Teure Kohlereserve

Bisher noch nie gebraucht

Vorläufig stillgelegte Braunkohlekraftwerke sollten bei Versorgungsengpässen ans Netz gehen – das war der Deal mit den EVU, damit sie die vorzeitige Stilllegung von acht Kohlemeilern duldeten. Das kostet den Steuerzahler aber Millionen – die zahlt die Bundesregierung für die sogenannte „Sicherheitsbereitschaft für Kraftwerksanlagen“ (siehe solarify.eu/sicherheitsbereitschaft – § 13g EnWG). Weil aber die Reserve noch nie gebraucht worden ist, sind die Zahlungen in dreistelliger Millionenhöhe umstritten. Eine Kleine Anfrage (Drucksache 19/686) der Grünen im Bundestag brachte es ans Licht. weiterlesen…

Der Kampf um saubere Luft

Umweltverbände gehen vor Gericht, um EU-Grenzwerte gegen die deutsche Kohlelobby zu verteidigen

Lobbyisten der Kohleindustrie und die deutschen Eigentümer von einigen der schmutzigsten Kohlekraftwerke und Tagebaue Europas reichen Klage gegen die Entscheidung der Europäischen Kommission ein, die Grenzwerte für gesundheitsgefährdende Luftschadstoffe zu verschärfen. Umweltverbände einschließlich des Europäischen Umweltbüros (European Environmental Bureau – EEB) haben sich deshalb am 28.02.2018 darum beworben, vor Gericht zu intervenieren und die EU-Regeln zu verteidigen. weiterlesen…

Diese Bürgermeister haben verstanden

Über 100 Städte weltweit werden schon mit über 70 Prozent Ökostrom versorgt

Der Präsident von Energy Watch – Hans-Josef Fell – berichtet am 01.03.2018, wie die kommunale Bewegung für den Klimaschutz mit Erneuerbaren Energien weltweit Fahrt aufnimmt und wie deutsche Städte abgeschlagen werden. weiterlesen…

Gratis-ÖPNV: nur ein Baustein von vielen

Kommentar von Claudia Kemfert, DIW-Berlin

Die Politik tut alles, so scheint es manchmal, um die Autokonzerne weiter zu schonen und die notwendige Verkehrswende auf den Sankt Nimmerleinstag zu verschieben. Die EU hatte Deutschland ein letztes Ultimatum gestellt, die Feinstaubproblematik in den Städten in den Griff zu bekommen. Unabhängig vom Urteil des Bundesverwaltungsgerichts: An Fahrverboten für Dieselfahrzeuge geht kein Weg vorbei, wenn die Politik nicht schnell handelt. weiterlesen…

Vorsicht vor „Temperatur-Schuldenfalle“

Künstliche Abkühlung der Atmosphäre mit Aerosolen birgt Langzeitrisiko

Das Klimaschutzabkommen von Paris verpflichtet die internationale Staatengemeinschaft, die globale Erwärmung auf zwei Grad zu begrenzen. Doch die menschengemachten Treibhausgasemissionen nehmen weiter zu statt ab. Können großtechnische Maßnahmen zur Klimaregulierung, sogenanntes Climate Engineering, eine Lösung sein? In der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Nature warnt Professor Andreas Oschlies vom GEOMAR vor einem unterschätzten Langzeit-Risiko einer vorgeschlagenen Climate-Engineering-Maßnahme, die die Sonneneinstrahlung reduzieren soll. weiterlesen…

„Verkehrswende ‚made in Germany‘ – wie Deutschland den Umstieg schafft“

Die Beratungsunternehmen IFOK und EY machen deutlich, wie die Verkehrswende in Deutschland gelingen kann

Unser Verkehrssystem steht vor tiefgreifenden Veränderungen. Angetrieben von Digitalisierung, technischen Entwicklungen und hohen Anforderungen an Klima- und Gesundheitsschutz kommen strukturelle Veränderungen auf uns zu. Wie das zukünftige Mobilitätssystem aussehen soll, ist strittig. Noch strittiger ist jedoch, wie der Transformationsprozess im Bereich Mobilität gestaltet werden soll. Das von EY und IFOK erarbeitete Diskussionspapier „Verkehrswende ‚made in Germany‘ – Wie Deutschland den Umstieg schafft“ zeigt Lösungsansätze, wie die Verkehrswende in Deutschland gemeinsam gemeistert werden kann. weiterlesen…

Ökologische Waldnutzung kann deutsche CO2-Bilanz verbessern

Greenpeace-Studie: Wälder in Deutschland können maßgeblich zum Klimaschutz beitragen, wenn sie stärker geschützt werden

Bis zu 48 Millionen Tonnen CO2 könnten diese Wälder pro Jahr bei einer ökologischeren Bewirtschaftung binden – dies entspricht etwa der Hälfte des jährlichen CO2-Ausstoßes von PKW in Deutschland. Nach einer am 28.02.2018 veröffentlichten Studie des Freiburger Öko-Instituts im Auftrag von Greenpeace würde der Wald bei gleichbleibender Nutzung etwa zwei Drittel weniger klimaschädliches CO2 binden. Computersimulationen zeigen, dass der Wald bei intensiverer Bewirtschaftung als heute seine Klimaschutzfunktion zeitweilig sogar verlieren könnte, wie Greenpeace mitteilt. weiterlesen…

Bürger wollen auf ÖPNV, Rad und E-Auto umsteigen

Lichtblick-Umfrage zu Diesel-Fahrverboten

Eine Mehrheit der Deutschen ist bereit, bei künftigen Diesel-Fahrverboten auf alternative Verkehrsmittel umzusteigen. Beliebteste Alternative sind für zwei Fünftel der Verbraucher (38 Prozent) Bus und Bahn. Mehr als jeder Vierte (28 Prozent) gibt an, er würde das Fahrrad nutzen. Fast jeder Fünfte (19 Prozent) würde ein Elektroauto bevorzugen, sollte es in seiner Stadt zu Fahrverboten kommen. Das geht aus einer YouGov-Umfrage im Auftrag des Ökostromanbieters LichtBlick hervor. weiterlesen…

NKI löste 2,5 Milliarden Euro Investitionen aus

Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) fördert das BMUB seit 2008 den Klimaschutz

Unterstützt werden strategische und investive Projekte vor Ort, in Kommunen und Unternehmen sowie bei sozialen, kulturellen und kirchlichen Einrichtungen. Bereits mehr als 25.000 Projekte wurden seit dem Jahr 2008 abgeschlossen. Die mit insgesamt 790 Millionen Euro aus dem Bundeshaushalt und dem Energie- und Klimafonds geförderten Projekte haben Gesamtinvestitionen von über 2,5 Milliarden Euro ausgelöst. Das sei eine Verdreifachung der Gesamtmittel, teilte das BMUB per Pressemitteilung Nr. 033/18 am 13.02.2018 mit. weiterlesen…