Weltweiter EE-Ausbau bedroht – Klimaziele untergraben

Neue Studie: Aktuelle politische Rahmenbedingungen verantwortlich

„Während Regierungen weltweit Hilfspakete in Milliardenhöhe schnüren, um in Zeiten der Corona-Pandemie den wirtschaftlichen Einbruch zu verhindern, wird versäumt, genügend Investitionen für die dringend notwendige Energiewende bereitzustellen. So sind die weltweiten Ausbauziele viel zu niedrig, um das erforderliche exponentielle Wachstum der Erneuerbaren Energien herbeizuführen und damit die Ziele des Pariser Abkommens zu erfüllen“ – so die Zusammenfassung einer Untersuchung von David Jacobs (IET – International Energy Transition), Katherina Grashof (IZES), Pablo del Río (Spanish National Research Council – CSIC) und Dörte Fouquet (Becker Büttner Held). weiterlesen…

Gemeinsames europäisches Wasserstoffprojekt

Altmaier: „Gemeinsam Zukunftstechnologien voranbringen und Arbeitsplätze sichern“

Gegen Ende der deutschen EU-Ratspräsidentschaft brachte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier am 17.12.2020 im Rahmen eines hochrangigen Online-Events gemeinsam mit Binnenmarkt-Kommissar Thierry Breton das „IPCEI Wasserstoff“ (Important Projects of Common European Interest – Projekt von gemeinsamem europäischem Interesse) auf den Weg. weiterlesen…

EWE übernimmt Vorreiterrolle bei Wasserstoffspeicherung

EVU baut ab Februar Test-Kaverne bei Rüdersdorf

Der Energiedienstleister EWE schafft beim Speichern von Wasserstoff Fakten: Im brandenburgischen Rüdersdorf bei Berlin baut das Unternehmen in rund 1.000 Metern Tiefe einen Kavernenspeicher im Salzgestein, um dort erstmalig 100 Prozent Wasserstoff einzuspeichern. Baubeginn ist Anfang kommenden Jahres. Das gab EWE-Chef Stefan Dohler am 17.12.2020 in Oldenburg im Rahmen einer Online-Pressekonferenz bekannt – zusammen mit dem „EWE-Wasserstoffbotschafter“ und Diplom-Ingenieur Paul Schneider. (Ansicht vom EWE Erdgasspeicher Rüdersdorf – EWE baut ab Februar 2021 eine Speicherkaverne für 100 Prozent Wasserstoff im brandenburgischen Rüdersdorf – Foto © EWE) weiterlesen…

Bundestag und Bundesrat verabschieden EEG-Novelle – Reaktionen

Kritische Würdigungen von Verbänden und Medien

Die nach langen Koalitionsquerelen von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier eingebrachte und am 17.12.2020 vom Bundestag (am 18.12.2020 vom Bundesrat) verabschiedete EEG-Novelle stößt – was zu erwarten war – auf unterschiedliches Echo. Laut einer Medienmitteilung des BMWi wird damit zwar der Weg bereitet für den weiteren Ausbau der Erneuerbaren Energien und das Gelingen der Energiewende – doch geht das kurz vor Torschluss gezimmerte Gesetz vielen nicht weit genug. Altmaier dagegen gibt sich zufrieden und sieht in der EEG-Novelle 2021 „ein klares Zukunftssignal für mehr Klimaschutz und mehr Erneuerbare Energien. Erstmals verankern wir gesetzlich das Ziel der Treibhausgasneutralität noch vor dem Jahr 2050 in der Stromversorgung in Deutschland“. Schon der Umfang der Novelle zeigt laut Altmaier, dass das Gesetz ein „großer und zentraler Schritt für die Energiewende“ sei. weiterlesen…

EEG-Novelle verabschiedet: Bundestag kippt Hürden für Solarenergie

Last-Minute-Nachbesserungen

„Deutschland, Land der aufgehenden Sonne?“ titelte Martin Polansky vom ARD-Hauptstadtstudio auf tagesschau.de seinen Bericht über die Verabschiedung der EEG-Novelle: Am 17.12.2020 hat der Bundestag die Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes beschlossen. „In den Nachverhandlungen der vergangenen Tage haben sich Union und SPD noch auf einige Verbesserungen gegenüber dem völlig unzureichenden Gesetzesentwurf von Bundeswirtschaftsminister Altmaier geeinigt“, schrieb das Umweltinstitut München. weiterlesen…

„Energiewende mit Energieforschung und Innovationen voranbringen“

Förderaufruf „Technologieoffensive Wasserstoff“

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) hat am 15.12.2020 den Förderaufruf „Technologieoffensive Wasserstoff“ gestartet. Schwerpunkte sind mitunter die Weiterentwicklung und Erprobung von Elektrolyseuren und anderen Erzeugungstechnologien für umweltfreundlichen Wasserstoff. Ebenso sollen Entwicklungsarbeiten zur Speicherung und zu leitungsgebundener Infrastruktur gefördert werden. Interessierte Antragsteller können ab sofort innovative Projektideen zu Erzeugung, Transport und Nutzung von Wasserstoff sowie zu Querschnittsthemen einreichen. weiterlesen…

Rekord-CO2-Ausstoß im Baubereich

Gebäude- und Bausektor hinkt Klimaziel hinterher

Der Bau- und Gebäudesektor liegt laut dem am 16.12.2020 vorgelegten Bericht des UN-Umweltprogramms „2020 Global Status Report for Buildings and Construction – Towards a zero-emissions, efficient and resilient buildings and construction sector“ beim Treibhausgasausstoß weltweit auf Rekordniveau und droht damit, die im Pariser Klimaschutzabkommen von COP21 festgelegte Grenze („well below 2 degrees“) zu überschreiten. Der Sektor macht mittlerweile 38 Prozent (9,95 Gt CO2) der globalen CO2-Emissionen aus. „Insgesamt hat sich der Gebäude- und Bausektor nicht in Richtung auf das im Paris-Abkommen festgelegte Ziel bewegt, die globale Durchschnittserwärmung weit unter zwei Grad Celsius zu halten, sondern davon weg bewegt“, so der Bericht. weiterlesen…

Wasserverbrauch und -knappheit entlang globaler Lieferketten

Forschungsvorhaben WELLE untersucht Wasserfußabdruck von Unternehmen – Lokale Maßnahmen in Globalen Wertschöpfungsketten – Untersuchung des Wassermengen-Verbrauchs der Industrie

Mit dem Ziel einer optimierten Methode der Bilanzierung von Wasser, sind unter Federführung der Forschungsstelle SEE an der TU Berlin und der Industrie im Rahmen des Forschungsprojektes WELLE der Wassermengen-Gebrauch von Organisationen entlang ihrer Wertschöpfungsketten untersucht worden. Laut einer Medienmitteilung des Kupferinstituts sollten entsprechende Wasserbilanz-Analysemethoden verbessert und damit einhergehende geeignete Instrumente für Handlungsempfehlungen entwickelt werden. Besonders interessant ist die frei verfügbare Software, die eine systematische Erfassung der Wasserdaten der betrachteten Kette vereinfachend ermöglicht. Dadurch kann – so der (englische) Projektbericht – verhindert werden, dass durch das Thema „Wasser“ ein Problem in der Wertschöpfungskette entsteht. weiterlesen…

Private PV-Anlagen – wichtiger Beitrag zur Energiewende

Photovoltaik auf neuen Einfamilienhäusern würde bis 2030 mehr als 12 Millionen Tonnen CO2 einsparen

Photovoltaik ist bei den Deutschen beliebt und das Potenzial für neue Anlagen groß. Welche positiven Auswirkungen es hätte, wenn künftig alle, die ein Eigenheim bauen, auf Sonnenstrom setzen würden, hat E.ON jetzt einer Medienmitteilung zufolge berechnet: Würde jedes in Deutschland innerhalb der nächsten zehn Jahre errichtete Einfamilienhaus mit einer PV-Anlage ausgestattet, könnten über den gesamten Zeitraum insgesamt zusätzliche 38 Milliarden Kilowattstunden Sonnenstrom erzeugt und mehr als 12 Millionen Tonnen CO2 eingespart werden. weiterlesen…

PtX-Projekt „Element One“: Wasserstoff statt Erdöl

BMWi fördert internationales Projekt für grünen Wasserstoff in Saudi-Arabien

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat am 16.12.2020 einen Förderbescheid für die Weiterentwicklung von Elektrolysekomponenten in einem Projekt für grünen Wasserstoff in Saudi-Arabien an die Vorstandsvorsitzende der thyssenkrupp AG, Martina Merz, übergeben. Damit ist das PtX-Projekt neben „Haru Oni“ in Chile (solarify.eu/altmaier-uebergibt-foerderbescheid-fuer-ptx-projekt-haru-oni) bereits das zweite internationale Wasserstoff-Vorhaben, das im Rahmen der Nationalen Wasserstoffstrategie (NWS) aus Mitteln des Konjunkturpaketes gefördert wird. weiterlesen…