„Jetzt langfristige Rahmenbedingungen gestalten und technologieoffene Anreize setzen“

ESYS, BDI und dena präsentieren gemeinsame Empfehlungen in sieben Handlungsfeldern für erfolgreiche Energiewende 2050

In einer gemeinsamen Initiative haben die deutschen Wissenschaftsakademien mit ihrer Initiative „Energiesysteme der Zukunft“ (ESYS), der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) und die Deutsche Energie-Agentur (dena) Empfehlungen für sieben Handlungsfelder vorgelegt, damit Deutschland die Energiewende zum Erfolg führen und seine Klimaziele für 2050 erreichen kann. Voraussetzung sei rasches und entschlossenes Handeln der Politik. Bereits in den kommenden Monaten solle ein umfassendes Maßnahmenpaket den Grundstein für umfangreiche Investitionen legen. Dies betonten ESYS, BDI und dena, die unabhängig voneinander Grundsatzstudien zur Machbarkeit der Energiewende herausgegeben haben, im Rahmen einer gemeinsamen Veranstaltung unter dem Titel „Expertise bündeln, Politik gestalten – Energiewende jetzt!“ am 20.02.2019 in Berlin. weiterlesen…

Regierung legt Gebäude-Energiewende auf Eis

Expertenkommission auf Sanktnimmerleinstag vertagt

Nachdem die Bundesregierung im ersten Aufschlag die Verabschiedung eines modernen Gebäudeenergiegesetzes nicht geschafft hatte, sollte sich eigentlich eine Expertenkommission des Themas annehmen. Die Einsetzung dieser Kommission für Klimaschutz bei Gebäuden sollte das Kabinett in der Sitzung am 20.02.2019 beraten – und beschließen. Doch dazu kam es nicht: Die Bundesregierung hat da Thema kurzfristig von der Tagesordnung gestrichen – und erntete viel Kritik, wie das Architekturportal solarage.eu berichtet (siehe auch: solarify.eu/gebaeudekommission-vom-kabinetts-tisch). dena-Chef Andreas Kuhlmann, Sprecher der Allianz für Gebäude-Energie-Effizienz (geea), sprach von „einem irritierenden Signal für die betroffenen Akteure“. weiterlesen…

Naturschutz und Energiewende kein Widerspruch

Bundesamt für Naturschutz legt „Erneuerbare Energien Report“ vor

Der Report beruht auf den Ergebnissen von mehr als 40 Vorhaben des Forschungsschwerpunkts „Naturschutz und Erneuerbaren Energien“ am BfN. Mit dem aktuellen Überblick zeigt das BfN viele Möglichkeiten auf, wie der tiefgreifende Umbruch der Energieversorgung in Einklang mit dem Naturschutz gestaltet werden kann. Im Mittelpunkt stehen dabei die Aspekte „Fläche“ und „Landschaft“. Denn die hohe Anzahl und die weite räumliche Verbreitung von Anlagen Erneuerbarer Energien tragen zum Wandel von Landnutzung und Landschaftsbild bei, sie bergen außerdem Risiken für bestimmte Arten und ihre Lebensräume. Aktuell ist beispielsweise zu beobachten, dass für die Erneuerbaren Energien zunehmend naturnahe Flächen wie beispielsweise Wälder oder extensiv genutztes Grünland in Anspruch genommen werden. weiterlesen…

Flüssigmetallforschung: Neue Lösungen für die Energiewende

KIT-Technologien können wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten

Ob thermische Energiespeicher, neue Prozesswege für die emissionsfreie Produktion von Wasserstoff oder innovative Solargroßkraftwerke: Mit Flüssigmetalltechnologien aus dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) lasse sich die Dekarbonisierung des Energiesystems beschleunigen – so eine Medienmitteilung aus Karlsruhe. (Foto: In den Versuchsanlagen des KArlsruhe Liquid metal LAboratory (KALLA) wird die Thermofluiddynamik von Metallschmelzen erforscht. – © Karsten Litfin, KIT) weiterlesen…

Reallabor SINTEG als Transformationsmodell für Energiewende

Bareiß und Projektleiter wagen Rückblick zur Halbzeit

Während andernorts noch darüber diskutiert wird, wie Atom- und Kohleausstieg am besten zu bewerkstelligen seien, entwickeln die Projektpartner im Reallabor SINTEG konkrete Lösungen für eine nachhaltige, sichere und bezahlbare Stromversorgung. Das teilte das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie am 05.02.2019 mit. Im Rahmen einer Pressekonferenz aus Anlass der beginnenden Essener E-world energy & water nahmen Staatssekretär Thomas Bareiß und die Projektleiter der fünf „Schaufenster“ Lothar Ahle (DESIGNETZ), Prof. Werner Beba (NEW 4.0), Ulf Brommelmeier (enera), Markus Graebig (WindNODE) und Albrecht Reuter (C/sells) die Halbzeit des Reallabors zum Anlass für einen Rückblick auf die vergangenen zwei Jahre und einen Ausblick auf die anstehende Demonstrationsphase. Denn die entwickelten innovativen Lösungen der einzelnen Schaufenster werden nun vor Ort einem großflächigen Praxistest unterworfen. weiterlesen…

Deutschland hinkt hinterher

Deutsche Pläne zum Kohleausstieg müssen Fahrt aufnehmen, um Pariser Abkommen zu erfüllen

„Wenn Deutschland aus dem Kohleausstieg maximale wirtschaftliche und soziale Vorteile ziehen und seine Verpflichtungen aus dem Pariser Abkommen erfüllen will, dann muss es beim Kohleausstieg ein deutlich höheres Tempo anschlagen“, schreibt Nigel Topping, CEO der We Mean Business Coalition, am 06.02.2019 für EURACTIV. weiterlesen…

Energiewirtschaft kann wieder zur Wachstumsbranche werden

BDEW-Präsidentin Wolff: „Umbau eröffnet neue Perspektiven“

„Wir haben die riesige Chance, der Energiewende einen entscheidenden Schub zu geben. Diese Chance ergibt sich aus der Einigung der Kommission ‚Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung‘. Sie ist die vielleicht einmalige Gelegenheit, in einem gesellschaftlichen Konsens dringend notwendige große Fortschritte beim Klimaschutz zu erzielen – und gleichzeitig die Interessen der betroffenen Regionen und der Unternehmen zu wahren.“ Eine solche Chance komme so schnell nicht wieder, sagte BDEW-Präsidentin Marie-Luise Wolff zum Auftakt der E-World 2019 in Essen. Deshalb müsse die Politik jetzt zügig an die Umsetzung der Kommissionsvorschläge gehen. weiterlesen…

Digitalisierung der Energiewende in Kinderschuhen

Digitalisierungsgrad auf Skala von 1 bis 100 nur bei 22

Das BMWi hat die neuen Zahlen des „Barometer Digitalisierung der Energiewende“ veröffentlicht. Sie zeigten deutlich, wie weit Deutschland noch von seinem Ziel entfernt sei, auch wenn sich das aus der Medienmitteilung des Ministeriums nicht herauslesen lasse. Dort werde die erste Zertifizierung eines Smart-Meter-Gateways Ende Dezember 2018 als ein wichtiger Meilenstein gefeiert, berichtet Sandra Enkhardt in pv magazine. „Damit wurde Smart Metering in Deutschland neu definiert und ein zentrales Signal für ein zukunftstaugliches Smart Grid gesetzt“, heißt es vom Ministerium lediglich. weiterlesen…

Kohleausstieg bis spätestens Ende 2038

40 Milliarden Euro für kohlefördernde Bundesländer

Nach knapp 21-stündiger Sitzung hat sich die Kohlekommission auf einen Ausstieg aus der Kohle bis spätestens 2038 geeinigt. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge ist zudem beschlossen worden, dass die kohlefördernden Bundesländer für den Strukturwandel in den kommenden 20 Jahren 40 Milliarden Euro aus dem Bundeshaushalt bekommen werden. weiterlesen…

Reform der Steuern und Abgaben überfällig

Energiewende braucht effizientes und sozialverträgliches Umlagensystem, Windstrom besser nutzbar machen

Das bestehende System der Steuern und Umlagen im Energiebereich schaffe energiepolitische Fehlanreize, blockiert Investitionen in Innovationen und belaste die privaten Endverbraucher wie Mittelstand überproportional hoch. Der Bundesverband WindEnergie fordere daher eine Reform der Abgaben und Umlagen. Im Zentrum der Reform solle eine transparente und effektive Besteuerung von klimaschädlichen CO2-Emissionen stehen, heißt es in einer Pressemitteilung des BWE vom 11.01.2019. weiterlesen…