Ein Cent pro Kopf und Tag

Deutlich zu wenig Unterstützung für arme Länder bei Anpassung an Erderwärmung

Die tatsächliche Unterstützung, welche die am wenigsten entwickelten Länder von reichen Ländern erhalten, um sich vor den verheerenden Auswirkungen der Klimakrise zu schützen, beträgt umgerechnet rund ein Cent pro Kopf und Tag. Das kalkulierte die Nothilfe- und Entwicklungsorganisation Oxfam anlässlich des seit 19.09.2019 in New York tagenden Klimagipfels. In ihrem Bericht beschreibt sie die verheerenden Auswirkungen der Erderwärmung in Mosambik und Ländern am Horn von Afrika. Oxfam fordert darin von den Industrieländern deutlich mehr Anstrengungen beim Klimaschutz sowie erheblich mehr Mittel, um arme Länder bei der Anpassung an den Klimawandel zu unterstützen. weiterlesen…

Klimaschutzgesetz noch 2019

Auf Basis des Klimaschutzprogramms der Bundesregierung 2030

Ein Klimaschutzgesetz soll laut Florian Pronold (SPD), Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesumweltministerium, noch in diesem Jahr „aufs Gleis gesetzt werden“. Während einer öffentlichen Sitzung des Petitionsausschusses am 23.09.2019 sagte Pronold dem parlamentseigenen Pressedienst heute im bundestag zufolge, das vom Klimakabinett in der vergangenen Woche beschlossene Klimaschutzgesetz werde nun vom gesamten Kabinett verabschiedet und müsse dann Bundestag und Bundesrat passieren. weiterlesen…

Erhöhung des Meeresspiegels durch Schmelzwasser

Grönlands wachsende Eisschichten verstärken den Schmelzwasserabfluss und sorgen für eine Erhöhung des Meeresspiegels

Immer mehr Meter dicke, wasserundurchlässige Schichten aus Eis bilden sich im Innern von Grönlands Eisschild aus. Und zwar dort, wo sich eigentlich poröser Firn befindet. Dieser poröse Firn fungiert normalerweise als Schmelzwasserspeicher. Die neu entstehenden Eisschichten verhindern jedoch das Eindringen des Wassers und folglich fließt das aufkommende Schmelzwasser ins umliegende Meer – und trägt so zu einem weltweiten Anstieg des Meeresspiegels bei, berichtet ein internationales Forschungsteam in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Nature. weiterlesen…

Rekordstrompreise

Hohe Energiepreise – Haushaltsstrom so teuer wie nie

Die Strompreise steigen seit Jahren, doch der Anstieg 2019 ist laut Bundesnetzagentur mit mehr als 30 Cent pro Kilowattstunde so hoch wie nie. Der Preis für Strom – und Gas – ist in diesem Jahr auf Rekordhöhe gestiegen. Der Trend könnte anhalten, befürchten Verbraucherschützer. Am Stichtag 1. April ermittelte die Bundesnetzagentur einen durchschnittlichen Strompreis von 30,85 Cent pro Kilowattstunde – fast ein Cent mehr als zum gleichen Zeitpunkt 2018. weiterlesen…

Buchempfehlung: „Gesellschaft und Klima – Entwicklungen, Umbrüche, Herausforderungen“

Verstehen und Handeln im Umgang mit Klimawandel erfordert längst multidisziplinäre Perspektive

Klima ist heute weder nur natürlicher Hintergrund menschlichen Handelns noch eine unser Handeln determinierende Kraft. Vielmehr ist das Klima ein mitbestimmender Faktor sozialer, politischer und wirtschaftlicher Interaktionen. Mehr denn je muss die Erforschung des Klimasystems auch den Beitrag der Sozial- und Geisteswissenschaften einbeziehen. Denn ob das Klima in Zukunft einen noch umfassenderen Einfluss auf unsere Gesellschaften haben wird, ist vor allem eine Funktion menschlichen Handelns. Die Autoren Nico Stehr und Amanda Machin warnen in ihrem 2019 bei Velbrück Wissenschaft veröffentlichten Buch „Gesellschaft und Klima“ vor einfachen Antworten. weiterlesen…

Erneutes Rekordtief bei Windenergie-Ausschreibungen

Nur 176 MW Wind-Onshore – von 500: „Unzureichender Wettbewerb“

Die Bundesnetzagentur hat – einer Medienmitteilung schon vom 10.09.2019 zufolge – die Ergebnisse der Ausschreibungsrunde für Windenergie an Land vom 01.09.2019 veröffentlicht. In der aktuellen Auktion konnten lediglich 176 MW von den ausgeschriebenen 500 MW Windenergieleistung vergeben werden. Damit wurde das Ausschreibungsvolumen erneut extrem unterzeichnet und hat sein neues Allzeittief erreicht. weiterlesen…

Erdgas keineswegs harmlos

Umstellung von Kohle und Erdöl auf Gas erhöht Treibhauseffekt um rund 40%

Eine Studie der Energy Watch Group warnt laut pv magazine und Hans-Josef Fell davor, dass Erdgas den Klimawandel sogar noch beschleunigen könnte. Eine Initiative aus Baden-Württemberg (Plattform Erneuerbare Energien Baden-Württemberg) fordert daher auch, Quoten für grünen Wasserstoff und Biogas im Erdgasnetz vorzuschreiben, um eine wirkliche Energiewende zu schaffen. weiterlesen…

Noch einmal Reaktionen auf Klimaschutzprogramm 2030

„Mogelpackung“, „‚Pille-Palle‘ im Quadrat“

Während die beteiligten Politiker sich zuerst „ein bisschen schämten“ (AKK) und dann „ihre beschlossenen Maßnahmen feierten, kam von Erneuerbaren-, Umwelt- und Verbrauchervereinigungen viel Kritik – sie glauben nicht, dass damit wirklich entscheidend CO2-Emissionen eingespart werden können. Die vom Klimakabinett beschlossenen Maßnahmen halten viele Vereinigungen und Verbände für unzureichend“, so Sandra Enkhardt in einer verdienstvollen Sammlung von Reaktionen in pv magazine. „Sie teilten nicht unbedingt die Einschätzung von Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD), die von einem ‚Neuanfang für deutsche Klimapolitik‘ sprach“. Franz Alt sieht im Klimaschutzprogramm 2030 der Bundesregierung eine „Existenzbedrohung für unsere Kinder und Enkel“. weiterlesen…

PV-Deckelung, Mieterstrom, Biogas und Wasserstoff

Klimaschutzinitiativen der Länder im Bundesrat

„Klimaschutz ist vor allem auch der Verantwortung für unseren Planeten geschuldet und bietet Chancen für die deutsche Wirtschaft, die mit Innovationen in grünen Technologien punkten kann.“ So begründe die Bayerische Staatsregierung ihre Solarenergie-Initiative in BR-Drucksache 432/19 , die am heutigen Freitag, 20.09.2019 im Bundesrat behandelt wird“, schreibt Heinz Wraneschitz im Newsletter der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS). Andere Bundesländer hätten ebenfalls Anträge zum Klimaschutz vorgelegt. weiterlesen…

UN-Sondergipfel in New York – Auftakt für wichtige Verbesserung der Klimaziele

Deutschland muss internationale Partnerschaften für mehr Klimaschutz stärken

Weil die Klimaschutz-Zusagen der einzelnen Staaten bisher nicht stark genug sind, um die Klimaziele des Pariser Abkommens zu erreichen, hat UN-Generalsekretär Guterres die internationale Staatengemeinschaft für Montag, 23.09.2019, nach New York eingeladen. Auf diesem UN-Sonderklimagipfel und bis spätestens nächstes Jahr sollen die Staaten ihre nationalen Klimaziele nachbessern. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel wird in New York erwartet und benötigt dafür ein strukturveränderndes eigenes Klimapaket im Gepäck, betont die Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch. weiterlesen…