Rückstellungen der AKW-Betreiber für Rückbauverpflichtungen

Insgesamt 21,6 Milliarden Euro

Die Rückstellungen der AKW-Betreiber für Rückbauverpflichtungen, die aus den Aufstellungen der Rückstellungen nach § 2 Abs. 1 Transparenzgesetz hervorgehen, betrugen zum 31.12.2020 auf Basis der handelsrechtlichen Jahresabschlüsse der Betreiber insgesamt 21,6 Milliarden Euro, so der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag. Das geht aus dem „Bericht nach Paragraf 7 des Transparenzgesetzes – Rückbau von Kernkraftwerken“ hervor, der als Unterrichtung durch die Bundesregierung (20/42) vorliegt. weiterlesen…

Wetter/Klima: Bessere Anpassung durch frühere Vorhersagen

Mitunter sogar ein Jahr im Voraus

Die Vorhersage von Klimaphänomenen mit extremen Folgen kann durch einen neuen mathematischen Ansatz, der die Verbindungen und die Muster zwischen geografischen Standorten analysiert, erheblich verbessert werden. Das erklären Forschende des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) in einer Veröffentlichung in den Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America (PNAS) . Dadurch können möglicherweise Tausende von Menschenleben gerettet und wirtschaftliche Verluste in Milliardenhöhe vermieden werden – so eine PIK-Medienmitteilung vom 16.11.2021. (Foto: Hochwasser des Mains am 05.02.2021, Friedensbrücke Frankfurt – © Franziska Vogt für Solarify) weiterlesen…

BMWi sagt Elektrizitätsverbrauch vorher

Ausführliche Analyse des Strombedarfs 2030

Das Bundeswirtschaftsministerium hat am 16.11.2021 eine ausführliche Analyse zur Entwicklung des Stromverbrauchs bis 2030 vorgelegt. Darin wird der Bruttostromverbrauch im Jahr 2030 auf 658 Terawattstunden geschätzt. In der vorläufigen Schätzung, die Bundeswirtschaftsminister Altmaier im Juli dieses Jahres vorgelegt hatte, war eine Bandbreite von 645 bis 665 TWh für den Bruttostromverbrauch 2030 ermittelt worden. weiterlesen…

BMWi bewertet COP26 mit Selbstlob

Internationale Allianz für den Klimaschutz

„Die UN-Klimakonferenz in Glasgow ist mit Kompromissen aber auch klaren Routen für den Klimaschutz am 12.11.2021 zu Ende gegangen. Deutschland warb im Rahmen der COP26 um Mitglieder für eine internationale Klimaallianz“ – so eine Zusammenfassung im Energiewende-Newsletter des BMWi vom 16.11.2021. 14 Tage lang hatten etwa 40.000 Teilnehmer aus rund 200 Staaten über die Konkretisierung des Pariser Klimaabkommens beraten. Ein wichtiges Thema war auch die Finanzierung des Klimaschutzes in Ländern durch die reichen Industriestaaten. weiterlesen…

Vom Schmutzfink zum Grünspecht

RWE will € 50 Mrd. für 50 GW „Growing Green“ investieren

„RWE ist Gestalter und Schrittmacher der grünen Energiewelt,“ und „heute schon einer der weltweit führenden Anbieter im Bereich Erneuerbare Energien“. So beschreibt sich der Essener Energie-Konzern ziemlich selbstbewusst in einer Medienmitteilung am 15.11.2021. Darin kündigt RWE an, der bisherige Kohle-Riese werde sich „vom schmutzigsten Unternehmen Europas zu einem der größten Erneuerbaren-Konzerne des Kontinents“ (Handelsblatt) wandeln. RWE „wappnet sich damit für einen möglicherweise schnelleren Ausstieg aus der Kohle“, erläutert die FAZ nüchtern. weiterlesen…

„Deutschland auf gutem Weg“

Klimaschutzbericht 2021 vorgelegt

Zwei Tage nach Ende der ergebnis-umstrittenen COP26 befindet sich Deutschland nach Auffassung der Bundesregierung „beim Klimaschutz auf einem guten Weg“. Der Trend sinkender Treibhausgasemissionen zeige, dass die klima- und energiepolitischen Instrumente wirken, wie die Bundesregierung – so der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag – im als Unterrichtung vorgelegten „Klimaschutzbericht 2021“ (20/47) schreibe. Maßgeblich hierfür seien die erreichten strukturellen Fortschritte beim Umbau der Volkswirtschaft in Richtung Klimaneutralität. weiterlesen…

Europäische Umweltagentur: 178.000 starben früher durch schlechte Luft

Aktuelle EUA-Analyse

Saubere Luft hätte 2019 EU-weit mindestens 178.000 Leben retten können, schrieb die EUA am 15.11.2021 in einer Medienmitteilung über eine Analyse für 2019 unter dem Titel: „Health impacts of air pollution in Europe“. So viele vorzeitige Todesfälle und Krankheiten in der Europäischen Union hätten durch eine Verbesserung der Luftqualität auf das kürzlich von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfohlene Niveau mehr als die Hälfte der vorzeitigen Todesfälle aufgrund von Feinstaubbelastung verhindert werden können. weiterlesen…

„Das Ende der Kohle ist eingeläutet“

Interview mit Jochem Marotzke zum Weltklimagipfel in Glasgow

Im Rahmen der Weltklimakonferenz COP26 in Glasgow konnten sich die Vertragsstaaten nach der (inzwischen üblichen) Verlängerung doch noch auf ein Abkommen einigen. Peter Hergersberg, Max-Planck-Gesellschaft, sprach mit Jochem Marotzke, Direktor am Max-Planck-Institut für Meteorologie, darüber, welche Erfolge Glasgow gebracht hat, welche Bedeutung solche Klimagipfel und Abkommen haben sowie die Hoffnungslosigkeit, die der Klimawandel in manchen jungen Menschen auslöst. weiterlesen…

Verschärfte Klimaschutzziele bis 2045 erreichbar

Fraunhofer ISE: Aber umfangreiche und schnelle Maßnahmen nötig

PV und Wind bei Bitterfeld - Foto © Gerhard Hofmann für SolarifyNach dem Bundestags-Beschluss zum Klimaschutzgesetz (KSG) vom Juni 2021 mit dem verschärften Ziel der Treibhausgasneutralität Deutschlands 2045 hat das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE seine Studie „Wege zu einem klimaneutralen Energiesystem“ mit seinem Energiesystemmodell REMod komplett neu berechnet. weiterlesen…

Energiewende-Reallabor macht Stahlproduktion nachhaltiger

37 Millionen Euro vom BMWi

Wasserstoff-Tanklastzug - Foto © Gerhard Hofmann für SolarifyMit H2Stahl geht am größten europäischen Stahlstandort in Duisburg ein Reallabor der Energiewende an den Start – so eine Medienmitteilung aus dem BMWi vom 15.11.2021. Das Projekt erprobt den Einsatz von Wasserstoff in der Stahlproduktion, um CO2-Emissionen zu reduzieren und damit einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten (siehe auch: solarify.eu/wasserstoff-statt-kohle-gruener-stahl). weiterlesen…