Schädlich für den Klimaschutz

Energieexperten fordern Austritt aus der Energiecharta

In einem offenen Brief fordern über 150 Energie- und Klimaexperten den Austritt der EU aus dem Energiecharta-Vertrag. Er steht der geplanten Anhebung des EU-Klimaziels entgegen – und damit auch dem Übergang zu einer sauberen Energieversorgung. Joschua Katz hat für energiezukunft – dem Portal für Erneuerbare Energien und die bürgernahe Energiewende – die Hintergründe zusammengetragen. weiterlesen…

Kohle wichtigster Energieträger im 3. Quartal 2020

Wieder mehr fossiler Strom als erneuerbarer

Im 3. Quartal 2020 wurden in Deutschland 1.16,7 Milliarden Kilowattstunden Strom erzeugt und in das Stromnetz eingespeist. Nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) vom 11.12.2020 waren das 2,9 % weniger als im 3. Quartal 2019. Anders als in den ersten beiden Quartalen 2020, in denen der Strom mehrheitlich aus erneuerbaren Energiequellen stammte (1. Quartal: 51,2 %, 2. Quartal: 52,5 %), kam der Strom im 3. Quartal zu 56,0 % aus konventionellen Energieträgern. Im Vergleich zum Vorjahresquartal sank die Stromeinspeisung aus konventionellen Energieträgern aber um 5,8 %, während die Einspeisung aus erneuerbaren Energien um 1,1 % zunahm. weiterlesen…

Green Deal: Gut für Europa – schlechter für den Planeten

Getreide- und Fleischimport untergräbt EU-Standards und lagert Umweltschäden aus

Europa soll bis 2050 der erste klimaneutrale Kontinent werden – das hat die EU mit dem „Green Deal“ Ende 2019 angekündigt. Ziel ist, die Kohlenstoffemissionen zu verringern sowie Wälder, Landwirtschaft, umweltfreundlichen Verkehr, Recycling und erneuerbare Energien zu fördern. Der Import von Millionen Tonnen Getreide und Fleisch pro Jahr untergräbt aber landwirtschaftliche Standards der EU und lagert so Umweltschäden aus der EU aus. Der europäische Green Deal ist in diesem Sinne „gut für ein klimaneutrales Europa – aber schlechter für den Planeten“, sagen KIT-Forscher – auch in Nature. weiterlesen…

5 Jahre COP21

FfF-Aktivisten demonstrierten mit klimaneutralen Kerzen für Klimaschutz

Heute, am 12.12.2015, jährt sich zum fünften Mal die Einigung der UN-Klimakonferenz COP21 in Paris auf das Weltklimaabkommen. Bei einem eintägigen, virtuellen UN-Gipfel sollen viele Staaten ihre Fortschritte und Pläne im Klimaschutz darstellen (und ihr Versagen?) Vor fünf Jahren hat sich die Welt darauf verständigt, die Erderwärmung gut unter zwei Grad („well below two degrees“) zu begrenzen (siehe: solarify.eu/da-hat-er-ein-wenig-getrickst). Zum Jahrestag des Pariser Abkommens demonstrierten Klimaaktivisten von Fridays for Future weltweit an 2.500 Punkten, unter anderem am Brandenburger Tor in Berlin, für noch mehr Anstrengungen – so das Portal tagesschau.de unter anderen. weiterlesen…

Zurzeit steuern wir auf eine circa 4 Grad heißere Welt zu

FfF: 5 Jahre COP21 Paris – (k)ein Grund zu feiern

„Vor fünf Jahren ereignete sich Historisches: Am 12. Dezember 2015 beschlossen 196 Länder in Paris, die Klimakrise ernst zu nehmen und ihr entschlossen und geschlossen entgegenzutreten“ – so stand es am 07.12.2020 auf der Internetseite von Fridays for Future (FfF). „Auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse wurde das Pariser Klimaabkommen geschlossen. Ein Abkommen, das lange und zähe Verhandlungen benötigte, das zwischen Ländern, die besonders früh und stark unter den Auswirkungen der Klimakrise leiden werden und den reichen Industriestaaten, die den größten Teil zur Entstehung der Klimakrise beitragen, vermittelt. Ein Abkommen, das unter hohem Druck der internationalen Klimagerechtigkeitsbewegung entstanden ist und, das bereits einen Kompromiss darstellte. weiterlesen…

Grüner Wasserstoff: Weltweit große Preisunterschiede und hohe Frachtkosten

ewi-Analysen – Transportkosten strittig – eine Alternative

Die Kosten für die Herstellung von grünem Wasserstoff weisen weltweit eine hohe Bandbreite auf. Deutschland verfügt im internationalen Markt für grünen Wasserstoff nicht über eine ideale Ausgangslage. Kurz- bis mittelfristig könnte blauer Wasserstoff eine kostengünstigere Bezugsoption sein, zeigen Analysen des Kölner Energiewirtschaftlichen Instituts (EWI). Andere, etwa die BASF, favorisieren türkisen Wasserstoff schreibt Notker Blechner auf tagesschau.de. weiterlesen…

Testflugerlaubnis für Brennstoffzellen-Flieger Hy4

Umweltschonender und lautloser Antrieb am Stuttgarter Airport präsentiert

Am 11.12.2020 ist die neueste Generation des klimafreundlichen viersitzigen Wasserstoff-Brennstoffzellen-Flugzeugs, Hy4, am Stuttgarter Flughafen vorgestellt worden. Der Premieren-Testflug in Stuttgart liegt bereits vier Jahre zurück (siehe solarify.eu/emissionsfreier-antrieb-fuer-die-luftfahrt). Der innovative Antrieb aus einem Batterie-Brennstoffzellensystem wurde einer Medienmitteilung zufolge allen voran von Professor Josef Kallo (Universität Ulm/DLR) entwickelt. Jetzt hat die sechste Antriebsgeneration die Testflugerlaubnis erhalten. Gut zehn Jahre noch, dann sollen in Deutschland nach dem Willen von Politik und Forschung erste nur von Wasserstoff und Brennstoffzellen angetriebene Passagierflugzeuge mit Dutzenden Menschen an Bord unterwegs sein. (Foto: Das weltweit erste viersitzige Wasserstoff-Brennstoffzellen-Flugzeug Hy4 – © DLR (CC-BY 3,0)) weiterlesen…

Der klimaneutrale Verbrennungsmotor

Diesel raus – Wasserstoff rein – oder E-Fuels

Während alle nur noch von der Brennstoffzelle redeten, nehme der Verbrennungsmotor „einen Wasserstoff-Anlauf“, schrieb Rudolf Skarics am 06.12.2020 im Wiener Standard. Er sieht die Vorteile des Verbrenners „bei widrigen Umgebungsbedingungen“. Der schlechte Ruf des Verbrenners rühre von den fossilen Treibstoffen her – langkettigen Kohlenwasserstoffen. Das sei bei Wasserstoff anders. weiterlesen…

Wasserstoff bald weniger als 2 Euro?

Neue Power to Gas-Analyse von IHS Markit optimistisch

Grüner Wasserstoff wird in knapp drei Jahren wettbewerbsfähig. „Bis 2023 sinkt der Preis für grünen Wasserstoff unter zwei Dollar pro Kilogramm – die Schallmauer hin zur Wettbewerbsfähigkeit mit fossil produziertem Wasserstoff. Für die drastische Preissenkung gibt es mehrere Gründe“, schreibt Sven Ullrich am 07.12.2020 auf Erneuerbare Energien. Laut den Analysten von IHS Markit werden die Investitionen in die Produktion grünen Wasserstoffs bis 2023 eine Milliarde US-Dollar (€ 830 Mio.) übersteigen – das veröffentlichten sie am 03.12.2020. Wo produziert wird, spielt praktisch keine Rolle. weiterlesen…

Verpflichtungen zum AKW-Rückbau

Bericht: Keine Beanstandungen – Unterrichtung durch BMWi

Die Betreiber von Atomkraftwerken können ihren Rückbauverpflichtungen in den nächsten drei Geschäftsjahren nachkommen. Das geht – so der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag – aus dem als Unterrichtung vorgelegten 48seitigen „Bericht gemäß § 7 des Gesetzes zur Transparenz über die Kosten der Stilllegung und des Rückbaus der Kernkraftwerke sowie der Verpackung radioaktiver Abfälle (Transparenzgesetz)“ – Bundestagsdrucksache 19/24770 – hervor. Die Prüfung der Rückstellungsbeträge durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) habe zu keinen Beanstandungen geführt, schreibt die Bundesregierung. weiterlesen…