BMBF: Fragwürdiger Standortzuschlag

Batterieforschung bleibt aber in Münster

Das Handelsblatt ließ an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig: „Rechnungshof prangert unsaubere Standortvergabe bei Batterieforschung an“. Die taz titelte gar: „Gezinkte Karten“. Der Bundesrechnungshof wirft in seinem noch unveröffentlichten Bericht zum Standortbewerbungsverfahren Forschungsfertigung Batteriezelle (FFB) an den Haushaltsausschuss des Bundestages Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) vor, bei der Standortentscheidung für eine Batterieforschungsfabrik in Deutschland ihre Heimat Münster zu Unrecht bevorzugt und die Befangenheiten verschiedener Akteure im Verfahren missachtet zu haben. Die Ministerin sieht sich im Gegenteil darin bestätigt, und darin, dass sie „die Entscheidung bewusst nach unten delegiert“ habe. weiterlesen…

„Akku-Hersteller müssen transparenter werden“

Probleme: Lieferketten, Rohstoffförderung und Recycling

Batterien sind der Knackpunkt der Elektromobilität. Eine am 02.09.2020 veröffentlichte gemeinsame Untersuchung des schweizerischen katholischen Hilfswerks Fastenopfer, der evangelischen Hilfsorganisation Brot für alle, und des Verkehrs-Clubs der Schweiz (VCS) untersuchte erstmals den Umgang der wichtigsten Akku-Hersteller mit Umwelt- und Menschenrechtsfragen. Probleme stellten sich vor allem bei der Transparenz der Lieferketten, der Rohstoffförderung und beim Recycling der Akkus heraus. weiterlesen…

Rosskur bei Continental

Vergebliche Hoffnung auf Designer Fuels und Wasserstoff

„Die deutschen Automobilzulieferer stehen vor dem Abgrund“, titelte die Welt am 28.08.2020. Auslöser für die düstere Prophezeiung war eine Meldung des Autozulieferers und Reifenhersteller Continental aus Hannover. Weltweit sollen rund 30.000 Arbeitsplätze wegfallen – 10.000 mehr als zuvor angekündigt, so der NDR. Allein in Deutschland fielen rund 13.000 Stellen weg. Schuld an den neuen Zahlen seien die fortdauernd geringe Fahrzeugproduktion sowie die Verschärfung der Konjunkturkrise durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie an. weiterlesen…

Regelmäßige Klima-Infos im Fernsehen verlangt

„Klima° vor acht“ zielt auf „Börse vor acht“

Überraschendes Crowdfunding-Ergebnis: Schon nach 220 Minuten war die komplette Finanzierung des Projekts Klima° vor acht erreicht. Die Initiatoren waren ebenfalls überrascht: „Mit so einem Erfolg und solch einer Dynamik haben wir nicht gerechnet.“ Gegenstand ist eine Forderung an die ARD, statt den Börsennews vor 20 Uhr oder im Wechsel mit ihnen Informationen über den Klimawandel auszustrahlen. Die ARD erklärte, ein solches Format sei nicht geplant. Deshalb hat sich in engagiertes Team von Klimaschützern zusammengetan, um bis Ende 2020 ein Anschubformat zu finanzieren. weiterlesen…

Spatenstich für erste industrielle Power-to-Gas-Anlage der Schweiz

Vorzeigeprojekt bei Limeco in Dietikon

In Zusammenarbeit mit acht Schweizer Energieversorgern und der Stadtwerke-Allianz Swisspower realisiert das Limmattaler Regiowerk Limeco in Dietikon die erste industrielle Power-to-Gas-Anlage der Schweiz. Mit dem Spatenstich am 04.09.2020 haben die Projektpartner einen Meilenstein erreicht. Das Projekt soll aufzeigen, wie Power-to-Gas-Anlagen die erneuerbare Stromproduktion ergänzen und dabei wirtschaftlich betrieben werden können. weiterlesen…

Wann wird Fliegen CO2-neutral?

Glo­ba­ler Luft­ver­kehr trägt 3,5 Pro­zent zur Kli­mae­r­wär­mung bei

Der Anteil der globalen Luftfahrt an der anthropogenen Klimaerwärmung beträgt 3,5 Prozent. Zudem zeigt sich, dass nur ein Drittel der Klimawirkung des Luftverkehrs auf CO2-Emissionen entfällt und zwei Drittel auf Nicht-CO2-Effekte, wobei Kondensstreifen und daraus resultierende Kondensstreifen-Zirren der bedeutendste Faktor sind. Zu diesem Ergebnis kommt eine umfangreiche internationale Studie unter der Leitung der Manchester Metropolitan University unter Beteiligung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), die am 03.09.2020 im Journal Atmospheric Environment erschienen ist. weiterlesen…

Frankfurt: Kritik an Umstieg von Kohle auf Erdgas

Umweltschützer bemängeln, die Mainova setze weiter auf fossile Energie

Der Frankfurter Energiekonzern Mainova hat angekündigt, bis 2026 aus der Kohleverbrennung auszusteigen; aber das Heizkraftwerk West soll statt Steinkohle Erdgas verbrennen. Das treibt Umweltschutzgruppen allerdings auf die Barrikaden, so Florian Leclerc in der Frankfurter Rundschau am 04.09.2020. weiterlesen…

Größte Dach-PV-Anlage im Ruhrgebiet eingeweiht

Fast 2,5 Megawatt aus 8.000 Solarmodulen

Nachhaltige Energie für einen 72.000 Quadratmeter großen Logistikstandort: Die größte Dach-Photovoltaikanlage im Ruhrgebiet ohne Einspeisevergütung wurde heute im Frischelogistikzentrum der Nagel-Group eröffnet, meldet die Energie-Agentur NRW. Der Lebensmittellogistiker nutzt die gewonnene Energie zur Versorgung seines Standorts. weiterlesen…

Sechs Kinder verklagen 33 Länder

Klimawandel-Vorwurf: EU-Staaten und andere hätten Krise verschärft

„Das gab es noch nie: Sechs Kinder aus Portugal klagen gegen die Klimapolitik von Deutschland und 32 weiteren Ländern“, textete das ZDF am 03.09.2020 auf seiner Webseite. Sechs junge Portugiesen verklagen dreiunddreißig Länder vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg (EGMR), weil die es versäumt haben, ihren Teil zur Abwendung der Klimakatastrophe beizutragen – so das Portal youth4climatejustice.org. weiterlesen…

Neues Kompetenzzentrum für kognitive Energiesysteme 

Fraunhofer IEE sucht Partner aus Wissenschaft und Wirtschaft

In Kassel entsteht ein neues Kompetenzzentrum für Kognitive Energiesysteme. Das Forschungsprojekt zur künstlichen Intelligenz im Energiesystem sucht Partner aus Wissenschaft und Wirtschaft und sieht für den Wirtschafts- und Forschungsstandort Deutschland gute Voraussetzungen, in diesem Thema eine globale Innovationsführerschaft zu erreichen. Das Land Hessen fördert den Aufbau des vom Fraunhofer-Institut für Energiewirtschaft und Energiesystemtechnik IEE getragenen neuen Kompetenzzentrums.
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