DIW: Kaum Carbon Leakage durch nationalen Brennstoff-Emissionshandel

Entwurf einer Verordnung zur Vermeidung von CO2-Steuerflucht

Die Einführung des nationalen Brennstoff-Emissionshandels birgt nach Einschätzung von DIW-WissenschaftlerInnen kein erhöhtes Risiko eines Carbon Leakage, also der Verlagerung von klimaschädlicher Industrie ins Ausland. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) und des Münchener ifo Instituts, die im Auftrag des BMF erstellt wurde. Die ÖkonomInnen gehen zudem nicht davon aus, dass sich die internationale Wettbewerbsfähigkeit vermindern könnte. Die gesamte Studie ist als Politikberatung kompakt abrufbar. (Siehe Download.) weiterlesen…

IASS: Europäische Länder sollten Reformen koordinieren

Wie beeinflussen Förder-Optionen Investitions-Entscheidungen ?

Gerade hat sich die Europäische Union auf strengere Klimaziele bis 2030 geeinigt, nun geht es an die Umsetzung. Was müssen die Länder dabei beachten? Eine Studie von IASS-Forschern zeigt, wie wichtig es ist, dass sie ihre Reformen bei der Förderung von Erneuerbaren Energien koordinieren. Sonst würden viele Investoren ihre Aktivitäten verlagern – in noch subventionierte Technologien oder in Länder, in denen Förderung noch vorhanden ist. Die Gesamtkosten des Erneuerbaren-Ausbaus würden dadurch steigen. weiterlesen…

JET bereitet energieerzeugende Fusionstests vor

Europäische Gemeinschaftsanlage plant 2021 wieder Experimente mit Deuterium-Tritium-Plasmen

Wie das Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP) in Garching und EUROfusion am 14.12.2020 mitteilte, sind am europäischen Gemeinschaftsexperiment JET – dem Joint European Torus, der weltweit größten Fusionsanlage, nicht zu verwechseln mit ITER (siehe: solarify.eu/groesster-fusionsreaktor-der-welt-startet-montage) – in Culham/Großbritannien im kommenden Jahr neue Plasmaexperimente geplant. JET ist die zurzeit einzige Anlage, die mit dem Brennstoff eines künftigen Fusionskraftwerks experimentieren kann. weiterlesen…

Größter Fusionsreaktor der Welt startet Montage

ITER-Teile werden zusammengebaut

ITER – der „Internationale Thermonukleare Experimentelle Reaktor“, nicht zu verwechseln mit dem „kleinen Bruder“ JET, dem „Joint European Torus“ – ist der bisher größte und ehrgeizigste Versuch, die Energie der Kernfusion nutzbar zu machen. Das 20-Milliarden-Euro-Experiment im südfranzösischen Cadarache bei Saint-Paul-lez-Durance 75 km nördlich von Marseille ist ein gemeinsames Forschungsprojekt der sieben gleichberechtigten Partner EU, welche die 27 EU-Staaten und die Schweiz vertritt, der USA, Chinas, Südkoreas, Japans, Russlands und Indiens entwickelt, gebaut und betrieben. Jetzt – nach 13 Jahren Bauzeit, wird damit begonnen, die Komponenten zusammenzufügen. weiterlesen…

Chinas ‚künstliche Sonne‘ erreicht erste Entladung

150 Millionen Grad heiß

Zahlreichen Medienberichten zufolge soll Wissenschaftlern in einem chinesischen Forschungsreaktor eine Sensation gelungen sein: Bei 150 Millionen Grad Celsius verschmolzen sie die Kerne zweier Atome zehn Sekunden lang. „Der Tokamak-Reaktor HL-2M in Chengdu in der südwestchinesischen Provinz Sichuan schloss seine erste Entladung am 4. Dezember ab, was Chinas unabhängige Beherrschung der Konstruktion und des Baus großer, fortschrittlicher Tokamak-Geräte und ihrer Betriebstechnologie bedeutet“, so die stolze Originalmitteilung der China National Nuclear Corporation (CNNC). weiterlesen…

EEA: THG aus Strommeilern gehen zurück – seit 2005 um 35%

Europas Kraftwerke haben 2019 deutlich weniger klimaschädliche Gase emittiert

Wie die EU-Umweltagentur EEA meldet, haben europäische Stromerzeuger wesentlich weniger Klimagase emittiert als 2018. Die Emissionen der vom EU-Emissionshandel umfassten stationären Anlage fielen um gut neun Prozent – der größte jährliche Rückgang seit zehn Jahren. Im Vergleich mit 2005 sind die Emissionen gar um 35 Prozent gesunken. Das kommt daher, dass die Kraftwerke mehr und mehr auf Erneuerbare Energien als auf Kohle setzen. Experten mahnen dennoch, die Ausstöße müssten noch deutlich mehr sinken, wenn 2050 in der EU Klimaneutralität erreicht werden soll. Anders der Flugverkehr: Hier haben die Emissionen noch einmal zugelegt – um ein Prozent. Für dieses Jahr erwartet die Umweltagentur einen Rückgang – wegen der Pandemie. weiterlesen…

Der fehlende Schritt bei der Wassererwärmung

Neue Erkenntnisse, wie und wie schnell in Wassermolekül gespeicherte Energie in Wärme umgewandelt wird

Regierung sieht E-Fuels sehr kritisch – unter anderem gar „ökologisch nachteilig“

Antwort der Regierung auf FDP-Anfrage – Verkehr bis 2050 weitgehend treibhausgasneutral

Laut Bundesregierung macht „die bis spätestens zum Jahr 2050 notwendige weitgehende Treibhausgasneutralität des Verkehrs es notwendig, stromerzeugte Kraftstoffe im gasförmigen bzw. flüssigen Zustand auf Basis erneuerbaren Stromes herzustellen und diese dort einzusetzen, wo eine Elektrifizierung technisch kaum möglich oder unwirtschaftlich ist (Luft- und Seeverkehr, Teile des Schwerlastverkehrs)“ – so der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag. In der Antwort (19/24942) auf eine Kleine Anfrage (19/23994) der FDP-Fraktion kündigt die Bundesregierung eine ehrgeizige Treibhausgasminderungs-Quote (THG-Quote) bis 2030 an. weiterlesen…

EE deckten im Jahr 2020 gut 46 Prozent des Stromverbrauchs

Aktuelle Berechnungen von ZSW und BDEW

Fast die Hälfte des 2020 in Deutschland verbrauchten Stroms stammte aus Erneuerbaren Energien. Das zeigen vorläufige Berechnungen des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) und des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) für das Gesamtjahr 2020. weiterlesen…

Schwarz-Rot (endlich) einig bei EEG-Novelle

Reform für schnelleren Ausbau des Ökostrom-Anteils in Deutschland seht – Kritik

Die Koalitionsparteien haben sich am 14.12.2020 nach langen Verhandlungen über noch offene Punkte im Erneuerbare-Energien-Gesetz geeinigt. Dazu gehört eine Regelung zum Weiterbetrieb der sogenannten Ü20-Solar- und Windkraftanlagen, die bald aus der Förderung fallen werden. Der Eigenverbrauch von selbst produziertem Solarstrom – etwa auf dem Hausdach, der Terrasse oder im Garten – soll erleichtert werden. Auch für Anlagen auf Mietshäusern sind Vereinfachungen geplant.Die Branche (BEE, BSW-Solar, BVW) ist unzufrieden. weiterlesen…