Österreichs Strom-Overshoot-Day

Rechnerisch: Bis Silvester nur mehr Kohle, Erdgas und Atomstrom

Mit dem 01.10.2021 ist – einer Medienmitteilung der IG Windkraft zufolge – der in Österreich erzeugte Strom aus Erneuerbaren rein rechnerisch aufgebraucht. Ab da werden tonnenweise Kohle und Erdgas verbrannt und Atomstrom aus den Nachbarländern importiert, um die Stromversorgung sicherzustellen. „Mit dem Beschluss des EAG (Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz) vor der Sommerpause sind jetzt die Bundesländer gefordert, den Bau der Ökostromkraftwerke auch zu ermöglichen“, fordert Stefan Moidl, Geschäftsführer der IG Windkraft: „Dafür müssen neue Zonen für den Windkraftausbau ausgewiesen, die Genehmigungsbehörden ordentlich ausgestattet und die Verfahren vereinfacht werden.“ weiterlesen…

Deutsche Solarbranche boomt wieder

Franz Alt über die Intersolar

Stromspeicher, Bio-Solarzellen, grüner Wasserstoff, Ladeboxen für E-Autos: Wer in München durch die Messehallen der etwas verkleinerten „Intersolar“-Messe flanierte, erlebte so etwas wie einen zweiten Frühling der deutschen Solarbranche – einen Aufbruch in die neue Energiewelt. Der messbare Erfolg der kleinen Intersolar vom 6.-8 Oktober: 26.000 Besucher aus 93 Ländern, 450 Aussteller aus aller Welt und 45.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche. weiterlesen…

Wasserstoffimporte in EU könnten bis 2050 halben Bedarf decken

Neue Studie des Weltenergierats über Wasserstoffimporte in die Europäische Union

„Viele europäische Staaten haben die Nutzung von CO2-armem H2 als zentrales Mittel zur Erreichung ihrer Klimaziele identifiziert. Bis 2050 könnte der Gesamtbedarf an Wasserstoff und wasserstoffbasierten Brennstoffen in der EU von aktuell ca. 10 Millionen Tonnen deshalb auf bis zu 60 Millionen Tonnen bzw. 2.000 Terawattstunden steigen,“, erklärte Carsten Rolle, Geschäftsführer des Weltenergierat – Deutschland, anlässlich der Vorstellung der neuen europäischen Studie des Weltenergierat Decarbonised Hydrogen Imports into the European Union: challenges and opportunities am 08.10.2021 in Berlin. weiterlesen…

Kohlendioxid-armer Stahl mit Eisenschwamm und Schrott

thyssenkrupp macht Stahl mit weniger CO2

Deutschlands größter Stahlkonzern thyssenkrupp hat erstmals Stahl mit verringerter CO2-Freisetzung produziert. Bei dem sogenannten bluemint®-Verfahren wird ein Teil des Eisenerzes durch Eisenschwamm ersetzt. Für das Schmelzen von Eisenschwamm muss im Hochofen weniger Kohle eingesetzt werden. Dadurch sinken die Kohlendioxid-Emissionen. Erster Kunde ist nach einer Medienmitteilung von thyssenkrupp vom 06.10.2021 der Premium-Badhersteller Kaldewei aus Ahlen. Die vom internationalen Zertifizierer DNV bestätigte Methode zur Minderung der CO2-Emissionen am Hochofen ermöglicht die bilanzielle Verteilung der CO2-Einsparungen auf eine bestimmte Menge des Produkts. Die CO2-Intensität einer solchen Tonne Stahl verringert sich so um 70 Prozent. (Bild: Bluemint-Steel – Foto © thyssenkrupp Steel Europe) weiterlesen…

„Klimaschutz braucht Rückenwind“

SRU-Impulspapier zu Koalitionsverhandlungen – u.a. Ausbau der Windenergie an Land

Die Energiewende kann nur gelingen, wenn die Windenergie schnellstmöglich weiter ausgebaut wird. In den vergangenen Jahren ist der Ausbau aber dramatisch eingebrochen. Wie die Probleme der Windenergie an Land überwunden werden können, analysiert der Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU) in einer ausführlichen Stellungnahme, die Anfang 2022 veröffentlicht wird. Am 08.10.2021 legte er mit Blick auf die anstehende Regierungsbildung ein Impulspapier vor, das die zentralen Empfehlungen zusammenfasst. weiterlesen…

Keine voreiligen Schlüsse aus Sondereffekten am Strommarkt!

Warnung des BEE

Die Strompreise sind entgegen den Vorhersagen der Übertragungsnetzbetreiber in der letzten Zeit auf ein bisher unerwartetes Niveau gestiegen. Die Gründe dafür sind vielfältig: Neben dem massiven Anstieg des Gaspreises auf mehr als 150 €/MWh sind auch die CO2-Preise, die steigende Stromnachfrage durch das Anziehen der Wirtschaft sowie die schwache Einspeisung aus Windenergie dafür verantwortlich, schreibt der Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. am 08.10.2021 in einer Medienmitteilung. weiterlesen…

IEA Global Hydrogen Review 2021

„Entschlossenes Handeln der Regierungen entscheidend für Wachstum kohlenstoffarmen Wasserstoffs“

Die Regierungen müssen bei einer Vielzahl von politischen Maßnahmen schneller und entschlossener handeln, damit kohlenstoffarmer Wasserstoff sein Potenzial entfalten kann, um der Welt zu helfen, Netto-Null-Emissionen zu erreichen und gleichzeitig die Energiesicherheit zu unterstützen, so der IEA Global Hydrogen Review 2021. EA-Exekutivdirektor Fatih Birol: „Es ist wichtig, die Entwicklung von kohlenstoffarmem Wasserstoff zu unterstützen, wenn die Regierungen ihre Klima- und Energieziele erreichen wollen“. Birol stellte den 224-seitigen Bericht am 04.10.2021 beim Treffen der Energieminister in Tokio vor. Solarify dokumentiert Ausschnitte aus Medienmitteilung und Kurzfassung. (Titel: © iea.org) weiterlesen…

Internationale Wasserstoffkongresse malen rosiges Bild

Aber Kurse tauchen ab

Das Hydrogen Energy Ministrial Meeting am 04.10.2021 in Tokio hat laut Sven Geitmann (HZwei) „die Bestätigung gebracht, dass der Themenkomplex Wasserstoff keine Eintagsfliege ist, sondern der Beginn eines neuen weltweiten Megatrends“. Da waren die Wirtschaftsminister von Ländern wie Chile, Deutschland, Norwegen, Polen, Japan, Neuseeland, Australien, UAE, Saudi-Arabien, Brunei u.a. dabei sowie Vertreter großer Energiekonzerne. Auch Weltorganisationen wie die Internationale Energieagentur (IEA) und der Hydrogen Council waren vertreten. Organisator war die Japan Hydrogen Association. Sie alle bekräftigten ihre Ambitionen und Pläne in Sachen Wasserstoff. weiterlesen…

“Das Pariser Abkommen ist praktisch schon von der Realität überholt“

„Die Rolle des Wasserstoffs im Energiesystem” – Abendvortrag der DPG von Prof. Robert Schlögl

Wasserstoff ist die einzige Möglichkeit, regenerative Energien global auszutauschen und damit den Energiebedarf mit den Erzeugungsmöglichkeiten Sonne und Wind zu verbinden. Eine zügige Umsetzung der Energiewende setzt voraus, dass wir die technischen und organisatorischen Hindernisse überwinden, um zu einem Weltmarkt für erneuerbare Energie zu gelangen. Prof. Robert Schlögl, Direktor am Fritz-Haber-Institut der Max-Planck-Gesellschaft (FHI) in Berlin und am Max-Planck-Institut für Chemische Energiekonversion in Mülheim an der Ruhr (MPI CEC) sprach in seinem virtuellen Abendvortrag am 27.09.2021 im Rahmen der 84. Jahrestagung der Deutschen Physikalischen Gesellschaft die technische Herausforderungen an und beschrieb die politisch und wissenschaftlich notwendigen Schritte zur Einführung einer Wasserstoffwirtschaft. weiterlesen…

„The smarter E Europe Restart“ 2021 mit Wasserstoff-Manifest

ees Europe setzt Zeichen für grünen Wasserstoff als Basis für Kreislaufwirtschaft

H2 grün - SymbolIm klimafreundlichen Energiemix der Zukunft spielt grüner Wasserstoff eine entscheidende Rolle. Wichtige Impulse für die Förderung des Energieträgers liefert jetzt das „Green Hydrogen Manifest“, das am 06.10.2021 im Rahmen der The Smarter E Europe Restart 2021 einer Medienmitteilung zufolge auf der Messe München präsentiert – und bereits von 64 Unterzeichnern gebilligt wurde. Die Initiatoren Hydrogen Europe, Deutscher Wasserstoff- und Brennstoffzellenverband DWV, European Electrolyzer & Fuel Cell Forum EFCF und The smarter E Europe wollen damit ein klares Zeichen für die Dekarbonisierung und eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft setzen. weiterlesen…