mit Erdgas eine wesentliche Rolle, um die Klimaziele zu erreichen. (Grafik: Entwicklung der EU-Wasserstoff-Produktion – © Hydrogen4EU) weiterlesen…

5 Technologien sollen Stromnetz fit für Energiewende machen

Kopernikus-Projekt ENSURE veröffentlicht Testvorhaben

Mit dem Energienetz in der heutigen Form kann die Energiewende nicht gelingen: Durch einen steigenden Anteil Erneuerbarer Energien nehmen auch die Stromschwankungen im Netz deutlich zu. Zudem ersetzen viele kleine Strom-Lieferanten wenige große. Und: Netze müssen gleichzeitig Strom in zwei Richtungen transportieren können. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, entwickelt das vom BMBF geförderte Kopernikus-Projekt ENSURE Technologien für das Energienetz der Zukunft. Dazu hat ENSURE bis 2019 analysiert, welche Anforderungen Stromnetze bis 2050 erfüllen müssen. Seither entwickelt es Lösungen, mit denen sich diese Anforderungen umsetzen lassen. Am 15.06.2021 wurden die ersten fünf Technologien bekanntgegeben, die in der Praxis oder digital simuliert getestet werden sollen. weiterlesen…

Versteckter Solardeckel muss weg

Sofortige Anhebung der Erneuerbaren Ausbauziele noch vor der Wahl nötig

EUROSOLAR fordert Bundeswirtschaftsminister Altmaier zu einer sofortigen Anhebung der Ausbauziele für Erneuerbare Energien noch vor der Bundestagswahl auf. „Wir haben keine Zeit zu verlieren, sie läuft uns davon. Selbst die nicht übermäßig ambitionierten Klimaziele der Bundesregierung können beim derzeit politisch verursachten, dümpelnden Zubautempo nicht erreicht werden. Zugleich werden Chancen für nachhaltigen Wohlstand durch den Jobmotor Erneuerbare verspielt.“ weiterlesen…

Perowskite: Mehr als Solarzellen

Neue Materialeigenschaften bei Perowskiten eröffnen Horizonte für Spintronik und Quantencomputer

Perowskit-Materialien gelten als große Hoffnungsträger für eine neue Generation von hocheffizienten und kostengünstigen Solarzellen. Eine Gruppe am Institut für Photovoltaik der Universität Stuttgart unter Leitung von Prof. Michael Saliba zeigte nun, dass die Vielseitigkeit von Perowskiten noch viel weiter gedacht werden kann, nämlich im Bereich zweidimensionaler Materialien. Über die Forschung berichtete Nature Materials am 10.06.2021. weiterlesen…

Wie fair ist die Energiewende?

Verteilungswirkungen in der deutschen Energie- und Klimapolitik

Das ifo Institut hat die aktuelle Ausgabe seines Schnelldienstes (74, Nr. 06) Untersuchungen über die Auswirkungen und Verteilungseffekte der Energiewende gewidmet. Laut Handelsblatt kritisiert die 1949 gegründete Münchner Einrichtung das neue Klimaschutzgesetz „scharf“ als „teure Wachstumsbremse“. Zudem hätten CO2-Effizienzstandards ebenso wie Subventionen und Fahrverbote problematische Verteilungswirkungen. Durch CO2-Preise eingenommenes Geld sollte auf jeden Fall in Form von Pro-Kopf-Ausschüttung zur Entlastung einkommensschwacher Haushalte verwendet werden. weiterlesen…

Kritik am neuen Klimaschutzgesetz aus dem ifo Institut

Reformchance nicht genutzt

Das Münchner ifo Institut hat das neue Klimaschutzgesetz kritisiert. „Leider wurde die Chance zu einer umfassenderen Reform des Klimaschutzgesetzes im aktuell vorliegenden Entwurf nicht genutzt“, schreibt die Leiterin des ifo Zentrums für Energie, Klima und Ressourcen, Karen Pittel, in einem Aufsatz für den ifo Schnelldienst. Zu kurzfristig ausgelegte Beschlüsse verteuerten das Erreichen langfristiger Klimaziele erheblich. Jahresgenaue Emissionsziele zu formulieren könne sich negativ auf die Innovationstätigkeit von Unternehmen auswirken. Die Ziele für die Wirtschaftssektoren abzuschaffen hingegen könne die Kosten für das Erreichen der Klimaziele in der gesamten Volkswirtschaft verringern. weiterlesen…

Höherer Spritpreis mit Rückerstattung pro Kopf

MCC: Fairste Form von Klimaschutz im Verkehr

Die Inflation an der Zapfsäule erregt im Wahljahr die Gemüter in Deutschland: Muss die Klimapolitik im Verkehr wirklich zu immer höheren Steuern auf den Spritpreis führen, oder gibt es sozialverträglichere Mittel? In der Diskussion und zum Teil schon umgesetzt sind ja auch strengere Kraftstoff-Effizienz-Standards für Autobauer, Bonus- und Malus-Zahlungen, Kaufprämien für E-Mobile sowie Fahrverbote. Eine Untersuchung aus dem MCC-Berlin berechnet für 156.000 repräsentativ ausgewählte Haushalte präzise die Kosten. weiterlesen…

Deutschlands neue Klimaziele besiegeln Kohleausstieg schon bis 2030

Agora-Energiewende rechnet vor

Die im neuen deutschen Klimaschutzgesetz verankerten Änderungen der Klimaziele, in Kombination mit steigenden CO2-Preisen, sorgen schon ab 2030 – und damit weit früher als bisher festgelegt – für ein Ende der Kohle im deutschen Strommix, sagen Philipp Litz, Nga Ngo Thuy und Patrick Graichen in einem am 15.06.2021 veröffentlichten Blogbeitrag auf der Internetseite von Agora Energiewende. weiterlesen…

Planung und Bau der Forschungsfertigung Batteriezelle am Standort Münster

Regierung will ein Jahr früher fertig werden

Die Bundesregierung will das Teilprojekt „Forschungsfertigung Batteriezelle“ (FFB) bis 2025 – ein Jahr früher als ursprünglich geplant – in zwei Bauabschnitten fertigstellen, schreibt sie in ihrer Antwort (19/30377) auf eine Kleine Anfrage (19/30026) der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen. Das 2019 gestartete Projekt befinde sich aktuell im Zeitplan. weiterlesen…