Superkondensatoren aus Rost

Kapazität für Tausende von Ladezyklen

„Stellen Sie sich eine Batterie vor, die sich schnell auflädt, ihre Kapazität über viele Tausende von Ladezyklen beibehält und bei Temperaturen bis 60° C effizient arbeiten kann. Stellen Sie sich nun auch noch vor, dieses Gerät ist gar keine Batterie, sondern ein Superkondensator.“ Man hört den Stolz der Entdecker aus diesen Zeilen: Die von einem Forscherteam um Julio D’Arcy der Fakultät für Chemie an der Washington University in St. Louis entdeckten Mikrosuperkondensatoren weisen außergewöhnliche elektrische Leitfähigkeit und Energiedichte auf und erreichen die höchsten derartigen Werte aller leitfähigen Mikrosuperkondensatoren auf Polymerbasis. Die Ergebnisse wurden in Advanced Functional Materials veröffentlicht. weiterlesen…

Backsteine als Akkus

Eines der ältesten bekannten Baumaterialien neu entdeckt

Ziegelsteine gehören zu den billigsten und bekanntesten Baumaterialien weltweit. Damit ist ihr Potenzial allerdings längst nicht erschöpft, sagen Forscher um Julio D’Arcy von der Washington University in St. Louis. Einer Medienmitteilung zufolge haben sie eine Methode entwickelt, um “intelligente Ziegelsteine” herzustellen oder zu modifizieren, die Energie speichern können, bis sie für den Antrieb von Geräten benötigt wird. Ein Proof-of-Concept, der bereits am 11.08.2020 in Nature Communications (s.u.) veröffentlicht wurde, zeigt einen Ziegelstein, der ein grünes LED-Licht direkt mit Strom versorgt. weiterlesen…

Studie: Versorgungssicherheit in kalten Wintern sinkt bis 2030

Wärmepumpen werden ineffizienter, je kälter es wird

Mit Grünstrom betriebene Wärmepumpen sollen die Energiewende im Gebäudesektor vorantreiben. Doch bei Kälte treiben sie die Lastspitzen nach oben. Um Versorgungslücken in Nordwesteuropa zu vermeiden, sind robuste und gut koordinierte Ausbaupläne gefragt. In kalten Wintern, wie zuletzt im Jahr 2012, könnte künftig eine Lücke von bis zu 3,2 TWh Strom auftreten. Das zeigt die Studie „2030 Peak Power Demand in North-West Europe“ des Energiewirtschaftlichen Instituts (EWI) an der Universität zu Köln und des französischen Beratungsunternehmens E-CUBE Strategy Consultants im Auftrag des französischen Energieversorgers ENGIE.
weiterlesen…

Altmaier will Klima- und Wohlstands-Allianz gründen

„Wir wissen seit mehr als drei Jahrzehnten, dass wir mit fortschreitendem Klimawandel einer globalen ökologischen Katastrophe entgegengehen“

Wirtschaftsminister Peter Altmaier will das Klima schützen und die Wirtschaft für den Wandel rüsten. Dazu hat er am 11.09.2020 unter dem Titel „Klima schützen und Wirtschaft stärken“ eine Allianz von Gesellschaft, Wirtschaft und Staat für Klimaneutralität und Wohlstand vorgestellt. Darin macht er 20 Vorschläge zur Stärkung von Klimaschutz und Wirtschaftskraft. Deutschland müsse „jetzt die Chance nutzen, den Transformationsprozess hin zu einer klimaneutralen Gesellschaft bis spätestens 2050 unumkehrbar zu machen“. Der Vorschlag beginnt mit dem bemerkenswerten Satz: „Wir wissen seit mehr als drei Jahrzehnten, dass wir mit fortschreitendem Klimawandel einer globalen ökologischen Katastrophe entgegengehen.“ weiterlesen…

Studie: Digitalisierung gleich Klimaschutz? – Bislang Fehlanzeige

Wachsender IKT-Sektor, Rebound-Effekte und Wirtschaftswachstum erhöhen Energienachfrage

Die Digitalisierung gilt als Hoffnungsträger, um den globalen Energiebedarf zu verringern und damit zum Klimaschutz beizutragen. Bislang gibt es hierfür allerdings keine Belege. Ein neuer wissenschaftlicher Artikel von Digitalisierungsexperten des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) und der zeigt, dass sich dieser Trend bislang nicht einstellt. Im Gegenteil: Steigende Energieverbräuche des Informations- und Kommunikationstechnologie-Sektors (IKT) und höheres Wirtschaftswachstum konterkarieren eine Reduktion des Energiebedarfs. weiterlesen…

DUH verklagt Bundesregierung…

…auf Einhaltung der Klimaziele im Verkehrsbereich

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) verklagt die Bundesregierung auf Einhaltung der Klimaziele im Verkehr. Die Klageschrift wurde am 11.09.2020 beim zuständigen Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg eingereicht. Im Klimaschutzgesetz habe die Bundesregierung Ende 2019 jährliche Höchstmengen für Treibhausgase festgelegt. Die bislang vorgesehenen Maßnahmen reichten jedoch „bei Weitem nicht aus, um diese Höchstmengen im Verkehrssektor einzuhalten“. Dies belegten „unabhängige Studien des Umwelt- und des Wirtschaftsministeriums“ – so die DUH in einer Medienmitteilung. weiterlesen…

Plug-In-PV: Grüner Strom vom Balkon

Mit kleinen Photovoltaik-Anlagen Verbrauch senken

Das Thema ist endlich sogar (am 09.09.2020) auf tagesschau.de angekommen, geschrieben von Steffi Clodius: „Stromkosten sparen und gleichzeitig etwas für die Umwelt tun: Kleine Solarkraftwerke für den Eigenbedarf machen das möglich. Man braucht nicht mal eine Genehmigung dafür.“ weiterlesen…

Geringere CO2-Bindung und schlechtere Ernten

GFZ: Folgen der Dürre in Europa

Das Netzwerk zur Beobachtung von Treibhausgasen ICOS (Integrated Carbon Observation System) zeigt, wie Natur und Ernte in Europa auf die extrem trockenen Bedingungen in den letzten drei Sommern 2018 bis 2020 reagiert haben. Die Ergebnisse, die jetzt im Fachjournal „Philosophical Transactions B“ veröffentlicht worden sind, zeigen, dass 2018 die Kohlenstoffsenken um 18 Prozent zurückgegangen sind und es die niedrigsten Ernteerträge seit Jahrzehnten gab. Die Fachleute erwarten, dass extrem heiße und trockene Sommer aufgrund des Klimawandels in Zukunft viel häufiger auftreten werden. Dies ist bereits jetzt sichtbar, denn der vergangene Sommer ist der dritte extrem heiße Sommer in Folge. Auch die von Dürreperioden betroffenen Anbauflächen werden wahrscheinlich erheblich zunehmen, wenn die Kohlendioxid-Werte weiter ansteigen. weiterlesen…

Stromnetz der Zukunft soll sich selbst steuern

Intelligenter Algorithmus und ressourceneffiziente Architektur

Für die Energiewende ist es zentral, dass die Erneuerbaren Energien in die elektrischen Netze integriert werden. Dafür müssen Stromerzeugung und -verbrauch optimal aufeinander abgestimmt werden, schreibt am 10.09.2020 auf der Webseite der Universität Bielefeld. In dem Verbundprojekt KI-Grid arbeiten Forscher mit künstlicher Intelligenz an einer Lösung. Dafür kooperieren die Universität Bielefeld, die Fachhochschule Bielefeld und die Westaflex GmbH in Gütersloh sowie als assoziierter Partner die Stadtwerke Bielefeld. weiterlesen…

Bund nimmt 2021 etwa 7,4 Mrd. Euro für Verschmutzungsrechte ein

Emissionszertifikate und EEG-Umlage

Die Bundesregierung schätzt, dass der Verkauf von Emissionszertifikaten etwa 7,4 Milliarden Euro an Gesamterlösen einbringen wird. Für das Folgejahr rechne man mit etwa € 8,9 Mrd., erklärt die Regierung in ihrer Antwort (19/22013) auf eine Kleine Anfrage (19/21715) der FDP-Bundestagsfraktion. Weiter strebt die Bundesregierung eine Senkung der EEG-Umlage aus den Einnahmen des Brennstoffemissionshandelsgesetzes und aus Mitteln des Konjunkturpaketes an, und zwar 2021 auf 6,5 Ct/kWh und 6,0 Ct/kW 2022. In diesem Jahr beträgt die Umlage 6,756 Ct/kW. (hib/PEZ) weiterlesen…