Zukunfts- und Klimaschutz aus Privatkapital für Zeit nach Corona

B.A.U.M. flankiert mit Zukunftskonzept Forderungen nach Konjunkturprogramm und Klimaschutz – Active4Future

Der Bundesdeutsche Arbeitskreis für Umweltbewusstes Management (B.A.U.M.) e.V. schlägt ein nachhaltiges Konjunkturprogramm mit innovativen Konzepten für den Wiederaufbau, Transformation und Stärkung der Resilienz von Wirtschaft und Gesellschaft nach Corona vor. Das Programm „Active4Future“ unterstützt auch die Forderung des Petersberger Klimadialogs vom 28.04.2020 mit der klaren Aussage von Bundeskanzlerin Angela Merkel für einen „klimafreundlichen Neustart“. Das B.A.U.M.-Kurzkonzept im Wortlaut: weiterlesen…

Treibhausgas CO2 wertvoller Rohstoff

MCC-Gastbeitrag: Plan für eine Kohlenstoff-Kreislaufwirtschaft
– von Jan Christoph Minx und Arwen Colell –

Es ist zwar schon vielfach diskutiert worden – trotzdem noch einmal: Was wäre, wenn aus der Atmosphäre entnommenes Kohlendioxid eine Ressource wäre, die wir in großem Stil zur Schaffung neuer, wertvoller Produkte nutzen? Statt es bloß in geologischen Strukturen möglichst für immer einzulagern? Wie so etwas Geschäftsmodelle ermöglichen und Innovation beschleunigen könnte, beleuchtete das Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (bereits am 22.01.2020, also vor der Corona-Pandemie) in einem Gastbeitrag für die englischsprachige World Post, eine preisgekrönte globale Medienplattform des Berggruen Institute in Los Angeles. Solarify übersetzt und dokumentiert den Text. weiterlesen…

DBU-Umweltmonitor: Bürger halten Klima-Krise langfristig für gravierender als Corona-Pandemie

forsa: Steigende Bedeutung der Wissenschaft für Politik – Natur und regionale Produkte hoch im Kurs

Fast drei Fünftel aller Bundesbürger sind überzeugt, dass die langfristigen Auswirkungen der Klima-Krise gravierender sind als die der Corona-Pandemie. Sie wünschen, dass wissenschaftliche Erkenntnisse stärker für politische Entscheidungen herangezogen werden. Sie schätzen einen Staat wert, der mit Krisen fertig wird und haben im Licht von COVID-19 nicht nur gelernt, wie ihnen Freunde, Familie und Mobilität gefehlt haben, sondern auch, was ihnen Natur und regionale Produkte bedeuten. – Das sind einige Ergebnisse einer repräsentativen forsa-Befragung unter 1.029 Bundesbürgern. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) hatte den DBU-Umweltmonitor Corona-Folgen in Auftrag gegeben, um mehr über Sichtweisen und Bewertungen der Bundesbürger zu den Folgen der Corona-Krise für die Umwelt zu erfahren. (Foto: Hochwasser am Rhein, Wiesbaden – © Franziska Vogt für Solarify) weiterlesen…

100 Milliarden Euro, um wirtschaftliche Erholung und Klimaschutz zu verbinden

Agora Energiewende und Agora Verkehrswende legen Vorschlag für Konjunkturpaket vor

Um die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise möglichst schnell zu überwinden und das Leben in Deutschland zukunftssicher zu machen, haben Agora Energiewende und Agora Verkehrswende einen gemeinsamen Vorschlag für ein umfangreiches Konjunkturprogramm vorgestellt: Mit insgesamt 100 Milliarden Euro soll der Bund demnach in den nächsten zwei Jahren Investitionen in mehr als einem Dutzend Bereichen anstoßen – von der Energiewirtschaft über den Verkehrssektor und die Bauwirtschaft in Deutschland bis hin zur Stahl- und Wasserstoffindustrie in der Europäischen Union. Damit soll die Wirtschaft nicht nur gesunden, sondern zugleich auch so umgebaut werden, dass sie bis 2050 klimafreundlich werden kann. Der Entwurf des „Doppelten Booster“ genannten Vorschlags war in den vergangenen Wochen intensiv mit Vertretern aus Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Politik diskutiert worden. weiterlesen…

Eigene Fraktion verweigert Kanzlerin Gefolgschaft

Wirtschaft wichtiger als Klima

„Unionsfraktion missbilligt Merkels Zusage zu höheren Klimazielen“ – so die Überschrift eines Artikels von Michael Bauchmüller und Cerstin Gammelin in der Süddeutschen Zeitung vom 09.05.2020. „CDU/CSU legt Bremsklotz vor Merkels Klima-Ehrgeiz“ titelte Euractiv. Und im Stern las es sich so: „Unionsfraktion bremst Merkels Klima-Ambitionen aus“. Die Unions-Bundestagsfraktion lehnt den von Bundeskanzlerin beim Petersberger Klimadialog angekündigten deutschen Weg ab, wie die SZ als erste aus dem Entwurf eines Positionspapiers der Fraktion zitierte.
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„Ermuntern, statt entmutigen“

Minus eine Milliarde Euro in 2021: Solardeckel zerstört Markt für Photovoltaik-Kleinanlagen und Heimspeicher

PV auf Berlin-Köpenicker Dach - Foto © Agentur Zukunft für SolarifyBerechnungen der Bonner Markt- und Wirtschaftsforscher von EUPD Research zeigen einen dramatischen Einbruch der Photovoltaik-Neuinstallationen nach Erreichen des 52 GW Solardeckels. Der damit verbundene Wegfall der Einspeisevergütungen verhindere den wirtschaftlichen Betrieb für neu installierte Photovoltaikanlagen. Während die Corona-Krise die Nachfrage bislang kaum beeinträchtigt habe, würden aufgrund des Solardeckels allein in 2021 Photovoltaik-Kleinanlagen und Heimspeicher im Marktwert von einer Milliarde Euro nicht installiert, so die Analyse der Bonner Wirtschaftsforscher. weiterlesen…

Statt Gier und Kurzfristigkeit: Ökonomie und Ökologie zusammen denken

Bundeskanzlerin Angela Merkel will im Zuge von Konjunkturprogrammen den Klimaschutz im Blick behalten. Das sagte sie beim 11. Petersberger Klimadialog per Video – wie, sagte sie nicht (und ob ihr die eigene Fraktion folgt, ist erst mal offen). Sie betonte die internationale Verantwortung, das Pariser Klimaabkommen umzusetzen und begrüßte eine Erhöhung des EU-Klimaziels bis 2030. Aber inzwischen droht die Erneuerbaren-Branche im innerkoalitionären Machtkampf um Abstände (Wind) und Deckel (PV) zu kollabieren – und das, obwohl Solarteure und Windmüller trotz Verluste zehntausender Jobs inzwischen immer noch mehr Arbeitsplätze auf die Waage bringen als die Kohle. Verständlicherweise erscheint es Reinhard Loske „frappierend, dass im Corona-Fall konsequent, im Klima-Fall inkonsequent gehandelt wird, obwohl die wissenschaftliche Evidenz in beiden Fällen sehr hoch ist und sich in Umfragen auch für vorsorgenden Klimaschutz ähnliche Zustimmungswerte ergeben wie für die rigorose Bekämpfung der Pandemie. Daraus kann eigentlich nur der Schluss gezogen werden, dass die Zaghaftigkeit von klimapolitischem Regierungshandeln Ergebnis von allzu viel Rücksichtnahme auf mächtige und nicht-nachhaltige Gegenwartsinteressen war und ist, vor allem auf Industrie-Interessen.“ Letztere sind hauptsächlich von Gier und Kurzfristigkeit bestimmt; die Dreistigkeit des Auftretens ist oft schwerlich zu überbieten: Einerseits soll der Staat helfend einspringen, anderseits aber nicht mitreden dürfen; einerseits sollen Milliarden Steuergelder fließen, aber zum Teil in die Taschen von Boni- und Dividenden-Empfängern. Kein Wunder regt sich dagegen Widerstand – in wenigen Fällen auch aus trüben Quellen. Aber die Politik darf sich – aus Angst vor drohender Stärkung von Rechtspopulisten? – nicht irre machen lassen. Merkels Ziel: „Abkehr von fossilen Brennstoffen, Hinwendung zu Erneuerbaren Energieträgern und mehr Energieeffizienz; Ökonomie und Ökologie müssen zusammen gedacht werden“. Daran – nämlich, wie nachhaltig der Nach-Corona-Neuaufbau vonstatten geht – sollten wir unsere Politiker messen. -S_Y- weiterlesen…

Auswirkungen der Corona-Pandemie auf CO2-Emissionen untersucht

Stromnachfrage um 19 – Emissionen um 34 Prozent reduziert

Braunkohle-Verstromung im KKW Schkopau - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur Zukunft für SolarifyWirtschaftswissenschaftler Mario Liebensteiner vom Lehrstuhl für Ressourcen- und Energieökonomie an der TU Kaiserslautern erforschte mit Adhurim Haxhimusa von der FH Graubünden den Zusammenhang zwischen Covid-19-Infektionen in europäischen Ländern, der Stromnachfrage und der Reduktion von CO2-Emissionen. Sie fanden einer Medienmitteilung vom zufolge heraus, dass sich die durchschnittliche Nachfrage nach Strom um 18,8% reduziert hat – die Emissionen um 34 Prozent. weiterlesen…

Strom aus Wind und Sonne optimal nutzen

Neue AEE-Animation: Digitalisierung ist für den flexiblen Strommarkt der Zukunft unverzichtbar

PV und Wind, Mark BrandenbPV und Wind, Mark Brandenburg - Foto © Agentur Zukunft für Solarifyurg - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur Zukunft für Solarify „Unser Stromsystem muss flexibler und intelligenter werden“, betont Robert Brandt, Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE). Um den Strom aus Wind und Sonne optimal zu nutzen, werde digitale Technik in allen Bereichen der Energiewirtschaft zur Anwendung kommen – von der Energieerzeugung über die Netze bis zu den Verbrauchern. Damit seien viele Chancen, aber auch Herausforderungen verbunden, so Brandt, wie eine neue Animation der AEE verdeutliche. weiterlesen…

Mehr tropischer Regen verstärkt Erderwärmung

Untersuchungen von Sedimentbohrkernen

Regenwald, Rio Napo, Ecuador - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur Zukunft für SolarifyWenn tropische Niederschläge Klimawandel-bedingt zunehmen, könnte das die globale Erwärmung beschleunigen. Denn, so berichten Forscher um Christopher Hein vom Virginia Institute of Marine Science in Gloucester Point laut wissenschaft.de in nature: Mehr tropischer Regen erhöht die CO2-Freisetzung durch Boden-Bakterien. Dies geht aus Untersuchungen von Sedimentbohrkernen vom Meeresboden im Golf von Bengalen hervor, in denen sich die Bodenatmungsraten im Einzugsgebiet der Flüsse Ganges und Brahmaputra in den vergangenen 18.000 Jahren widerspiegeln. weiterlesen…