Wir haben achteinhalb Jahre Zeit – Greta Thunbergs Rede beim UN-Klimagipfel

Unangemessene Reaktion von Trump

zzMit einer emotionalen Rede hat Greta Thunberg die führenden Politiker der Welt auf ihre Verantwortung hingewiesen. Auf die Frage: „Was ist deine Botschaft an die Welt?“ warf Thunberg unter Tränen den Anwesenden vor, sie verstünden immer noch nicht den Ernst der Lage, sie hätten die Träume der Jugend „gestohlen“. „Sie lassen uns im Stich. Wenn Sie uns weiter im Stich lassen, werden wir Ihnen das nie verzeihen“, so Thunberg. US-Präsident Trump kommentierte Thunbergs Rede auf Twitter mit den Worten: „Sie scheint mir ein sehr glückliches junges Mädchen zu sein, das sich auf eine fröhliche, wunderbare Zukunft freut. Das ist so schön zu sehen!“ Solarify dokumentiert den Wortlaut der Rede – ein zeitgeschichtliches Dokument. Foto: Greta Thunberg und Jugendliche vor UN-Klimagipfel – Screenshot © UN – youtube.com) weiterlesen…

Vor UN-Klimagipfel in New York: Wissenschaftler-Allianz schlägt Alarm

Wichtige Fakten und Zahlen über wachsende Kluft zwischen Zielen und Realität

Weil ihnen die Maßnahmen gegen die Erderwärmung viel zu gering erscheinen, schlägt eine Wissenschaftler-Allianz Alarm. Vor dem UN-Klimagipfel in New York forderten die sieben Institutionen, die Bemühungen um Verringerung des CO2-Ausstoßes müssten sich verdreifachen, um die Erwärmung auf zwei Grad gegenüber dem vorindustriellen Niveau zu begrenzen. Um 1,5 Grad zu halten, müssten sie sich sogar verfünffachen. Das ist das Ergebnis der Untersuchung führender Wissenschaftler für die Teilnehmer des UN-Gipfels am 23.09.2019. Ihm vorangegangen war am Vortag ein UN-Jugendgipfel, bei dem Greta Thunberg erneut zu größeren Anstrengungen für den Klimaschutz aufgerufen hatte. Immerhin 75 der 197 Staaten, die sich zum Pariser Klimaabkommen bekannt haben, sollen mittlerweile Nachbesserungen ihrer Politik signalisiert haben, wie der Tagesspiegel am 22.09.2019 mitteilte. weiterlesen…

Ein Cent pro Kopf und Tag

Deutlich zu wenig Unterstützung für arme Länder bei Anpassung an Erderwärmung

Die tatsächliche Unterstützung, welche die am wenigsten entwickelten Länder von reichen Ländern erhalten, um sich vor den verheerenden Auswirkungen der Klimakrise zu schützen, beträgt umgerechnet rund ein Cent pro Kopf und Tag. Das kalkulierte die Nothilfe- und Entwicklungsorganisation Oxfam anlässlich des seit 19.09.2019 in New York tagenden Klimagipfels. In ihrem Bericht beschreibt sie die verheerenden Auswirkungen der Erderwärmung in Mosambik und Ländern am Horn von Afrika. Oxfam fordert darin von den Industrieländern deutlich mehr Anstrengungen beim Klimaschutz sowie erheblich mehr Mittel, um arme Länder bei der Anpassung an den Klimawandel zu unterstützen. weiterlesen…

Klimaschutzgesetz noch 2019

Auf Basis des Klimaschutzprogramms der Bundesregierung 2030

Ein Klimaschutzgesetz soll laut Florian Pronold (SPD), Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesumweltministerium, noch in diesem Jahr „aufs Gleis gesetzt werden“. Während einer öffentlichen Sitzung des Petitionsausschusses am 23.09.2019 sagte Pronold dem parlamentseigenen Pressedienst heute im bundestag zufolge, das vom Klimakabinett in der vergangenen Woche beschlossene Klimaschutzgesetz werde nun vom gesamten Kabinett verabschiedet und müsse dann Bundestag und Bundesrat passieren. weiterlesen…

Erhöhung des Meeresspiegels durch Schmelzwasser

Grönlands wachsende Eisschichten verstärken den Schmelzwasserabfluss und sorgen für eine Erhöhung des Meeresspiegels

Immer mehr Meter dicke, wasserundurchlässige Schichten aus Eis bilden sich im Innern von Grönlands Eisschild aus. Und zwar dort, wo sich eigentlich poröser Firn befindet. Dieser poröse Firn fungiert normalerweise als Schmelzwasserspeicher. Die neu entstehenden Eisschichten verhindern jedoch das Eindringen des Wassers und folglich fließt das aufkommende Schmelzwasser ins umliegende Meer – und trägt so zu einem weltweiten Anstieg des Meeresspiegels bei, berichtet ein internationales Forschungsteam in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Nature. weiterlesen…

Rekordstrompreise

Hohe Energiepreise – Haushaltsstrom so teuer wie nie

Die Strompreise steigen seit Jahren, doch der Anstieg 2019 ist laut Bundesnetzagentur mit mehr als 30 Cent pro Kilowattstunde so hoch wie nie. Der Preis für Strom – und Gas – ist in diesem Jahr auf Rekordhöhe gestiegen. Der Trend könnte anhalten, befürchten Verbraucherschützer. Am Stichtag 1. April ermittelte die Bundesnetzagentur einen durchschnittlichen Strompreis von 30,85 Cent pro Kilowattstunde – fast ein Cent mehr als zum gleichen Zeitpunkt 2018. weiterlesen…

Buchempfehlung: „Gesellschaft und Klima – Entwicklungen, Umbrüche, Herausforderungen“

Verstehen und Handeln im Umgang mit Klimawandel erfordert längst multidisziplinäre Perspektive

Klima ist heute weder nur natürlicher Hintergrund menschlichen Handelns noch eine unser Handeln determinierende Kraft. Vielmehr ist das Klima ein mitbestimmender Faktor sozialer, politischer und wirtschaftlicher Interaktionen. Mehr denn je muss die Erforschung des Klimasystems auch den Beitrag der Sozial- und Geisteswissenschaften einbeziehen. Denn ob das Klima in Zukunft einen noch umfassenderen Einfluss auf unsere Gesellschaften haben wird, ist vor allem eine Funktion menschlichen Handelns. Die Autoren Nico Stehr und Amanda Machin warnen in ihrem 2019 bei Velbrück Wissenschaft veröffentlichten Buch „Gesellschaft und Klima“ vor einfachen Antworten. weiterlesen…

Erneutes Rekordtief bei Windenergie-Ausschreibungen

Nur 176 MW Wind-Onshore – von 500: „Unzureichender Wettbewerb“

Die Bundesnetzagentur hat – einer Medienmitteilung schon vom 10.09.2019 zufolge – die Ergebnisse der Ausschreibungsrunde für Windenergie an Land vom 01.09.2019 veröffentlicht. In der aktuellen Auktion konnten lediglich 176 MW von den ausgeschriebenen 500 MW Windenergieleistung vergeben werden. Damit wurde das Ausschreibungsvolumen erneut extrem unterzeichnet und hat sein neues Allzeittief erreicht. weiterlesen…

Erdgas keineswegs harmlos

Umstellung von Kohle und Erdöl auf Gas erhöht Treibhauseffekt um rund 40%

Eine Studie der Energy Watch Group warnt laut pv magazine und Hans-Josef Fell davor, dass Erdgas den Klimawandel sogar noch beschleunigen könnte. Eine Initiative aus Baden-Württemberg (Plattform Erneuerbare Energien Baden-Württemberg) fordert daher auch, Quoten für grünen Wasserstoff und Biogas im Erdgasnetz vorzuschreiben, um eine wirkliche Energiewende zu schaffen. weiterlesen…

Noch einmal Reaktionen auf Klimaschutzprogramm 2030

„Mogelpackung“, „‚Pille-Palle‘ im Quadrat“

Während die beteiligten Politiker sich zuerst „ein bisschen schämten“ (AKK) und dann „ihre beschlossenen Maßnahmen feierten, kam von Erneuerbaren-, Umwelt- und Verbrauchervereinigungen viel Kritik – sie glauben nicht, dass damit wirklich entscheidend CO2-Emissionen eingespart werden können. Die vom Klimakabinett beschlossenen Maßnahmen halten viele Vereinigungen und Verbände für unzureichend“, so Sandra Enkhardt in einer verdienstvollen Sammlung von Reaktionen in pv magazine. „Sie teilten nicht unbedingt die Einschätzung von Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD), die von einem ‚Neuanfang für deutsche Klimapolitik‘ sprach“. Franz Alt sieht im Klimaschutzprogramm 2030 der Bundesregierung eine „Existenzbedrohung für unsere Kinder und Enkel“. weiterlesen…