Umweltministerin für CCS

Ungeachtet der Kritik von Umweltverbänden

Entgegen der Einwände von Umweltverbänden hat sich Bundesumweltministerin Svenja Schulze für die Einlagerung von CO2 im Boden (CCS) ausgesprochen; das könnte, meint sie, nach ein Beitrag sein, um die deutschen Klimaziele zu erreichen. Gegen CCS habe es lange Widerstand gegeben, weil es die Kohleverstromung verlängern helfen sollte. Mit dem Kohleausstieg habe sich dieser Einwand erledigt, sagte Schulze dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). weiterlesen…

Appell für eine europäische Energiewende

Buchtipp: „Die Energiewende in Europa“

Eine erfolgreiche Energiewende umfasst die Transformation zu einem vollständig dekarbonisierten, atomenergiefreien sowie sozial- und wirtschaftsverträglichen Energiesystem. Dass dies machbar ist, belegen Peter Hennicke, Jana Rasch und Judith Schröder vom Wuppertal Institut sowie Daniel Lorberg von der Bergischen Universität Wuppertal in ihrem am im Mai 2019 erschienenen Buch „Die Energiewende in Europa“. Das im Oekom-Verlag erschienene Buch basiert auf der Auswertung zahlreicher Studien und präsentiert Beispiele aus der Praxis, wie das Wuppertal Institut mitteilt. weiterlesen…

Eckpunktepapier Altmaiers umstritten

Streit in der Unionsfraktion um Kohleausstiegs-Gesetz

40 Milliarden Euro sollen für den Kohleausstieg fließen. Wofür die allerdings genau eingesetzt werden sollen, wissen bisher offenbar nur Wirtschaftsminister Altmaier und die Ministerpräsidenten der betroffenen Länder. Bevor nun ein entsprechendes Gesetz ins Kabinett eingebracht werden kann, gibt es in der Unionsfraktion Ärger. weiterlesen…

Divestment-Sprayings OK

London: Klimaprotestler freigesprochen

Eine Jury hat am 09.05.2019 in London den Gründer der Extinction Rebellion (solarify.eu/extinction-rebellion-jetzt-auch-in-berlin) Roger Hallam und seinen Mitstreiter David Durant von der Anklage wegen strafrechtlicher Schäden im Zusammenhang mit einem Protest gegen fossile Brennstoffe freigesprochen. Klima-Aktivisten nennen das – so der britische Guardian – einen historischen Moment für die Klima-Protestbewegung. weiterlesen…

Naturschutz und Energiewende vereinbar

Studie: Die Energiewende kann naturverträglich gelingen

agroBundeskanzlerin Angela Merkel hat sich Anfang der Woche positiv zu Frankreichs Initiative zur Treibhausgasneutralität der EU bis 2050 geäußert. Deutschland kann dazu einen Beitrag leisten und bis Mitte des Jahrhunderts Treibausgasneutralität erreichen – und zwar naturverträglich! Zu diesem Ergebnis kommt die vom NABU beauftragte und am 17.05.2019 in Berlin vorgestellte Studie „Strategien für eine naturverträgliche Energiewende“. Die Meta-Studie zeigt, dass sowohl Klimaschutzziele erreicht werden können, als auch gleichzeitig ein hohes Naturschutzniveau erhalten bleiben kann, so der Naturschutzbund Deutschland in seiner Pressemeldung. weiterlesen…

40 Jahre BSW-Solar

Mehr als 4 Millionen Solaranlagen in Deutschland installiert

1979, vor 40 Jahren, wurde der Verband mittelständischer Solarindustrie e.V. als einer von vier Vorgängerverbänden des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW-Solar) gegründet – Ziel war die Förderung der Stromerzeugung durch Photovoltaik in Deutschland. In einer Medienmitteilung vom 17.05.2019 erläuterte der BSW-Solar die gewachsene Aufgabenpalette: „Gemeinsamer Einsatz für Solarisierung der Energieversorgung, mithilfe von Photovoltaik, Solarthermie sowie intelligenten Energiemanagement- und Speicherlösungen“. weiterlesen…

„Handabdruck“ statt „Fußabdruck“

Ein Konzept für mehr Optimismus im Klimaschutz?

Inspiration statt Frustration, Handeln statt Lähmung – dies will das Konzept des „Carbon Handprint“ schaffen, indem es positive Auswirkungen von Klimaschutz sichtbar und erzählbar macht. Denn auch wenn Informationen über Klimasünden wichtig sind, wirken sie häufig eher demotivierend. Wer sich intensiver mit Klimaschutz beschäftigt, stößt rasch auf den sogenannten „CO2-Fußabdruck„. Dieses Anfang der 90er Jahre entwickelte Konzept (engl.: „carbon footprint“) soll die Treibhausgasemissionen eines Menschen anschaulich machen, die er oder sie etwa durch Ernährung, Wohnen oder Verkehr verursacht. Je höher die Emissionen desto größer der sinnbildliche Fußabdruck. Was eine umgekehrte Sichtweise nach dem Motto „Was haben wir schon alles geschafft!“ bringen könnte, analysierte Julia Schilly für klimafakten.de am 16.05.2019. weiterlesen…

Lesehinweis: Vorbild Schweiz?

Finanzwirtschaft, politische Partizipation Klimapolitik: Was vom Nachbarn abschauen – was nicht?
FAZ-Kommentar von Johannes Ritter, Zürich

„Wieder einmal dient die Schweiz als Vorbild. Diesmal nicht auf dem Feld der politischen Partizipation oder der Schuldenbremse, sondern in der Klimapolitik: Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) will sich am Schweizer Vorgehen orientieren, um dem Ausstoß von Kohlendioxid ein Preisschild zu verpassen und auf zugleich praktikable, wirksame und sozial gerechte Weise die Emissionen spürbar zu verringern. Das hat sie auf dem Petersberger Klimadialog bekräftigt. In der Tat inspirieren die Eidgenossen wieder einmal mit einer innovativen Idee – doch man kann bei ihr auch besichtigen, welche Fallstricke es in der Anwendung zu vermeiden gilt. weiterlesen…

Deutschland Drittletzter

EU-Studie: Platz 26 (von 28) für deutsche Energieeffizienzpolitik

In einer am 16.05.2019 veröffentlichten Studie landet Deutschland mit seinem Entwurf für den Nationalen Energie- und Klimaplan (NECP) auf dem 26. Platz unter den 28 EU-Staaten. Insbesondere bei der Energieeffizienz droht Deutschland den Anschluss zu verlieren, warnte die Deutsche Unternehmensinitiative Energieeffizienz e. V. (DENEFF). Luxemburg und die Niederlande haben die ambitioniertesten Energieeffizienzziele an die EU gemeldet. Vor allem mangele es in Deutschland aber an politischen Maßnahmen zur Erreichung seiner nationalen Energieeffizienzziele, heißt es in der von der European Climate Foundation beauftragten Studie. Bei konkreten Energieeffizienzpolitiken liegt Deutschland auf Platz 26 von 28. weiterlesen…

Grüne: ITER keine Klimaschutz-Maßnahme

„2050 viel zu spät“

Das Budget für den Fusionsreaktor ITER soll nach Willen der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen nicht als Klimaschutzmaßnahme angerechnet werden. In einem Antrag (19/10221) kritisieren die Grünen, dass die EU-Kommission plane, das Budget für das Projekt „zu 100 Prozent den Klimaschutzmaßnahmen der Europäischen Union zuzurechnen“. Das sei als Antwort auf die Klimakrise völlig verfehlt, denn das Projekt habe sich immer weiter verzögert und Prognosen von einer Stromerzeugung ab 2050 ausgehen. weiterlesen…