Feinstaub gefährlicher als angenommen

Hauptverursacher Landwirtschaft

Nach einer Untersuchung von Forschern des Mainzer Max-Planck-Instituts für Chemie (MPIC) verursacht Feinstaub weitaus mehr vorzeitige Todesfälle als bisher angenommen. Als Hauptverursacher nennen die Verfasser der im Fachblatt European Heart Journal veröffentlichten Studie die Landwirtschaft. Demnach sterben in Deutschland rund 120.000 Menschen pro Jahr vorzeitig durch Feinstaub, fast doppelt so viele wie bisher geglaubt – die durchschnittliche Lebenserwartung von Europäern verkürze sich um zwei Jahre. Weltweit kommt die Studie auf rund neun Millionen vorzeitige Todesfälle. weiterlesen…

Grüner Dringlichkeitsantrag „Mehr Sonnenenergie für Bayern“

Verdopplung der landwirtschaftlichen Flächen in benachteiligten Gebieten für Photovoltaik-Anlagen gefordert

Die Grünen in Bayern fordern die Freigabe weiterer Flächen für große Photovoltaik-Anlagen. Der Freistaat hatte als eines der ersten Bundesländer von der Länderöffnungsklausel im EEG 2017 Gebrauch gemacht und mit einer Verordnung vom März 2017 jährlich 30 Zuschläge für Photovoltaik-Ausschreibungsanlagen auf landwirtschaftlichen Flächen in benachteiligten Gebieten freigegeben. In einem Dringlichkeitsantrag fordern die Grünen von der Landesregierung, das jährliche Kontingent auf 60 große Solarparks jährlich zu verdoppeln. Das berichtet Sandra Enkhardt in ihrem Beitrag für pv magazine. weiterlesen…

Standards für Milliardengeschäft CO2-Kompensationen müssen her

Regierung wird Großabnehmer für Zertifikate

Deutschland verfehlt sein Klimaziel, den CO2-Ausstoß um 40 Prozent zu senken. Das Klimaschutzgesetz soll es richten. Neben eindeutigen Zielzuweisungen für die verschiedenen Ressorts legt das Gesetz fest, dass die Bundesverwaltung künftig klimaneutral arbeiten soll. Dazu soll vor allem der Anteil Erneuerbarer Energien sowie die Energieeffizienz gesteigert werden. Außerdem heißt es im Gesetzesentwurf: „Nicht vermiedene Treibhausgasemissionen sollen kompensiert werden.“ Ohne erhebliche Energieeinsparungen werden Bundesregierung, nachgeordnete Behörden und Ämter damit großer Käufer von Klimazertifikaten. Was bisher fehlt, sind verbindliche Standards, darauf weist Florence Schulz am 13.03.2019 auf EURACTIV.de hin. weiterlesen…

„Diskriminierung der Schiene muss beendet werden“

Bis 2030 kann Verkehrsleistung der Bahn verdoppelt werden – aber nur, wenn fünf Kernmaßnahmen zügig und entschlossen umgesetzt werden

Mit einem umfassenden Bündel von Maßnahmen kann es gelingen, die Verkehrsleistung auf der Schiene bis zum Jahr 2030 zu verdoppeln. Zentraler Baustein des notwendigen Maßnahmepakets ist ein integraler Taktfahrplan, der den Personenfernverkehr auf der Schiene mit den bereits bestehenden Taktfahrplänen des Nahverkehrs verknüpft. Notwendig ist darüber hinaus unter anderem eine neue Priorisierung der Maßnahmen des Bundesverkehrswegeplans und die „definitive Zusage des Bundes, die priorisierten Projekte inklusive möglicher Kostensteigerungen zu finanzieren“, heißt es in einer Studie des Think Tank Agora Verkehrswende. weiterlesen…

Klimaschutz mit Erneuerbaren Energien

BEE-Präsidentin Simone Peter: Industrieländer wie Deutschland müssen vorangehen

„Erneuerbare Energien sind der Schlüssel für eine klimafreundliche Energieversorgung. Für eine nachhaltige und zukunftsfähige Wirtschaftsweise steht eine große Technologievielfalt zur Verfügung, die Ökonomie und Ökologie sinnvoll zusammenbringt“, sagt Dr. Simone Peter, Präsidentin des Bundesverbands Erneuerbare Energie (BEE) anlässlich der Scientists-for-Future-Unterstützung für die Schülerbewegung Fridays for Future. Eine Abkehr von fossilen Brennstoffen hin zu 100 Prozent sauberer Energieversorgung sei möglich und schaffe neue ökonomische Chancen und Arbeitsplätze. „Die positiven Effekte der Energiewende sind vielfach untersucht und wissenschaftlich belegt“, betont die promovierte Naturwissenschaftlerin, die den Aufruf der Wissenschaftler selbst unterschrieben hat. weiterlesen…

„Finanzierungsrelevante Inverkehrbringungsmengen“

Änderung des Batteriegesetzes

Solarify erlaubt sich eine kleine Stilblütenlese: Die Stiftung Gemeinsames Rücknahmesystem Batterien (GRS) habe – so der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag – dem Bundesumweltministerium bereits am 23.01.2019 mitgeteilt, dass zum 01.07.2019 die Entsorgungskostenbeiträge um durchschnittlich 45 Prozent angehoben werden müssten (siehe: grs-batterien.de/mitteilung-an-die-nutzer-des-gemeinsamen-ruecknahmesystems-batterien). Kurz darauf habe die „herstellerseitige Kündigung finanzierungsrelevante Inverkehrbringungsmengen“ (sic!) noch einmal reduziert. Dies geht aus einer Antwort (19/8174) auf eine Kleine Anfrage (19/7910) der FDP-Fraktion hervor. Darin hatten sich die Fragesteller nach Maßnahmen zur Neuregelung der Wettbewerbsbedingungen durch die Änderung des Batteriegesetzes erkundigt. weiterlesen…

Europäer verlieren rund zwei Jahre

Luftverschmutzung verkürzt Leben

Luftverschmutzung wird als Gesundheitsgefahr deutlich unterschätzt, trotz der hitzigen Diskussion über Stickoxide, Feinstaub und Dieselfahrverbote. Eine Neubewertung der Gesundheitsrisiken durch Luftschadstoffe ergab gemäß einer Medienmitteilung des Mainzer Max-Planck-Instituts für Chemie vom 12.03.2019 ein unerwartet hohes Sterblichkeitsrisiko speziell durch Herzkreislauferkrankungen. weiterlesen…

Neuer Rekord bei Nettostromerzeugung

Fast 65 Prozent aus Erneuerbaren Energien

In der Kalenderwoche vom 04.-10.03.2019haben die Erneuerbaren Energien mit 64,8 Prozent zur öffentlichen Nettostromversorgung in Deutschland beigetragen, ein neuer Rekordwert. Auch die Windkraftwerke stellten mit einem Anteil von 48,4 Prozent einen neuen Rekordwert auf. Das geht aus den Energy Charts des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE hervor, der umfassendsten Datenbank für Energiedaten in Deutschland. weiterlesen…

Mehr als 14.000 Wissenschaftler pro Klima-Schulstreik

#Scientists4Future unterstützen Schüler-Demos

Jeden Freitag demonstrieren viele junge Menschen für Klimaschutz und den Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen. Selbst Bundeskanzlerin Merkel (siehe: solarify.eu/merkel-lobt-schueler-klima-demos) und Bundespräsident Steinmeier (siehe solarify.eu/dickes-lob-vom-bundespraesidenten) lobten – im Gegensatz zur Wissenschaftsministerin – die #FridaysforFuture-Demos. Jetzt geben mehr als 14.000 Wissenschaftler den Schülern Rückendeckung. Unter den Unterzeichnern sind prominente Namen wie Claudia Kemfert, Ernst Ulrich von Weizsäcker, Hans-Joachim Schellnhuber, Maja Göpel, Eckart von Hirschhausen und Sven Plöger. Sie halten die Schüler-Proteste für berechtigt und nennen sich analog „Scientists for Future“ (#Scientists4Future). Von der Politik fordern die Forscher, klimaschädliches Handeln zu verteuern und Subventionen zu kürzen. Am 12.03.2019 publizierten sie ihre Forderungen in der Berliner Bundespressekonferenz. weiterlesen…

CO2-Schummelei geht munter weiter

Neue EU-Abgastests können Betrügereien der Auto-Hersteller nicht verhindern

Die neue, zur Verbesserung der CO2-Emissionsprüfung von Personenkraftwagen im Labor entwickelte Worldwide Harmonised Light Vehicle Test Procedure (WLTP) bringt keine glaubwürdigen Ergebnisse und wird allein die Manipulation der Tests durch die Automobilhersteller nicht stoppen können, wie ein neuer Bericht der europäischen Umweltorganisation Transport & Environment (T&E) zeigt. Der Bericht macht die Schwierigkeiten für unabhängige Tester bei der Überprüfung der CO2-Emissionen von Autos deutlich, denn die wichtigsten Daten bleiben geheim. weiterlesen…