Digital, vernetzt, intelligent: das Energiesystem der Zukunft

Das DLR auf der Hannover Messe 2019

Die Digitalisierung ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor für das Gelingen der Energiewende. Wie das digital vernetzte und intelligente Energiesystem der Zukunft aussieht, zeigt das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) vom 01. bis 05. 04.2019 auf der Hannover Messe (Halle 27, Stand H70), wie das DLR mitteilt. weiterlesen…

Tickende Zeitbombe

Der arktische Permafrost taut und setzt große Mengen CO2 frei

Starke und möglicherweise verheerende Temperaturanstiege von drei bis fünf Grad in der Arktis seien jetzt unvermeidlich, selbst wenn es der Welt gelingt, die Treibhausgasemissionen im Einklang mit dem Pariser Abkommen zu senken, warnt ein neuer UN-Bericht. Die Wintertemperaturen in der Arktis werden bis 2050 um drei bis fünf Grad steigen, bis 2080 sogar um fünf bis neun Grad. Das kann laut der Studie „Global Linkages – A graphic look at the changing Arctic“ nicht mehr verhindert werden. Nicht einmal dann, wenn es gelingen sollte, die globalen Emissionen so weit zu reduzieren, wie im Pariser Klimaabkommen vereinbart. Alicia Prager hat sich für EURACTIV.de den UN-Bericht genauer angesehen. weiterlesen…

Chefsache „Auspuff“?

Spitzengespräch im Bundeskanzleramt über „Klimaschutz-Sorgenkind Verkehr“ – Bundestag verwässert Grenzwerte

Seit Monaten beraten Experten und Interessenvertreter in der „Nationalen Plattform Zukunft der Mobilität“ (NPM – Nachfolgeorganisation der Nationalen Plattform für Elektromobilität) ohne konkrete Ergebnisse über mögliche CO2-Senkungen im Verkehrssektor. „Klimaschutz-Sorgenkind Verkehr“ nannte ein Medium den immer weiter zurückbleibenden Sektor der Energiewende. Nun hatte Bundeskanzlerin Merkel die NPM-Führung am 14.03.2019 zu einem nichtöffentlichen Treffen in ihr Amt geladen – daran nahmen auch Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD), Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU), sowie die Spitzen der Koalition teil. weiterlesen…

Feinstaub gefährlicher als angenommen

Hauptverursacher Landwirtschaft

Nach einer Untersuchung von Forschern des Mainzer Max-Planck-Instituts für Chemie (MPIC) verursacht Feinstaub weitaus mehr vorzeitige Todesfälle als bisher angenommen. Als Hauptverursacher nennen die Verfasser der im Fachblatt European Heart Journal veröffentlichten Studie die Landwirtschaft. Demnach sterben in Deutschland rund 120.000 Menschen pro Jahr vorzeitig durch Feinstaub, fast doppelt so viele wie bisher geglaubt – die durchschnittliche Lebenserwartung von Europäern verkürze sich um zwei Jahre. Weltweit kommt die Studie auf rund neun Millionen vorzeitige Todesfälle. weiterlesen…

Grüner Dringlichkeitsantrag „Mehr Sonnenenergie für Bayern“

Verdopplung der landwirtschaftlichen Flächen in benachteiligten Gebieten für Photovoltaik-Anlagen gefordert

Die Grünen in Bayern fordern die Freigabe weiterer Flächen für große Photovoltaik-Anlagen. Der Freistaat hatte als eines der ersten Bundesländer von der Länderöffnungsklausel im EEG 2017 Gebrauch gemacht und mit einer Verordnung vom März 2017 jährlich 30 Zuschläge für Photovoltaik-Ausschreibungsanlagen auf landwirtschaftlichen Flächen in benachteiligten Gebieten freigegeben. In einem Dringlichkeitsantrag fordern die Grünen von der Landesregierung, das jährliche Kontingent auf 60 große Solarparks jährlich zu verdoppeln. Das berichtet Sandra Enkhardt in ihrem Beitrag für pv magazine. weiterlesen…

Standards für Milliardengeschäft CO2-Kompensationen müssen her

Regierung wird Großabnehmer für Zertifikate

Deutschland verfehlt sein Klimaziel, den CO2-Ausstoß um 40 Prozent zu senken. Das Klimaschutzgesetz soll es richten. Neben eindeutigen Zielzuweisungen für die verschiedenen Ressorts legt das Gesetz fest, dass die Bundesverwaltung künftig klimaneutral arbeiten soll. Dazu soll vor allem der Anteil Erneuerbarer Energien sowie die Energieeffizienz gesteigert werden. Außerdem heißt es im Gesetzesentwurf: „Nicht vermiedene Treibhausgasemissionen sollen kompensiert werden.“ Ohne erhebliche Energieeinsparungen werden Bundesregierung, nachgeordnete Behörden und Ämter damit großer Käufer von Klimazertifikaten. Was bisher fehlt, sind verbindliche Standards, darauf weist Florence Schulz am 13.03.2019 auf EURACTIV.de hin. weiterlesen…

„Diskriminierung der Schiene muss beendet werden“

Bis 2030 kann Verkehrsleistung der Bahn verdoppelt werden – aber nur, wenn fünf Kernmaßnahmen zügig und entschlossen umgesetzt werden

Mit einem umfassenden Bündel von Maßnahmen kann es gelingen, die Verkehrsleistung auf der Schiene bis zum Jahr 2030 zu verdoppeln. Zentraler Baustein des notwendigen Maßnahmepakets ist ein integraler Taktfahrplan, der den Personenfernverkehr auf der Schiene mit den bereits bestehenden Taktfahrplänen des Nahverkehrs verknüpft. Notwendig ist darüber hinaus unter anderem eine neue Priorisierung der Maßnahmen des Bundesverkehrswegeplans und die „definitive Zusage des Bundes, die priorisierten Projekte inklusive möglicher Kostensteigerungen zu finanzieren“, heißt es in einer Studie des Think Tank Agora Verkehrswende. weiterlesen…

Klimaschutz mit Erneuerbaren Energien

BEE-Präsidentin Simone Peter: Industrieländer wie Deutschland müssen vorangehen

„Erneuerbare Energien sind der Schlüssel für eine klimafreundliche Energieversorgung. Für eine nachhaltige und zukunftsfähige Wirtschaftsweise steht eine große Technologievielfalt zur Verfügung, die Ökonomie und Ökologie sinnvoll zusammenbringt“, sagt Dr. Simone Peter, Präsidentin des Bundesverbands Erneuerbare Energie (BEE) anlässlich der Scientists-for-Future-Unterstützung für die Schülerbewegung Fridays for Future. Eine Abkehr von fossilen Brennstoffen hin zu 100 Prozent sauberer Energieversorgung sei möglich und schaffe neue ökonomische Chancen und Arbeitsplätze. „Die positiven Effekte der Energiewende sind vielfach untersucht und wissenschaftlich belegt“, betont die promovierte Naturwissenschaftlerin, die den Aufruf der Wissenschaftler selbst unterschrieben hat. weiterlesen…

„Finanzierungsrelevante Inverkehrbringungsmengen“

Änderung des Batteriegesetzes

Solarify erlaubt sich eine kleine Stilblütenlese: Die Stiftung Gemeinsames Rücknahmesystem Batterien (GRS) habe – so der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag – dem Bundesumweltministerium bereits am 23.01.2019 mitgeteilt, dass zum 01.07.2019 die Entsorgungskostenbeiträge um durchschnittlich 45 Prozent angehoben werden müssten (siehe: grs-batterien.de/mitteilung-an-die-nutzer-des-gemeinsamen-ruecknahmesystems-batterien). Kurz darauf habe die „herstellerseitige Kündigung finanzierungsrelevante Inverkehrbringungsmengen“ (sic!) noch einmal reduziert. Dies geht aus einer Antwort (19/8174) auf eine Kleine Anfrage (19/7910) der FDP-Fraktion hervor. Darin hatten sich die Fragesteller nach Maßnahmen zur Neuregelung der Wettbewerbsbedingungen durch die Änderung des Batteriegesetzes erkundigt. weiterlesen…

Europäer verlieren rund zwei Jahre

Luftverschmutzung verkürzt Leben

Luftverschmutzung wird als Gesundheitsgefahr deutlich unterschätzt, trotz der hitzigen Diskussion über Stickoxide, Feinstaub und Dieselfahrverbote. Eine Neubewertung der Gesundheitsrisiken durch Luftschadstoffe ergab gemäß einer Medienmitteilung des Mainzer Max-Planck-Instituts für Chemie vom 12.03.2019 ein unerwartet hohes Sterblichkeitsrisiko speziell durch Herzkreislauferkrankungen. weiterlesen…