Win-Win-Situation: Deutsch-tunesische Partnerschaft zur Förderung grünen Wasserstoffs

25 Mio für P2X in Tunesien – Wasser aus Meerwasser-Entsalzungsanlagen

Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) hat am 15.12.2020 der tunesischen Regierung einen Zuschuss in Höhe von 25 Mio. EUR für ein Vorhaben zum Wissenstransfer und zur Errichtung von Demonstrationsanlagen zur Herstellung und Weiterverarbeitung von grünem Wasserstoff in Tunesien zugesagt. Die Zusage erfolgte im Rahmen der Unterzeichnung eines Memorandums zwischen Deutschland und Tunesien zur langfristigen Partnerschaft im Bereich des grünen Wasserstoffs. Die KfW – so eine Medienmitteilung – fördert mit den tunesischen Partnern die Entwicklung und Anwendung von grünem Wasserstoff und dessen Derivaten – auch „Power to X“ genannt. weiterlesen…

Zweite Luft für alte Windräder

Worst Case abgewendet – aber nicht überall

Betreiber alter Windenergieanlagen hatten den Countdown sicher schon ticken gehört: Zum Jahresende läuft die EEG-Vergütung für rund 5.000 Anlagen mit einer Leistung von zusammen circa 3.700 MW aus. Bis zuletzt war offen, ob es für diese Anlagen in der aktuellen EEG-Novelle eine Anschlusslösung geben würde. Das ist nun der Fall, die Koalitionsfraktionen haben sich auf der Zielgeraden doch noch geeinigt. Der Worst Case für die Energiewende, nämlich die drohende Stilllegung vieler dieser ausgeförderten Anlagen, dürfte somit vom Tisch sein – meint, meint Naturstrom-Chef Oliver Hummel in einem Gastbeitrag für Erneuerbare Energien. weiterlesen…

Konsequenter Umweltschutz spart der Gesellschaft viele Milliarden Euro

UBA legt neue Kostensätze für Umweltschäden vor

Treibhausgase, Stickstoffemissionen und andere Umweltbelastungen schädigen unsere Gesundheit und zerstören Ökosysteme. Zudem führen sie zu Produktionsausfällen, Ernteverlusten und Schäden an Gebäuden und Infrastruktur. Für viele dieser Schäden gibt es etablierte wissenschaftliche Methoden, um sie in Geldwerten auszudrücken. Das Umweltbundesamt (UBA) hat in der jetzt veröffentlichten Methodenkonvention 3.1 die Kostensätze von Umweltbelastungen aktualisiert und um Kostensätze für Stickstoff- und Phosphoremissionen, Treibhausgase in der landwirtschaftlichen Lieferkette und Baustoffe erweitert. weiterlesen…

Bundesrat winkt Plastiktütenverbot durch

Noch ein ganzes Jahr „Schonfrist“

Ab dem 01.01.2022 gilt in Deutschland ein Verbot für Plastiktüten. Nach der Zustimmung des Bundestags hat der Bundesrat am 18.12.2020 eine entsprechende Änderung des Verpackungsgesetzes passieren lassen. In einem guten Jahr dürfen leichte Plastiktüten (mit Wandstärken von 15 bis 50 Mikrometern) nicht mehr in Umlauf gesetzt werden – 2019 waren es in Deutschland 1,49 Milliarden – so das BMU in einer Medienmitteilung. weiterlesen…

Klimajournalismus

30 Sekunden für die Polarschmelze

Sachlich bleiben oder Alarm schlagen? Oder Alarm schlagen, gerade weil die Sachlage das gebietet? Journalisten ringen darum, wie und in welchem Umfang sie über den Klimawandel berichten sollen. Julian Rodemann hat Kommunikationswissenschaftler nach ihren Einschätzungen und Beurteilungen befragt. Sein Resüme war zu lesen in der Süddeutschen Zeitung vom 18.12.2020. weiterlesen…

IEA: Wiederanstieg der weltweiten Kohlennachfrage von kurzer Dauer

Sofortiger Rückgang jedoch nicht in Sicht

Die Internationale Energie-Agentur hat am 18.12.2020 ihren jährlichen Kohlebericht Coal 2020 vorgelegt. Demnach wird eine Erholung der Weltwirtschaft nach dem durch die Covid-19-Krise ausgelösten, starken Rückgang in diesem Jahr, voraussichtlich 2021 zu einer kurzlebigen Erholung der Kohlennachfrage um 2,6 % führen. Es gebe jedoch kaum Anzeichen dafür, dass der weltweite Kohleverbrauch in den kommenden Jahren erheblich sinken wird, weil die steigende Nachfrage in Asien die Rückgänge in anderen Ländern ausgleichen werde, bevor sie 2025 abflacht. weiterlesen…

Revolutionierung der Land- und Energiewirtschaft mit Regionalwert-Methode

„Wahren“ Wert von grünem Wasserstoff ermitteln

Wie bemisst man den Wert nachhaltiger Bewirtschaftungsverfahren? Wie wertvoll ist das Fachwissen von Land- und Energiewirten? Bislang finden nur finanziell quantifizierbare Werte den Weg in die Unternehmensbilanzen. Soziale oder ökologische Aspekte bleiben unberücksichtigt – sehr zum Nachteil von nachhaltig wirtschaftenden Firmen. Die Regionalwert AG hat eine Methode entwickelt, welche die Buchhaltung im Agrar- und auch im Energiesektor revolutionieren könnte. Jetzt steht ihr Gründer Christian Hiß mit seinem Konzept kurz vor dem Durchbruch und will aus dem bisherigen Nischendasein heraustreten. Gemeinsam mit dem Software-Giganten SAP möchte er auf die große Bühne. Dies könnte speziell für die Energiewirtschaft weitreichende Folgen haben, denn die Regionalwert-Nachhaltigkeitsanalyse könnte dabei helfen, den „wahren“ Wert von grünem Wasserstoff zu ermitteln. Ein Artikel von Hydrogeit und HZwei.info weiterlesen…

Chemisches Recycling ein Fake?

NABU und DUH entlarven falsche Umweltversprechen

„Die als besonders innovativ und umweltfreundlich beworbene Technologie des chemischen Recyclings hält nicht, was sie verspricht“, sagen Deutsche Umwelthilfe (DUH), Naturschutzbund Deutschland (NABU) und weitere europäische Umweltverbände in einer am 18.12.2020 veröffentlichten gemeinsamen Medienmitteilung. Gemeinsam haben die Verbände Studien zu den Umweltauswirkungen des chemischen Recyclings analysiert („Die Umweltauswirkungen des chemischen Recyclings von Kunststoffen – Zehn offene Fragen zu vorliegenden Ökobilanzen“). Das Ergebnis: „bisher fehlt es an unabhängigen Untersuchungen zu diesem Thema. In den untersuchten Publikationen werden Ergebnisse verzerrt dargestellt, ungerechtfertigte CO2-Gutschriften erteilt und wichtige Umweltaspekte außer Acht gelassen. Zusätzlich verhindert die Geheimhaltung zugrundeliegender Daten eine Reproduzierbarkeit der Studienergebnisse. Die vermeintlichen Umweltvorteile des chemischen Recyclings können damit nicht belegt werden.“ weiterlesen…

Deutsche Luftfahrt will CO2-neutral werden

Masterplan Klimaschutz im Luftverkehr

Der Luftverkehr hat derzeit einen Anteil von 2,8 Prozent an den weltweiten CO2-Emissionen. Bezogen auf die weltweite Klimaerwärmung insgesamt ist der globale Luftverkehr für 3 bis 5 Prozent dieser Erwärmung verantwortlich. Die deutsche Luftfahrt will CO2-neutral werden – so jedenfalls eine Medienmitteilung des Bundesverbands Deutsche Luftverkehrswirtschaft (BDL). Wie es gelingen kann, Luftverkehr stärker mit dem Klimaschutz in Einklang zu bringen, zeigen die Unternehmen der deutschen Luftverkehrswirtschaft in ihrem „Masterplan Klimaschutz im Luftverkehr“ auf. weiterlesen…

Die harten Entscheidungen stehen noch aus

Weitere Stimmen zur EEG-Novelle

Der Bundesrat hat am 18.12.2020 Grünes Licht für die 320 Seiten starke EEG-Novelle gegeben. Damit kann die Reform zum 01.01.2021 in Kraft treten. Aus Bundesländern, Medien und Verbänden gab es wenig Lob, aber deutliche Kritik an dem im Bundestag beschlossenen Entwurf. Vor allem die Annahmen zum künftigen Stromverbrauch sowie die Beibehaltung des Ziels „65 Prozent Ökostrom bis 2030“ wurden bemängelt. weiterlesen…