Flasbarth: Klimaschutzmärkte unter COP24 sollen weltweiten Klimaschutz stärken

Umwelt-Staatssekretär bei PreCOP

Die Ausgestaltung von internationalen Marktmechanismen war das zentrale Thema der sogenannten „PreCOP“, einer Konferenz, die vom 8. bis 10. Oktober 2019 auf Einladung von Costa Rica in San José stattfand. Vertreter von etwa 60 Staaten bereiteten dort die nächste Weltklimakonferenz (COP25) in Santiago de Chile vor, die vom 2. bis 13. Dezember stattfindet. Für Deutschland nahm Umwelt-Staatssekretär Jochen Flasbarth an der PreCOP teil, wie das Bundesumweltministerium am 10.10.2019 mitteilte. weiterlesen…

Bundesrat will privaten Ladestelleneinbau erleichtern     

Eigener Anspruch gegenüber dem Vermieter

Laut BundesratKompakt – Ausgewählte Tagesordnungspunkte der 981. Sitzung am 11.10.2019 – möchte der Bundesrat zur Förderung der Elektromobilität den privaten Einbau von Ladestellen für Elektrofahrzeuge erleichtern. In einem am 11.10.2019 beschlossenen Gesetzentwurf schlägt er Änderungen im Mietrecht und im Wohnungseigentumsgesetz vor. Danach soll jeder Mieter einen Anspruch darauf haben, dass an seinem Stellplatz eine Ladestation eingebaut wird. weiterlesen…

Aufladbar bei Zimmertemperatur

Calciumbatterien: Neue Elektrolyte, verbesserte Eigenschaften

KIT und Helmholtz-Institut Ulm (HIU) entwickelten jetzt erstmals Elektrolyte für Calciumbatterien, mit brauchbaren Eigenschaften bei Raumtemperatur. Batterien auf Basis von Calcium versprechen eine günstige Herstellung und ein hohe Energiedichte. Diese Technologie aus dem Labor besitzt das Potenzial, als Energiespeicher der Zukunft die Lithium-Ionen-Technologie abzulösen. Mit den bislang verfügbaren Elektrolyten gelang es aber nicht, Calciumbatterien bei Zimmertemperatur aufzuladen. KIT-Angehörige haben in der Fachzeitschrift Energy & Environmental Science nun eine vielversprechende Elektrolytklasse vorgestellt, die das erstmals möglich macht. (DOI: 10.1039/c9ee01699f) weiterlesen…

Remmers‘ Blog: Der solare 52-GWp-Deckel kommt wohl weg – und der Markt auch?

von Karl-Heinz Remmers, mit freundlicher Genehmigung

Im „Keinklimapaket“ vom 20.9.2019 steht auch eine Formulierung, wonach der 52-GWp-Deckel für die Photovoltaik gestrichen werden soll. Anders als in einem Papier vom Vortrag verbreitet worden war, gibt es dazu keine genauen Festlegungen oder weitere Anpassungen für die Photovoltaik. So wie es aussieht, verschwindet noch vor dem Streichen des Deckels ein großer Teil des Photovoltaikmarktes. Was ist nun wieder los? fragt sich Karl-Heinz Remmers in seinem neuen Blog auf solarpraxis.de. weiterlesen…

Ablasshandel oder ernsthafter Ausgleich

Atmosfair steigt bei Klima-Kompensation für Kreuzfahrten aus

„Ablasshandel“, sagen die einen, die anderen verteidigen CO2-Kompensationen als wichtige Ausgleichsmöglicheit. Besonders umstritten sind dabei Kreuzfahrten. Inzwischen gibt es den dafür nötigen Klimarechner aber nur noch bei My Climate, denn Atmosfair stuft Kreuzfahrten nicht mehr als kompensationsfähig ein. My Climate ist damit derzeit einziger Anbieter. Besonders kritisch werden Umweltfolgen der Schiffsemissionen, Überlastung der Häfen und Küstenstädte und schlechte Arbeitsverhältnisse gesehen. Dennoch steigen die Gästezahlen; immer größere schwimmende Vergnügungspaläste und Bettenburgen werden gebaut und kurven schon bis in arktische Gewässer. weiterlesen…

Bundesrat will PV-Anlagen weiter fördern

52-Gigawatt-Deckel soll ersatzlos gestrichen werden

Der Bundesrat setzt sich dafür ein, vor allem kleinere und mittelständische Photovoltaik-Anlagen weiter zu fördern. Der so genannte 52-Gigawatt-Deckel, der nach geltendem Recht die Förderung begrenzt, soll ersatzlos aufgehoben werden. Dies sieht ein vom Bundesrat in seiner 981. Sitzung am 11.10.2019 beschlossener Gesetzentwurf vor, der nun an den Bundestag geht. weiterlesen…

Länderkammer treibt Regierung an

Bundesrat will klimapolitische Fehlanreize im Energiesektor beenden

Der Bundesrat hält die bestehenden Abgaben und Umlagen im Energiesektor für grundlegend reformbedürftig: Sie setzten klima- und innovationspolitische Fehlanreize. So könne es nicht sein, dass Strom aus regenerativen Energien gegenüber fossilen Heiz- und Kraftstoffen wettbewerbsrechtlich unterlegen ist, heißt es in einer am 11.10.2019 gefassten Entschließung, die offen ließ, ob das eben im Kabinett beschlossene Klimaschutzgesetz von vorneherein novelliert werden muss. weiterlesen…

Neue Erklärung über die Wälder beunruhigend

Waldverluste weltweit dramatisch

Der Forest Declaration von 25 Um­welt­organi­sa­tionen zufolge haben die Waldverluste stark zugenommen – am meisten in Lateinamerika. Inzwischen haben mehr als 40 Staaten, multina­tio­nale Konzerne und Nichtregierungsorganisationen die Erklärung un­ter­zeich­net – Bis 2030 sollen die Verluste an Wäldern komplett gestoppt werden. Norwegen, Großbritannien und Deutschland haben bis 2020 gemeinsam mehr als fünf Milliarden US-Dollar zuge­sagt – sofern Länder mit Regenwald Pläne zu zum Stopp der Ent­waldung vorlegen. Wie so oft beruhen jedoch alle Zusagen auf Freiwilligkeit. 2019 werden mehr als 26 Millionen Hektar Wald vernichtet. Das ent­spricht etwa der Fläche Großbri­tanniens. weiterlesen…

Tonnenweise chinesische Plastikflaschen im Südatlantik

Forscher vermuten illegale Entsorgung durch Schiffe

Auf der entlegenen Insel „Inaccessible“ bei Tristan de Cunha im Südatlantik hat der südafrikanische Vogelkundler Peter Ryan mit seinen Kollegen während einer zweimonatigen Expedition entlang eines etwa einen Kilometer langen Küstenstreifens 2018 fünf Tonnen Plastikmüll gesammelt – darunter Tausende PET-Flaschen aus chinesischer Produktion. Nach ihren Berechnungen wurden diese wahrscheinlich von Schiffen über Bord geworfen – ein klarer Verstoß gegen internationale Abkommen. Die Wissenschaftler haben ihre Erkenntnisse und Vermutungen in den Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America (PNAS) veröffentlicht, schrieb am 30.09.2019 in der Süddeutschen Zeitung. weiterlesen…

Dialogprozess „Gas 2030“ umstritten

Altmaier: „Deutschland soll bei Wasserstofftechnologien Nummer 1 in der Welt werden“

Am 09.10.2019 hat Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier einer Medienmitteilung aus dem BMWi zufolge erste Ergebnisse und Handlungsempfehlungen aus dem Dialogprozess „Gas 2030“ vorgestellt. Dieser war im Dezember 2018 offiziell gestartet worden, um gemeinsam mit Stakeholdern aus Wirtschaft und Gesellschaft die zukünftige Rolle gasförmiger Energieträger bis 2030 zu diskutieren. Die DUH sieht einen Widerspruch zum Klimaschutz. Der BEE forderte, der Ausstieg aus dem fossilen Erdgas müsse möglichst rasch eingeleitet werden. weiterlesen…