Corona, gut fürs Klima, aber…

… schlecht für die Energiewende

„Stillstehende Fabriken, kaum noch Autos auf den Straßen und nur wenige Flugzeuge in der Luft. Corona sorgt dafür, dass die Treibhausgasemissionen zurückgehen und Millionen von Tonnen CO2 eingespart werden. Auf das Klima wirkt sich die Epidemie also positiv aus – zumindest kurzfristig“, schreibt Kathrin Witsch im Handelsblatt. Doch die langfristigen Folgen dürften weniger umweltfreundlich ausfallen. Experten warnen schon jetzt vor Einsparungen bei dringenden grünen Investitionen. weiterlesen…

Wie grün kann Wasserstoff die Industrie machen?

Lesehinweis: Weg zur Klimaneutralität

Es ist ein simples Experiment, das jedem Chemielehrer die Aufmerksamkeit eines jeden noch so gelangweilten Schülers garantiert. Einen Luftballon mit gasförmigem Wasserstoff explodieren zu lassen – am besten vor einer Tafel, damit man den Wasserfleck, der dabei entsteht, gut erkennen kann. Aufmerksamkeit bekommt der Wasserstoff inzwischen auch von Politik und Industrie. Denn es ist dieser Wasserfleck, der großes Potential verspricht: Verbrennt Wasserstoff, entsteht Wasserdampf. Kein klimaschädliches Kohlenstoffdioxid, kein Feinstaub, keine anderen Gase, die unsere Atmosphäre aufheizen. Energie ohne Emissionen, das ist ein Traum, der technologisch schon längst möglich wäre. Lange galt Wasserstoff als Nischentechnologie. Das ändert sich gerade. Für die Schwerindustrie ist das eine Chance auf dem Weg zur Klimaneutralität, wie Anna Steiner in der FAZ vom 08.04.2020 schrieb. weiterlesen…

Leopoldina plädiert für nachhaltigen Ansatz bei Coronavirus-Bewältigung

Dritte Ad-hoc-Stellungnahme behandelt psychologische, soziale, rechtliche, pädagogische und wirtschaftliche Aspekte

Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina hat am Ostermontag (13.04.2020) eine dritte Ad-hoc-Stellungnahme zur COVID-19-Pandemie veröffentlicht. Das Papier mit dem Titel „Coronavirus-Pandemie – Die Krise nachhaltig überwinden“ behandelt die psychologischen, sozialen, rechtlichen, pädagogischen und wirtschaftlichen Aspekte der Pandemie und beschreibt Strategien, die zu einer Rückkehr einzelnen Schritten in die gesellschaftliche Normalität beitragen können und gibt konkrete Handlungsempfehlungen. weiterlesen…

Windenergie speichern und Stromnetze stabilisieren

TU Braunschweig nimmt an Entwicklung von Pumpspeicherkraftwerken im Flachland teil

Die Energieerzeugung durch Wind, Sonne oder Wasser trifft oft nicht auf die gleiche Nachfrage von Industrie und Privathaushalten. In Ländern mit großen topographischen Höhenunterschieden können traditionelle Pumpspeicherkraftwerke die Energie nach Bedarf zwischenspeichern. Das Projekt ALPHEUS (an dem die Technische Universität Braunschweig mit zwei Instituten beteiligt ist), arbeitet an Lösungen, damit auch Gebiete im Flachland von dieser eigentlich bekannten Technologie profitieren können. (Foto: Turbinenhaus – © Nils Goseberg, 2015 – 2020 TU Braunschweig, Blogs) weiterlesen…

Synthetisches Gas statt fossile Energie auch in der Schweiz

Kanton Zürich unterstützt Empa-Forschung

Die Umstellung des Energiesystems auf rein Erneuerbare Energieträger stößt auf eine große Herausforderung: den Winter – beziehungsweise die Versorgungslücke in dieser Jahreszeit. Durch Umwandlung von überschüssigem Sommerstrom in synthetisches Gas kann erneuerbar erzeugte Energie auch sonnen- und windarmen Zeiten ausreichend zur Verfügung stehen – zudem könnten Langstreckenlastwagen damit betrieben klimafreundlich werden. Der Kanton Zürich hat großes Interesse am Ersatz fossiler durch Erneuerbare Energien und unterstützt das Forschungsprojekt Mobilitätsdemonstrator„move“ der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Versuchsanstalt für Industrie, Bauwesen und Gewerbe daher finanziell, wie Stephan Kälin am 07.04.2020 auf der Empa-Seite berichtet. weiterlesen…

VW will in China Schnellladesäulen für E-Autos herstellen

Flexible E-Mobilität bereits seit Dezember 2018

Die Volkswagen AG will ab dem zweiten Halbjahr in China Schnellladesäulen für E-Autos herstellen. Wie die Wirtschaftswoche die Nachrichtenagentur Reuters zitierend meldet, will VW in wenigen Monaten in Suzhou bei Shanghai mit der Serienproduktion beginnen. Auch in Hannover sollen die Säulen künftig gebaut werden. weiterlesen…

Elftgrößte Volkswirtschaft der Welt setzt auf Erneuerbare zur Erholung von Corona

Letztes Aufbäumen der Fossilen

„Das Imperium schlägt zurück“ titelte der auf die Exploration, Entwicklung und Produktion von Rohstoff-Lagerstätten ausgerichtete Dienst Rockstone Research am 07.04.2020: Unter der Leitung von Gouverneur Andrew Cuomo beschleunigt der US-Bundesstaat New York die Entwicklung Erneuerbarer Energien als Teil seiner Anstrengungen, um die Wirtschaft nach COVID-19 wieder anzukurbeln. Alicia Barton, Präsidentin der Energieforschungs- und Entwicklungsbehörde des Staates, kommentierte einen jüngst im US-Erneuerbaren-Branchendienst Clean Technica erschienen entsprechenden Artikel, Erneuerbare Energien seien „ein zentraler Fokus“, um die Wirtschaft des Staates New York stärker und sauberer zu machen. weiterlesen…

Steine sollen Windstrom speichern

Lavabrocken zur Stabilisierung des Stromnetzes

Das Industriegebiet in Hamburg-Altenwerder ist kein Ort, an dem man irgendetwas Buntes erwarten würde. Bis man plötzlich vor einer Betonfassade mit poppigem Wandgemälde steht, von dem ein lilafarbenes Mammut-Jungtier grüßt: »Welcome to the new stone age.« Hinter ihm ein gemalter Steinhaufen, der symbolisiert, was ein großer Schritt für die Energiewende werden soll: Steine als Energiespeicher. Sie sollen die schwankende Erzeugung ausgleichen und das Netz stabil halten, wie die Hamburger Biologin und Wissenschaftsjournalistin Monika Rößiger am 09.04.2020 in SPEKTRUM.de berichtete. weiterlesen…

Für mehr Investitionen in Sektorenkopplung und Innovationen

Eckpunkte für eine Gesetzesinitiative zur Systemintegration Erneuerbarer Energien

Zeitlich passend zum 20-jährigen Bestehen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) präsentiert der Berliner Think-and-Do Tank Energy Watch Group (EWG) einen Gesetzesvorschlag zur Anreizung der Systemintegration Erneuerbarer Energien. Mit einer sogenannten Kombikraftwerksvergütung sollen systemdienliche Investitionen angeregt werden, um den Erneuerbaren Energien zu ermöglichen, die Verantwortung für die Systemsicherheit der Stromversorgung zu liefern – also zu jeder Stunde des Jahres den benötigten Energiebedarf zu decken, auch in Zeiten der Dunkelflaute. Ausreichen würde laut Berechnungen der EWG ein fester Vergütungssatz von 8 Cent/kWh mit Hilfe einer marktwirtschaftlichen gleitenden Marktprämie. weiterlesen…

Coronakrise senkt Stromverbrauch nur kurzfristig

Ökostromlücke von 100 TWh bis 2030 durch schnelleren Ausbau EE vermeiden

„Bedingt durch die Coronakrise sinken der industrielle Energieverbrauch und die Treibhausgasemissionen in Deutschland. Diese kurzfristigen Effekte dürfen aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Energiebedarf mittel- und langfristig deutlich steigen wird. Um einerseits wettbewerbsfähig zu bleiben und andererseits die Klimaziele zu erfüllen, müssen Industrieunternehmen, die Wärmeversorgung und der Verkehrssektor klimafreundlich modernisiert und die Sektorenkopplung vorangebracht werden. Nach allen Expertisen braucht es perspektivisch deutlich mehr Strom für den wachsenden Bedarf an klimafreundlichen Wärmepumpen, Elektromobilität und Power-to-X-Anwendungen. Für ein nachhaltiges und widerstandsfähiges Energiesystem sind Erneuerbare Energien in ihrer ganzen Kraft und Vielfalt nötig, sonst droht 2030 eine gewaltige Ökostromlücke in Höhe von 100 TWh. Anstatt drängende Entscheidungen bei der Energiewende weiter auszusitzen, muss die Bundesregierung rasch bestehende Barrieren beseitigen und den längst überfälligen Fahrplan für den Ausbau der Erneuerbaren bis 2030 vorlegen“, so Simone Peter, Präsidentin des Bundesverbands Erneuerbare Energie e.V. (BEE). weiterlesen…