„Das alles hat die Politik in den Sand gesetzt“

Eine Stellungnahme zum GEG aus dem Wuppertal-Institut

Derzeit liegt das am 23.10.2019 vom Bundeskabinett verabschiedete GebäudeEnergieGesetz (GEG) bei den Ressorts zur Abstimmung. Doch der vorliegende Entwurf kommt spät und ist nicht geeignet, die EU-Vorgaben zu erfüllen. Ein Gastbeitrag von Hans-Jochen Luhmann und Anja Bierwirth vom Wuppertal-Institut. weiterlesen…

Erneuerbare decken fast drei Viertel des Stromverbrauchs

65-Prozent-Ziel jedoch durch dramatische Situation beim Windenergie-Ausbau und zu wenig neue PV-Anlagen gefährdet

Die Erneuerbaren Energien haben in den ersten drei Quartalen 2019 zusammen 42,9 Prozent des Bruttostromverbrauchs in Deutschland gedeckt. Das ist ein Anstieg von fast fünf Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahreszeitraum (38,1 Prozent) und ein neuer Bestwert. Im März erreichten die Erneuerbaren aufgrund des außerordentlich starken Windaufkommens sogar 52 Prozent. Zu diesem Ergebnis kommen das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) und der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) in einer ersten Auswertung. Wenn sich das Wind- und Sonnenaufkommen im vierten Quartal wie im Durchschnitt der letzten Jahre gestaltet, könnte der Erneuerbaren-Anteil im Gesamtjahr 2019 bei gut 42 Prozent liegen. weiterlesen…

Städte rückständig bei Klimarisiko-Einschätzung

Mehr Städte berichten von Klimarisiken, entwickeln aber verzögert Pläne zur Abhilfe

Mehr als 500 Städte weltweit spüren bereits die Auswirkungen des Klimawandels, so der Bericht „Cities at Risk“ des gemeinnützigen Umweltunternehmens Carbon Disclosure Project (CDP), der diese Woche veröffentlicht wurde (s. u.). Wie Maya Earls am 24.10.2019 auf Climate Wire/E&E News schreibt, berichteten 85 % der im vergangenen Jahr befragten Städte über Klimagefahren – darunter Überschwemmungen in London, extreme Winter in New York City sowie Waldbrände und extreme Hitze in Quito, Ecuador. Laut Kyra Appleby, Direktorin des CDP-Städteprogramms hat die jährliche Umfrage 2011 mit nur 48 Antworten begonnen; nach dem Pariser Abkommen COP21 2015 sei die Zahl sprunghaft angestiegen – auf inzwischen 620. weiterlesen…

Nanokeramik aus der Kugelmühle

Verblüffend einfache Erzeugung winzige Korundpartikel für Autokatalysatoren oder besonders stabile Keramiken

Autokatalysatoren und Materialien etwa für Zahnimplantate könnten künftig robuster werden und einfacher herzustellen sein als bislang. Denn Chemiker des haben einen Weg gefunden, Korund, eine besonders stabile Variante von Aluminiumoxid, in Form von Nanoteilchen herzustellen – durch simple Mechanochemie in einer Kugelmühle. Die Teilchen könnten unter anderem als widerstandsfähiges Trägermaterial in Autokatalysatoren oder Ausgangsmaterial für besonders harte Keramiken dienen. Ein erstes Industrieunternehmen arbeitet bereits daran, nach dem Mülheimer Rezept im großen Stil zu produzieren. weiterlesen…

Jahrhundertprozess gegen ExxonMobil eröffnet

Anklage der New Yorker Staatsanwaltschaft wegen Anlegerbetrugs

Ziemlich genau vor einem Jahr (am 24.10.2018) berichtete die New York Times unter der Überschrift „Exxon an ‚langjährigem betrügerischen Plan‘ beteiligt“ darüber, dass der Staat New York den Ölriesen wegen Täuschung von Aktionären über den Klimawandel verklage. Am 22.10.2019 wurde der Prozess eröffnet. Der Ölmulti hat – das ist inzwischen nachgewiesen – seit 40 Jahren vom Zusammenhang zwischen seinem Geschäft und dem Klimawandel gewusst (siehe solarify.eu/2019/05/19/744-exxon-forscher-prophezeiten-vor-fast-40-jahren-praezise-temperaturanstieg). Das Wall Street Journal: „Exxon misled investors over climate change, court told“ (Gericht: Exxon täuschte Anleger über Klimawandel“). weiterlesen…

Klimapolitik bietet Chancen für Produktionstechnik in Deutschland

„Die Zeit wird knapp. Und wir müssen alle mitnehmen – nicht nur in Deutschland“

Gegen den Klimawandel anzugehen, ist erklärtes Ziel der Bundesregierung ebenso wie der Industrie. „Auf dem Deutschen Maschinenbau-Gipfel in Berlin hat Frau Merkel vergangene Woche die Bedeutung der neuen Technologien für den Kampf gegen den Klimawandel betont. Dem stimmen wir vollkommen zu und weisen darauf hin, dass wir in der Forschung bereits zahlreiche Lösungen entwickelt haben und an weiteren arbeiten“, betont Prof. Berend Denkena, Präsident der WGP und Leiter des Instituts Fertigungstechnik und Werkzeugmaschinen (IFW) der Leibniz-Universität Hannover. „Für die Umstellung auf erneuerbare Energien und eine umweltgerechtere Produktion braucht es jedoch auch gesetzliche Vorgaben für einen schnellen Transfer der neuen Technologien in die Unternehmen. Nur dann können wir das 2-Grad-Klimaziel erreichen. Darüber hinaus könnten die Innovationen zu einer großen Marktchance für unseren Mittelstand werden.“ weiterlesen…

Kritische Stimmen zum Gebäudeenergiegesetz (GEG)

Gesetzentwurf für Gebäudeenergiegesetz (GEG) im Kabinett beschlossen

Das Bundeskabinett hat am 23.10.2019 den vom Wirtschafts- und vom Innenminister vorgelegten Entwurf für das Gebäudeenergiegesetz (GEG) beschlossen. Sie setzt damit nach eigenen Angaben den Koalitionsvertrag, das Klimaschutzprogramm 2030 und die Beschlüsse des Wohngipfels 2018 um. Das Gebäudeenergiegesetz schaffe ein neues, einheitliches, aufeinander abgestimmtes Regelwerk für die energetischen Anforderungen an Neubauten, an Bestandsgebäude und an den Einsatz erneuerbarer Energien zur Wärme- und Kälteversorgung von Gebäuden. weiterlesen…

Wie lässt sich Klimawandel erklären?

Dystopien, Epen, Heldengeschichten: Taugen fiktionale Formate bei der klimakommunikation?

Mit wissenschaftlichen Fakten und Grafiken zum Klimawandel sind viele Menschen offenbar kaum zu erreichen. Klappt es mit spannenden Geschichten vielleicht besser? Ein Workshop auf dem K3-Kongress betrachtete Chancen und Risiken von „Storytelling“ und „Narrativen“. Der Bericht darüber ist nachzulesen auf klimafakten.de vom 17.10.2019. weiterlesen…

Klima-Abend in zdf-info

Vorboten und Zeichen des Klimawandels einschätzen und die komplexe Klimaforschung erklären

Wissenschaftler auf der ganzen Welt sind sich einig: Die globale Erwärmung ist menschengemacht, und der Klimawandel findet bereits statt. Vermehrte Stürme, Überschwemmungen, Waldbrände und der steigende Meeresspiegel zählen zu den Folgen. Bereits jetzt sterben aufgrund des sich wandelnden Klimas Ökosysteme wie das Great Barrier Reef, Küstenregionen versinken, Gletscher schmelzen und Wälder brennen. Doch die Menge der ausgestoßenen Treibhausgase sinkt nicht, sondern steigt unvermindert an, während die Wälder vor allem in den Tropen großflächig abgeholzt werden. weiterlesen…

Kritik an Studie zu Wiederaufforstung und Klimawandel

Bonner Forscher antworten auf Wissenschaftler der ETH Zürich

Anfang Juli machte eine Studie in der Fachzeitschrift Science weltweit Schlagzeilen: Die Erde könnte demnach 4,4 Milliarden Hektar Wald tragen, 900 Millionen mehr als heute. Durch Wiederaufforstung ließen sich daher 205 Gigatonnen Kohlenstoff aus der Atmosphäre entfernen und der Klimawandel effektiv bremsen. Wissenschaftler der Universität Bonn sowie von World Agroforestry halten diese Zahlen für weit übertrieben: Ihnen zufolge basieren sie auf stark vereinfachten oder fragwürdigen Annahmen. Ihre Replik erschien am 18.10.2019 ebenfalls in der Zeitschrift Science. (Solarify berichtete). weiterlesen…