Neues Leben für alte Solaranlagen ermöglichen

„Menschen und Unternehmen vor Ort einfach machen lassen“

Ende des Jahres fallen viele Ökostromanlagen aus der EEG-Förderung. Mit einem Positionspapier zu alten Solaranlagen zeigt die NATURSTROM AG neue Perspektiven für diese auf. Der im Referentenentwurf zum EEG 2021 verfolgte Ansatz geht hier nicht weit genug. Anstatt nur die Abnahme der Volleinspeisung durch die Netzbetreiber als Option zu ermöglichen, schlägt der Öko-Energieversorger einfachere Rahmenbedingungen für den Eigenverbrauch sowie für eine aktive Marktteilnahme vor. weiterlesen…

Mehr als 1.000 km H2-Leitungen

IPCEI für Wasserstofftechnologie in Prüfung

Der im Rahmen der Nationalen Wasserstoffstrategie geplante Umbau der heimischen Grundstoffindustrie zu einer nachhaltigen Energienutzung soll auch mit ausländischen Partnern umgesetzt werden. Besondere Bedeutung hätten dabei zunächst die EU-Mitgliedsstaaten, aber auch andere Länder, die über entsprechendes Potenzial an Erneuerbaren Energien verfügten. Umweltfragen und die Einhaltung der Menschenrechte seien ebenfalls wichtige Aspekte für die Auswahl von Partnern im Rahmen einer internationalen Energiekooperation, schreibt die Bundesregierung dem parlamentseigenen Pressedienst heute im bundestag zufolge in einer Antwort (19/21359) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (19/21108). Ein neues „Important Project of Common European Interest (IPCEI)“ für Wasserstofftechnologie werde geprüft. weiterlesen…

Diagnose historischer Klimaschwankungen durch Baumringdaten überschätzt

Gegenwärtige Erwärmung außergewöhnlich

Baumringe übertreiben – das hat nun ein Forscherteam herausgefunden. Aus der Breite der Wachstumsringe von Bäumen schließen Wissenschaftler für vergangene Jahrhunderte auf die historischen Klimabedingungen in dem jeweiligen Jahr. Die bisherigen Temperaturrekonstruktionen aus den Jahresringen der Bäume seien aber fehlerhaft, so die nun in Climate Dynamics veröffentlichte Studie. Sie gäben die natürlichen Schwankungen des Klimas vergangener Jahrhunderte übertrieben wieder. Ein Vergleich mit Daten etwa aus Pfarr- und Stadtarchiven zeige, dass sich das Klima in Wirklichkeit deutlich gleichmäßiger entwickelt habe – was wiederum einen weiteren Beleg dafür biete, wie außergewöhnlich die moderne menschengemachte Erwärmung tatsächlich sei. weiterlesen…

Bis 2050 Lebensraum von mehr als einer Milliarde Menschen bedroht

Düstere Prognose des IEP

Innerhalb der nächsten 30 Jahren müssen etwa 1,2 Milliarden Menschen ihr Heimat verlassen, da die Klimakrise und das Bevölkerungswachstum zu einem Anstieg der Migration mit „enormen Auswirkungen“ sowohl für die Entwicklungsländer als auch für die Industrieländer führen werde, so eine am 09.09.2020 in London vorgestellte Analyse („Erstes ökologische Bedrohungsregister“ – ETR) des Institute for Economics and Peace (IEP). weiterlesen…

Verkehrspolitik benachteiligt Menschen mit geringem Einkommen

Umweltfreundliche Verkehrswende kann zu mehr sozialer Gerechtigkeit führen

Das heutige Verkehrssystem in Deutschland weist zahlreiche soziale Ungerechtigkeiten auf. Zu diesem Schluss kommt ein Positionspapier des Umweltbundesamtes (UBA). Insbesondere Haushalte mit niedrigen Einkommen seien benachteiligt, beispielsweise weil sie häufiger an Straßen mit höherem Verkehrsaufkommen und damit höheren Lärm- und Luftschadstoffbelastungen wohnten – obwohl sie selbst oftmals kein Auto fahren würden. Dirk Messner, Präsident des UBA: „Haushalte mit niedrigen Einkommen, Kinder, ältere Menschen, Frauen und Menschen ohne Auto, gerade in ländlichen Räumen, sind die Verlierer des heutigen Verkehrssystems. Mit einer Verkehrswende hin zu einer ökologischeren Mobilität schließen wir diese Gerechtigkeitslücke und schützen Umwelt und Klima.“ weiterlesen…

Erderwärmung wie vor 34 Millionen Jahren?

66 Millionen Jahre Klimageschichte entschlüsselt

So schnell hat sich die Erde seit Jahrmillionen nicht mehr erwärmt: Chemische Analysen alter Sedimente ermöglichten es Wissenschaftlern, eine der umfassendsten Klimageschichten des Planeten zusammenzustellen – und die Ergebnisse sind nicht eben günstig: Denn sie fanden heraus, dass sich der Planet auf ein seit mindestens 34 Millionen Jahren nicht mehr erreichtes Niveau erwärmen könnte. In der Datenanalyse hat ein internationales Forscherteam anhand von Ablagerungen in der Tiefsee das Klima der Erdvergangenheit nachgezeichnet. Die Federführung der 19 beteiligten Institutionen hatten das MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen und das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK). weiterlesen…

Gletscherseen seit 1990 um 50 Prozent gewachsen

Ursache Gletscherschmelze – Überschwemmungen drohen

Die Wassermenge in den Gletscherseen der Erde ist Forschungen zufolge seit 1990 um etwa 50 Prozent gestiegen. Denn die Gletscher ziehen sich aufgrund der globalen Erwärmung zurück – eine neue in Nature Climate Change unter dem Titel „Rapid worldwide growth of glacial lakes since 1990″ publizierte Untersuchung von Wissenschaftlern der Universitäten Exeter und Calgary zeigt die drohenden dramatischen Folgen. Ein Teil des Schmezwassers fließt zwar direkt in die Ozeane, aber eine beträchtliche Menge speist Gletscherseen – und Gemeinden flussabwärts sehen sich nun einer erhöhten Bedrohung durch verheerende Überschwemmungen ausgesetzt. weiterlesen…

„Eine gigantische Katastrophe“ – und eine Lösung?

Lesehinweis auf Süddeutsche Zeitung: Waldbrände in den USA

„Dass der Klimawandel das Hauptproblem für die vielen Feuer im Westen der USA ist, mag US-Präsident Trump nicht erkennen. Das von den Demokraten regierte Kalifornien war schon immer Ziel seiner Verachtung“, schreibt USA-Korrespondent Hubert Wetzel am 11.09.2020 in der SZ. Bereits im November 2019 berichtete Michaela Haas ebenfalls in der SZ über ein „ein ebenso einfaches wie geniales Brandschutzmittel“, neues Gel, das die Natur gegen Waldbrände „impfen“ könne. weiterlesen…

Tagebaubetroffene ziehen vors Verfassungsgericht

Klage gegen energiewirtschaftliche Notwendigkeit von Garzweiler

Es ist der einzige Tagebau für den die Bundesregierung im inzwischen in Kraft getretenen Kohleausstiegsgesetz eine energiewirtschaftliche Notwendigkeit festschreibt. Für Garzweiler II gilt damit „der vordringliche Bedarf zur Gewährleistung einer sicheren und zuverlässigen Energieversorgung“ in den Grenzen der Leitentscheidung der NRW-Landesregierung von 2016. Demnach dürfte der Tagebaubetreiber RWE bis 2038 ca. 645 Millionen Tonnen Braunkohle aus Garzweiler fördern und dafür fünf weitere Dörfer abreißen. Dagegen wehren sich die Initiative Menschenrecht und Bergrecht sowie weitere Anwohner des Tagebaus nun juristisch und legten Verfassungsbeschwerde ein, wie sie am 09.09.2020 auf einer Pressekonferenz in Berlin verkündeten. Näheres dazu von Manuel Först in energiezukunft. weiterlesen…

Rechenzentren: die unterschätzte Klimagefahr

Energiebilanzen für Rechenzentren bald verpflichtend?

Wissenschaftler des Öko-Instituts haben zusammen mit Projektpartnern eine Methode entwickelt, mit der sie die Effizienz und den CO2-Fußabdruck von Rechenzentren einheitlich berechnen können. Neu ist, dass die Berechnungen erstmals mit realen Zahlen aus Rechenzentren im laufenden Betrieb durchgeführt werden konnten. Das sei wichtig, da die energieintensiven Datenumschlagsplätze immer noch nicht verbindlich über ihre Energiebilanzen berichten müssten, heißt es in der Pressemeldung des Öko-Instituts e.V. vom 11.09.2020. weiterlesen…