Zementherstellung endlich CO2-reduziert?

Viele Bemühungen

Hoffmann Green Cement Technologies (HGCT), ein seit kurzem an der Börse Euronext notiertes französisches Cleantech-Unternehmen, hat rund 65 Millionen Euro eingesammelt, und seinen Aktionären versprochen, seine Zement-Produktion zu steigern und gleichzeitig die CO2-Emissionen um den Faktor 5 zu reduzieren. Allein China verbaut 2,4 Milliarden Tonnen Zement pro Jahr. Die deutsche Zementindustrie produziert dagegen nur einen Bruchteil: 27,5 Millionen Tonnen. Aber: Zementhersteller sind für sieben Prozent der weltweiten CO2-Emissionen verantwortlich. Wäre die Welt-Zement-Industrie ein Land, läge sie bei den CO2-Emissionen hinter China und den USA an dritter Stelle. weiterlesen…

Neues Klimaschutz-Projekt „Constrain“

Über „Beschränken“ – nur noch 985 Gt CO2 – oder weniger

Das Pariser Abkommen von 2015 legt einen Welt-Aktionsplan zur Begrenzung der Erderwärmung auf deutlich unter 2°C fest und fordert gleichzeitig, die Bemühungen zur Begrenzung auf 1,5°C fortzusetzen. Die Vorhersage, wie sich das Klima in den nächsten 20-50 Jahren verändern wird, sowie die Festlegung der Emissionspfade, welche die Welt auf den richtigen Weg bringen und auf Kurs halten werden, erfordert jedoch ein besseres Verständnis dafür, wie verschiedene menschliche und natürliche Faktoren das Klima beeinflussen. Das von der EU finanzierte CONSTRAIN(=“Beschränken“, „Zwingen“)-Projekt, ein Konsortium von 14 europäischen Partnern, entwickelt ein besseres Verständnis dieser Variablen, speist sie in Klimamodelle ein, um die Unsicherheiten zu verringern, und erstellt verbesserte Klimaprojektionen für die nächsten 20-50 Jahre auf regionaler und globaler Ebene. weiterlesen…

Meereis-Schmelze ermöglicht früheren LNG-Transport über Arktis-Route

Klimawandel-Folgen

Weil das normalerweise die Route blockierende arktische Meereis taut, verschifft Russlands größter Flüssiggasförderer Jamal seinen Brennstoff mehr als einen Monat früher als bisher üblich über die Arktis nach China – zitiert Climatewire einen Artikel von und auf Bloomberg Green vom 19.05.2020. Die „Christophe de Margerie“, ein Schiff der Atomeisbrecherklasse, welches das von Novatek PJSC geführte Jamal-LNG-Projekt bedient, verließ am 18.05.2020 die Förderanlage im nordrussischen Sabetta und fährt nun über den sogenannten Nördlichen Seeweg nach Osten, wie aus den Schiffsverfolgungsdaten auf Bloomberg hervorgeht. (Foto: Eisbären auf dem arktischen Meereis – © Dirk Notz) weiterlesen…

Initiative GET H2: Energiewende mit Wasserstoff

36 Unternehmen und Institutionen als Partner

Den Kern für eine bundesweite Wasserstoffinfrastruktur etablieren, um eine effiziente Umsetzung der Energiewende möglich zu machen will die im März gegründete Initiative GET H2. Dahinter stehen Unternehmen und Institutionen, die sich aktiv für die Schaffung eines wettbewerbsorientierten Wasserstoffmarktes und für die dazu notwendigen Anpassungen der gesetzlichen und regulatorischen Grundlagen einsetzen. In mehreren Projekten treiben die Partner der Initiative die Entwicklung der Technologien und ihre Markteinführung voran und planen die Realisierung von Infrastrukturen zu Produktion, Abnahme, Transport und Speicherung von grünem Wasserstoff. weiterlesen…

Exxon und andere starten Projekt zur Senkung der Methan-Emissionen

„Digital Methane Challenge“

Die Universität von Texas (UT) in Austin hat laut E&E News und einer Medienmitteilung der UT in Zusammenarbeit mit Exxon Mobil und anderen Unternehmen (der Environmental Defense Fund, das Gas Technology Institute GTI und die Pioneer Natural Resources Company) ein Projekt zur Überwachung von Methanemissionen im ölreichen Perm-Becken (Senke im Grenzgebiet zwischen Texas und New Mexico aus bis zu 250 Millionen Jahre altem Sedimentgestein, in dem im Laufe der Erdgeschichte besonders viele Ölvorkommen entstanden sind) durch ein kontinuierlich arbeitendes Netzwerk von Sensoren an. weiterlesen…

Klimaschutz JA – Persönlich einschränken NEIN

TechnikRadar 2020 zeigt: Biokunststoff und Biosprit aus Reststoffen finden Zuspruch, Laborfleisch und grüne Gentechnik werden abgelehnt

70,2 Prozent der Deutschen finden, Deutschland sollte beim Klimaschutz mit gutem Beispiel vorangehen. Dass der Umweltschutz eine Einschränkung des Konsums erfordert, meinen sogar 74,4 Prozent der Befragten. Das zeigt das „TechnikRadar 2020“ von acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und Körber-Stiftung. Neben allgemeinen Einstellungen zu Technik, fragt die repräsentative Studie 2020 ab, was die Deutschen über „Bioökonomie“, also ökologisch nachhaltige Innovationen, denken. Während allgemeine Ziele zum Umwelt- oder Klimaschutz in Deutschland Zuspruch finden, sind persönliche Einschränkungen und Verbote unter den Befragten wenig populär: Höhere Steuern auf fossile Brennstoffe würde nur ein Drittel begrüßen (35 Prozent). Ähnlich wenige befürworten die Einschränkung des privaten Autoverkehrs (33,4 Prozent) – und fast genauso viele Deutsche (29,5 Prozent) lehnen dies ab. weiterlesen…

BBH schlägt gemeinsame Regulierung für Wasserstoff und Erdgas vor

Einspeisevorrang für grünen Wasserstoff möglich

Die Energieexperten der Kanzlei Becker Büttner Held (BBH) bringt sich mit einem Gutachten für den europäischen Branchenverband Hydrogen Europe und den Europäischen Verband der unabhängigen Strom- und Gasverteilerunternehmen (GEODE) konstruktiv in die Debatte einer nationalen Wasserstoffstrategie ein. Sie entwirft die Kanzlei einen Regulierungsrahmen 2.0, um die leitungsgebundene Wasserstoffinfrastruktur zu integrieren: Aus Erdgasnetzbetreiber werden „Kombinetzbetreiber“. weiterlesen…

„Hinwendung der Politik zur Wirklichkeit“

Der Kohleausstieg geht billiger, besser und klimafreundlicher

Die Corona-Krise macht es möglich, dass der Kohleausstieg früher kommen und viel billiger werden könnte als ursprünglich gedacht. Die neue Realität bietet der Politik eine Riesenschance. „Noch wäre also in der Klimapolitik möglich, was Corona an vielen anderen Stellen bereits ermöglicht hat: politische Flexibilität, ein Neujustieren der Gesetze auf neue Gegebenheiten“. Der Bundestag müsse es nur wollen, schreibt Petra Pinzler in ihrer ZEIT-ONLINE-Kolumne vom weiterlesen…

EWI für H2-Technologieneutralität

Ausblick auf nationale Wasserstoffstrategie

Das Energiewirtschaftliche Institut an der Universität zu Köln schlägt vor, nicht nur auf grünen, sondern auch auf blauen und türkisen Wasserstoff zu setzen. Denn der stockende Ausbau der Erneuerbaren Energien hemme den Aufbau einer rein grünen Wasserstoffwirtschaft. Die Bundesregierung plant einerseits, Wasserstoff großskalig in der deutschen Energieversorgung einzusetzen, anderseits möchte sie Wasserstofftechnologien als neues Standbein der deutschen Exportwirtschaft etablieren. Welche Erzeugung (grün, blau oder türkis – s.u.) gefördert werden soll, wird kontrovers diskutiert. Eine Gegenüberstellung der drei Arten macht deutlich, dass alle Verfahren zur Herstellung von CO2-neutralem Wasserstoff in der Strategie berücksichtigt werden sollten. Das ist die wichtigste Erkenntnis aus dem neuen EWI Policy Brief von David Schlund und Simon Schulte zur Nationalen Wasserstoffstrategie, die in Kürze vom Kabinett verabschiedet werden soll. weiterlesen…

Neue Erkenntnisse über Mechanismus kollektiver Zwischengitteranordnung in Fe-C-Legierungen

Was im Stahl für Ordnung sorgt

Kohlenstoffatome spielen für die Festigkeit von Stahl eine wichtige Rolle. Doch auch in Stählen, die schon seit Jahrzehnten im Einsatz sind, war das kollektive Verhalten dieser Atome bisher nicht vollständig verstanden. Eine gemeinsame Arbeit an der Ruhr-Universität Bochum (RUB) und dem Max-Planck-Institut für Eisenforschung (MPIE) in Düsseldorf hat Licht ins Dunkel gebracht: Das Wechselspiel zwischen den Kohlenstoffatomen, den durch sie verursachten Verzerrungen des Kristallgitters und den Gitterbaufehlern im Stahl ist für die energetischen Vorlieben der einzelnen Kohlenstoffatome entscheidend. Mit diesem Verständnis lässt sich die Herstellung von hochfesten Werkstoffen genauer steuern. Darüber berichtetr Nature Materials am 04.05.2020. weiterlesen…